TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Team Herren 2018/19 – 4. Runde, 13.01.2019, Cumberland

 

Die Bedingungen:     Das war an diesem 13. Jänner der erste von drei geplanten Auftritten der Wiener Liga Herren-Teams in der Cumberland-Halle – und er war leider diesmal nicht erfreulich. Vielleicht lag es nur am – diesmal nicht Glück bringenden – Datum oder (viel einfacher) es spiegelte halt die bedauerliche Situation der Wiener Bowling-Szene wider, der wir in dieser Saison gegenüber stehen. Nicht nur, dass wir froh sein müssen, wenigstens hin und wieder auch außerhalb der Plushalle spielen zu dürfen/können, wäre es mehr als angebracht, die eine oder andere Unannehmlichkeit einfach hinunter zu schlucken. „Die eine oder andere“ ja, aber die heutige Situation war zumindest für mich an der Grenze des Erträglichen. War am Tag davor (während der beiden Ranglisten-Spieltermine 10 und 13 Uhr) erfreulicher Weise noch alles in bester Ordnung, so haben heute wohl fast alle Bahnen gemeinsam „zu spinnen“ begonnen. Man akzeptiert leider ja schon längst, dass in der Cumberland-Halle die Pinsetter fast flächendeckend nicht exakt funktionieren und auch das mehrfache Drücken des Reset-Knopfes kaum eine Verbesserung bringt, aber dieser 13. hatte es in Sachen Technik in sich. Geplant war Spielbetrieb von 3 bis 12 mit dem Bahnen-Paar 1-2 als Reserve. Bereits im Spiel 2 fielen die Bahnen 5-6 mit technischem Problem aus – die betreffenden Mannschaften mussten nach langer Wartezeit und fieberhaften Reparatur-Versuchen auf 1-2 weiter spielen. Die Bahnen 11-12 hatten in der Zwischenzeit x-fache Unterbrechungen, schienen aber durchzuhalten. Dafür begann überraschend(?) Bahn 10 zu spinnen und wurde vom Mechaniker als nicht reparabel aus dem Bewerb genommen. Nach langer Wartezeit übersiedelten die jetzt betreffenden Mannschaften auf die mittlerweile wieder hergestellten Bahnen 5-6. Prompt ärgerte Randbahn 12 während der Durchgänge 3 und 4 mit „Dauer-Rechen“, konnte aber nach langwierigen Reparatur-Versuchen wieder hin gebracht werden. Nach Durchgang 4 musste die Reserve sogar abwarten: wären 11-12 endgültig aus dem Bewerb genommen worden, hätte die Reserve nach 4 Spielen aufhören (oder vielleicht nachspielen) müssen. Das blieb uns allen erspart.

Warum ich die Vorfälle so im Detail erwähne hat mehrere Gründe: erstens bin ich froh darüber und dankbar dafür, dass die bereits stark genervten Aktiven Ruhe bewahrten und zweitens, weil es zeigt, an welch seidenem Faden eigentlich schon der ordentliche Wiener Bowling-Betrieb hängt.

Es gilt einmal mehr: die Köpfe zusammenstecken, den Spielbetrieb entrümpeln und den noch verbliebenen Spielraum (im wahrsten Sinne des Wortes) bestmöglich pflegen und nützen. Vielleicht war das heute ein letzter Warnschuss, der von allen Verantwortlichen gehört wird und dazu führt, dass alles Menschenmögliche getan wird, um einen geordneten Bowling-Betrieb nachhaltig zu sichern. Wenn das Zauberwort „Schrumpfen“ sein sollte, wäre mir das auch recht. Ich hätte jedenfalls gerne, dass die Bowlingszene auch in ein paar Jahren noch existiert. Wir wollen unseren Sport. Wir brauchen unseren Sport.

