TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

STM 2019_TRIO Herren_18. und 19.05.2019, Plus

 

Die Bedingungen:        Bekanntlich haben ja die ÖSKB-Verantwortlichen heuer ein Ölbild ausgewählt, das in allen Final-Bewerben zum Einsatz kommen soll. Mir gefällt diese Maßnahme, denn sie entspannt ein wenig die Situation, weil jeder Aktive genügend Möglichkeit hat, sich darauf einzustellen. Die Information darüber steht seit Monaten auf der ÖSKB-Homepage. Jeder Hallen-Betreiber österreichweit hat die Möglichkeit seine örtlich ansässigen Akteure darauf trainieren zu lassen. Dass sich dennoch die Bahnen-Konditionen in den einzelnen Hallen ein wenig anders präsentieren werden ist normal und daher einsichtig. Mir jedenfalls gefällt das. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und man kann darauf hoffen, dass die Starterfelder wieder wachsen werden. Unserem Sport kann das nur gut tun.

 

Jetzt zur Staatsmeisterschaft selbst: die Herren spielten ihr Semifinale auf den Bahnen 19-30 und das sonntägliche Finale auf den Bahnen 23-30.

Die Wettkämpfe verliefen sehr spannend – im Prinzip konnte jeder jeden schlagen, was auch so manche Überraschung brachte. Alle - auch die Besten - sind auf dieser Bahnen-Ölung außerhalb ihrer (durch „einfache“ Highscore-Bahnen im Meisterschaftsbetrieb angebotenen) Komfort-Zone unterwegs und am Ende setzen sich halt dennoch meist die Besten durch. Und das ist auch gut so. Ebenso die Tatsache, dass das nicht fest geschrieben ist.

Nicht ganz happy bin ich persönlich mit der langen Spieldauer am Samstag – und ich weiß, dass ich mit dieser Meinung nicht allein da stehe. Elf Spiele im Trio-Modus mit einer Erholungs- und Bahnenpflege-Pause sind halt erst nach etwa acht(!) Stunden absolviert. Da stößt man mit den meist eher überschaubaren Spielerkadern schon gerne einmal an die Grenzen des Machbaren.

Die Hallen-Bowlingtechnik funktionierte tadellos. Das Küchenpersonal verwöhnte gewohnt flink und freundlich. In der Mittagspause wurden den Aktiven kostenlos Würstel mit Brot und Senf zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür – keine Selbstverständlichkeit.

Was ich versäumt habe, weil ich in dieser Hinsicht durch „Schindlers Listen“ (= beispielhafter, ebenso umfangreicher wie zeitnaher Ergebnisdienst im Internet) stets verwöhnt war: ich habe die Spielzettel der Trios nicht fotografiert und kann daher nicht wie üblich die Besten der Besten vor den Vorhang bitten und Details und Statistiken über die Wettkämpfe berichten. Ich will aber nicht ausschließen, dass ich auf der ÖSKB-Homepage etwas übersehen habe. Aber vielleicht wollte man die Presse-Arbeit nur in zentralste Hände legen…

 

Die Endtabelle des Semifinales wurde bereits von den späteren Medaillen-Gewinnern (allerdings in etwas anderer Reihenfolge) angeführt. Vier der sechs angetretenen Bundesländer-Trios (Striking Eagles/Tirol, VBC Lauterach/Vorarlberg, Bowling Bulls/Kärnten und Pleasureland/NÖ) verpassten den Cut für das Finale. KSV Wr.Netze/Unistahl 1, Etoile 1 und Stadlau 1 mit 18 Punkten an der Spitze. Unistahl 1 hatte mit mehr als 216 Mannschaftsschnitt einen respektablen Pinpolster erarbeitet. Der BSC Salzburg (Kocher, Freudl, Huprich) war gewohnt stark und bestes Bundesländer-Trio.

Am finalen Sonntag konnte Etoile 1 mit einem sehr spiellaunigen Michael Loos, Patrick Stiel und Oliver Schwarzbauer mit ebenfalls rund 216 Schnitt dem – nach der hervorragenden Samstag-Performance - vermeintlichen Titel-Favoriten Unistahl 1 noch den begehrten Staatsmeistertitel abspenstig machen. KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (heuer leider ohne Thomas Gross, der nach einer Knie-OP noch nicht wieder vollfit ist) konnte an das Samstag-Niveau nicht anschließen, sicherte sich aber aufgrund des besseren Pin-Ergebnisses punktegleich die Silberne vor dem sehr starken Stadlau 1-Trio.

Der BSC Salzburg musste sich mit Platz 4 begnügen, obwohl für diese kampfstarke Truppe in einigen Spielen mehr drinnen gewesen wäre. Pinmäßig war das beste Bundesländer-Trio in Schlagdistanz zu den Medaillen-Gewinnern. Auch der BC Diavolo aus Linz bot phasenweise ausgezeichneten Sport und landete in der Endabrechnung immerhin auf Rang 6.

Ich gratuliere den Medaillen-Gewinnern recht herzlich und verneige mich vor den erbrachten Top-Ergebnissen.

GOLD              Etoile 1                                    28 Punkte 11296 Pins 209,185 Schnitt

SILBER            KSV Wr.Netze/Unistahl 1           26 Punkte 11337 Pins 209,944 Schnitt

BRONZE          Stadlau 1                                 26 Punkte 11152 Pins 206,519 Schnitt

 

Die Ergebnisse (Tabelle je Spieltag) sind der ÖSKB-Homepage zu entnehmen.

