TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2019/20 - 5. Runde, 01.03.2020, Cumberland

 

Die Bedingungen:        Schau, schau: auch in der Cumberland-Halle kann man den Ligaschnitt auf 200+ schrauben. Heute war es soweit. Fünf der acht Trios der Wiener Liga Herren spielten teils hoch über 200 Mannschaftsschnitt, was in der Tagessumme der Liga respektable 203 Schnitt ergab. Natürlich lagen auch diesmal Strike und Split eher knapp beisammen, aber die Spitzenleute gewöhnen sich langsam an die Cumberland-Ölung und lange Strike-Ketten werden seltener von Splits unterbrochen. Die nur 28 Aktiven (4 Trios spielten in der Start-Formation durch. Klar, man tauscht nicht gern wenn es läuft) konnten heute durch viele Top-Spiele die Ausreißer nach unten locker neutralisieren (nur insgesamt ca. 10 % der Spiele unter 170 – drei Trios blieben davon überhaupt verschont). Die Bahnen-Ölung erlaubte viele Linien, aber lockere Ball-Freigabe und genaues Spiel erhöhten die Treffer-Quote. Man hat halt weniger Platz als erhofft bzw. gewohnt, aber das ist durchaus in Ordnung.

Die Siegpunkte wurden im Zufallsprinzip verteilt – je nachdem, ob der Gegner im direkten Duell gerade „floppte“ oder glänzte.

Das pinstärkste Trio fand sich punktemäßig nur an 4. Stelle wieder, das drittstärkste nur an 5. Stelle und mit mehr als 200 Schnitt kann man an einem gebrauchten Tag auch einmal nur einen dürftigen Punkt ergattern. Das macht den Trio-Bewerb so interessant.

In den 19 kompletten 7er-Serien fand ich 1x 1600+ (Roman Fürbacher), 4x 1500+ (Had, Schäfer, M. und A. Rauscher) und 6x 1400 und mehr. Details dazu später.

Technische Probleme? Fehlanzeige – alles war ok.

 

Unser Spiel:     Leider konnten wir in dieser schwierigen Phase im Kampf gegen den drohenden Abstieg nicht mit der geplanten Aufstellung starten, da wir wieder einmal nicht komplett waren. Mit Beginn der Einspielzeit musste also quasi im letzten Moment folgendes Trio ans Werk: Heini Bittner, Andreas und Martin Pfeifer.

Das Startspiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf – Strike & Spare – ging auf den ungeliebten Rand-Bahnen 11-12 deutlich in die Hose. 520 zu 617. Es wäre zu billig, diesen Nackenschlag auf die Verlegenheitsaufstellung zu schieben. Nach Spiel 1 dann die geplante Aufstellung: Martin Liftenegger statt Andi Pfeifer. Gegner BSC Phönix konnte auf 5-6 knapp in die Schranken gewiesen werden, weil uns im richtigen Augenblick einfach weniger Spare-Fehler passierten. 592 zu 574. Spiel 3 auf 7-8 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 war dann unser Tages-Highlight: in einem packenden Kampf rangen wir – angeführt von Lifti (266) und Heini (248) – den späteren neuen Tabellen-Führer 684 zu 669 nieder. 2 unverhoffte Punkte, die uns vielleicht noch sehr helfen werden. Das war es aber auch schon mit der Tages-Ausbeute. Alle weiteren Spiele gingen leider verloren – und zweimal mehr als unglücklich. Vorerst auf 11-12 (wieder mit Andi – diesmal statt seinem Bruder Martin) gegen Etoile 1 (579 : 597 – ewig schade) und im vorletzten Spiel gegen einen unmittelbaren Gegner im Abstiegskampf, Stadlau,  auf 7-8: unglückliches Ende im Kampf der Schluss-Spieler beim 598 zu 603. Während der Stadlauer Philipp Steinbach den 10er nur mit dem letzten Schnapper noch räumen konnte und so zum Nachschub kam, gelang Martin Liftenegger trotz gutem Eingang kein Doppel.

