TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga Team Herren 2022/23 – 8. Runde, 05.03.2023, Plus

 

Die Bedingungen:        Diese vorletzte Runde des Team-Bewerbs der zweithöchsten Wiener Spielklasse begann mit einer höchst unerfreulichen Überraschung: der BC STP Strike Power war motiviert aus St. Pölten angereist – und durfte nicht mitspielen. Begründung durch die Bewerbleitung: STP wird aufgrund des zweimaligen Fernbleibens (6.Runde H2LL und Cup) aus dem Bewerb genommen und darf diese Saison am Team-Bewerb nicht mehr teilnehmen. Alle bislang gespielten Ergebnisse werden aus der Tabelle gerechnet und die „neue“ – bezüglich STP „neutralisierte“ – Tabelle wird auf der LVWB Homepage veröffentlicht. Um es vorweg zu nehmen: die Entscheidung des LVWB hat nahezu alle Vereine mehr als verblüfft. Ich nehme einmal optimistisch an, dass diese Entscheidung zumindest rechtens ist, also der Ausschreibung entspricht; zugegeben: nachgelesen habe ich das noch nicht. Verstanden hat diese Entscheidung wohl kaum jemand – auch, wenn sie geschrieben stehen sollte. Die St. Pöltner haben sich das nicht verdient und haben – für mich sehr verständlich - entsprechend frustriert reagiert: sie sind abgezogen und haben sofort zu verstehen gegeben, dass sie auch den Trio-Bewerb nicht mehr weiter spielen werden.

Für mich ergeben sich mehrere Fragen: Ist die Entscheidung korrekt? War sie im Sinne unseres Sports? Wem hätte es weh getan, wenn STP heuer einfach zu Ende gespielt hätte und in der nächsten Saison wieder motiviert neu durchgestartet wäre? Wo bleibt das Fingerspitzengefühl der Funktionäre? Wer ersetzt das Spielgeld-Minus in der Verbandskassa (für mich die kleinste Sorge)? Müssen wir unserem ohnehin schwer angeschlagenen Sport durch solche Entscheidungen noch mehr Schaden zufügen und das verbliebene „Häufchen“ Aktiver weiter dezimieren? Sind uns die Kollegen aus St. Pölten nicht einmal ein kurzes Telefonat wert, dass sie nicht unnötig anreisen müssen?

 Ich geniere mich für diese Situation und hoffe, dass es irgendjemand in unserer bescheidenen Bowling-Szene der Mühe wert findet, für alle Beteiligten eine respektvolle und tragbare Wieder-Gutmachung zu suchen und zu finden. Es ist nicht egal, wenn wieder Sportkollegen unserem Sport frustriert den Rücken kehren sollten.

Liebe Kollegen vom BC STP Strike Power, versucht bitte jeden sich vielleicht bietenden Kompromiss- oder Lösungsvorschlag kritisch zu überdenken und keinen voreiligen Schluss-Strich zu ziehen. Die österreichische Bowling-Szene braucht euch.

 

Nun zum sportlichen Bericht, der für mich in dieser vorletzten Runde in den Hintergrund gedrängt wurde:

Die 2. Wiener Landesliga war im Bahnen-Bereich 23-32 tätig – 7 Teams waren „berechtigt“, der 1. ÖBC hatte spielfrei. Nur 31 Spieler waren im Team-Einsatz – es wurde also nur dreimal getauscht. 25 komplette 7er-Serien brachten 1x 1500+, 1x 1400+ und 7x 1350+, um die Besten der Besten vor den Vorhang zu bitten. Der Liga-Schnitt: immerhin schon 185,199 Pins, aber ich behaupte: da ist noch etwas Luft nach oben. Warten wir die letzte Runde am 14. Mai in der Plushalle ab.

Keine technischen Probleme, wieder sehr entspannte Mittagspause, aber halt der sattsam bekannte Marathon bis in den späten Nachmittag hinein. Sehr fordernd – nicht nur für die älteren Semester wie meine Wenigkeit.

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Unser Spiel:   Unser Start-Team war wieder klar: Bittner-Serloth-Fischer-Andi Pfeifer. In der Reserve war wieder nur ich aktiv. Andi Kreiser war wohl anwesend, spielte aber Abseits des offiziellen Spielbetriebs eine 5er-Serie und bestätigte, dass er, wenn er gebraucht wird, gerne zur Verfügung steht. Anstoß auf 25-26 gegen unsere 2. Mannschaft. Keine Offenbarung, aber ein solider Sieg mit 691 zu 582. Minimale Steigerung auf 699 Pins im 2. Spiel (ohne Gegner) auf den Bahnen 27-28. Unerwartete Schlappe dann auf 23-24 gegen den bisherigen Tabellen-Nachbarn BC Alt. 704 zu 810. Der entnervte Richy Fischer wurde jetzt für mich aus der Mannschaft genommen. Die Leistungs-Steigerung gegen Leader Etoile 2 war zu wenig. Auf 29-30 setzte es eine knappe Niederlage. 771 zu 790.

