TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

NACHLESE zur STM 2026_5er TEAM Herren_30. und 31.05.2026, Plus

 

Die Bedingungen:       Äußerst mageres Teilnehmer-Feld an diesem letzten Mai-Wochenende. Mangelndes Interesse der Vertreter aus den Landesverbänden Vorarlberg, Tirol, Salzburg (vermutlich aufgrund der langen Anreise und der Kosten für die Spieler) und Niederösterreich. Last-minute-Absage des verbliebenen 2. NÖ-Teilnehmers und leider berufliche Verhinderung des Teams Landeskader Kärnten – lt. den mir vorliegenden Informationen.

Was hieß das für die diesjährige STM der Herren-Teams?

Naja, man könnte sagen, dass aus der Staatsmeisterschaft fast eine „Stadt-Meisterschaft 2.0“ geworden wäre, hätten da nicht im Vorfeld noch die Black Jack Bowlers aus Personalmangel absagen müssen.

Die Besonderheiten heuer: um das Starterfeld aufzufüllen, waren sogar aus Wien – anders als sonst immer – auch der Sechstplatzierte BC Tyrolia und der Siebente (und Absteiger aus der WLH), der 1. ÖBC-BC ALT – startberechtigt, um Spiele ohne Gegner bei ungerader Starter-Anzahl tunlichst zu vermeiden. Nützte leider alles nichts, weil die erwähnte NÖ-Last-minute-Absage des BC Rayman´s das Starterfeld doch auf ungerade sieben reduzierte.

Also: sowohl Samstag als auch Sonntag hatte jedes Team einmal ohne Gegner zu spielen.

Meine rein persönliche Sicht: eine STM ohne Bundesländer-Beteiligung ist mehr als fad oder besser gesagt: mehr als entbehrlich. Wie da künftig entgegenzuwirken wäre? Mir fehlt die Fantasie. Noch dazu interessiert die meisten Hallen-Betreiber (nicht nur in Österreich übrigens) nur noch Fun-Bowling. Schade.

 

Zum Sportlichen: 5er-Teams stellten sich im Bahnen-Bereich 3-10 den Herausforderungen. An beiden Spieltagen gab es ein Round Robin. Nach vier der sieben Spiele gab es eine ca. 1-stündige Mittagspause zur Bahnenpflege.

Eingesetzt wurden insgesamt 40 Spieler, von denen 19 an beiden Spieltagen durchspielten. 7 Mann knackten die 3000-Pin-Grenze (> 214 Schnitt), 3 die 2900 (Schnitt von 207+) und weitere 3 die 2800 (200+ Schnitt).

Details zu den erbrachten Spitzenleistungen später.

Der Schnitt aller absolvierten Spiele lag bei hervorragenden 199,7 Pins.

Die kompletten Detail-Ergebnisse und der Endstand der Staatsmeisterschaft 2026 können auf der ÖSKB-Homepage nachgelesen werden.

Die Stimmung in der Halle war sehr gut bis hervorragend. Hochspannung, fast euphorischer Zusammenhalt der Teams bei den Spitzenspielen und dementsprechend großartige Ergebnisse (vor allem der späteren Medaillen-Gewinner), die von den Durchschnitts-Teams berechtigt bestaunt wurden. Man sah, was die Wiener Spitzen-Bowler leisten können, wenn sie die Bahnen „im Griff“ haben.

Interessantes Detail am Rande: so viele 7-10 Splits (quer durch alle Teams und auf allen Bahnen), wie bei dieser STM habe ich persönlich noch nie gesehen.

Das Service-Team war in Bestform und in der Mittagspause war – obwohl nur à la carte und nicht Buffet angeboten wurde – genügend Zeit für alle. Vielen herzlichen Dank dafür.

Tadellose Bewerb-Abwicklung, keine technischen Probleme – Bowler-Herz, was willst du mehr?

 

Aus den Ergebnis-Listen auf der ÖSKB-Homepage waren folgende Highlights herauszulesen:

TEAMS

Dieses Jahr hatte ausnahmsweise das Unistahl 2-Team (mit DEM Titelhamster 2026 Benji Kubalek) die Nase vorne und sicherte sich mit 15163 gespielten Pins (216,6 Schnitt) und 600 Bonuspins die GOLDMEDAILLE.

Das leicht favorisierte Team von Unistahl 1 musste sich mit 15021 Pins und ebenfalls 600 Bonuspins geschlagen geben, obwohl man die beiden direkten Duelle mit „der 2er“ gewonnen hatte (ein Leckerbissen dabei das letzte Spiel des Finaltages, das 1154 zu 1144 für „die 1er“ endete). „Nur“ die SILBERMEDAILLE wurde es durch Niederlagen gegen Tyrolia und Etoile.

BRONZE holte sich der BSC Phönix mit 14380/350 Pins.

Herzliche Gratulation für die gezeigten Leistungen.