An allen Ecken und Enden fehlt das nötige Geld – ich hoffe, diese Hürde ist uns allen miteinander nicht zu hoch. Gar zu viel davon hat ja wohl zum Beispiel in Hernals und im Prater nicht gefehlt haben. Hört man zumindest an der Gerüchtebörse.

Übrigens: Bowling gespielt wurde heute auch noch. Und gar nicht einmal so schlecht. Denn die angebotene Bahnen-Ölung erlaubte viel Herzeigbares. Auch, wenn die Grundlinien-Pins ordentlich nerven konnten.

Der „Hausherr“ an diesem Wochen-Ende in der Cumberland-Halle, Toni Stiel von Etoile (am Ranglisten-Samstag 1469 aus 6 und am Team-Sonntag sogar 1241 aus 5 – ergibt zusammen einen fetten Schnitt von mehr als 246 Pins), gab die Richtung vor. Gratulation. Solche Quoten muss man erst einmal werfen.

 

 

Unser Spiel:     Das heutige Start-Team neuerlich Bittner-Brock-Fiala-Martin Pfeifer-Liftenegger. Erster Gegner (nicht gerade auf meinen persönlichen Lieblingsbahnen 7-8) war der BSC Phönix und der war heute recht spielfreudig. Im Endspiel kamen wir zwar noch näher heran, mussten aber mit 1004 zu 1042 den wichtigen 100 Siegpunkten nachtrauern. Gegen Stadlau (mit dem wieder genesenen Robert Skach im Team), mit Andi Pfeifer statt Martin Liftenegger, ging es auf 5-6 ähnlich los. Wir liefen immer etwas hinterher und als wir uns gerade gefangen hatten, war das Spiel – zumindest auf diesem Bahnen-Paar auch schon wieder zu Ende. Technischer Breakdown – Übersiedlung auf die Reservebahnen 1-2. Es schien zwei Frames lang, als wäre unser Spielfluss wieder dahin, aber es reichte und wir drehten das Spiel auf 1028 zu 977. Den nächsten 100er fuhren wir überraschend gegen Unistahl 1 ein. Auf 9-10 hatten wir im Endkampf mit 1039 zu 1029 knapp die Nase vorne. Obwohl ich als Schlussmann die Nerven bewahren konnte, ging ich jetzt freiwillig für Martin Liftenegger wieder aus dem Team. Der Kampf mit der Grundlinie (x-fach 10er Pin nach Gasseneingang) war an diesem Tag für mich nicht zu gewinnen, was sich in den Spielen 4 und 5 in der Reserve auch bestätigte. Das für uns heute nervigste Spiel war dann ausgerechnet gegen Tabellen-Nachbar Unistahl 2 und ausgerechnet auf 11-12, wo die Bahn 12 mit „Dauer-Rechen“ minutenlang den Geist aufzugeben schien, obwohl kein Reserve-Bahnenpaar mehr verfügbar war. Kurz: die Mechaniker brachten das Ding hin, aber wir das Spiel nicht. Lei8der 954 zu 1002. Diese verlorenen 100 Punkte hätten wir gut gebrauchen können. Letztes Rennen gegen die Gelben von Strike & Spare auf dem wieder hergestellten Bahnenpaar 5-6. Wie immer hart umkämpft, aber diesmal wieder einmal das bessere Ende für uns. 1025 zu 1008. Dadurch blieb für uns die Tabellen-Situation in etwa gleich, obwohl Gonaus, Panzenböck & Co mit ihrem Team KSV Wr.Netze/Unistahl 2 etwas näher rückten.

