TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Österr. Cup 2018, Herren – 20. und 21.10.2018, Plus

 

Die Bedingungen: Wieder liegt ein spannendes Cup-Wochenende hinter uns. Wieder in der Plushalle, wieder gab es nichts zu meckern: herausfordernde und für spannende Spiele taugende Ölung, gute Stimmung, faire Wettkämpfe, gute Organisation, zeitnaher Ergebnis-Dienst im Netz, gutes Essen, keine nennenswerten technischen Probleme.

Bowler-Herzen, was wollt ihr mehr?

Noch einmal (weil ich dieses Meckern auch im Vorjahr schon anbringen musste) muss ich erwähnen, dass ich kein Fan der zu weit gehenden bevorzugten Behandlung der Vorjahrs-Siegers und des besten Nicht-Wiener-Teams bin und nie sein werde. Ich weiß schon, dass das die Verantwortlichen nicht besonders kratzen wird, aber es sollte genügen, dass sich das beste Team aus Wien bzw. das beste Nicht-Wiener-Team die Vorrunde im eigenen Verband erspart und in der Vorrunde (sprich: Gruppenphase) am Cup-Wochenende einen Fixplatz hat. Nochmals das gleiche Argument wie im Vorjahr: ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo auf diesem Erdball in irgend einer Sportart ein Vorjahrs-Sieger (und in unserem Fall auch das beste Nicht-Wiener-Team des Vorjahrs) erst im Viertel-Finale (!) einsteigen muss.

In unserem Sport ist es darüber hinaus meist gar kein besonderer Vorteil  (nein: schon eher ein Nachteil), wenn man im Viertel-Finale „ins kalte Wasser springen“ muss und (im Fall des bevorzugten Nicht-Wiener-Teams) für vielleicht nur 3 Spiele die weite Anreise auf sich zu nehmen hat – was leider heuer auch prompt passierte.

Bevorzugte Behandlung ja, aber wir sollten es nicht übertreiben.

Übrigens: hat man nicht seinerzeit den Austragungsmodus geändert, um die anreisenden Teams nicht für nur drei Spiele zum  Austragungsort reisen zu lassen?

 

Die Auslosung für die Gruppenphase ergab eine Konzentration der 6 Teams aus der Wiener Liga in Block B und Block C, wobei man den Block C im Fußball-WM-Sprech durchaus als „Hammer-Gruppe“ bezeichnen konnte, waren dort doch die drei Erst-Platzierten der WLH Herren aus der Vorsaison (Etoile 1, Tyrolia 1 und KSV Wr.Netzte/Unistahl 1) und der Aufsteiger aus der 2. Wiener Landesliga, Strike & Spare, am Werk. Daraus ergab sich im Block A für das eine oder andere Team die vielleicht ungeahnte Möglichkeit, ins Viertel-Finale einzuziehen.

Und der PC Pinteufel aus Niederösterreich und der Wiener Cup-Sieger 2018, die Vienna Striker, nützten diese Chance und schafften den Aufstieg. Drei Teams der 2. Wiener Landesliga hatten das Nachsehen.

In Block B und Block C setzten sich mit KSV Wr.Netze/Unistahl2, Stadlau1 bzw. KSV Wr.Netze/Unistahl1, Etoile1 die logischen Favoriten durch.

Wobei die beiden Aufsteiger aus Block C, Unistahl 1 und Etoile, am Sonntag auch das Finale erreichten und in einem hochklassischen Match entschieden.

Einzige Nicht-Wiener-Herren-Teams im Viertel-Finale waren daher der Vorjahrs-Finalist Bowling Strike Club 1 aus Salzburg und das Überraschungs-Team BC Pinteufel aus Niederösterreich.

 

Alle Ergebnisse können auf der ÖSKB-Seite nachgelesen werden, deshalb konzentriere ich mich nur auf einige Statistik-Daten und die Würdigung der erfolgreichsten Akteure.

 

DIE BESTEN SPIELER:

 

ACHTELFINALE / VORRUNDE (Samstag, 20.10.2018)

(5 Spiele Round Robin in 3 Gruppen, 18 Teams)

Bester Mann der Vorrunde war Dominik Koran (KSV Wr.Netze/Unistahl1) mit sehr guten 1108 Pins (246/2.Spiel,245/5., 235/1.). Der heuer in bestechender Form agierende Christian Celler (Stadlau) kam ihm mit 1086 am nächsten. Hans Had (Strike & Spare) 1045 (245/4.), Aaron Volkert (City Strikers, Linz) 1044, Benji Kubalek (Unistahl1) 1035, Patrick Stiel (Etoile) 1030, Daniel Hahn (Etoile) 1028, Romeo Alumpe (Pinteufel, NÖ) 1022 (245/3.,242/4.) und Martin Leb (Unistahl1) 1003 brachten die restlichen Serien mit 200 Schnitt und mehr.

Vorrunden-Höchstspiel: Andi Schlägner (Unistahl2) mit 257/2.

