TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2021/22 – 6. Runde, 20.02.2022, Plus

 

Die Bedingungen:        Beachtliches Niveau wurde bei diesem vierten Antreten der höchsten Wiener Trio-Klasse in der Plushalle geboten. Gerne äußert man (= der im Raunzen routinierte Wiener Bowling-Spieler) sich etwas abfällig über gefühlt „zu trockene“ Bahnen – aber man hat diese Verhältnisse trotzdem recht gerne. Ich sage jetzt nicht: auch, wenn man das nicht zugeben mag. Die Bestätigung folgte sozusagen auf dem Fuß, wie man anhand der erzielten Ergebnisse im Bahnen-Bereich 25 – 32 leicht nachvollziehen kann.

Die 29 eingesetzten Aktiven warfen einen Liga-Schnitt von 207,14 Pins und sieben der acht Trios lagen teils deutlich über der ominösen 200er-Grenze, drei davon sogar über 210 Schnitt. Fast ¾ der gespielten kompletten 6er-Serien lagen über 200; fünf 1300er-Serien und neun 1200er-Serien können sich sehen lassen.

Details dazu später.

Es gab keine technischen Probleme. Die Einhaltung der 2G-Regel wurde kontrolliert, die FFP2-Maskenpflicht  selbstverständlich eingehalten – es ist das alles bereits zur Routine geworden, sind wir doch heil froh, unseren Sport überhaupt ausüben zu dürfen.

 

Unser Spiel:     Gleiche Start-Aufstellung wie schon in Runde 4 und 5: Bittner-Fiala-Martin Pfeifer. Unser Gegner diesmal

der Tabellen-Nachbar BSC Phönix. Erneut keine angenehme Aufgabe, weil die jungen Phönix-Leute sich mit ihren großteils hohen Ball-Geschwindigkeiten auch auf weniger öligen Bahnen immer sehr wohl fühlen – wenn sie fokussiert bleiben und bei Laune sind. Heute war das leider wieder so: fast 212 Schnitt waren für uns knapp zu viel, um die als Minimum-Ziel angestrebte Punkte-Teilung zu erkämpfen. Aber mit 5 zu 7 Punkten hielt sich die Niederlage in Grenzen. Das erklärte Saisonziel Klassen-Erhalt liegt jetzt schon greifbar nahe.

Auf der uns zugeteilten Doppel-Bahn 29-30 (in diesem Bereich nicht jedermanns Lieblings-Doppelbahn) starteten wir nicht schlecht, verloren aber im Endkampf noch 606:643. Heini kam leider, wie schon in der 4. Runde, mit dem bespielten Bahnen-Bereich nicht wie gewohnt zurecht, was unsere Aufgabe nicht leichter machte. Martin konnte mit seinem Power-Bowling anfangs als einziger mit der Phönix-Jugend mithalten. Spiel 2 war etwas knapper, ging aber wieder verloren: 599 zu 631. Mit etwas Glück hätten wir dieses Spiel für uns entscheiden können. Schade, Heini war entnervt und Karl Serloth kam für ihn in die Mannschaft. Die beiden folgenden Spiele waren recht ansehnlich: einem Unentschieden im 3. Durchgang (beide 656) folgte unser erster Sieg des Tages: 634 zu 601. Nach diesem Spiel wechselte Andi Pfeifer für mich in die Mannschaft.

Mit diesem Tausch hat das desaströse Ergebnis im 5. Durchgang nichts zu tun. Schon eher mit den - für uns immer anstrengenderen – Loipen. Egal war uns dieses 523 zu 622 nicht gerade, aber eine Schadens-Begrenzung im Schluss-Spiel konnte uns da versöhnen. Und die gelang: knapp und auf höchstem Niveau (665 zu 658), weil Andi seine Möglichkeiten mit stolzen 268 voll ausschöpfen konnte.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Serie

Schnitt

Heini Bittner

182

172

-

-

-

-

354

177,000

Walter Fiala

198

179

235

187

-

-

799

199,750

Martin Pfeifer

226

248

205

257

179

202

1317

219,500

Karl Serloth

-

-

216

190

175

195

776

194,000

Andreas Pfeifer

-

-

-

-

169

268

437

218,500

Trio-Ergebnis

606

599

656

634

523

665

3683

204,61

Gegner

BSC Phönix 1

 

