TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2018/19 - 6. und letzte Runde, 07.04.2019, Plus

 

Die Bedingungen:        Wiener Liga, Trio Herren, letzte Runde – und was für eine! Wenn ich nichts übersehen habe, dann haben wir heute die höchsten Ergebnisse der Trio-Saison miterleben dürfen. Die 8 Trios hatten in Summe nur 31 Spieler im Einsatz, von denen 15 (knapp die Hälfte) eine 7er-Serie durchspielten und ALLE kompletten Serien lagen über 1400 (!). Davon 5 über 1500, 3 über 1600 und sogar 1 über 1700. Alexander Rauscher (KSV Wr.Netze/Unistahl1) gelang dieses Kunststück mit 1746 (= immerhin 249,4 Schnitt), wobei er sich damit dem aktuellen Österr. Rekord (1795 von Michael Loos aus dem Jahr 2012) annäherte. Übrigens verhinderte der 10er Pin im dritten Durchgang ein perfektes Spiel.

Aber es gab eine lange Reihe herausragender Leistungen in dieser außergewöhnlichen letzten Runde der Wiener Liga Trios der Herren, die letztlich zum hervorragenden Generalschnitt von 215,030 führten. Alle acht Trios nutzten das freundliche Terrain und spielten mehr als 200 Tages-Schnitt. Alle Details am Ende meines Tagesberichts.

Die Stimmung war gut. Die Plushalle für drei Ligen gut vorbereitet und dementsprechend „blattlvoll“.

Technische Probleme sind mir (heute nur als Zuseher) nicht aufgefallen.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass bei den Damen Ivonne Gross (KSV Wr.Netze/Unistahl1) mit traumhaften 1701 (exakt 243 Schnitt) ihren eigenen Österr. Rekord aus dem Jahr 2008 um 6 Pins überbot. Herzliche Gratulation.

Unser Spiel:     Die vorletzte Runde (Cumberland) habe ich leider aufgrund einer Erkrankung versäumt, deshalb habe ich auch keinen Spielbericht verfasst. Für diese letzte Runde der Saison 2018-19 verfolgten wir ein Ziel: wir wollten einen Platz auf dem Stockerl erreichen und dafür mussten wir ein ordentliches Stück Arbeit leisten, denn die Herren-Wiener Liga war und ist heuer so ausgeglichen wie selten zuvor – sieht man von den beiden Unistahl-Trios ab, die sich schon früh in der Saison deutlich vom übrigen Feld absetzen konnten. Unser Start-Team: Heini Bittner-Martin Pfeifer-Martin Liftenegger.

Guter Einstieg auf 7-8 gegen Strike & Spare. Der 678:630-Sieg sieht einfacher aus, als er tatsächlich war. Vor allem unser unmittelbarer Konkurrent um den Stockerl-Platz, nämlich Stadlau, zeigte im Startspiel (das wir immer unter Beobachtung  hatten) gegen Etoile2 eindrucksvoll sein Potenzial: 750 (Skach 279, Michi Rauscher 278) zu 715. Konnte ja heiter werden…

Unser Spiel 2 gegen Etoile1 auf den deutlich kürzeren Bahnen 13-14 konnten wir ebenfalls für uns entscheiden. 633 zu 622. Aber auch Stadlau hatte nach 668 zu 608 gegen Schlusslicht BJB vier Punkte auf dem Tageskonto.

Etoile2 war nächster Gegner auf 11-12. Lief super für uns: 687 zu 645. Also jetzt schon 6 Punkte. Stadlau unterlag zeitgleich Etoile 1 – jetzt waren wir mit den Stadlauern punktegleich.

Unser Spiel 4, gegen Black Jack auf 7-8, war unser erstes Highlight heute: Andreas Pfeifer, der jetzt für den nicht ganz fitten Martin Liftenegger ins Team gekommen war, hatte einen wunderbaren Einstand. Seine 241 zusammen mit den 247 seines Bruders Martin (heute schon zum dritten Mal 247) und Heinis 221 waren gottseidank gegen die Black Jack Bowlers genug. 709 zu 660 – Top-Niveau. Parallel dazu auch wieder zwei Punkte für Stadlau. Weiterhin Gleichstand, aber mit den Mehr-Pins im Rücken sahen wir den Saison-Abschluss noch positiver entgegen.

Im Spiel 5 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl2 auf 9-10 lief plötzlich alles unrund, weil uns mehrere Spare-Fehler rasch auf die Verlierer-Straße drängten. 561 zu 631, aber in der Tabelle dennoch nichts passiert, weil auch die Stadlauer (gegen das erste Unistahl-Trio) patzten. Dieses Glück des Tüchtigen haben wir dringend gebraucht.

Vorletztes Spiel auf 11-12 – und ausgerechnet gegen den überlegenen Leader KSV Wr.Netze/Unistahl1. Jetzt mussten wir fokussiert das Letzte aus uns heraus holen – und wir lieferten unser Glanzglück des Spieltages. Auf Unistahl-Seite hatten die beiden Tagesbesten Roman Fürbacher und Alex Rauscher schon ab dem dritten Durchgang (als der Meistertitel bereits feststand) den erst 10-jährigen Fabian Gross in die Mitte genommen – und der ältere Sohn des berühmtesten Bowling-Paares des Landes war wahrlich kein Schwachpunkt. Im Gegenteil: er scorte in seinen fünf Spielen stolze 181,8 Schnitt – und 4 Spiele wurden mit seiner tatkräftigen Mithilfe auch gewonnen.