 

Unser Spiel:     Unser Start-Team Bittner-Brock-Fiala-Martin Pfeifer-Liftenegger gewann – leider in die Hammergruppe Block C gelost – 4 der 5 Spiele und landete hinter KSV Wr.Netze/Unistahl1 und Etoile, das im zweiten Spiel des Tages bezwungen werden konnte, nur an dritter Stelle und verpasste den Aufstieg ins Viertelfinale recht deutlich. Nach den zwei gewonnenen Auftaktspielen wurde Heini Bittner, der nicht richtig in die Gänge kommen konnte, durch Andi Pfeifer ersetzt. Unsere Leistungen waren ausgeglichen, es fehlten uns aber die nötigen Ausreißer nach oben. Schade.

Wie schon erwähnt, bestritten die Aufsteiger aus unserem Block C am Sonntag-Nachmittag auch das Finale.

Ich habe bemerkt, dass die Hoch-Nieder-Spreizung der einzelnen Spiele heute besonders auffallend war und deshalb kurz nachgezählt. Man lese und staune: 112 Spielen mit 200 und mehr standen immerhin 107 Spiele bis 160 gegenüber – was nicht nur am unterschiedlichen Leistungsvermögen der vertretenen Teams lag.

 

 

VIERTELFINALE (KO-System / Samstag, 20.10.2018)

Vorzügliche 739 (234-257-248) von Daniel Hahn (Etoile). Johann Riegler (vom Vorjahrs-Sieger BJB) scorte 688 (256-259-173), Andi Kocher (vom Vorjahrs-Finalisten Bowling Strike Club aus Salzburg) 661, Martin Leb (Unistahl1) 639, Günter Weiss (Etoile) 623, Philipp Steinbach (Stadlau) 622, Andi Leb (Unistahl1) 612, Alex Rauscher (Unistahl1) 611, Walter Gonaus (Unistahl2) 610, Roman Fürbacher (Unistahl1) 608, Michael Rauscher (Stadlau) 607 und Wolfgang Hauska (BJB) 601.

Höchstspiel: Christian Celler (Stadlau) 265/3.

HALBFINALE (KO-System / Sonntag, 21.10.2018)

Alex Rauscher (Unistahl1) 683 (mit dem Höchstspiel 279/2.) vor Thomas Gross (Unistahl1) 676 (268/2.), Daniel Hahn (Etoile) 666 und Johann Riegler (BJB) 655. Michi Rauscher und Christian Celler (beide Stadlau) erreichten 631 und Toni Stiel (Etoile) 618.

Endstation für den Vorjahrs-Sieger BJB gegen KSV Wr.Netze/Unistahl1 mit 2883 zu 2996. Stadlau musste sich Etoile denkbar unglücklich um 5 Pins geschlagen geben (2913 : 2918). Die beiden Schluss-Spieler hatten ein offenes Frame 9 stehen. Michael Rauscher eröffnete mit einem 7er-Anwurf (6-9-10). Daniel Hahn patzte zwar mit Split (2-4-8-10), aber Rauscher räumte nur Pin 9 – ohne Worte.

ABER: zuvor hatte schon Thomas Haag das 10er-Frame mit nicht geräumtem Split eröffnet und Philipp Steinbach war das exakt gleiche Missgeschick wie Michi Rauscher passiert. Pech auf breiter Linie für die Stadlauer.

 

FINALE (Sonntag, 21.10.2018)

Traumfinale mit Top-Ergebnissen: bester Mann Thomas Gross (Unistahl1) 707 (Höchstspiel 279/3.) vor Roman Fürbacher (Unistahl1) 695 (247/3.). Daniel Hahn (Etoile) 663 (256/3.), Alex Rauscher (Unistahl1) 635, Anton Stiel (Etoile) 628, Oliver Schwarzbauer (Etoile) 627 und Martin Leb (Unistahl1) 608.

Höchstspiel: wie Thomas Gross erreichte Michael Loos (heuer bei Etoile) 279 im letzten Spiel des Tages.

 

DIE CUP-SIEGER 2018

Damen:            diesmal wieder KSV Wr.Netze/UNISTAHL1 (2207 : 2087 gegen Casino), nachdem in den vergangenen zwei Jahren jeweils das zweite Unistahl-Damen-Team überrascht hatte          

Herren:            KSV Wr.Netze/Unistahl1 (3217) : Etoile (3113) 

 

Das Spiel um Platz 3 wurde nicht ausgetragen.

SU BC Funk 1 und Tyrolia 1 bei den Damen sowie BJB und Stadlau 1 bei den Herren teilten sich den 3. Platz.

 

Ich gratuliere allen erfolgreichen Teams zu den erbrachten Leistungen in diesem spannenden Zwei-Tages-Event.

 

AUSTRAGUNGSMODUS UND ALLE DETAIL-ERGEBNISSE KÖNNEN VIA ÖSKB-LINK (LVWB-Homepage rechts unten) NACHGELESEN WERDEN.

 

 

Zusammenfassung:      Ein interessantes Cup-Wochenende ist Geschichte. Heuer dominierten wieder einmal die Wiener Teams, aber wir kennen das Potenzial der „Nicht-Wiener“ (nicht mein Lieblingsbegriff) und wissen, dass sie durch teilweise hervorragende Aufbau-Arbeit immer näher rücken und das auch schon öfter mit Achtungserfolgen beweisen konnten.

Bis bald

Walter