TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2017/18 – 6. Runde, 18.03.2018, Cumberland

 

Die Bedingungen:     Die Wiener Liga Herren war in der aktuellen Saison bislang ziemlich verwöhnt: 3 x Plus und 2 x Prater = jeweils über 200 Generalschnitt. No na, ist man geneigt zu sagen. Heute war erstmals die Cumberland-Halle zu bespielen – und es gab teilweise lange Gesichter. Nicht, dass der heute erreichte Generalschnitt „nur“ bei ca. 195,99 lag. Nein. War eigentlich eh ok bzw. ein bisschen näher beim tatsächlichen Leistungsniveau unserer Liga. Aber man ist es halt nicht mehr gewöhnt, dass man sich bei unserem Sport auch ein wenig anzustrengen hat. War ja gar nicht so übel, dass die 32 eingesetzten Spieler immerhin 12 x 1000+ zusammen brachten und 2 davon sogar 1100+. Ein Gerangel um die Reserveplätze gab es nicht, auch klar. Der gerne als „so unwichtig“ hingestellte Jahresschnitt muss halt doch geschont werden, wenn man dazu die Möglichkeit hat. Immerhin kann man sich durch taktische Bewerb- und Hallen-„Auswahl“ oder Im-Stich-lassen des eigenen Teams sein eigenes Spielvermögen unbemerkt schönen. Soll mir recht sein. Jeder kann tun und lassen was er will, aber die Schnittliste führt sich dadurch Jahr für Jahr mehr ad absurdum. Eine Reform ist dringend notwendig. Vielleicht sollte man nach nicht nur nach Hallen, sondern auch nach Bewerben trennen und nur jede Aktiven in die Jahres-All event-Liste aufnehmen, die an vorweg festzulegenden Bewerben teilnehmen. Schritte in diese Richtung gibt es ohnehin schon länger, aber da kann man noch nachschärfen. Durch die immer häufiger angewandten „Sonder-Ölmuster“ bei Semifinal- und Finalspielen sind jene Aktiven benachteiligt, die aus sportlichen Gründen mitmachen. Im Sinne des Sports nicht gewünschtes Resultat: die Starter-Felder werden immer überschaubarer. Dem Verband und den Hallen selbst entgehen dadurch wichtige finanzielle Mittel. Das kann nicht unser aller Ziel sein. Da schaufeln wir unserem Sport sein eigenes Grab.

Wir müssen die Köpfe zusammen stecken und alles hinterfragen, sonst ist unser Sport früher als uns lieb ist in unserem Land Geschichte.

Noch eins: Amateure, die sich alles selbst finanzieren müssen, dürfen nicht jedes Wochenende in die Hallen gezwungen werden. Das Sportprogramm muss – als einer der Mosaiksteine umfassender Reformen – schlanker werden. 

Zurück zum heutigen Spieltag: vermutlich durch die niedrigen Außentemperaturen war es heute in der Halle wärmer als sonst und – wahrscheinlich dadurch – waren die Bahnen von Haus aus griffiger als sonst und gaben nach spätestens 2 Spielen schon kräftig nach, was viele sonst Erfolg verwöhnte Aktive überraschte. Auch die üblichen Verdächtigen konnten nicht durchwegs überzeugen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auf den Randbahnen 11-12 gelang nur im 1. Durchgang ein niedriger Team-Tausender (Unistahl 2 mit 1017). Dieses Bahnen-Paar war eine besondere Herausforderung.

Es gab keine nennenswerten technischen Probleme. Das Hallen-Team agierte gewohnt unaufgeregt und aufmerksam.

Unser Spiel:     Startaufstellung nach Papierform, also wieder mit David Dudek. Bittner-Brock-Dudek-Martin Pfeifer-Liftenegger. Andreas Pfeifer und ich waren 2/5 der heutigen Reservisten. Mehr war nicht, was uns leider nach jedem Spiel gewisse Wartezeiten aufbrummte. Nicht der Lieblingsrhythmus von uns, aber leider nicht zu ändern.

