TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Team Herren 2019/20 – 1. Runde, 29.09.2019, Plus

 

Die Bedingungen:     Jetzt ist das neue Zählsystem auch in den sogenannten Sonntags-Ligen angekommen. Nachdem das in der Vorsaison ausprobierte Zählsystem nicht den gewünschten Erfolg brachte, weil es die beiden Bewerbe Trio und Team in der Bewertung zu ähnlich machte, wird heuer in Anlehnung an im EU-Ausland angewandte Systeme neuerlich anders gezählt.

Nochmals kurz wie das läuft: reine Punktewertung, 5 Punkte für den Sieg, 3 für ein Unentschieden, 2 für die Niederlage und Bonuspunkte für besonders hohe Teamergebnisse, um sogenannte „unglückliche“ Niederlagen mit hohem Pin-Ergebnis zum Ausgleich gegenüber „Glücks-Siegen“ mit niedrigem Pinfall aufzuwerten. Die Bonuspunkte sind dem jeweiligen Liga-Schnitt angepasst: in der WLH gibt es 1 Punkt ab 1050 Pins, 2 Punkte ab 1100 und 3 Punkte ab 1150. Wirkt plausibel, also geben wir diesem neuen System eine Chance.

Die Einteilung der 8 Runden des Spieljahres bleibt unverändert, also 7 x 5 Spiele und in der 8. und letzten Runde ein kompletter Durchgang mit 7 Spielen (ohne Pause).

Zum Sportlichen: das Ergebnis-Niveau mit einem Liga-Schnitt von 201,285 entsprach fast exakt dem der 1. Runde des Vorjahrs (damals 201,5 Liga-Schnitt). Drei der acht Teams scorten mehr als 200 Mannschafts-Schnitt. Den pinmäßig besten Start erwischte KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 5363 Pins (immerhin 214,52 Schnitt), wobei Österreichs bester Zweihand-Bowler Benji Kubalek mit stolzen 1253 Pins aus 5 Spielen (250,6 Schnitt !) sein Team in diese Poleposition brachte. Die ersten beiden Spiele wurden noch verloren, deshalb liegen die Vereinskumpels von KSV Wr.Netze/Unistahl 1 nach Punkten voran, weil alle 5 Matches gewonnen und 3 Punkte aus dem Bonustopf drauf gepackt wurden. Beide Teams zählen natürlich zu den engsten Titel-Favoriten und Vorjahrs-Meister Etoile wird sich mächtig anstrengen müssen, auch wenn Star-Spieler Leo Grundschober nach Auszeit wieder zurück im Team ist.

Mir sind keine technischen Probleme aufgefallen.

Traditionell ließen die Bahnen ab dem dritten Spiel kräftig nach, aber die Besten der Besten wurden auch mit dieser Situation fertig, was in der Start-Tabelle die Spreu vom Weizen trennte.

Unser Spiel:     Unsere knappe Personal-Situation ließ nur folgendes Start-Team zu: Bittner-Brock-Andreas Pfeifer-Fiala-Liftenegger. Unser neuer Kapitän Martin Pfeifer muss nach einer Fuß-OP noch pausieren und Neuzugang Karl Serloth ist im Moment auf Kuraufenthalt.

Eher bescheidener Start auf 9-10 gegen Stadlau mit vermeidbarer knapper Niederlage. Diverse Konzentrationsfehler mit Räumfehlern führten zum 964 zu 968. Nur 2 der möglichen 5 Punkte.

Super dann auf 13-14 der überzeugende Sieg gegen den BSC Phönix. 1067 zu 937. Heinis 267 bzw. Martin Lifteneggers 247 halfen uns, einen Zusatzpunkt aufs Konto zu buchen. Ganz anders dann wieder gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2. Matte 921 zu 1065 (Kubalek scorte 279). Spiel 4 gegen Vorjahrs-Meister Etoile auf 11-12 brachte dann unser heutiges High-Light: 1070 zu 991 waren die Folge einer konzentrierten und ausgeglichenen Mannschaftsleistung. Zum zweiten Mal 6 Punkte und die Bilanz gefiel uns wieder. Schade, dass das letzte Match gegen Aufsteiger Future/BTA auf 13-14 mit 883 zu 944 verloren ging, weil wir mit den schon sehr „staubigen“ Bahnen nichts mehr anzufangen wussten.

