TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.
2. Landesliga Trio Herren 2025/26 - 3. Runde, 23.11.2025, Plus
Die Bedingungen: Die 2. Wiener Landesliga steuert weiter in eine sehr enge Saison. Nach dem 3. Durchgang – diesmal wieder in der Plushalle – rückte man in der Tabelle noch enger zusammen. Wir wundern uns nicht, dass wir die neue Hausölung noch immer nicht annähernd im Griff haben. Mit einigen Ausnahmen plagte man sich wieder ordentlich ab, um die sich rasch ändernden Verhältnisse durch rechtzeitiges und vor allem richtiges Reagieren schön langsam zu durchschauen. Es war ein ständiges Auf und Ab zwischen guten, sehr guten und fast unterirdischen Ergebnissen. Durch den Einsatz von Urethan-Bällen erschweren wir uns selbst die Sache noch zusätzlich. Oft haben wir dadurch auch bei gefühlt guter Ball-Freigabe nicht den erwünschten Ball-Lauf. Ja, auch die österreichische Spitzenklasse hat damit so ihre liebe Not – halt auf einem höheren Level. Und: die Top-Leute schaffen halt durch folgende „Reparatur-Spiele“ jenseits der 240 wieder die Schadensbegrenzung. Das „Fußvolk“ ist mit sich selbst am Ende eher unzufrieden. Ich bin aber sicher: es wird noch, denn auch die vorherige Hausölung verlor Schritt für Schritt ihren Schrecken.
Die H2LL war diesmal im Bahnen-Bereich 9-16 eingeteilt. Der diesmal auch noch magere Liga-Schnitt von 183,06 Pins zeigt, dass die 2. Landesliga noch „Luft nach oben“ haben sollte. Toi, toi, toi.
Die Punkte wurden ordentlich aufgeteilt und auf den Tabellen-Plätzen 3 – 8 rückte man so näher zusammen.
34 Spieler gingen ans Werk und 14 – offensichtlich stresstolerante - spielten sogar die 7er-Serie durch. Einer schoss den Vogel ab: Michael Rauscher (Stadlau) war in Spiellaune und deklassierte mit hervorragenden 1551 gespielten Pins (beachtliche 221,6 Schnitt) nicht nur seine Nebenleute. Mit Respektabstand (168 Pins) folgte Helmut Astl (1.ÖBC/A.L.T.) mit noch immer guten 1383 Pins. 6 weitere Spieler buchten noch Serien 1300+.
Es gab keine technischen Probleme. Schon um 14:20 Uhr waren wir durch.
Das Plus-Personal hat uns bestens versorgt. Schiedsrichter waren Mangelware – warum auch immer.
Es macht uns Mut, dass kurz nach unserer Trio-Runde die Halle zum Bersten voll war. Zahlreiche Kinder-Partys zeigten einmal mehr, dass unser Sport noch genug Attraktivität bietet. Sicher waren unter den Kleinen auch schon künftige Sport-Bowler da. Meine Hoffnung lebt.
Unser Spiel: Walter Domin ist dzt. etwas angeschlagen und war nicht vor Ort. Die logische Startaufstellung: Karl
Serloth und die beiden Pfeifers. Los ging es auf 13-14 gegen die Sportunion BC Funk – für uns eigentlich immer ein sogenanntes Überraschungspaket. Wir fanden nie zu unserem Spiel und gingen 471 zu 559 munter. Etwas besser dann der 2. Durchgang: gegen PBLA auf 10-11. Wir lieferten ein Kopf-an-Kopf-Rennen wurden aber im Schluss-Frame Opfer unserer leider schon bald legendären Schwäche im Endkampf. Äußerst glücklicher Pinfall beim Gegner tat das Übrige und bescherte uns eine vermeidbare Niederlage. 563 : 568. Jetzt mussten wir gegen unser zweites Tyrolia-Trio ran – ein traditionell schwieriges Unterfangen. Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir uns auf 9-10 recht knapp mit 544 zu 517 durchsetzen konnten. Im 4. Durchgang wurde jetzt ich für Karl eingewechselt. Leider kein erwünschter Effekt. Überrascht durch die schon arg „zusammen gespielten“ Bahnen (wieder 13-14) war ich mit schuld an der nächsten vermeidbaren Niederlage: 537 zu 597. Der 1.ÖBC/A.L.T. konnte gegen uns seinen dritten Tages-Sieg einfahren. Schlimm dann im 5. Durchgang auf 15-16 gegen Stadlau. 463 zu 581. Bitter. Jetzt machte der etwas angeschlagene Martin für Richy Fischer Platz. Es gelang zwar unser bisher bestes Spiel, aber 573 war gegen das nicht aufregend performende Unistahl 4-Trio (604) etwas zu wenig. Wieder nix. Im Tagesabschluss-Match gegen den Langzeitrivalen Strike & Spare gab es den für uns halbwegs versöhnlichen Sieg. 15-16 war uns diesmal lieber und mit Andi Pfeifers Top-Spiel (242) konnten wir endlich wieder lachen. Na, sagen wir schmunzeln.
Ende gut, alles schlecht. Nein, so eng wollen wir es nicht sehen, aber solche Spieltage sollten heuer nicht mehr passieren.