Um es vorweg zu nehmen: der heute überlegen Tagesbeste Aktive, unser Heini Bittner mit 1148 (Schnitt 229,6), legte gleich richtig los und war hauptverantwortlich für den klaren 1064 zu 966-Sieg gegen unseren Verfolger Stadlau. Die Bahnen 9-10 (meist neutral in der Cumberland) kamen uns entgegen. Weiter auf 7-8 gegen Tabellen-Schlusslicht BJB – und jetzt wurde es hauchdünn. 978:972 kratzten wir noch einmal die Kurve gegen die „Altspatzen“ der Liga. Unsere schlechteste Partie kam diesmal schon im 3. Spiel (obwohl wir meist im 4. Spiel unseren „obligaten Einbruch“ erleben) wieder auf 9-10 und ausgerechnet gegen die Hausherren, die heute zu schlagen gewesen wären. Andi Pfeifer war jetzt statt Bruder Martin im Team und war momentan von der Rolle, nachdem er in der Reserve nach zwei Spielen immerhin bei 463 lag. Schade. Kann passieren – ist uns allen schon passiert. 927 zu 965. Unseren dritten und heute letzten Siegpunkt schafften wir, quasi als Reparatur des 3. Spiels,  auf 5-6 gegen den Tabellen-Zweiten Unistahl 1 mit dem Tages-Höchstspiel von 1104 (alle 5 Mann zwischen 200 und 237). Unistahl 1, bislang ohne Siegpunkt, kam auf 983. Wenn uns im letzten Spiel nichts Großartiges passieren sollte, dann konnte uns dieser Sieg in der Tabelle helfen. Und es passierte auf 11-12 wirklich nichts Großartiges, weil Heini den Spieltag etwa so beendete, wie er ihn eröffnet hatte. Seine 269 reichten zwar nicht zum Sieg, aber die unnötige 973:978-Niederlage gegen Unistahl 2 richtete im Quervergleich keinen großen Schaden an. Wir waren heute Tagesbeste und als einziges Team mit mehr als 200 Schnitt unterwegs. Die Top-Leistungen von Heini, Martin Liftenegger und Daniel waren eine gute Basis.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

267

190

185

237

269

1148

229,600

Brock Daniel

207

201

191

210

222

1031

206,200

Dudek David

183

198

211

224

150

966

193,200

Pfeifer Martin

173

180

168 R

226 R

175 R

922

184,400

Liftenegger Martin

234

209

205

233

191

1072

214,400

Pfeifer Andreas

248 R

215 R

135

200

141

939

187,800

Fiala Walter

193 R

195 R

167 R

171 R

189 R

915

183,000

Team-Ergebnis

1064

978

927

1104

973

5046

201,840

Gegner

Stadlau

BJB

Etoile

Unistahl1

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

966

972

965

983

978

4864

 

Punkte

1

1

0

1

0

3

 103,46 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Nur Tyrolia über 200 Schnitt (5046 Pins/201,84 Schnitt und 3 Siege) und Tagessieger. Knapper Einlauf dahinter: KSV Wr.Netze/Unistahl2 mit 4941/4 aufgrund der 4 Siegpunkte mit 102,41 PP nur denkbar knapp vor Leader Etoile (4990/3) mit 102,40. Es folgten Stadlau (4813/2) vor KSV Wr.Netze/Unistahl1 (4869/1) und Black Jack (4739/2).

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia  – Tageshöchstspiel 1104 im 4. Spiel,1064/1., Etoile – 1096/2.,1009/5., BJB – 1059/1., Unistahl1 – 1034/5.,1019/1., Unistahl2 – 1017/1.

Beste Einzelspieler:      Heinrich Bittner (Tyrolia) 1148(229,6 Schnitt – 269/5.,267/1.,237/4.), Günter Weiss (Etoile) 1106 (277/2.), Walter Rieger (Unistahl2) 1097 (258/2.), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1072 (234/1.,233/4.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1069 (Tageshöchstspiel 278/5.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1058, Alex Rauscher (Unistahl1) 1052 (243/5.), Daniel Brock (Tyrolia) 1031, Patrick Stiel (Etoile) 1016 (233/5.) und jeweils 1005 spielten Wolfgang Hauska (BJB – 258/1.), Thomas Haag (Stadlau – 233/4.) und Alfred Frötschel (Unistahl2).

 

Die Tabelle nach dem 6. Spieltag:

1.(1)

Etoile

652,45 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

636,18

 Rückstand  in PP 16,27 

3.(3)

Tyrolia 1

635,29

17,16

4.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2 

617,10

35,35

5.(4)

Stadlau 1

612,40

40,05

6.(6)

Black Jack Bowlers

596,20

56,25

 

Zusammenfassung:       Etoile verteidigte erwartungsgemäß „zuhause“ die Tabellen-Führung. Tyrolia mit einem Heini Bittner in Spiellaune rückte zum Tabellen-Zweiten KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf. Nach den heutigen Erfahrungen in Penzing wird wohl die vorletzte Runde, wieder in der Cumberland-Halle, die letzten offenen Fragen bezüglich der Treppchen-Platzierungen vorentscheiden. Die Black Jack Bowlers müssen auf ein Wunder hoffen, wollen sie dem Abstieg noch entgehen.

Bis bald

Walter