Zurück zu unserem Spiel: die beiden Pfeifers (Martin 258, Andi 256) und Heini schafften in diesem für uns vorentscheidenden Hammerspiel einen beachtlichen Sieg. 710 zu 679 konnten wir herzeigen, während Stadlau wieder punktelos blieb. Jetzt hatten wir 2 Punkte Vorsprung auf Stadlau und im letzten Spiel (traditionell die Auseinandersetzung der jeweiligen Tabellen-Nachbarn) konnten wir uns schon eine Niederlage erlauben, hatten wir doch stolze 140 Pins Vorsprung als Ass im Ärmel. Auf 9-10 ging es dann erwartet eng zu und letztendlich unterlagen wir knapp 603 zu 616.

Punktegleich, aber mit 127 Pins mehr konnten wir uns über die durchaus beachtliche Bronze-Medaille in der Wiener Meisterschaft freuen.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

218

236

186

221

229

196

236

1522

217,429

Martin Pfeifer

247

206

247

247

178

258

166

1549

221,286

Liftenegger

213

191

254

-

-

-

-

658

219,333

Andreas Pfeifer

-

-

-

241

154

256

201

852

213,000

Team-Ergebnis

678

633

687

709

561

710

603

4581

218,143

 

Strike

Etoile1

Etoile2

BJB

Unistahl2

Unistahl1

Stadlau

 

 

Ergebnis Gegner

630

622

645

660

631

679

616

4483

213,476

Punkte

2

2

2

2

0

2

0

 

10 Punkte

Die Besten des Spieltages:     

Leader KSV Wr.Netze/Unistahl1 setzte mit dem Tagessieg einen würdigen Schlusspunkt: 4672 Pins (mehr als 222 Schnitt) waren für 10 Siegpunkte gut. Es folgten mit ebenfalls 10 Punkten Tyrolia (4581 Pins) und KSV Wr.Netze/Unistahl2 (4523). Stadlau erreichte mit 4539 gespielten Pins 8 Punkte, drei Teams schafften 6 Punkte (Etoile2 mit hervorragenden 4633 Pins, aber ohne Spielglück), Etoile1(4498) und Strike & Spare (4437). Die Black Jack Bowlers blieben mit 4242 Pins ohne Siegpunkt.

Die besten Spieler des Tages: Alex Rauscher (Unistahl1) 1746 (Tageshöchstspiel 299/3.Durchgang,256/6.,255/7.,253/4.),

vor Roman Fürbacher (Unistahl1) 1632 (279/5.,278/7.,241/6.), Kurt Weiss (Etoile2) 1626 (266/1.,244/4.) und Benji Kubalek (Unistahl2) 1618 (279/6.,265/4.,247/7.). 5x gab es Serien über 1500: Martin Pfeifer (Tyrolia) 1549 (258/6.,dreimal 247/1.,3.,4.), Günter Weiss (Etoile2) 1541 (240/6.), Heini Bittner (Tyrolia) 1522, Martin Leb (Unistahl2) 1517 (246/4.,245/5.) und Günther Schroll (Strike & Spare) 1502 (257/5.). 6x gab es über 1400 (Patrick Stiel/Etoile1 1493, Christian Provaznik/Strike 1478, Christoph Rohrmoser/Strike 1457 und Philipp Steinbach/Stadlau ebenfalls 1457 (286/4.), Wolfgang Wondratsch/BJB 1445 und Dusan Kometter/BJB 1433.

Darüber hinaus sehr bemerkenswert: Michael Loos/Etoile1 schaffte 1473 (279/6.) in nur 6 Spielen(!), Robert Skach/Stadlau 279/1. und Michael Rauscher/Stadlau 278 ebenfalls im 1. Spiel.

Höchste Trio-Ergebnisse:  750/1. von Stadlau, 720/4. von Unistahl2, 715/1. von Etoile2, 713/3. von Etoile1, 710/6. und 709/4. von Tyrolia, 704/5. von Unistahl1.

 

Schluss-Tabelle nach Runde 6

Pkte

Pins

 

1.(1)*

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

68

27966

Wiener Meister, Gold

2.(2)*

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

56

27360

Silber

3.(4)*

Tyrolia 1

42

26580

Bronze

4.(3)*

Stadlau 1

42

26453

 

5.(5)*

Etoile 2

38

26320

 

6.(6)*

Etoile 1

36

26225

 

7.(7)

Strike & Spare

34

26187

 

8.(8)

BJB

20

25521

Absteiger in die 1. Klasse

 

*) die ersten 6 sind für die Staatsmeisterschaften 2019 am 18./19. Mai in der Plushalle qualifiziert

 

Zusammenfassung:     Das nunmehr vorliegende Endergebnis dieser spannenden Saison war nicht unbedingt zu erwarten. Auffallend: die Reihenfolge der gesamten Schluss-Tabelle entspricht - unabhängig von der natürlich vorrangigen Reihung nach Punkten – exakt der Reihung nach Anzahl der umgeworfenen Pins. Im Trio-Bewerb nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Nicht unerheblich war die knappe Personal-Situation mehrerer Teams, wodurch die Ausfälle von Spitzenspielern nicht ausreichend abgefangen werden konnten. Es scheint sinnvoll, vor Beginn der neuen Saison zu überlegen, ob man nicht die eine oder andere Trio-Sektion zur Ergänzung der Spitzenmannschaften des jeweiligen Vereins lieber nicht mehr nennen sollte. Ich gehe davon aus, dass der Kader je Trio im Minimum aus 6 Spielern bestehen sollte. Je höher das Durchschnittsalter, desto mehr Köpfe. Eigentlich logisch, aber es wollen halt die meisten Spieler auch jede Runde wirklich „dran“ kommen. Für manche Vereine ein zu großer Spagat…

Bis bald

Walter