Der vierte Tabellen-Platz nach dieser Start-Runde war an diesem NR-Wahl-Sonntag für uns das Nonplusultra.

Kurios: unsere Gegner spielten in Summe exakt so viel wie wir – 4905 Pins. Dieser Zufall ist mir noch nie unter gekommen.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

184

267

200

201

168

1020

204,000

Brock Daniel

197

182

210

229

160

978

195,600

Pfeifer Andreas

183

181

170

196

199

929

185,800

Fiala Walter

175

190

165

199

154

883

176,600

Liftenegger Martin

225

247

176

245

202

1095

219,000

Team-Ergebnis

964

1067

921

1070

883

4905

196,200

Gegner

Stadlau

Phönix

Unistahl2

Etoile

Future

 

 

Ergebnis Gegner

968

937

1065

991

944

4905

 

Punkte

2

5

2

5

2

 

16

Bonuspunkte

0

1

0

1

0

2

GesPkte 18

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      3 der 8 Teams auf 200er-Kurs. KSV Wr.Netze/Unistahl1 mit 5291 Pins und 28 Punkten liegt vor Unistahl 2 (5363/25) und Etoile (5275/22). Die restlichen 5 Teams liegen knapp beisammen: Tyrolia (4905/18) vor den punktegleichen Teams von Stadlau (4952/16), BSC Phönix (4878/16) und Future/BTA (4745/16). Vorerst am Tabellen-Ende die Black Jack Bowlers (4848 Pins/14 Punkte).

Beste Einzelspieler:      Benjamin Kubalek (Unistahl2) 1253 (279/3.Spiel,267/5.,246/1.), Michael Loos (Etoile) 1152 (255/2.,241/5.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1146 (267/2.,244/3.), Leo Grundschober (Etoile) 1140 (265/3.), Dominik Koran (Unistahl1) 1114 (245/5.), Robert Fürst (Future) 1100, Martin Liftenegger (Tyrolia) 1095 (247/2.,245/4.), Alexander Pittesser (Stadlau) 1090 (241/3.), Wolfgang Hauska (BJB) 1069 (Tageshöchstspiel 280/2.,256/5.), Manfred Panzenböck (Unistahl2) 1068 (254/4.), Erich Binder (Etoile) 1066 (245/5.), Andreas Schlägner (Unistahl2) 1064 (258/3.,242/5.), Martin Leb (Unistahl1) 1061 (257/1.) und Thomas Schäfer (BSC Phönix) 1057 (245/1.).

 

 

Tabelle nach dem 1. Spieltag:

Punkte

Pins

1.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

28

5291

2.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

25

5363

3.

Etoile 1

22

5275

4.

Tyrolia 1

18

4905

5.

Stadlau 1         

16

4952

6.

BSC Phönix 1

16

4878

7.

Future/BTA 1

16

4745

8.

Black Jack Bowlers

14

4848

 

Zusammenfassung:       Die vermeintlichen Favoriten liegen voran. Der Kampf um die Stockerl-Plätze wird wohl ebenso knapp wie der gegen den Abstieg. Interessante Neuzugänge wie etwa Youg-Ho Lee (BJB) oder Jun Culbengan (BSC Phönix) und Aufsteiger Future/BTA lassen die Verfolger der Liga-Favoriten näher zusammen rücken - und der wieder aktive Leo Grundschober (Etoile) hat nichts verlernt. Hoffentlich sind auch Daniel Hahn und Langzeit-Hero Thomas Gross bald wieder dabei.

Bis bald

Walter