EINZELSPIELER

Die besten 13 Serien (alle mit Schnitt 200+) der Top-Spieler dieses STM-Wochenendes erzielten

Martin Leb (Unistahl 2) mit 3213 Pins (229,5 Schnitt – 266/11.,264/9.,2x258/8.+14.,245/5.), vor seinem Teamkollegen Benji Kubalek mit 3120 Pins (STM-Höchstspiel 300/7.,267/14.,259/8.,246/6.,243/12.), Roman Fürbacher (Unistahl 1) 3084 (278/1.,255/12.,249/9.,243/6.), Martin Liftenegger (Unistahl 2) 3064 (264/2.,253/3.,241/13.),

Marco Pilecky (Unistahl 1) 3059 (280/8.,256/10.,249/4.), Andreas Leb (Unistahl 1) 3018 (278(2.,258/14.) und Leo Grundschober (Etoile) 3015 (268/8.). Weiters David Dudek (Unistahl 2) 2981 (276/11.,244/4.), Gerald Simané (BSC Phönix) 2957 (260/10.,247/2.), Fabian Groß (Unistahl 1) 2951 (256/6.,253/5.,248/9.), Alex Pittesser (Stadlau) 2888, Martin Fucik (Etoile) 2839 (246/8.) und Owen Devos (Stadlau) 2813 (268/8.,256/7.).

Zwar keine kompletten Serien, aber dennoch Schnitte jenseits der 200 erzielten: Ronnie Palomar jr. (Phönix) 2292 (aus 10 Spielen), Walter Gonaus (Unistahl 2) 2130 (10), Dominic Groß (Unistahl 1) 2308 (11), Oliver Schwarzbauer (Etoile) 1447 (7) und Michael Rauscher (Stadlau) 2456 (12).

 

 

 

Unser Spiel:   Unter dem Motto „unverhofft kommt oft“ erfuhren wir erst am 18. Mai, dass wir aufgrund der erwähnten Absagen in Serie auch starten dürfen. Eine Ausnahmeregelung erlaubte uns, die drohende Personalnot bei diesem „Long distance“-Bewerb etwas zu entschärfen. Alfi Schoppik aus unserer 2. Mannschaft war bereit, uns in der STM zu unterstützen. Nochmals danke dafür – und Alfi hat (wie erwartet) auch gut performt. Richy hat leider in der Terminplanung auf dieses Wochenende vergessen und war auf Urlaub. Alle verbliebenen Kader-Spieler wurden eingesetzt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir uns recht ordentlich gehalten haben, aber halt im Kreis der sieben Wiener Teams nur den – schon aus der Saison bekannten – vorletzten Platz behaupten konnten.

Ein unerwartetes Highlight konnten wir feiern, das vielleicht sogar ein wenig den überraschenden Ausgang dieser Staatsmeisterschaften mitbegründet hat: im dritten Samstag-Spiel schlugen wir Serienstaatsmeister Unistahl 1. Auch den Bronzemedaillen-Gewinner BSC Phönix konnten wir im vierten Sonntag-Spiel schlagen. Immerhin zwei kleine Trost-Pflaster für unsere Bowling-Seelen.

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

Spieler

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

Serie

Schnitt

Domin Walter

167

182

165

166

196

190

164

-

-

-

-

204

185

162

1781

178,100

Pfeifer Andi

194

203

214

190

169

156

193

192

190

191

208

200

218

189

2707

193,357

Schoppik Alfi

215

195

220

143

-

-

-

149

179

157

216

-

-

-

1474

194,250

Fiala Walter

169

156

224

170

184

169

210

143

177

180

181

178

216

179

1280

181,143

Pfeifer Martin

167

167

-

-

-

-

-

243

202

143

198

180

212

212

1724

191,556

Serloth Karl

-

-

183

187

167

183

215

-

-

-

-

234

230

195

1594

199,250

Pfeifer Adolf

-

-

-

-

187

156

183

144

195

161

188

-

-

-

1214

173,429

Team-Ergebnis

912

903

1006

856

903

854

965

 871

943

832

991

996

1061

937

13030

186,143

Gegner

oG

Uni2

Uni1

Stad

Phö

Eto

ÖBC

Uni2

ÖBC

Stad

Phö

Uni1

oG

Eto

 

 

Ergebnis Gegner

0

1073

929

1022

998

975

866

1133

976

873

954

1026

0

940

11765

196,083

Bonuspunkte

50

0

50

0

0

0

50

0

0

0

50

0

50

0

250

 

Gesamt

962

903

1056

856

903

854

1015

871

943

832

1041

996

1111

937

13280

Rang 6

                       

Zusammenfassung:      

Körperlich und mental für alle Spieler sehr anstrengend. Bemerkenswerte Top-Leistungen der Besten der Besten, vor denen man nur den Hut ziehen kann. Überraschender, aber nicht unverdienter Sieger mit dem “Top-Abräumer der Saison” und wahrscheinlichen Bowler des Jahres, Benji Kubalek, als Schlussmann.
Hoffentlich haben wir in den Folgejahren wieder größere Starter-Felder.

 

Einen tollen Sommer wünscht euch allen

Walter