TYROLIA ENDLICH WIEDER AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2020/21 - 1. Runde, 13.09.2020, Plus

 

Die Bedingungen:        Der Bowling-Alltag hat uns wieder“ – so lautete mein Eingangs-Statement zum Trio-Start der Vorsaison. Davon kann heuer keine Rede sein. Von „Alltag“ kann man im Moment sicher nicht sprechen.

ABER: unsere kleine, feine Bowling-Gemeinde lässt sich auch von einem sehr lästigen und mittlerweile sattsam bekannten Feind nicht auf Dauer ruhig stellen.

Fels in der Brandung gegen die, für uns alle bis vor kurzem in ihren Auswirkungen noch unvorstellbare COVID-19-Pandemie, ist für mich zweifellos Thomas Tybl – und ich nehme ihn als Galionsfigur, quasi Synonym einer aufopfernd agierenden Gruppe von positiv Bowling-Verrückten (verantwortliche Funktionäre, Freunde, Freiwillige – einfach helfende Hände, die ihre Freizeit opfern) - entschuldigt bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass ich hier nicht alle namentlich erwähne. Ich möchte keinen von euch vergessen und der aktuellen Bowling-„Normalität“ dennoch einen Namen geben.

TT hat in Teamarbeit Monate lang alles dafür getan, um unserem Sport auch unter derart erschwerten Bedingungen wieder eine Basis zu schaffen. Mit Erfolg. Vielen Dank dafür.

Ich behaupte sogar, man konnte sich trotz verschiedener Auflagen wirklich wohl fühlen. An die geforderten Verhaltensweisen haben wir uns ja im Privatleben seit Monaten (leider) schon gewöhnt. Und „Tybl & Friends“ haben uns den Wiedereinstieg eindrucksvoll geebnet.

TT selbst leitete den ersten offiziellen Spieltag des LVWB mit einigen wichtigen Erklärungen zum erforderlichen Verhalten innerhalb der Plushalle ein – toll gemacht, Thomas - und es konnte los gehen.

Kurz das aktuelle Prozedere: die Trios der WLH waren ab der Doppelbahn 19/20 eingeteilt und zwar so, dass jede zweite Doppelbahn ausgelassen wurde, um der 2.Landesliga der Herren (H2LL) um 13.30 Uhr - ohne Wartezeit unter gleichen Bedingungen - vorbildlich desinfizierte Bahnen überlassen zu können. Die zusammen gelosten Trios spielten auf derselben Doppelbahn 6 Spiele gegeneinander (amerikanische Spielweise, also mit Wechselbahn). 2 Punkte pro Sieg, wie gehabt.

Wir spielen also aus heutiger Sicht an jedem Spieltag gegen ein anderes Trio sozusagen gleich die gesamte Saison „auf einmal“ durch und sind in diesem Modus bei acht Trios nach sieben Runden fertig.

Die zwischenzeitlichen Tabellen-Stände sind nicht ganz so aussagekräftig wie gewohnt, weil die Erfolgsquote stark von der Spielstärke des jeweils zugelosten Gegners abhängt. Also: gibt es Los-Pech, dann steht ein Trio vielleicht nach drei Runden gegen die spielstärksten Gegner mit weniger Siegpunkten da als ihm lieb ist, wird sich aber in den Folgerunden gegen vermeintlich „einfachere“ Gegner in der Tabelle erholen.

Wir strecken uns nach der Decke.

Das im Moment Machbare ist erfüllt – wir freuen uns, dass wir wieder aktiv spielen können.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass evtl. auf uns zukommende neue Verordnungen stets von TT & Friends wieder so umgesetzt werden, dass wir unseren Sport eigenverantwortlich und mit gutem Gewissen ausüben können.

 

Zum rein sportlichen Tagesgeschehen: wir kennen die Ölung aus dem Pandemie-Sommer (wenn wir nicht seit Anfang März auf unseren Sport ganz vergessen haben – ja, und es gab einige Aktive, die das so hielten); man hatte also Zeit (oder eben nicht), sich darauf einzustellen und die Ergebnisse dieser ersten Runde waren auch gar nicht so übel.

Ein wenig Statistik dazu: der Liga-Schnitt lag bei immerhin 198,28 Pins (VJ-Wert 204,61), zwei Trios (VJ 6) lagen über 200 Schnitt. Es gab eine Punkteteilung und drei eindeutige Siege. Nur ein Trio blieb ungeschlagen (KSV Wr.Netze/Unistahl1).

Nur 6 (=4%) der 144 absolvierten Spiele lagen bei 150 Pins und weniger. 200 Pins und mehr wurden immerhin 66x erzielt – das sind ca. 46 %.

Die 8 Trios setzten 27 Spieler ein. Aufgrund der Desinfektions-Problematik wurde in der Liga nur 3x ein Spielertausch vorgenommen.

