TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Team Herren 2018/19 – 1. Runde, 16.09.2018, Plus

 

Die Bedingungen:     Start der Wiener Liga (heuer nach der Sonntag/Montag-Abstimmung auf acht Teams aufgestockt) in die neue Saison – mit (versuchsweise) neuem Zählsystem, das die Team-Ergebnisse head-to-head priorisiert und hoffen lässt, dass die Mannschaften in der Tabelle näher zusammen rücken. Sogenannte „Überdrüber-Spiele“ einzelner Aktiver oder Teams fallen nicht mehr so stark ins Gewicht, weil letztendlich sich ja nur mehr 10% der Pins in der Tabelle wieder finden.

Kurz: 100 Punkte pro Sieg und 10 % der Gesamtpins (aufgerundet) finden sich in der Tabelle wieder. Geben wir dem neuen System eine Chance und beurteilen wir diese Neuerung erst, wenn wir genug Erfahrung gesammelt haben. Wir werden uns auch bald daran gewöhnt haben, dass wir nicht alle 7 Spiele einer Runde „auf einmal“ durchspielen (würde ohne Mittagspause zu lange dauern), sondern die Spiele 6 und 7 jeweils am Folgetermin „nach spielen“. Das Ganze läuft sieben Runden lang so und dann sind 35 Spiele absolviert. Im neuen Modus ist natürlich sicher gestellt, dass keine Mannschaft an einem Spieltag zweimal auf denselben Gegner trifft. In Runde 8 fallen dann die letzten Entscheidungen, wenn ein kompletter Durchgang über 7 Spiele an einem Spieltag – ohne Pause – durchgezogen wird. Ergibt 42 Saison-Spiele je Team. Ich glaube, das passt.

Zum Spielgeschehen selbst: die erwarteten Top-Ergebnisse wurden auch im Team-Bewerb erreicht – zumindest teilweise. Aber es gab heute nicht nur zufriedene Gesichter. Nur vier der acht Teams konnten Mannschafts-Schnitte von 200+ erreichen, wobei die 5394 Pins (immerhin 215,76 Schnitt) des Vorjahrsmeisters Etoile sogar den Vorjahrs-Start der Grünen übertrafen. KSV Wr.Netze/Unistahl stand dem Leader nicht viel nach (5327Pins – aufgehübscht mit den beiden Team-Höchstspielen 1150/2.Spiel und 1149/5.Spiel).

Insgesamt 46 Spieler waren in den 8 Teams im Einsatz, 34 spielten die 5er-Serien durch und erreichten 19 x (= 56 %) über 200 Schnitt, davon 4 x sogar mehr als 220. Der Liga-Schnitt lag bei 201,5. Nicht übel, aber ich denke da geht heuer noch mehr.

Mir sind keine technischen Probleme in Erinnerung. Die Bahnen, nein viele Spieler, waren spätestens ab dem dritten Durchgang etwas überfordert und mussten bei schlampiger Ball-Abgabe Split-Serien verdauen. Keine leichte Übung, wenn man vielleicht voreilig angenommen hatte, auf dieser Ölung „alles im Griff“ zu haben.

Merke: wer im Team-Bewerb auf die Bahnen-Veränderung nicht richtig UND rechtzeitig reagiert hat schlechte Karten…

Unser Spiel:     Nachdem wir heuer nicht mehr auf unsere jüngste Neuerwerbung aus dem Vorjahr zurück greifen werden, müssen wir uns mit schmalerer Personaldecke abfinden und versuchen, dennoch in der obersten Wiener Spielklasse mit zu halten. Nur den Klassenerhalt zu sichern ist nicht mehr unser Anspruch. Wir wollen fester Bestandteil der Wiener Liga werden und bleiben. Unser Startteam hatte in dieser ersten Runde folgendes Aussehen: Bittner-Brock-Andreas Pfeifer-Fiala-Liftenegger und wir waren aufgrund der passablen Trio-Ergebnisse der Vorwoche guter Dinge.