 

 

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

225

215

221

175

192

1028

205,600

Brock Daniel

259

226

217

180

214

1096

219,200

Fiala Walter

177

222

179

188 R

178 R

944

188,800

Pfeifer Martin

185

189

211

194

190

969

193,800

Liftenegger Martin

158

225 R

208 R

159

225

975

195,000

Pfeifer Andreas

190 R

176

201

246

204

1017

203,400

Team-Ergebnis

1004

1028

1029

954

1025

5040

201,600

Gegner

Phönix

Stadlau

Unistahl1

Unistahl2

Strike

 

504 Pkte

Ergebnis Gegner

1042

977

1025

1002

1008

5054

 

Siegpunkte

0

100

100

0

100

 

300 Pkte

 

 

 

 

 

 

 

804 GesPkte

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Top-Team heute wieder Etoile mit 932 Punkten (aus 5322 gespielten Pins – 212,88 Schnitt und 400 Siegpunkten). KSV Wr.Netze/Unistahl2 dahinter mit 910 Punkten (5097 Pins/4 Siege), gefolgt von Stadlau mit 830 Punkten (5297/3 Siege). Knapp beisammen Black Jack 808 (5079/3) und Tyrolia 805 (505/3). Der BSC Phönix scorte 703 Punkte (5027/2), KSV Wr.Netze/Unistahl1 611 Punkte (5107/1 Sieg). Nur Strike & Spare blieb heute mit 4827 Pins unter 200 Mannschaftsschnitt und konnte auch keinen Sieg buchen (483 Punkte in der Endabrechnung).

Beste Einzelspieler:     Toni Stiel (Etoile) 1241 (233,257,248,256,247 – 248,2 Schnitt), Dusan Kometter (BJB) 1121, Alex Pittesser (Stadlau) 1119 (278 im Schluss-Spiel), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1114 (278/2. Spiel), Daniel Brock (Tyrolia) 1096 (259/1.), Andi Schlägner (Unistahl2) 1091 (geteiltes Tageshöchstspiel 279/1.), Thomas Schäfer (BSC Phönix) 1083 (268/3.,266/4.), Thomas Gross (Unistahl1) 1079, Michael Loos (Etoile) 1064 (268/2.) und Gerald Simané (BSC Phönix) 1053 (259/1.).

12 weitere Spieler scorten Serien ab/über 1000. Johann Riegler (BJB) spielte im 2. Durchgang mit 279 das mit Andi Schlägner geteilte Tageshöchstspiel.

 

Die Tabelle nach dem 4. Spieltag (Saison-Halbzeit):

1.(1)

Etoile

3850

539 + 400  

529 + 400

550 + 500

532 + 400

Rückstand in Punkten

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl1

3345

533 + 400

548 + 300

554 + 400

511 + 100

505

3.(3)

Tyrolia 1

3146

476 + 100

556 + 400

510 + 300

504 + 300

704

4.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl2

3043

512 + 300

498 + 100

523 + 200

510 + 400

807

5.(4)

BSC Phönix

3016

484 + 200

523 + 300

506 + 300

503 + 200

834

6.(7)

Stadlau

2754

521 + 100 

499 + 200

504 + 100

530 + 300

1096

7.(8)

Black Jack Bowlers

2663

475 + 100

493 + 100

487 + 200

508 + 300

1187

8.(6)

Strike & Spare

2538

491 + 400

483 + 200

481 + 000

483 + 000

1312

 

Zusammenfassung:       Neuerlich rabenschwarzer Tag für Strike & Spare, das den Abwärtstrend der 3. Runde nicht aufhalten konnte und auf den letzten Tabellen-Platz abgerutscht ist. Der KSV Wr.Netze/Unistahl2 hingegen ist dem Stockerl etwas näher gerückt.

Das neue Zählsystem wird noch nicht flächendeckend verstanden. Fast die Hälfte der Spielzettel hatten falsche Ergebnisse ausgewiesen.

Also nochmals: für jeden Sieg gibt es 100 Punkte und 10 % der Pins (kaufmännisch gerundet) werden dazu addiert. Beispiel: 5097 Pins und 4 Siege ergeben demgemäß 510 + 400 = 910 Punkte.

Beim nächsten Mal trifft man wikeder in der Plushalle aufeinander.

Bis dann

Walter