 

Ergebnis Gegner

643

631

656

601

622

658

3811

211,720

Punkte

0

0

1

2

0

2

 

5 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:

Stadlau, das WL-Trio der Stunde (ich erlaube mir diese Bewertung und habe dabei kein schlechtes Gewissen), eroberte die Tabellen-Führung mit einer makellosen Vorstellung gegen Strike & Spare wieder zurück: 3921 gespielte Pins (217,83 Schnitt) und 12 Punkte zeigten, dass die Randbahnen 31-32 in der Plushalle deutlich einfacher zu bespielen sind als 11-12 in der Cumberland-Halle. Obwohl Stadlau auch dort mit über 211 Schnitt deutlich machte, wer heuer auf dem Weg zum Wiener Meistertitel zu schlagen sein wird.

Die restlichen Siegpunkte wurden ziemlich gleichmäßig verteilt: KSV Wr.Netze/Unistahl 1 schaffte mit 3776 Pins gegen Tabellen-Schlusslicht Etoile 2 (sehr gute 3753 Pins) acht Siegpunkte,  der BSC Phönix 7 mit 3811 Pins gegen Tyrolia (3683). KSV Wr.Netze/Unistahl 2 (3843) und der bisherige Leader Etoile 1 (3618) trennten sich trotz überraschend großer Pin-Differenz 6 : 6. Auch heute blieb Strike & Spare (diesmal nur 3423 Pins) wieder, diesmal gegen den neuen Tabellen-Führer Stadlau, punktelos.

 

Beste Einzelspieler:      Benji Kubalek (Unistahl2) 1362 (Schnitt 227 glatt – 257/6.Spiel, 254/1., 246/4., 242/2.) vor Daniel Repolles (BSC Phönix) 1356 (240/3.). Weiter Serien 1300+: Martin Pfeifer (Tyrolia) 1317 (257/4., 248/2.), Martin Leb (Unistahl2) 1311 (245/1.) und Michael Rauscher (Stadlau) 1307.

Die höchsten der neun 1200er:  Walter Rieger (Unistahl1) 1295, Christian Schwarzbauer (Etoile2) 1289 (256/5.), Philipp Steinbach (Stadlau) 1279 (268/1.), Patrick Schlosser (Phönix) 1258 (243/1.), Patrick Stiel (Etoile1) 1248 (267/2.) und Tomislav Vojnic (Etoile2) 1243. Das Tageshöchstspiel scorte Martin Fucik (Etoile2) mit 269 auf 27-28 im zweiten Durchgang.

Höchste Trio-Scores: KSV Wr.Netze/Unistahl2 mit 736/1. – Etoile1 mit 715/2. – Etoile2 mit 708/2.

 

Tabelle nach der 6. Runde

Pkte

Pins

1.(2)

Stadlau 1

54

22816

2.(1)

Etoile 1

48

23015

3.(3)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

44

23273

4.(4)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

42

22820

5.(6)

BSC Phönix 1

30

21636

6.(5)

Tyrolia 1

29

21374

7.(8)

Etoile 2

22

21789

8.(7)

Strike & Spare BC

19

20380

 

Zusammenfassung:     Die Tabelle wohl deutlich durcheinander gewirbelt, aber dennoch blieb fast alles beim Alten.

Die Dramaturgie des Bahnenrasters bringt in der letzten Runde am kommenden Samstag das Spitzen-Duell Stadlau gegen Etoile1 um den Wiener Meister-Titel. Auch nicht ohne sind folgende Begegnungen: Strike & Spare muss die letzte Überlebens-Chance im Kampf gegen den drohenden Abstieg ausgerechnet gegen Unistahl2 (hat berechtigte Chancen auf einen Stockerl-Platz) wahren. Tyrolia muss gegen Unistahl1 noch einmal alle verbliebenen Kräfte bündeln und Etoile2 sollte sich gegen die jungen Phönix-Spieler keine Pleite leisten, um nicht selbst unter die (Abstiegs)Räder zu kommen.

Spannend, spannend.

Bleibt gesund. Bis bald.

Walter