TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2018/19 - 3. Runde, 02.12.2018, Plus

 

Die Bedingungen:        Wiener Liga, Trio Herren, Runde 3 von 6, Halbzeit. Wieder Plushalle, eh klar. Wieder ein schon  zum „Hausbrauch“ gewordener Generalschnitt von über 210 (diesmal 210,607). Nach 32 eingesetzten Spielern in Runde 1 und 29 in Runde 2 waren jetzt nur mehr 27 Spieler im Einsatz. Ein Trend, der bestätigt, dass sich immer mehr Aktive auf der Hausölung gut zurechtfinden und man nicht gerne tauscht, um möglichst keine Punkte zu verlieren. Dementsprechend eng und spannend sind auch die Begegnungen und immer mehr muss man auf die mentale Stärke im Endkampf setzen, um den erwünschten kleinen Unterschied zu finden. 9 x war die Pin-Differenz im Ergebnis unter 20. Allein Strike & Spare musste 5 x „bis zum letzten Mann“ um den Erfolg kämpfen und blieb dabei beachtliche 3 x erfolgreich (+2, +9 und +1 stand zu Buche). Kein Zufall auch, dass die beiden Unistahl-Teams in dieser dritten Runde den kleinen Schritt vorne waren.

Von 20 kompletten 7er Serien wurde 16x die 200-Schnitt-Grenze geknackt. 6x 1400+, 9x 1500+ und je 1x 1600+ fand ich auf den Spielzetteln. Die Trios erreichten in 56 Spielen 37x über 600. Neuerlich lagen damit mehr als 3/4 (!) aller Team-Ergebnisse über 600. Nur die Black Jack Bowlers lagen heute (allerdings knapp) unter 200 Mannschafts-Schnitt.

KSV Wr.Netze/Unistahl1 kam im besten Spiel des Tages gegen Tyrolia (793 zu 673) dem eigenen Österr. Rekord (817 aus dem Jahr 2010) schon recht nahe.

Technik-Probleme hielten sich wieder in Grenzen. Ein Bahnenausfall (13-14) konnte leicht verkraftet werden. Wieder gute, sportliche Atmosphäre in der Halle. „One-Woman-Show“ Vicky war im Service wie immer angenehm freundlich und extrem bemüht – hat mir aber in ihrem Stress ein wenig leid getan.

Unser Spiel:     Unsere beiden Martins waren die Woche über nicht ganz fit, aber natürlich anwesend und gottseidank – notfalls - spielbereit. Kapitän Liftenegger entschloss sich für ein Start-Team Bittner-Martin Pfeifer-Fiala. Los ging es auf 7-8 wie immer (warum eigentlich?) gegen BJB – und dieses Spiel war nicht von schlechten Eltern. Nachdem Martin einen klassischen Fehlstart (trotz objektiv nicht schlechtem aber extrem glücklosem Spiel – 53 nach Frame 5) erwischt hatte, lagen wir  das gesamte Spiel über weit hinten. Im Endkampf und mit Martins „Wiedergeburt“ kamen wir in einen publikums-wirksamen Showdown, der buchstäblich mit dem letzten Wurf entschieden werden musste. Von meinem immerhin 37 Jahre andauernden Dasein als Schluss-Spieler bin ich ja schon lange weg, aber diesmal musste es (als Ersatz-Schlussmann) klappen. Ein Doppel auf 8 und 9 musste zu einem Fünfling ausgebaut werden, um noch die 2 Siegpunkte einzufahren. Kurz: es gelang und ein mehr als verblüfftes BJB-Trio musste mit 595 : 596 noch unverhofft zum Sieg gratulieren. Fast gleicher Verlauf im Spiel 2 auf 11-12 gegen die Gelben. Ein erstarkter Martin und ich eröffneten im Gleichklang mit Fünfling bzw. Sechsling, aber Heini – an sich glänzend disponiert – kämpfte mit einer verlässlichen Strike-Linie und den standhaften Grundlinien-Pins. Wieder lagen wir das gesamte Spiel über teils deutlich hinten, aber ein wieder guter Endkampf unsererseits und entbehrliche offene Frames des Gegners eröffneten  uns wieder die gleiche Chance wie zuvor. Minus 9 stand es vor meinem letzten Wurf. Wieder hätte ein Strike den 1-Pin-Vorsprung gebracht, aber jetzt blieb nach einem etwas zu hohen Eingang der 7-4-9-Split stehen. Endstand 661 : 663, minus 2 – schade, obwohl ich mich für meine 241 nicht genieren musste. Wäre auch zu schön gewesen, wenn wir diesen Spieltag mit zweimal +1 historisch eröffnet hätten. Eine weitere Steigerung gelang uns dann auf 9-10 gegen Unistahl 1, aber unsere sehr guten 673 waren gegen den „Fast-Rekord“ von 793 (Alex Rauscher 269, Walter Rieger 288, Thomas Gross 236) von Gross & Co dann doch zu wenig. Erst 2 Punkte nach drei sehr guten Spielen. Das konnte ja heiter werden…

