TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga Trio Herren 2018/19 - 1. Runde, 09.09.2018, Plus

 

Die Bedingungen:        Trio-Saison-Eröffnung in der obersten Wiener Spielklasse – und die Erwartungen waren aufgrund der Ergebnisse der Montagsligen aus der Vorwoche entsprechend hoch. Und wurden nicht enttäuscht: alle 8 Teams erreichten Mannschaftsschnitte über 200. Die insgesamt 32 eingesetzten Spieler (davon 15 mit kompletten 7er-Serien) scorten durchschnittlich 211,196 Schnitt – eine noch selten gesehene Leistungsexplosion? Nicht ganz. Die neue Hausölung gibt gefühlt noch mehr her als die – bereits auch schon sehr freundliche – Vorjahrsölung. Die Bahnen hielten an diesem  Spätsommertag mit hoher Luftfeuchtigkeit nicht bis zum Ende durch, was aber aus Erfahrung ohnehin nicht zu erwarten war. Aber gut: es ist wie es ist.

Auch heuer werden aufgrund der gebotenen Bedingungen wieder die Rekorde purzeln und viele werden mehr als zufrieden sein – aber nicht alle.

Auch heuer werden die Besseren wieder voran liegen und das ist gut so. Warum sollte nicht auch der eine oder andere Underdog (keinesfalls despektierlich gemeint) sich eines Platzes an der Sonne (sprich: in den oberen Regionen der Schnittliste) erfreuen, auch wenn der Genuss wieder nur vorübergehend sein dürfte.

Aber lassen wir uns überraschen. Balltempo hilft, aber genaues Spiel kann fehlendes Tempo wettmachen.

Heute schrammte man in der WLH noch mehrfach am ersten perfekten Spiel des neuen Sportjahres vorbei. Lange werden wir aber kaum darauf warten müssen.

Die Plushalle wird heuer die überwiegende Hauptlast des Spielbetriebs tragen, was nicht dazu beitragen dürfte, die Motivation im sportlichen Wettkampf anzuheizen. Dass eine Halle nach der anderen aus dem Spielbetrieb genommen werden muss, ist mehr als bedauerlich. Im Raum Wien ist eine Entwicklung in die Gegenrichtung leider nicht zu erwarten.

Nicht nur deswegen mache ich mir Sorgen um den Bowlingsport in ganz Österreich.

Die Plushalle war wieder gerüstet: keine merkbaren technischen Probleme, flinkes und freundliches Gastro-Personal, gutes Essen – alles gut. Danke.

 

Unser Spiel:     Nach nur einem Jahr Abwesenheit sind wir zurück in der obersten Wiener Spielklasse – den sofortigen Wiederaufstieg hatten wir uns vorgenommen und: „wir sind gekommen, um zu bleiben“. Einer unserer traditionell unangenehmsten Gegner, nämlich die Black Jack Bowlers – waren erster Prüfstein der neuen Saison, in die wir mit Bittner-Fiala-Liftenegger auf 15-16 einstiegen. Nach dramatischem Hin und Her hatten wir das bessere Ende für uns, weil der stets spiel- und nervenstarke Black Jack-„Steirerbua“ Johann Riegler diesmal seinen Vorteil im Schlussframe gegen Martin nicht heim spielen konnte. 674 zu 669 für uns. Guter Start in die neue Saison – aber noch nicht der Glanzpunkt, denn der folgte jetzt auf 21-22 gegen die Stadlauer. Heini Bittner führte uns mit einem traumhaft sicheren 10-ling (letztlich leider „nur“ 289) zu unserem Höchstspiel des Tages. Martin (226) und ich (227) leisteten unseren vergleichsweise bescheidenen Beitrag zum ungefährdeten 742 zu 676. Punktemaximum nach 2 Spielen – nicht schlecht für den Aufsteiger.

Dritter Gegner des Tages war auf 19-20 KSV Wr.Netze/Unistahl1 – gottseidank wieder mit einem fitten Thomas Gross im Bewerb. Wieder eine hochklassige Partie. Wieder mit Heini (254) in der „Führungsposition“ und wieder über 700. Wieder spielte der Startspieler des Gegners (Roman Fürbacher) 258, nachdem zuvor schon Alex Pittesser bei den Stadlauern ebenfalls mit 258 unserem Heini Bittner die Stirn geboten hatte. 713 zu 668. Die Punkte 5 und 6 im Kasten und bislang mit über 236 Mannschaftsschnitt für einen Aufsteiger flott unterwegs…

Im vierten Spiel konnte nur Heini (245) seinen Lauf fortsetzen, während Martin mit 155 einen zu diesem Zeitpunkt gänzlich unerwarteten Einbruch erlitt. Unsere Startbahnen 15-16 halfen uns nicht wirklich weiter und es wurde leider gegen Etoile 2 mit 604 zu 635 die erste – eigentlich vermeidbare – Niederlage. Warum vermeidbar? Weil uns nur Startmann Günter Weiss mit 279 tatsächlich überlegen war.

