TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Team Herren 2024/25 – 7. und letzte Runde, 04.05.2025, Plus

 

Die Bedingungen:     Showdown und Tag der letzten Entscheidungen in der höchsten Wiener Spielklasse bei den Herren. Während das Rennen um die Stockerlplätze schon fast entschieden war, blieb der harte Kampf gegen den Abstieg (ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Traditionsteams Tyrolia und Strike & Spare) bzw. das Stechen um den 5. und vermutlich letzten Startplatz bei den Staatsmeisterschaften 2025 (zwischen Stadlau und BJB) lange Zeit sehr spannend. Alle Teams waren voll motiviert und hatten nur ihre jeweiligen Saisonziele im Visier.

Da man sich langsam an das Ölbild zu gewöhnen scheint, konnten die 36 eingesetzten Spieler den höchsten Plus-Ligaschnitt des zu Ende gehenden Sportjahrs erkämpfen. Man landete diesmal bei 198,088 Pins und von den 28 kompletten 5er-Serien lagen immerhin 15 über 1000 und davon 3 sogar über 1100. Klingt eigentlich gar nicht so aufregend, zeigt andererseits aber im Gesamtergebnis, dass das allgemeine Spielniveau langsam steigt.

Die Wiener Liga Herren war im Bahnen-Bereich 9 – 16 am Werk. Mit drei Ligen war diesmal die Halle gerammelt voll, weil die 10er-Liga (H2LL – 2. Landesliga der Herren) aufgrund der erforderlichen Bahnen-Kapazität für diese letzte Runde aus der Cumberland-Halle übernommen wurde. Eine Vernunftentscheidung, wie ich meine.

Technische Probleme sind mir keine aufgefallen, Service- und Küchen-Team gaben abermals ihr Bestes – und (wichtig, wichtig) die Spannung war in den Entscheidungsspielen zum Greifen. Nichts für schwache Nerven.

Um es vorwegzunehmen: den fünften Startplatz für die Staatsmeisterschaft verdienten sich die Black Bowlers (diesmal schöne 3 Tagessiege) nicht zuletzt deshalb, weil sie das direkte Duell gegen Stadlau auf den Bahnen 11–12 im dritten Durchgang sehr nervenstark mit 18+ für sich entscheiden konnten.

Dem Abstieg entronnen ist der BC Tyrolia, der in dieser letzten Runde 200 Mannschafts-Schnitt schaffte und im Herzschlag-Duell gegen Strike & Spare (4. Durchgang, auch auf den Bahnen 11-12) buchstäblich im letzten Frame der beiden Schluss-Spieler mit nur 8+ die Oberhand behielt.

Es bleibt ein Trost für die Gelben: mit dem jetzt zusammengestellten Spielerkader sollte der baldige Wiederaufstieg gelingen. Man weiß aber, dass die 2. Landesliga nicht so im Vorbeigehen gewonnen werden kann, weil dort die erfolgshungrige Future/BTA-Mannschaft, die Geheimfavoriten PBLA und Sportunion BC Funk zu bekämpfen sind – und auch noch eine 3. Unistahl-Mannschaft gerne im Oberhaus mitmischen möchte.

 

Unser Spiel:     In dieser für uns so überlebenswichtigen letzten Runde konnten wir auf den kompletten Standard-Kader zurückgreifen und Kapitän Martin Pfeifer hatte mit seiner Start-Aufstellung ein „goldenes Händchen“, wie man so schön sagt. Andreas Pfeifer, Karl Serloth, Richy Fischer und Martin selbst stellten sich der wichtigen Herausforderung – und wie. Wir starteten mit mageren 3 Punkten Vorsprung auf Strike & Spare und mussten vom Beginn weg nur eben die Gelben im Blickfeld haben.

Los gings auf 9-10 gegen Stadlau und rasch war klar, dass wir auf dem Weg zu den ersten 5 Siegpunkten waren. 790 zu 671 war im Quervergleich nicht hoch, reichte aber locker. Strike & Spare musste gegen Unistahl 1 starten und unterlag deutlich. Unser Vorsprung war auf 6 Punkte angewachsen. Im 2. Durchgang stand uns Unistahl 1 gegenüber und auch wir hatten gegen den Liga-Favoriten nichts zu bestellen. Auf 13-14 setzte es ein 762 zu 880. Zeitgleich besiegte jetzt Strike & Spare die Stadlauer und der alte Abstand war wieder hergestellt. Im 3. Durchgang auf 15-16 mussten wir auch gegen die 2. Unistahl-Mannschaft klein beigeben: 801 zu 834 war nicht übel, aber eben nur 2 Punkte wert. Gut für uns, dass auch die Gelben gegen Etoile auf der Strecke blieben. Also, alles beim Alten.

Der alles entscheidende Entscheidungs-Fight folgte im vorletzten Spiel auf 11-12. Ein mehr als dramatischer Kampf (aufgrund der Tabellen-Situation nicht auf höchstem Niveau) wogte hin und her. Wir waren eine Spur besser unterwegs, mussten aber den entfesselt aufspielenden Tim Schöftner (248) stets im Auge behalten. 2 Individualfehler im Endkampf führten zum ultimativen Showdown der beiden Schluss-Spieler. Martin hatte ein offenes 9. Frame stehen und sein Widerpart einen Strike. Martin musste einen einstelligen Vorsprung verteidigen und erhöhte den Druck durch einen Strike. Tim antwortete mit einem 9er-Anwurf und war noch leicht im Vorteil. Martins Doppelstrike ließ die Partie im letzten Moment zu unseren Gunsten kippen und endete 799 zu 791. Wir waren jetzt mit 6 Punkten Vorsprung durch und hatten unser Minimalziel Klassenerhalt erreicht. Der Stein, nein Brocken, der uns vom Herzen fiel, war in der gesamten Halle zu hören.