Der Vollständigkeit halber noch die beiden ausständigen Spiele: Spiel 4 auf den heute sehr unterschiedlichen Bahnen 9-10 gegen Etoile 2 endete 550 zu 623 und im abschließenden Match gegen den bisherigen Tabellen-Führer KSV Wr.Netze/ Unistahl 2 – leider wieder auf dem „seltsamen“ Bahnen-Paar 9-10 – hatten wir schon all unsere Körner verschossen. 527 zu 572. Nur 4 Tages-Punkte heißt: in der letzten Runde am 19. April in der Plushalle geht es für uns ums Überleben. In so einer mehr als entbehrlichen Situation waren wir schon länger nicht…

Solange die Chance lebt werden wir daran glauben.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

177

217

248

174

177

194

184

1371

196,000

Andreas Pfeifer

169

-

-

211

202

212

194

988

198,000

Martin Pfeifer

174

166

170

-

-

-

-

510

170,000

Liftenegger

-

209

266

194

171

192

149

1181

197,000

Team-Ergebnis

520

592

684

579

550

598

527

4050

193,000

 

Strike

Phönix

Unistahl1

Etoile1

Etoile2

Stadlau

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

617

574

669

597

623

603

572

4255

203,000

Punkte

0

2

2

0

0

0

0

 

4 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

12 Siegpunkte mit dem zweitbesten Pinergebnis (4416) für Etoile 2, 10 mit vergleichsweise bescheidenen 4148 Pins erreichten deren Kumpels von Etoile 1 und 9 für Strike & Spare mit 4219 Pins. Wie erwähnt, kam das pinstärkste Trio – KSV Wr.Netze/Unistahl1 mit 4584 Pins (218 Schnitt) – auf gerade einmal 8 Punkte, schnappte sich aber in dieser Vorschlussrunde dennoch die Tabellen-Führung. Stadlau konnte mit ebenfalls 8 Punkten aus 4350 Pins den Platz im unteren Mittelfeld festigen, KSV Wr.Netze/Unistahl2 schaffte 4 Punkte (4106 Pins) und musste das eigene Einser-Trio in der Tabelle passieren lassen, macht sich aber weiterhin berechtigte Hoffnung auf einen Stockerlplatz in der Endabrechnung. Für Tyrolia (4 Pinkte, 4050 Pins) und den BSC Phönix (1 Siegpunkt aus immerhin 4213 Pins) geht es in der 6. und letzten Runde am 19. April in der Plushalle ums Überleben.

BESTE SPIELER:         Roman Fürbacher (Unistahl1) mit 1638 (234 Schnitt – 266/4. Spiel,258/5.) wieder einmal überlegen voran. Hans Had (Strike & Spare) 1545 (257/2.,256/5.), Thomas Schäfer (Phönix) 1541 (258/7.,241/1.), Michael Rauscher (Stadlau) 1530 (266/3.,247/7.,244/5.) und sein Bruder Alex Rauscher (Unistahl1) 1500 dahinter. & Mann hoch schafften 1400 und mehr, nämlich Erich Binder (Etoile2) 1491 (258/4.), Günter Weiss (Etoile2) 1486 (242/2.), Dominik Koran (Unistahl1) 1446 (246/2.), Robert Skach (Stadlau) 1420, Christian Provaznik (Strike) 1417 (264/5.) und Philipp Steinbach (Stadlau) 1400.

Tageshöchstspiel: Michael Loos (Etoile1) 277/5.

HÖCHSTE TRIO-ERGEBNISSE:            Strike & Spare 721/5.,658/2., Stadlau 702/3., KSV Wr.Netze/Unistahl1 685/7.,je 669/3.und 4.,658/2., Etoile2 684/3.,668/2., Tyrolia 684/3., Etoile1 658/5.,654/1. und KSV Wr.Netze/Unistahl2 654/3.

 

Tabelle nach Runde 5

Pkte

Pins

1.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

46

22049

2.(1)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

44

21967

3.(3)

Etoile 1

42

21427

4.(4)

Etoile 2

40

21474

5.(6)

Strike & Spare

31

20665

6.(5)

Stadlau 1

30

21042

7.(8)

Tyrolia 1

24

20839

8.(7)

BSC Phönix

23

20388

 

Zusammenfassung:     Der Vier-Kampf um die Medaillen wird ebenso hart wie das Duell gegen den Abstieg. Strike & Spare und Stadlau scheinen auf den ersten Blick in Sicherheit. Aber: in der Plushalle sind wohl kaum Wunder zu erwarten

Bis bald

Walter