TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2017/18 – 5. Runde, 25.02.2018, Prater

 

Die Bedingungen:     Die Wiener Liga Herren musste nach dem 15. Oktober 2017 zum zweiten Mal im Kugeltanz Prater ran. Und es war nicht nur lustig. Heuer können die Aktiven nur vereinzelt auch im Prater ihr Leistungsniveau abrufen. Es sind zumeist vom Anfang an ungewohnt weite Ball-Wege gefragt und die Bahnen halten nicht lange genug, um die erwünschten Quoten zu realisieren. Die WLH war auf den Bahnen 1 – 8 im Einsatz und da war auch schon die größte Herausforderung zu bewältigen. Aufgrund der extremen Außentemperaturen war es nicht egal, dass bei 1-2 ständig die automatische Tür ansprach und somit dieses Bahnen-Paar noch einmal verschärfte Bedingungen anbot.

Nicht schlecht dennoch der heute gespielte Generalschnitt von 200,59. Immerhin 15 Spieler erreichten Serien von über 1000 und Roman Fürbacher und Martin Liftenegger erreichten sogar 1100+. Ebenso 15 x schafften die Teams in Summe über 1000; Tyrolia im Spiel 2 gegen Leader Etoile sogar 1117.

Nicht nur aufgrund der langen Mechaniker- Interventionszeiten dauerte die heutige 5. Runde eine gefühlte Ewigkeit. Reserve-Plätze waren nicht sehr beliebt. Die 6 Teams setzten insgesamt nur 32 Spieler ein, wobei lediglich zwei Teams und gerade einmal vor dem Schluss-Spiel einen einzigen Spielertausch vornahmen. Werden da Schnitte „geschont“ oder nahm die hartnäckige Grippe- bzw. Verkühlungs-Welle überhand? Eine Mischung aus beiden Möglichkeiten trifft wahrscheinlich den Punkt.

Aufgrund der seltenen Auftritte im Prater hält man sich dort auch im Training eher zurück. Nicht gut für unseren Sport, nicht gut für ein abwechslungsreiches Angebot, das man gerne angeboten bekäme.

Das Service-Team war bemüht, die relativ lange Verweildauer vieler Spieler nach dem Bewerb war auffallend, aber aufgrund des passablen Restaurant-Angebots nicht überraschend.

 

Unser Spiel:     Überraschende Startaufstellung, weil diesmal auch David Dudek wieder einmal vor Ort war: Bittner-Brock-Dudek-Martin Pfeifer-Liftenegger. Ich hatte aufgrund einer hartnäckigen Verkühlung, die mich schon viel Kraft gekostet hat, ohnehin vor, diesmal in der Reserve anzufangen und auch dort durch zu spielen, dachte aber, dass Andy Pfeifer statt mir ins Team wechseln würde. Aber: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ich glaube, es besteht im Team größerer Rede- und Aufklärungsbedarf, wenn wir in dieser Zusammensetzung weiterhin – und zwar möglichst gemeinsam – erfolgreich sein wollen. Los ging es auf 5-6 gegen Stadlau und diesmal ließen wir keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger von der Bahn gehen würde. Alex Pittesser und Robert Skach waren nicht verfügbar und so gewannen wir sicher 1022 zu 927. Gegen Etoile auf 7-8 gelang ein Gala-Spiel, wobei Martin Liftenegger mit 256 besonders motiviert war. Herzeigbare 1117 gegen 1056 brachten den zweiten Siegpunkt und einen netten Polster für den heutigen Spieltag. Weniger gut lief es dann gegen die beiden Unistahl-Teams. Auf 5-6 unterlagen wir zuerst gegen Unistahl 2 mit 975 zu 1052 und anschließend auf 1-2 war auch noch Unistahl 1 mit 964 zu 1025 eine halbe Nummer zu groß. Gegen mein persönliches Vorhaben für diese 5er-Runde – nämlich aufgrund meines noch nicht optimalen Gesundheitszustands in der Reserve „durch zu tauchen“ – lehnte ich meine Einwechslung in die Mannschaft nicht ab, was mir später auch leid tat, aber glücklicher Weise ohne negative Folgen blieb. Meine sehr bescheidene Performance von 150 (der in die Reserve gewechselte Daniel Brock spielte zeitgleich 232) führte zwar zu keiner Niederlage im Team – gegen Black Jack siegten wir auf 3-4 trotzdem 995 zu 977 – aber ich persönlich hatte damit genug zu kiefeln. Sinnlos, bei meinem geringen Ball-Tempo darauf zu hoffen, dass auf derart zusammen gespielten Loipen ein Wunder geschehen würde. Nachher ist man ohnehin meist gescheiter. Heute jedenfalls war es wieder so.

