TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Team Herren 2020/21 – 1. Runde, 11.10.2020, Plus

 

Die Bedingungen:     231 Tage mussten wir warten, aber jetzt durften unsere Teams wieder in den Wettkampf-Modus zurück. Corona sorgte dafür, dass wir uns aber in einer ganz anderen Team-Welt wiederfanden: 4 statt 5 Mann, das gesamte Jahresprogramm gegen einen Gegner an einem Spieltag, 2 Mann je Team auf der Doppelbahn – also 4 Bahnen für jede Begegnung. Das Feld also von 8 auf 16 Bahnen auseinander gedehnt, was nicht nur die Übersicht etwas erschwerte (was schon durch die Art der Ergebnis-Ermittlung erledigt war), sondern auch die sonst üblichen Wettkampf-Stimmung etwas trübte. Das ist aber alles nur Jammern auf hohem Niveau. Denn: sind wir einfach froh, dass wir aufgrund des unermüdlichen Einsatzes von „TT & friends“ überhaupt spielen können.

Das erst seit der Rumpfsaison des Vorjahres geltende neue Bonuspunktesystem musste auf 4-Mann-Teams herunter gebrochen werden und man musste im Kopf verarbeiten, dass der gefühlte Doppel-Wettkampf gar keiner war. Spannend blieb es dennoch, auch wenn der Endkampf je Spiel nicht ganz so spürbar sein konnte.

Zum Sportlichen: der hervorragende Liga-Schnitt dieser ersten Runde (206,24) kam nicht unerwartet, spielte man doch im 2er-Rhythmus auf der gleichen Doppel-Bahn durch. Wie im Trio-Bewerb knackte wieder ein Spieler den 1400er (1409 für Patrick Stiel/Etoile1), 5x sah man 1300+ und immerhin 15x wurde 1200+ erreicht. Also 21 der 27 kompletten 6er-Serien schafften es in diese elitäre Gruppe, das sind annähernd 78 %. So eine Quote habe ich unter „normalen“ Team-Bedingungen nicht in Erinnerung. Trotzdem: Chapeau für die erfolgreichen Aktiven.

Fünf der acht Teams spielten Mannschafts-Schnitte jenseits der 200, zwei weitere Teams schrammten eng daran vorbei. Nur Tyrolia blieb deutlich darunter, was natürlich auch stark damit zu tun hat, dass man nach der letzten Saison zwei der besten Spieler ausgerechnet an den ohnehin personell sehr starken BC Unistahl verlor. Ein Umstand, der die Leistungsstärke der Liga nicht gerade verdichten wird. Im Trio-Bewerb wird mein Tyrolia-Team das hoffentlich besser wegstecken können, im Team ist so ein empfindlicher Aderlass wohl kaum verkraftbar.

 

Unser Spiel:     Unsere heuer äußerst angespannte Personal-Situation führte unter Einbeziehung der Trio-Ergebnisse der Vorwoche zu folgender Startformation: Bittner-Martin Pfeifer (Bahnen 12-11) und Andreas Pfeifer-Fiala (Bahnen 14-13). Gegner war Stadlau.

Es war nicht einfach, im neuen Modus den Überblick zu bewahren, z. B. wer gerade vorne lag oder im Endkampf wie viel brauchte. Heini fand heute nie zu seinem Spiel und auch Martin war nicht ganz zufrieden. Die beiden Stadlauer auf der gleichen Doppelbahn (Thomas Haag und Christian Pittesser/im Spiel 6 Thomas Stritzki) waren sofort gut im Spiel, wobei Haag im zweiten Spiel mit 289 die Latte sehr hoch legte.

Jung-Ehemann Andi Pfeifer (ja, er hatte seine Gitti am Vortag geheiratet – nochmals herzlichste Gratulation) war von Anfang an gut drauf, spielte eine sehr gute Serie mit zwei Ausreißern nach oben (243/3., 257/5.Spiel), konnte aber - zusammen mit meiner schlussendlich eher bescheidenen Leistung - die beiden Stadlauer (Philipp Steinbach, Christian Celler/ab Spiel 5 Dominik Muhr) nicht immer auf Distanz halten. Im Zusammenspiel waren wir fünf (Karl Serloth kam nach 4 Spielen für Heini ins Team) heute deutlich schwächer als unser Gegner. Hoffentlich kein böses Omen für die vor uns liegende Saison.