Nach Spielertausch (Martin Pfeifer kam für Martin Liftenegger ins Team und ich wechselte auf die Schlussposition) wartete auf 17-18 Etoile 1. Die mittlerweile schon gebrochenen Bahnen machten uns zunehmend das Leben schwer, aber das darf keine Entschuldigung für die matten 524 sein, die wir gegen Daniel Hahn & Co (659) gerade noch zusammen brachten.

Spiel 6 auf lief dann auf 19-20 nicht viel besser: Strike & Spare erreichte – geführt von Christian Provaznik (267) – das eigene Tageshöchstspiel und bezwang uns diesmal sicher mit 710 : 549.

Der nach Verletzung der Spielhand wieder aktive, aber nicht austrainierte Martin Pfeifer hatte nach seinem 300er (leider aus 2 Spielen) genug und machte jetzt für Bruder Andreas Platz, der die undankbare Aufgabe – nämlich nur das Schluss-Spiel bestreiten zu dürfen – ohne mit der Wimper zu zucken und auf bereits „mehr als fertigen Bahnen“ mit Anstand (192) erledigte. Wieder auf 17-18 waren auch gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 581 zu 645 keine Punkte zu holen. Schade.

Nach Blitzstart rannten wir also heute einem weiteren Erfolg leider nur nach.

War wieder – wie so oft im Trio-Bewerb – mehr drinnen.

 

 

 

 

 

 

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Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

195

289

254

245

187

207

205

1582

226,000

Fiala

246

227

215

204

192

187

184

1455

207,857

Liftenegger

233

226

244

155

-

-

-

858

214,500

Martin Pfeifer

-

-

-

-

145

155

-

300

150,000

Andreas Pfeifer

-

-

-

-

-

-

192

192

192,000

Team-Ergebnis

674

742

713

604

524

549

581

4387

208,905

 

BJB

Stadlau

Unistahl1

Etoile2

Etoile1

Strike

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

669

676

668

635

659

710

645

4662

222,000

Punkte

2

2

2

0

0

0

0

 

6 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

Kein Trio ohne Punkteverlust. Etoile 2 mit 12 Punkten (4582 gespielte Pins) voran. Das heute pinstärkste Trio von Unistahl 1 (4651 – 221,5 Schnitt) liegt mit 10 Punkten ex aequo mit Unistahl 2 (4568) dahinter. Dann zwei Trios mit 6 (Tyrolia – 4387 Pins und Etoile 1 – 4373) und drei Trios mit 4 Punkten (BJB – 4349, Stadlau – 4296 und Stri8ke & Spare – 4275).

Die besten Spieler des Tages: 15 der 16 kompletten 7er-Serien lagen zwischen 1400 und 1588.

In Front Toni Stiel (Etoile2) mit 1588 (Tageshöchstspiel 299/1.Spiel,254/2.,247/6.,238/5.) vor Heini Bittner (Tyrolia) 1582 (289/2.,254/3.,245/4.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1574 (260/4.,258/3.,247/6.), Martin Leb (Stadlau) 1570 (257/7.,244/4.,238/1.), Wolfgang Wondratsch (BJB) 1540 (258/4.,231/3.), Günter Weiss (Etoile2) 1514 (279/4.), Christian Provaznik (Strike & Spare) 1508 (267/6.,236/2.), Daniel Hahn (Etoile1) 1495 (244/6.,232/1.), Alex Pittesser (Stadlau) 1480 (258/2.), Erich Binder (Etoile2) 1480 (257/2.), Walter Fiala (Tyrolia) 1455 (246/1.), Patrick Stiel (Etoile1) 1444 (267/3.), Oliver Schwarzbauer (Etoile1) 1434 (235/6.), Hans Had (Strike & Spare) 1417 und Dusan Kometter (BJB) 1400.

Weitere bemerkenswerte Einzelergebnisse: Walter Rieger (Unistahl1) 279/6., Robert Skach (Stadlau) 278/1., Walter Gonaus (Unistahl2) 258/6. und Johann Riegler (BJB) 251/1.

Höchste Team-Ergebnisse:  KSV Wr.Netze/Unistahl1 757/6.,755/4., Tyrolia 742/2.,713/3., Etoile2 722/2.,715/1., Strike & Spare 710/6., KSV Wr.Netze/Unistahl2 704/4.

 

Tabelle nach Runde 1

Pkte

Pins

1.

Etoile 2

12

4582

2.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

10

4651

3.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

10

4568

4.

Tyrolia 1

6

4387

5.

Etoile 1

6

4373

6.

BJB

4

4349

7.

Stadlau 1

4

4296

8.

Strike & Spare

4

4275

 

Zusammenfassung:     Tolle Ergebnisse in der Plushalle, aber das Maximum scheint dort noch lange nicht erreicht. Die Favoriten zeigten auf, aber im Moment sind alle Voraussagen noch verfrüht. Ich erwarte wieder eine spannende Saison und erhoffe mir, dass wir auch im nächsten Jahr noch in der Wiener Liga vertreten sein werden. Vielleicht dann sogar gemeinsam mit unserer zweiten Mannschaft.

Bis bald

Walter