 

Unser Spiel:     Mit unserem aktuellen Spieler-Kader hoffen wir, die Liga-Zugehörigkeit zu erhalten. Eine höhere Zielsetzung ist nicht realistisch, aber schon denkbar. Der Neustart in diese „neue Bowling-Normalität“ war für uns nicht einfach: Martin Liftenegger verließ uns überraschend in Richtung Unistahl und Heini Bittner war aus familiären Gründen nicht dabei.

In der Aufstellung Andreas Pfeifer, Walter Fiala und Martin Pfeifer spielten wir heute durch. Karli Serloth stand als Reservist zur Verfügung.

Die Bahnen 23-24 bescherten uns den Gegner BSC Phönix (Rafael und Daniel Repolles, Patrick Schlosser spielten ebenfalls durch – war auch nicht anders möglich, weil kein vierter Mann zur Verfügung stand).

Die Burschen hatten seit März keinen oder nur an einer Hand abzählbare Bälle geworfen, aber durch ihre Jugend blieben sie auch in dieser Situation schwer berechenbar. Und sie haben uns auch kalt erwischt.

Die ersten beiden Spiele waren mit 509 : 557 und 560 : 625 gleich einmal weg. Wir kamen mit den eher „kurzen“ Bahnen nicht gleich zurecht – das Tempospiel der Jungen Phönix-Leute passte besser.

In den Spielen 3 bis 5 konnten wir durch drei Siege die Situation drehen. 620 : 589, 612 : 596 und 583 : 555. Alles enge Spiele, auch wenn man das im Ergebnis nicht so sichtbar ist. Im Schluss-Match gingen wir sang und klanglos unter: 498 zu 670 war schon fast peinlich. Aber, was soll´s. Ein 3:3-Remis zum Auftakt ist vielleicht gar nicht so übel.

Im Kopf für die zweite Runde am 4. Oktober (Nachmittags-Termin) ist es besser, nicht gleich in der Tabelle „nachlaufen“ zu müssen.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Serie

Schnitt

Andreas Pfeifer

158

166

221

202

184

167

1098

183,000

Fiala

187

206

210

205

172

194

1174

195,670

Martin Pfeifer

164

188

189

205

227

137

1110

185,000

Trio-Ergebnis

509

560

620

612

583

498

3382

187,890

Gegner

BSC Phönix 1

 

 

Ergebnis Gegner

557

625

589

596

555

670

3592

199,56

Punkte

0

0

2

2

2

0

 

6 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

Nur KSV/Wr.Netze Unistahl 1 mit 12 Punkten ohne Punkteverlust (12:0 gg Unistahl 2 – 3948 / 219,33 Schnitt).

10 Punkte und 3687 Pins für Stadlau 1 (10:2 gg Strike & Spare/3439) und ebenfalls 10 Punkte mit 3556 Pins für Etoile 2 (10:2 gg Etoile 1). Remis 6:6 zwischen dem BSC Phönix 1 (3592) und Tyrolia 1 (3382).

 

Die besten Spieler des Tages: bester Mann heute Alexander Rauscher (KSV Wr.Netze/Unistahl1) 1401 – 233,5 Schnitt / 258/4.Spiel,248/5.,245/6.) vor Christian Celler (Stadlau) 1304 (256/5,253/2) und Roman Fürbacher (Unistahl1) ebenfalls

1304 (252/1,246/4). Weiter 4 Spieler schafften noch über 200 Schnitt: Daniel Repolles 1259 und Patrick Schlosser 1249 (246/2 - beide Phönix), Walter Gonaus (Unistahl 2) 1214 und David Dudek (Etoile 2) 1212 (257/6,247/2).

Höchste Trio-Ergebnisse:  KSV Wr.Netze/Unistahl 1 – 716/4, 682/3, Etoile 1 – 699/3, Etoile 2 – 682/2, BSC Phönix 670/6.

 

Tabelle nach Runde 1

Pkte

Pins

1.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

12

3948

2.

Stadlau 1

10

3687

3.

Etoile 2

10

3556

4.

BSC Phönix 1

6

3592

5.

Tyrolia 1

6

3382

6.

Etoile 1

2

3483

7.

Strike & Spare BC

2

3439

8.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

0

3465

 

Zusammenfassung:     Keiner von uns kennt so eine angespannte Situation wie beim Wiederanlauf nach dem Lockdown.

In dieser ersten Runde hat einmal alles geklappt. Hoffen wir, dass wir aktiv bleiben können bzw. dürfen.

In jedem Fall werden wir uns gemeinsam bemühen, unseren Sport weiter zu führen – und zwar „koste es was es wolle“ (dieser Spruch kennen wir ja von wo…).

Bleibt gesund. Bis bald.

Walter