Es begann auch dementsprechend erfreulich: auf den Bahnen 17-18 hatten wir unseren langjährigen „Intimfeind“ Black Jack als ersten Gegner und wir merkten recht bald, dass uns nicht alles nach Wunsch gelingen würde. Heini war wieder gut drauf und ermöglichte uns mit seinem 246er-Startspiel einen Sieg (984:951), der sich im Quervergleich eher bescheiden ausnahm. Aber immerhin waren die ersten 100 Punkte eingefahren. Bereits im Spiel 2 kam diesmal das „böse“ Spiel, das uns meist erst im dritten oder vierten Durchgang „passiert“. Der BSC Phönix war nicht viel besser, bezwang uns aber auf 19-20 mit 892 zu 920. Unser Spiel war mehr als verkrampft und das sollte sich auch in der folgenden Begegnung gegen Stadlau auf 21-22 nicht ändern. Wieder „weder Fisch noch Fleisch“ und unsere 956 (gegenüber 1018 der Stadlauer) reichten nicht. KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (wieder mit Thomas Gross im Bewerb) ließ uns auf 15-16 mit 934 zu 1064 keine Chance. Wir hatten jetzt auf den bereits deutlich abgespielten Bahnen deutlichen „Strike-Mangel“ und mussten zahlreiche Splits wegstecken, was nicht gelang. Auch der Spielerwechsel (Martin Pfeifer war für Daniel Brock in die Mannschaft gekommen) hatte zunächst nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Da auch unser Schluss-Match gegen KSV Wr.Netze/Unistahl2 mit 991 zu 1006 auf den Bahnen 19-20 knapp verloren ging, blieb es bei einem Tages-Sieg. Am heutigen schwachen Einstieg in die neue Saison werden wir noch lange zu reparieren haben. Schade, wir hatten uns das ganz anders vorgestellt.

„Nur“ knapp über 190 Mannschafts-Schnitt sind deutlich weniger als in der ersten Runde der Vorsaison, obwohl die Bahnen-Ölung eigentlich mehr hergeben sollte.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

246

142

214

228

196

1026

205,200

Brock Daniel

165

213

174

179 R

169 R

900

180,000

Pfeifer Andreas

192

169

179

189

151

880

176,000

Fiala Walter

190

181

179

173

168

891

178,200

Liftenegger Martin

191

187

210

188

253

1029

205,800

Pfeifer Martin

231 R

188 R

190 R

156

223

988

197,600

Team-Ergebnis

984

892

956

934

991

4757

190,280

Gegner

BJB

Phönix

Stadlau

Unistahl1

Unistahl2

 

476 Pkte

Ergebnis Gegner

951

920

1018

1064

1006

4959

 

Siegpunkte

100

0

0

0

0

100

100 Pkte

 

 

 

 

 

 

 

576 GesPkte

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      4 der 8 Teams auf 200er-Kurs: Etoile, aktueller Wiener Meister, mit 5394 Pins/215,76 Schnitt (macht in der Tabelle 539 Punkte) und 400 Siegpunkten knapp vor KSV Wr.Netze/Unistahl1 mit 5327 (533) und ebenfalls 400 Siegpunkten. Dritter Platz für das Überraschungsteam der Runde, Strike & Spare (4905/491 + 400). Vierter der Tageswertung wurde KSV Wr.Netze/Unistahl2 (5117/512+300). Die zweite Tabellen-Hälfte liegt schon deutlich dahinter: BSC Phönix (4843/484+200) vor Stadlau (5207/521+100), Tyrolia (4757/476 + 100) und Black Jack (4745/475+100).

 

Beste Einzelspieler:      Walter Rieger (Unistahl2) 1161 (255/2.Spiel,237/4.,235/5.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1127 (248/2.,238/4.,234/3.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1109 (237/1.), Alex Pittesser (Stadlau)  1100 (248/4.,240/2.,234/1.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1096 (258/2.,239/5.), Daniel Hahn (Etoile) 1089 (254/1.,235/2.), Hans Had (Strike) 1079 (247/3.,232/2.), Günter Weiss (Etoile) 1078 (256/1.,244/4.), Erich Binder und Anton Stiel (270/4.) beide Etoile und beide 1069, Wolfgang Wondratsch (BJB) 1068 (267/5.), Thomas Gross (Unistahl1) 1066 (247/4.), Christian Celler (Stadlau) 1062 (246/2.) und Philipp Steinbach (Stadlau) 1060 (230/3.).

Tageshöchstspiel: Patrick Stiel (Etoile) mit 279 im zweiten Durchgang.

 

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag:

 

1.

Etoile

939

539 + 400

Rückstand in Punkten

2.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

933

533 + 400

6

3.

Strike & Spare

891

491 + 400

48

4.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

812

512 + 300

127

5.

BSC Phönix

684

484 + 200

255

6.

Stadlau

621

521 + 100

318

7.

Tyrolia 1

576

476 + 100

363

8.

Black Jack Bowlers

575

475 + 100

364

 

 

Zusammenfassung:       Aus meiner Sicht überraschende Start-Tabelle. Am Punkteabstand zum Führenden erkennt man die Vorzüge der neuen Zählweise und da wieder speziell die Wichtigkeit eines Sieges im direkten Kampf. Einmal mehr sei erwähnt: schade, dass die Wettkämpfe heuer nur an zwei Standorten stattfinden werden. Schon jetzt würde ich mir eine Entspannung der Situation wünschen – wird wohl leider auf längere Zeit eine Utopie bleiben. Wir müssen geschlossen der drohenden Eintönigkeit entgegen treten. Für die Sportprogramme der Folgejahre sind weitere Reformen unausweichlich und aus meiner Sicht gewünscht.

Bis bald

Walter