Unsere Ergebnisse im Detail:
|
Spiel 1 |
Spiel 2 |
Spiel 3 |
Spiel 4 |
Spiel 5 |
Spiel 6 |
Spiel 7 |
Serie |
Schnitt |
|
|
Andreas Pfeifer |
145 |
193 |
167 |
178 |
168 |
210 |
242 |
1303 |
186,143 |
|
Karl Serloth |
162 |
178 |
177 |
- |
- |
- |
- |
517 |
172,333 |
|
Martin Pfeifer |
164 |
192 |
200 |
225 |
139 |
- |
- |
920 |
184,000 |
|
Walter Fiala |
- |
- |
- |
134 |
156 |
182 |
170 |
642 |
160,500 |
|
Richard Fischer |
- |
- |
- |
- |
- |
181 |
214 |
395 |
197,500 |
|
Trio-Ergebnis |
471 |
563 |
544 |
537 |
463 |
573 |
626 |
3777 |
179,857 |
|
Gegner |
Funk |
PBLA |
Tyrolia2 |
1.ÖBC |
Stadlau |
Unistahl |
Strike |
|
|
|
Ergebnis Gegner |
559 |
568 |
517 |
597 |
581 |
604 |
514 |
3940 |
187,619 |
|
Punkte |
0 |
0 |
2 |
0 |
0 |
0 |
2 |
|
4 Punkte |
|
Tyrolia 2 |
Spiel 1 |
Spiel 2 |
Spiel 3 |
Spiel 4 |
Spiel 5 |
Spiel 6 |
Spiel 7 |
Serie |
Schnitt |
|
Robert Weissenböck |
237 |
123 |
178 |
172 |
194 |
167 |
141 |
1212 |
173,143 |
|
Adolf Pfeifer |
165 |
127 |
150 |
- |
- |
- |
- |
442 |
147,333 |
|
Alfred Schoppik |
210 |
156 |
189 |
184 |
193 |
163 |
193 |
1288 |
184,000 |
|
Michael Langer |
- |
- |
- |
124 |
123 |
- |
- |
247 |
123,500 |
|
Ernst Fischer |
- |
- |
- |
- |
- |
162 |
168 |
330 |
165,000 |
|
Trio-Ergebnis |
612 |
406 |
517 |
480 |
510 |
492 |
502 |
3519 |
167,571 |
|
Gegner |
Strike |
Stadlau |
Tyrolia1 |
Unistahl |
Funk |
1.ÖBC |
PBLA |
|
|
|
Ergebnis Gegner |
495
|
598 |
544 |
559 |
607 |
572 |
524 |
3899 |
185,667 |
|
Punkte |
2 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
2 Punkte |
Die Besten des Spieltages:
Ein wenig überraschend diesmal die Sportunion BC Funk voran (12 Punkte aus 3946 gespielten Pins). Dahinter zwei Trios mit je 10 Punkten: 1.ÖBC/A.L.T. (Tageshöchstwert mit 3997 Pins/190,33 Schnitt) und Stadlau (3964). Es folgte die PBLLA mit 8/3940 und Unistahl 4 mit 6 Punkten (3885). Zwei Trios erreichten 4 Tagespunkte: Tyrolia 1 (3777) und Strike & Spare (3726). Tyrolia 2 blieb mit nur 2 Punkten (3519) leider vorerst auf dem 8.Tabellen-Platz hängen.
BESTE EINZELSPIELER: Wie bereits oben erwähnt: Michael Rauscher (Stadlau) spielte diesmal in einer eigenen Liga: 1551 Pins (221,6 Schnitt/Tageshöchstspiel 259/2.Dg.,231/7.). 7 komplette Serien lagen über 1300: Helmut Astl (1.ÖBC) 1383 (235/6.), Walter Gonaus (Unistahl) 1378, Didi Frisch (1.ÖBC) 1351 (232/4.), Mike Rieger (Funk) 1336 (231/6.), Alex Boskovitz (Funk) 1324, Hans Had (Strike) 1315 (237/4.) und Andreas Pfeifer (Tyrolia1) 1303 (242/7.).
BESTE TRIO-DURCHGÄNGE: Tyrolia1 626/7., 1.ÖBC/A.L.T. 620/5.,601/2., Stadlau 618/7., Strike & Spare 616/4., Tyrolia2 612/1., PBLA 609/3., Funk 607/5.,604/3. und Unistahl 604/6.
Seltenes lustiges Zahlenspiel: in dieser Aufzählung kommt jedes Trio und jeder Durchgang vor.
|
Tabelle nach Runde 3 |
Pkte |
Pins |
|
|
1.(1) |
KSV Wr.Netze/Unistahl 4 |
30 |
12334 |
|
2.(2) |
1.ÖBC/ALT 1 |
28 |
11817 |
|
3.(5) |
Stadlau 1 |
24 |
11633 |
|
4.(6) |
Sportunion BC Funk 1 |
22 |
11653 |
|
5.(3) |
Tyrolia 1 |
20 |
11725 |
|
6.(4) |
Strike & Spare 1 |
20 |
11478 |
|
7.(7) |
PBLA |
18 |
11432 |
|
8.(8) |
Tyrolia 2 |
6 |
10445 |
Zusammenfassung: Zwei rücken langsam ab: Unistahl und der 1.ÖBC. Das breite Mittelfeld rückt näher zusammen und das Schlusslicht hat etwas den Anschluss verloren. In jede Richtung ist dennoch noch alles möglich.
Bis bald.
Walter