Jetzt mussten Punkte her, noch dazu, wo wir eine der wenigen Mannschaften sind, die kaum den Vorteil der Bonus-Punkte ausnützen. Es folgten drei brauchbare Spiele und ebenso viele Siege gegen Tabellen-Nachbarn: 758 zu 696 gegen Pinteufel auf 25-26, 769 zu 728 gegen Strike & Spare auf 27-28 und 753 zu 727 gegen Funk auf 23-24. Also: 4+1 Tages-Siege, keine einziger Bonus-Punkt und deshalb „nur“ 29 Punkte und nur fünfter Tages-Rang. Schmerzte schon ein wenig.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

146

188

220

199

213

187

209

1362

194,571

Serloth Karl

176

155

156

193

169

206

156

1211

173,000

Fischer Richard

190

159

133

149 R

204 R

155 R

208 R

1198

171,143

Pfeifer Andreas

179

197

195

190

196

176

200

1333

190,429

Fiala Walter

184 R

189 R

177 R

189

180

200

188

1307

186,714

Team-Ergebnis

691

699

704

771

758

769

753

5145

183,750

Gegner

Tyrolia2

ohne

Alt

Etoile

Pinteufel

Strike

Funk

 

 

Ergebnis Gegner

582

000

810

790

696

728

727

4333

180,542

Punkte

5

5

2

2

5

5

5

 

29

Bonuspunkte

0

0

0

0

0

0

0

 

GesPkte 29

 

TYROLIA 2

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

May Helmut

142

198

152

179

165

147

207

1190

170,000

Kantas Wolfgang

123

171

169

198

214

161

201

1237

176,714

Weissenböck Robert

158

152

178

141

-

-

-

629

157,250

Schoppik Alfred

159

162

182

191

209

166

182

1251

178,714

Langer Michael

-

-

-

-

171

142

155

468

156,000

Team-Ergebnis

582

683

681

709

759

616

745

4775

170,536

Gegner

Tyrolia1

Strike

Funk

Pinteufel

Etoile

ohne

Alt

 

 

Ergebnis Gegner

691

694

811

665

837

000

702

4400

183,333

Punkte

2

2

2

5

2

5

5

 

23

Bonuspunkte

0

0

0

0

0

0

0

 

GesPkte 23

 

Die Besten des Spieltages:      Leader Etoile 2 hat den Führungsanspruch bestätigt; mit dem zweitbesten Pin-Ergebnis erreichte man 36 Punkte. Funk 1 performte sehenswert – die meisten Pins mit 5515 (Schnitt 196,964)  und 35 Punkte. Platz 3 für Strike & Spare (5180/32). Dahinter ex aequo Alt (5242) und Tyrolia 1 (5145) mit je 29 Punkten, gefolgt von Tyrolia 2(4775/23) und Pinteufel (5037/21).

Beste Einzelspieler: Werner Gerdenits (Etoile) 1506 (215,143 Schnitt – 247/5.Spiel,242/7.,223/6.) und Hansjörg Steinbach (Funk) 1422 (228/6.). Die sieben Serien über 1350 erreichten: Hans Had (Strike) 1377 (227/5.,222/3.), Andreas Hechenberger (Funk) 1369, Heini Bittner (Tyrolia1) 1362 (220/3.), Michael Rieger (Funk) 1358 (244/2.), Sebastian Poiger (Etoile) und Andreas Haim-Geist (Alt – 230/2.) je 1355 sowie Celestino Garcia (Pinteufel) 1352 (223/1.,221/3.). Tageshöchstspiel: Martin Seidl (Pinteufel) mit 253/6.

Höchste Team-Ergebnisse (Resultate mit Bonus): Funk – 868/2.,823/6.,811/3.,794/5.,787/4., Etoile – 865/7.,837/5.,790/4.,776/1., Strike & Spare – 813/5.,789/3., Alt – 810/3.,783/2., Pinteufel – 789/6.

 

VORLÄUFIGE TABELLE – BC STP Strike Power noch nicht heraus gerechnet

Tabelle nach dem 8. Spieltag

Punkte

Pins

spielfrei

Ø Pkte je Spiel

1.(1)

BC Etoile 2

253

38204

3

5,16

2.(2)

1. ÖBC

200

35566

8

4,08

3.(3)

Strike & Spare BC Vienna

197

36044

2

4,02

4.(6)

Sportunion BC Funk 1

195

36026

1

3,98

5.(4)

BC Tyrolia 1

193

35764

4

3,94

6.(5)

BC Alt

188

35765

7

3,84

7.(7)

BC Pinteufel 1

168

34981

6

3,43

8.(8)

BC Tyrolia 2

151

33774

5

3,08

 

 

 

 

 

 

 

BC STP Strike Power

118

27858

9

2,41

 

Zusammenfassung:       Die nach dem Ausschluss von STP überarbeitete Tabelle steht noch aus. Etoile steht als Aufsteiger in jedem Fall schon fest. Der Kampf um die Plätze dahinter wird noch spannend. Die Auswirkungen der Korrektur nach STP wird wohl die eine oder andere Verschiebung bringen. Großartiges erwarte ich nicht.

Abschließend hoffe ich für den BC STP Strike Power auf eine sportliche Lösung, mit der alle Seiten gut leben können.

Bis bald

Walter