TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

STM 2019_TEAM Herren_01. und 02.06.2019, Plus

 

Die Bedingungen und die Ergebnisse:            Das bereits von den anderen ÖSKB-Finalspielen dieser Saison bekannte Ölbild wurde auch im Team-Bewerb angeboten. Leider waren die Herren-Teams nicht komplett. Ich persönlich vermisste das Salzburger Topteam rund um Kocher-Freudl-Huprich sehr. An dieser Stelle wünsche ich dem sehr sympathischen Jürgen Huprich baldige und vollständige Genesung. Ich glaube im Namen aller Wiener Bowlingfreunde sprechen zu dürfen, wenn ich hoffe, Jürgen bald im Rahmen eines Wettkampfes wieder willkommen heißen zu dürfen. Kurzum: es fehlte ein wesentliches Spannungsmoment im Wettkampf, weil die Salzburger doch immer wieder im Kampf um die Medaillen aufzeigen. Das Starterfeld musste letztendlich mit neun Teams auskommen und ein kurzfristig zusammen gestelltes Pacer-Team kämpfte außer Konkurrenz mit, um allen Teilnehmern den zu erwartenden Spielrhythmus zu garantieren. Die Technik war tipp-topp.

 

Im SEMIFINALE am Samstag wurden in einer Round Robin zuerst fünf Spiele und nach einer Mittagspause (mit guten Buffet-Angebot zu moderatem Preis) die restlichen vier Spiele absolviert.

Die mit Respektabstand zum übrigen Starterfeld dominierenden Teams waren erwartungsgemäß der Wiener Meister Etoile und der Wiener Zweite KSV Wr.Netze/Unistahl1 in einem sehenswerten und sehr spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Dritter nach dem Semifinale war Tyrolia nur ganze 43 Punkte vor dem besten Bundesländer-Team Lauterach aus Vorarlberg. Nachdem sich die Leute um Motivator Tobias Vollstuber und Top-Mann Martin Wilfinger an die Ölung gewöhnt hatten, kämpfte man in der Folge auf Augenhöhe mit den besten Wiener Teams.

Die erwähnten vier Teams sowie zwei weitere Wiener Mannschaften – Stadlau und KSV Wr.Netze/Unistahl 2 – konnten ins Finale am Sonntag einziehen.

Nach dem Semifinale wurden 3 Teams verabschiedet: Royal aus Baden/LV Niederösterreich, BSC Phönix aus Wien und die City Strikers aus Linz.

Die BESTEN EINZELSPIELER mit kompletter 9er-Serie: Michael Loos (Etoile) 1916 (257/2.Spiel), Alex Rauscher (Unistahl 1) 1872 (240/1.), Oliver Schwarzbauer (Etoile) 1830 und Martin Wilfinger (Lauterach) 1812 (265/9.,257/5.). Damit sind auch schon alle Spieler mit einem Schnitt größer 200 aufgezählt und damit auch die Schwierigkeit der Bahnen-Ölung deutlich gemacht: sowohl am Vormittag als auch nachmittags waren die Bahnen ab etwa dem 3. Spiel nur mehr von den Besten der Besten wirklich zu bezwingen. Kurz: wer sein Spiel flexibler und schneller anpassen konnte war voran.

Tageshöchstspiel: Kurt Weiss (Etoile) 278 im 1. Spiel.

Details der Samstagspiele können auf der ÖSKB-Homepage nachgelesen werden.

 

Am FINALTAG bot sich ein ähnliches Bild. Etoile und Unistahl 1 kämpften weiterhin Kopf an Kopf. Nach zwei Spielen war KSV Wr.Netze/Unistahl 1 plötzlich um 2(!) Punkte voran – die Spannung war zum Greifen, ehe Etoile den Unistahl-Männern im Spiel drei exakt 100 Pins abnehmen konnte und neuerlich in Führung gehen konnte. Der Vorsprung wurde von den Grünen im vorletzten Spiel auf komfortable 200 Punkte ausgebaut. Das abschließende Aufeinandertreffen der beiden führenden Teams hätte schon eine außerordentliche Leistung des Unistahl-Teams bringen müssen, um den Spannungsbogen hoch zu halten. Es wurde aber bald klar, dass der beruhigende Vorsprung für Etoile zum neuerlichen Staatsmeister-Titel reichen würde. Die abschließende 999 zu 1022-Niederlage änderte nichts mehr an der Vergabe der beiden Spitzenplätze.