 

Unser Spiel:     Diese Trio-Staatsmeisterschaft 2019 stand für uns von allem Anfang an unter keinem guten Stern: der ohnehin kleine Spielerkader (nur 5 Mann hoch: die Brüder Pfeifer, Bittner, Fiala, Liftenegger) war durch Heini Bittners Urlaub noch einmal geschrumpft, was bei 11 Spielen im Semifinale nicht so ohne weiteres verkraftbar schien. Im Semifinale hielten wir uns durch gute Leistungen der Pfeifers (Martin schaffte zum Beispiel in den Spielen 3 und 4 nicht weniger als 21 Strikes in Serie und verpasste mit 299 sein fünftes perfektes Spiel nur denkbar knapp) und einem – nach einem kurzen Einbruch im Spiel 4 – erfolgreich weiter kämpfenden Martin Liftenegger recht ordentlich über Wasser. Obwohl ich selbst durch schlechte Bewegung so nicht und nicht zu meinem Spiel fand (und zwischenzeitlich fürchten musste, mit dem Trio als „Stockletzter“ auszuscheiden) überlebten wir auf dem unerwartet guten fünften Platz. Die Siegpunkte hatten sich für uns unter den 12 Trios gut verteilt.

Siege gegen Etoile 2, Bowling Bulls Kärnten, VBC Lauterach aus Vorarlberg, Pleasureland Wr. Neustadt, Striking Eagles/Tirol und Unistahl 2 brachten immerhin 12 Punkte auf unser Konto. 2 Punkte Rückstand auf Platz 4 und jeweils 6 Punkte auf die zwischenzeitlich drei punktegleichen Erstplatzierten schienen nicht aussichtslos.

Noch weiter verschärfte Situation für uns am Finaltag: Martin Pfeifer (unser bester Mann im Semifinale – gab schon am Samstag nach zwei schlechteren Spielen vor dem neunten Durchgang verletzungsbedingt w.o.) und ersuchte darum, am Finaltag nur im äußersten Notfall einspringen zu müssen, um sich bis zum letzten Team-Durchgang am nächsten Wochenende zu erholen, weil wir da ohne Youngster Daniel Brock antreten müssen und Martin in der Cumberland mehr als dringend brauchen.

Gesagt – getan: wir spielten also in der Besetzung Andi Pfeifer-Fiala-Liftenegger das Finale durch – und waren leider chancenlos. Aber nicht, weil wir nur zu dritt waren, sondern weil wir geschlossen zwei Spiele lang brauchten, um in die Gänge zu kommen und nur Andi sich ab Spiel 3 durch wunderbare 1143 aus 5 frei spielen konnte. Kapitän Martin Liftenegger fand nie wirklich ins Spiel und meine Wenigkeit konnte mit brauchbaren 810 in den letzten 4 gerade noch „überleben“. Gegen Stadlau (-13) und Unistahl 1 (-6) verloren wir unglücklich knapp. Bei den übrigen Niederlagen waren wir ohne Siegchance.

Endplatz 7 für uns. Schade, aber es werden sich wieder Chancen bieten. Letztendlich war unsere Trio-Saison mit Platz 3 in Wien durchaus herzeigbar. Dieses STM-Wochenende war halt nicht unseres.

 

Unsere Ergebnisse im Detail: Die Ergebnisse (Tabelle je Spieltag) sind der ÖSKB-Homepage zu entnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag

Samstag

Spiel

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

Serie

Schnitt

Pfeifer Martin

192

201

247

299

216

213

155

170

-

-

-

1693

211,625

Fiala Walter

181

179

180

172

163

213

-

-

192

158

183

1621

180,111

Liftenegger Martin

224

204

200

141

-

-

243

188

179

229

176

1784

198,222

Pfeifer Andreas

-

-

-

-

212

170

209

235

233

159

201

1419

202,714

Trio-Ergebnis

597

584

627

612

591

596

607

593

604

546

560

6517

197,485

Gegner

Stad

Eto2

SBG

KTN

Uni1

VBG

TIR

Eto1

Uni2

 

 

Ergebnis Gegner

611

697

533

655

574

747

600

550

564

581

470

6582

199,455

Punkte

0

0

2

0

2

0

2

2

2

0

2

12

 

Stand Tag 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rang 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag

Sonntag

STM Ges.

STM Ges.

Spiel

1

2

3

4

5

6

7

Serie

Schnitt

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

178

173

226

215

213

264

225

1494

213,429

2913

208,071

Fiala Walter

170

182

170

201

225

202

182

1332

190,286

2953

184,563

Liftenegger Martin

170

212

188

165

202

171

157

1265

180,714

3049

190,563

Trio-Ergebnis

518

567

584

581

640

637

564

4091

194,810

10608

196,444

Gegner

SBG

Eto2

Stad

Eto1

Uni1

Uni2

 

 

 

 

Ergebnis Gegner

577

598

576

594

699

643

638

4325

205,952

 

 

Punkte

0

0

2

0

0

0

0

2

 

14

 

Endstand Tag 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endrang 7

 

Zusammenfassung:     Sehr spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau. In Summe an zwei Tagen fast 12 Stunden Bowling unter Dauerbelastung – alle Achtung.

Bis bald

Walter