Dementsprechend locker gingen wir unser Jahres-Schlussmatch gegen Etoile an. Auf 15-16 spielten wir befreit auf und zwangen die Grünen (761) mit unserem Jahres-Höchstspiel 873 (und unserem ersten und einzigen Bonuspunkt des Jahres) in die Knie. Nachdem Strike & Spare überraschend gegen Unistahl 2 erfolgreich war, haben wir durch den Bonuspunkt nunmehr 7 Punkte Vorsprung in der Schluss-Tabelle. Ende gut, alles gut.

Im kommenden Spieljahr müssen wir wohl daran arbeiten, uns in den beiden Schluss-Frames nicht durch Individualfehler noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Sowohl im Trio als auch im Team haben wir zu viele Spiele im Endkampf aus der Hand gegeben. Da geht mehr. Da können wir mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

Bahnen 9 - 16

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

204

162

171

179

234

950

190,000

Serloth Karl

194

174

221

209

211

1009

201,800

Fischer Richard

236

189

174

199

181

979

195,800

Pfeifer Martin

156

237

235

212

247

1087

217,400

Domin Walter

182 R

201 R

166 R

224 R

168 R

941

188,200

Fiala Walter

165 R

154 R

168 R

212 R

161 R

860

172,000

Team-Ergebnis

790

762

801

799

873

4025

201,250

Gegner

Stadlau

Unistahl1

Unistahl2

Strike

Etoile

 

 

Ergebnis Gegner

671

880

834

791

761

3937

196,850

Punkte

5

2

2

5

5

 

19

Bonuspunkte

0

0

0

0

1

1

GesPkte 20

 

Die Besten des Spieltages:

Überragend wieder einmal KSV Wr.Netze/Unstahl1: ungeschlagen, 25 Siegpunkte und 8 Bonuspunkte brachten zusammen 33 Punkte aus 4279 gespielten Pins (Team-Schnitt 213,95 Pins). Mit Respektabstand dahinter „die Silbernen“ vom BSC Phönix (22/4190) und Tyrolia (20/4025). Die Black Jack Bowlers folgen mit 19 Punkten (3865) knapp vor Unistahl2 (18/3892). Jeweils 16 Punkte für Strike & Spare (3932) und Etoile (3860). Schwarzer Tag für die „2. Garnitur“ der Stadlauer: nur 10 Punkte (3651).

 

BESTE EINZELSPIELER:          1100+ für drei Spieler: voran der „Chef“ Thomas Gross (Unistahl 1) mit 1168 (Tageshöchstspiele 279/3. und 277/2. Durchgang, 231/1.) vor Benji Kubalek (Unistahl 2) 1152 (254/3.) und Lukas Christian (Phönix) 1111 (236/5.). Die zwölf 1000er-Serien: Tomislav Vojnic (Etoile) 1094 (254/4.,253/5.), Martin Pfeifer (Tyrolia) 1087 (247/5.,237/2.,235/3.), Hans Had (Strike) 1052 (245/1.,238/5.), Daniel Repolles (Phönix) 1049 (267/3.), Marco Pilecky (Unistahl 1) 1044 (257/4.), Roman Fürbacher (Unistahl 1) 1038, Thomas Schäfer (Phönix) 1030 (236/1.), Dominic Gross (Unistahl 1) 1029 (234/4.), Wolfgang Hauska (BJB) 1015, Lee Yong (BJB) 1014 (235/2.), Karl Serloth (Tyrolia) 1009 und Gerald Simané (Phönix) mit genau 1000.

 

BESTE TEAM-ERGEBNISSE: 4 Teams sammelten Bonuspunkte, und zwar Unistahl 1 gleich 8 (Tageshöchstspiel 918/3.,880/2.,877/4.,835/1.), BSC Phönix 3 (904/3.,866/1.), Unistahl 2 schaffte 2 (847/1.,834/3.) und 1 schaffte Tyrolia (873/5.).

 

Schluss-Tabelle nach dem 7. Spieltag

Punkte

Pins

1.(1)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

190

29388

2.(2)

BSC Phönix 1

167

28497

3.(3)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

158

28454

4.(4)

Etoile

125

27034

5.(6)

BJB

116

26566

6.(5)

Stadlau 1

109

26779

7.(7)

Tyrolia 1    

101

26299

8.(8)

Strike & Spare

94

25650

 

Zusammenfassung:       KSC Wr.Netze/Unistahl 1 setzte sich in den letzten drei Runden ganz überzeugend durch. Der BSC Phönix konnte bis zum Ende den „Platz an der Sonne“ behaupten und erkämpfte verdient Silber. Das 2. Unistahl-Team holte Bronze. Strike & Spare muss den bitteren Gang in die 2. Landesliga antreten. Nicht unbedingt erwartet habe ich den Aufsteiger 1. ÖBC/A.L.T., der sich im Endkampf der 2. Landesliga gegen die leicht favorisierten Leute von Future/BTA durchsetzen konnte.

Ich gratuliere allen Medaillen-Gewinnern und dem Aufsteiger auf diesem Weg recht herzlich und freue mich auf eine neue Saison mit spannenden Wettkämpfen.

Bis dann

Walter