Im Schatten des Spitzenduells konnte Stadlau im direkten Kampf gegen Tyrolia (Spiel 2 – 992 : 881) den Rückstand wett machen und Platz 3 übernehmen, während der beste Mann des Finaltages – Martin Wilfinger mit 1132 Pins – seine Lauteracher immer näher ans Stockerl heran brachte. Wäre den glücklosen Vorarlbergern nur ein Sieg mehr gelungen, dann hätten sie im Kampf um die Bronzene noch ein gewichtiges Wort mitgesprochen. Alle Achtung. Trotz Platz 4 hat sich die weite Reise nach Wien – „zu den Wiener Meisterschaften“, wie man anfangs aus ihren Reihen hören konnte – für Lauterach aber meines Erachtens gelohnt. Wir wissen, dass Tobi & Co sehr kampfstark auftreten können und mit allen Spitzenteams recht gut mithalten. Es fehlt bloß noch die Team- oder Trio-Medaille, um das auch in den Bowling-Geschichtsbüchern festzuhalten.

Die BESTEN EINZELSPIELER im Finale: Martin Wilfinger (Lauterach) 1132 (256/3.), Michael Loos (Etoile) 1074, Alex Rauscher (Unistahl 1) 1068 (Tageshöchstspiel 257/2.), Kurt Weiss (Etoile) 1063, Roman Fürbacher (Unistahl 1) 1061 (255/1.), Oliver Schwarzbauer (Etoile) 1056, Michael Rauscher (Stadlau) 1026 und Patrick Stiel (Etoile) 1004.

Bester Spieler dieser Staatsmeisterschaften (über alle 14 Spiele) war nach meinen Aufzeichnungen der Lauteracher Martin Wilfinger mit 2944 gespielten Pins (über 210 Schnitt).

Auch die Sonntagsspiele können im Detail auf der ÖSKB-Homepage nachgelesen werden.

 

Unser Spiel:     Unser enger Spielerkader mit Bittner-Brock-Andi und Martin Pfeifer-Liftenegger (Startmannschaft am Samstag)-Fiala, mit dem wir auch schon im Vorjahr angetreten waren, war für diese Bedingungen nicht groß und spielstark genug. Von den 5 Vormittag-Spielen konnten wir nur 2, gegen die vermeintlichen Mitstreiter um eine mögliche Bronze-Medaille (Lauterach, Stadlau) gewinnen. Unsere Ergebnisse bewegten sich zwischen 928 und 964. Kurz: in diesem Feld gerade noch ausreichend, aber nicht auf dem von uns gewünschten Niveau. Nachdem Lifti auch noch mit einer hartnäckigen Schulterblessur zu kämpfen hatte und wir alle zusammen die Bahnen nicht wirklich in den Griff bekommen konnten, mussten wir eigentlich recht zufrieden sein.

Nach der Mittagspause gelangen uns dreimal 100 Bonuspunkte in Folge (Stadlau, Phönix, ohne Gegner), ehe das Schluss-Match gegen Unistahl 1 doch eher knapp mit 946 zu 994 verloren ging. Den dritten Platz im Semifinale und damit die lockere Quali für den Finaltag haben wir gerne mitgenommen.

Am Finaltag kam es personell noch schlimmer: Martin Liftenegger sollte aufgrund seiner Verletzung eher nicht starten und Youngster Daniel Brock fühlte sich nach dem Semifinale mental und körperlich leer.