Sollte mir nicht mehr passieren – kann weder im Sinne der Mannschaft, noch in meinem persönlichen Interesse liegen. Oft genug musste ich schon in Mannschaftsbewerben gegen Ende des Spieltages dem Lauf der Zeit Tribut zollen.

Liegt mir normal nicht, über mich selbst so viele Worte zu verlieren – musste ich mir aber heute einmal von der Seele schreiben. Immerhin war es für mich – und die gesamte Mannschaft – ein déjà-vu der Ereignisse vom 15. Oktober (Runde 2 im Prater).

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

214

224

207

192

235

1072

214,400

Brock Daniel

169

224

213

166

232 R

1004

200,800

Dudek David

199

195

169

216

183

962

192,400

Pfeifer Martin

207

218

181

194

212

1012

202,400

Liftenegger Martin

233

256

205

196

215

1105

221,000

Pfeifer Andreas

203 R

145 R

182 R

162 R

198 R

890

178,000

Fiala Walter

195 R

163 R

203 R

204 R

150

915

183,000

Team-Ergebnis

1022

1117

975

964

995

5073

202,920

Gegner

Stadlau

Etoile

Unistahl2

Unistahl1

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

927

1056

1052

1025

977

5037

 

Punkte

1

1

0

0

1

3

 104,23 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      4 der 6 Teams über 200 Schnitt. KSV Wr.Netze/Unistahl1 mit 5069 gespielten Pins und 4 Siegpunkten in Front. Tyrolia spielte zwar knapp mehr (5073), erreichte aber nur 3 Siege. Leader Etoile siegte mit 5044 Pins ebenfalls 3 Mal. Knapp beisammen KSV Wr.Netze/Unistahl2 (5049/1) und Stadlau (4913/3). Black Jack kam auf 4941 Pins mit einem Sieg.

 

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia  – Tageshöchstspiel 1117 im 2. Spiel,1022/1., Unistahl1 – 1069/1.,1053/2.,1047/5., 1025/4., Stadlau – 1068/2.,1008/3., Etoile – 1056/2.,1032/5., Unistahl2 – 1052/3.,1042/4.,1036/2.,1025/1., BJB – 1051/4.

Beste Einzelspieler:      Roman Fürbacher (Unistahl1) 1115 (252/1.,237/4.,234/2.), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1105 (256/2.,233/1.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1089 (Tageshöchstspiel 274/4.,232/3.), Heini Bittner (Tyrolia) 1072 (235/5.), Daniel Hahn (Etoile) 1070 (256/5.), Andreas Leb (Stadlau) 1063 (254/2.), Dusan Kometter (BJB) 1060 (248/3.,246/4.) und Leo Grundschober (Etoile) 1042.

 

Die Tabelle nach dem 5. Spieltag:

1.(1)

Etoile

552,05 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

538,49

 Rückstand  in PP 13,06 

3.(3)

Tyrolia 1

531,33

20,22

4.(4)

Stadlau 1

514,27

37,28

5.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

514,21

37,34

6.(6)

Black Jack Bowlers

499,31

52,24

 

Zusammenfassung:       Auch nach dieser 5. Runde blieben die Tabellen-Positionen neuerlich unverändert. Das Spitzen-Trio hat sich zwar weiter ein wenig abgesetzt, aber noch immer ist alles offen. Immerhin sind noch 3 Runden zu spielen. Abzuwarten sind jedenfalls unbedingt die nächsten beiden Durchgänge in der Cumberland-Halle, bevor der Schlussakkord in der Plus Ende Mai alles klar machen wird.

Bis bald

Walter