Noch nichts passiert, aber wir stehen am Beginn der Saison schon mit eher schlechten Karten da. Jahres-Zielsetzung kann nur der Klassenerhalt sein. Abgerechnet wird trotzdem erst am Schluss.

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

Bahnen 12-11

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

170

174

182

156

-

-

682

170,500

Pfeifer Martin

206

191

212

192

201

160

1162

193,670

Serloth Karl

-

-

-

-

202

196

398

199,000

Bahnen 14-13

 

Pfeifer Andreas

190

199

243

201

257

205

1295

215,830

Fiala Walter

191

206

171

171

183

144

1066

177,670

Team-Ergebnis

757

770

808

720

843

705

4603

191,790

Gegner

BC Stadlau 1

Ergebnis Gegner

732

892

812

817

753

792

4798

199,920

Punkte

5

2

2

2

5

2

 

18

Bonuspunkte

0

0

0

0

1

0

 

GesPkte 19

 

Die Besten des Spieltages:     

Erster großer Auftritt und Tabellen-Führung des Etoile-Teams mit 5214 gespielten Pins und 34 Punkten (im Kampf gegen BC Future/BTA 1). Die Grünen diesmal sogar pinmäßig auf Augenhöhe mit KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (5219 Pins/217,46 Schnitt, aber „nur“ 27 Punkte) - im Duell mit den eigenen Kumpels Unistahl 2 im Gegensatz zum Trio-Start diesmal unterlegen.

Zwischen Etoile 1 und Unistahl 1 war aber noch Platz für die „Senioren-Truppe“ der Liga, die Black Jack Bowler, mit 5000 Pins und 30 Punkten (gegen den BSC Phönix) sowie KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 4979 Pins und 29 Punkten, wie erwähnt im Bruderkampf gegen Unistahl 1.

Auf Platz 5 heute BC Stadlau 1 mit 4798 Pins und 26 Punkten (gegen BC Tyrolia 1) vor BSC Phönix 1 (5003 Pins/24 Punkte gg BJB). Dahinter etwas abgeschlagen der BC Tyrolia 1 (nur 4603 Pins und 19 Punkte gg Stadlau) und der BC Future/BTA 1 (4782 Pins und 17 Punkte gg Etoile).

BESTE EINZELSPIELER:         Patrick Stiel (Etoile) 1409 – 234,83 Schnitt / 267/3.Spiel,247/6., Dusan Kometter (BJB) 1379 (jeweils 258/4.+6.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1378 (253/4.,247/3.,240/1.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1367 (257/1.), Thomas Schäfer (Phönix) 1358 (Tageshöchstspiel 299/2.), Peter Kromer (Future/BTA) 1305, Andi Pfeifer (Tyrolia) 1295 (257/5.,243/3.), Johann Riegler (BJB) 1288 (266/2.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1282, Anton Stiel (Etoile) 1277 (262/6.), jeweils 1275 für David Dudek (Etoile – 266/1.,256/3.) und Walter Treitler (BJB), Thomas Haag (Stadlau) beendet mit 1271 (289/2.) den Reigen der Serien 1270+.

 

Tabelle nach dem 1. Spieltag:

Punkte

Pins

1.

Etoile

34

5214

2.

BJB

30

5000

3.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

29

4979

4.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

27

5219

5.

Stadlau 1

26

4798

6.

BSC Phönix 1

24

5003

7.

Tyrolia 1

19

4603

8.

Future/BTA 1

17

4782

 

Zusammenfassung:       Aus der ersten Tabelle ist – wie auch im Trio – naturgemäß noch kein wahres Kräfteverhältnis abzulesen. Erst nach einigen Runden wird man einen Trend erkennen. Dass im „Corona-Modus“ andere Qualitäten zählen ist aber klar. Ich erlaube mir eine Prognose: für mich die engsten Favoriten Richtung Wiener Titel sind Etoile und die beiden Unistahl-Teams. Stark erwarte ich auch Stadlau. Dahinter sollte es eng bleiben, vielleicht mit Vorteilen für den BSC Phönix.

Bleibt gesund.

Bis bald

Walter