Etoile 2 war auf 11-12 nächster Prüfstein. Jetzt waren wir mit einem durchschnittlichen Spiel auf schon etwas „fertigen“ Bahnen erfolgreich. 593 zu 568. Martin Pfeifer machte jetzt für seinen Bruder Platz. Etoile 1 auf den Ersatzbahnen 5-6 war nächster Gegner und wir hatten – knapper als es aussieht – mit 615 zu 570 die nächsten 2 Punkte im Trockenen. Auf unseren Startbahnen 7-8 wartete jetzt das bisherige (überraschende) Tabellen-Schlusslicht Stadlau. Andi und Heini verhalfen uns zu einem 639 zu 605. Im 7. und letzten Spiel des Tages (wieder auf 5-6) war KSV Wr.Netze/Unistahl2 unser Gegner. Heini fand auf den schon sehr griffigen Bahnen eine Traum-Linie, konnte aber mit seinen 269 unsere knappe Niederlage (632 zu 637) nicht abwenden, weil ich in meiner dritten entscheidenden Situation als Schluss-Spieler „den Sack nicht zu machen“ konnte. Andi und mir stand schon im Spielverlauf der eine oder andere Konzentrationsfehler im Weg, womit wir überhaupt noch in diese für einen Schlussmann missliche Lage gebracht wurden.

8 Punkte also. Im Quervergleich eine annehmbare Situation.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

227

186

246

204

192

234

269

1558

222,571

Martin Pfeifer

159

234

203

215

-

-

-

811

202,750

Fiala

210

241

224

174

235

180

173

1437

205,286

Andreas Pfeifer

-

-

-

-

188

225

190

603

201,000

Team-Ergebnis

596

661

673

593

615

639

632

4409

209,952

 

BJB

Strike

Unistahl1

Etoile2

Etoile1

Stadlau

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

595

663

793

568

570

605

637

4431

211,000

Punkte

2

0

0

2

2

2

0

 

8 Punkte

Die Besten des Spieltages:     

KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 12 Punkten aus 4666 Pins (222,19 Schnitt) vor den eigenen Kumpels des 1. Unistahl-Trios (4662 Pins/10 Punkte). Dahinter drei Trios mit 8 Punkten: Strike & Spare mit 4469, Stadlau mit 4436 und Tyrolia mit 4409 Pins. Mit 4357 Pins blieben für Etoile 2 nur 4 Punkte, ebenso 4 Punkte schaffte Black Jack mit vergleichsweise bescheidenen 4164 Pins. Schlusslicht diesmal Etoile 1 mit 4219 Pins und 2 Punkten.

Die besten Spieler des Tages: Benji Kubalek(Unistahl2) kommt mit dem Behander immer besser zurecht und war mit hervorragenden 1685 Pins (240,7 Schnitt – 268/6.Spiel,267/2.,247/1.,241/5.) Mann des Tages – sehr erfreulich im Hinblick auf kommende internationale Herausforderungen. Dahinter Thomas Gross mit 1595 (248/4.,244/5. – eine Besonderheit am Rande: jeweils 236 in den ersten drei Spielen), Heini Bittner (Tyrolia) 1558 (269/7.,246/3.,234/6.), Walter Rieger (Unistahl1) 1557 (Tageshöchstspiel 288/3.), Michael Rauscher (Stadlau) 1541 (236/1.,233/6.), Christian Provaznik (Strike) 1530 (256/7.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1510 (269/3.), Alex Pittesser (Stadlau) 1507 (236/3.,235/7.)und Hans Had (Strike) 1501 (238/3.,233/1.), ebenso Günter Weiss (Etoile2) 1501 (243/1.,235/7.,234/5.).

Vielleicht ist es meinem etwas fortgeschrittenen Lebensalter geschuldet, aber auch 1400+ finde ich auch heutzutage immer noch durchaus erwähnenswert: Dusan Kometter (BJB) 1459 (233/3.), Günther Schroll (Strike) 1438 (255/5.,236/2.), Walter Fiala (Tyrolia) 1437 (241/2.,235/5.), Anton Stiel (Etoile2) 1432 (235/7.), Patrick Stiel (Etoile1) 1426 und Erich Binder (Etoile2) 1424 (236/5.).

Bemerkenswert noch einzelne Spiele von Philipp Steinbach (Stadlau) 259/2. und Manfred Panzenböck (Unistahl2) 257/3., 251/5.

Höchste Team-Ergebnisse:  KSV Wr.Netze/Unistahl1 793/3, KSV Wr.Netze/Unistahl2 715/5. und Stadlau 706/2.

 

Tabelle nach Runde 3

Pkte

Pins

1.(1)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

34

14176

2.(3)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

30

13854

3.(2)

Etoile 2

24

13251

4.(4)

Tyrolia 1

20

13315

5.(6)

Strike & Spare

18

13189

6.(5)

Etoile 1

14

12942

7.(8)

Stadlau 1

14

12918

8.(7)

BJB

14

12870

 

Zusammenfassung:     Etwas Bewegung in der Tabelle und nach der ersten Saisonhälfte mehr als eng. „Nix is fix“ und das nächste Aufeinandertreffen in der Plushalle am 20. Jänner 2019 wird wahrscheinlich auch noch nichts daran ändern.

Bis bald

Walter