Startteam am Sonntag demnach Bittner-Brock-A.Pfeifer-Fiala-M.Pfeifer. Es kam wie befürchtet: keine Chance gegen Unistahl 1 (922 : 1050), schmerzliche Niederlage gegen Medaillen-Mitanwärter Stadlau (881 : 992) und eher unglückliche Pleite gegen Etoile (967 : 1025 – da war mehr möglich). Unistahl 2 konnte mit eher schwachen 908 zu 857 bezwungen, aber das theoretisch noch eine Medaille ermöglichende Schluss-Match gegen Lauterach ging unglücklich 944 zu 965 auch verloren. Reichte auch für die Lauteracher nicht, aber Stadlau hatte sich damit (und mit überzeugenden 968 zu 741 gegen Unistahl 2) das dritte Edelmetall gesichert. Für uns blieb - wie im Vorjahr - leider nur Platz 5.

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag

Samstag

Spiel

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

190

179

220

202

195

177

194

230

212

1799

199,889

Brock Daniel

176

200

150

169

191

203

183

220

186

1684

187,111

Pfeifer Andreas

209

202

192

172

205

177

152

-

-

1309

187,000

Pfeifer Martin

190

212

191

194

159

190

227

208

199

1770

196,667

Liftenegger Martin

190

171

-

-

-

-

-

203

183

747

186,750

Fiala Walter

-

-

190

191

189

167

192

151

166

1246

178,000

Team-Ergebnis

955

964

943

928

939

914

948

1018

946

8555

190,111

Gegner

ETO

Uni2

VBG

STAD

PHÖ

OHNE

UNI1

 

 

Ergebnis Gegner

1107

1095

787

930

911

866

868

0

994

7558

188,950

Punkte

0

0

100

0

100

100

100

100

0

500

 

Gesamt Tag 1

955

964

1043

928

1039

1014

1048

1118

946

9055

Rang 3

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag

Sonntag

STM Ges.

STM Ges.

Spiel

10

11

12

13

14

Serie

Schnitt

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

225

171

222

198

181

997

199,400

2796

199,714

Brock Daniel

145

173

-

-

-

318

159,000

2002

182,000

Pfeifer Andreas

180

173

156

147

203

859

171,800

2168

180,667

Fiala Walter

205

194

215

190

166

970

194,000

2216

184,667

Pfeifer Martin

167

170

168

218

225

948

189,600

2718

194,143

Liftenegger Martin

-

-

206

155

169

530

176,667

1277

182,429

Team-Ergebnis

922

881

967

908

944

4622

184,880

13177

190,929

Gegner

UNI1

STAD

ETO

UNI2

VBG

 

 

 

 

Ergebnis Gegner

1050

992

1025

857

965

4889

195,560

 

 

Punkte

0

0

0

100

0

100

 

600

 

Gesamt Tag 2

922

881

967

1008

944

4722

 

13777

Endrang 5

 

Zusammenfassung:       

GOLD              Etoile 1 mit 15190 Punkten (14090 gespielte Pins + 1100 Bonuspunkte)

SILBER            KSV Wr.Netze/Unistahl 1 mit 15113 Punkten (13813 + 1300)

BRONZE          Stadlau mit 13972 Punkten (13172 + 800)

 

Ich gratuliere allen Medaillen-Gewinnern nochmals recht herzlich.

 

Etoile 1 konnte den Titel an diesen zwei äußerst spannend verlaufenden Spieltagen zum dritten Mal in Folge vor KSV Wr.Netze/Unistahl 1 erringen. 2017 gab es exakt die gleichen Medaillen-Gewinner. 2018 holte der heuer Sechstplatzierte KSV Wr.Netze/Unistahl 2 die Bronzene.

Wie schon im Vorjahr galt: es war spannend, sowohl körperlich als auch mental sehr anstrengend. Aber im Gegensatz zum Vorjahr gab es diesmal im Kampf um die Goldene schon vor dem letzten Spiel eine gewisse Vorentscheidung.

Einen schönen Sommer wünscht euch

Walter