TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2017/18 – 2. Runde, 15.10.2017, Prater

 

Die Bedingungen:     Die 5er Wiener Ligen haben also ihre Premiere in der neu gestalteten Praterhalle, etwas sperrig jetzt „Kugeltanz Bowling im Prater“ genannt, hinter sich. Haben sich die Eindrücke und teils voreiligen Kommentare der Bowler bestätigt? Im Großen und Ganzen nein, denn es gibt durchaus genug Platz im Spieler-Bereich – auch für 5er Teams. Im Gegenteil: mein persönliches Empfinden war, dass es sogar etwas mehr Raum zur Verfügung steht und wir alle unsere Kugel-Roller problemlos unterbringen. Etwas holprig vielleicht noch die Situation für die Getränke der Spieler – da würde ich mir Pulte oder Tische in Bahnen-Nähe wünschen, damit die offensichtlich für Zuseher gedachten Räume im Hintergrund auch widmungsgerecht eingesetzt werden können. Nicht optimal – und ich glaube das wurde schon kommuniziert – natürlich auch der Teppichboden im Spieler-Bereich. Nässe ist dort optisch kaum zu erkennen (blanker Kunststoff- oder Holzboden wäre da praktischer) und wir alle wissen wie problematisch sich nasse Schuhsohlen bei der Ball-Abgabe im Sportbowling auswirken können. Ich sage: die Premiere ist durchaus gelungen und die Halle wurde sehr ansprechend umgestaltet. Auch wenn die zurzeit angewandte Bahnen-Ölung nicht einem mehr als 4-stündigen Mannschafts-Bewerb standhalten kann. In den Spielergebnissen spiegelt sich deutlich wider, dass der Großteil der obersten Wiener Spielklasse der Herren mit den deutlich abgespielten Bahnen gegen Ende der Runde nichts mehr anzufangen wusste. Im Bowling-Sprech: mit den staubtrockenen Loipen nicht mehr fertig wurden. Das erklärt auch, warum 3 der 6 Teams ihr schlechtestes Spiel am Schluss absolvierten und einer weiteren Mannschaft im vorletzten Spiel das niedrigste und danach das zweitschlechteste Ergebnis passierte. Nur die Spitzenreiter Etoile und Unistahl 1 konnten im 5. und letzten Spiel noch eine herzeigbare Performance abliefern. Ich glaube, das passt so nicht, wenngleich ich immer betonen werde, dass die Besten der Besten eben vorne sein sollten und unter allen Bedingungen auch immer vorne sein werden. Die Relation ist da aber nicht ganz im Lot.

Auf der Prater „A Seite“, wo die Wiener Ligen aktiv waren, gab es keine technischen Probleme. Die Spuren der abendlichen Bowlingparty waren jedoch am Teppichboden noch deutlich sichtbar, aber im Gegensatz zur B-Seite (wie mir berichtet wurde) war wenigstens alles trocken.

Als Stammkunde (über mehrere Jahrzehnte) vermisse ich in der neuen Prater-Bowlingwelt ein wenig die Möglichkeit, nach dem Spiel noch etwas zusammen zu sitzen und etwas zu essen. Ja, es gibt ein aus meiner Sicht gutes Restaurant, aber als Bowlingspieler an einem Sonntag-Nachmittag vermisst man schon eine verfügbare Rückzugs-Area zum Verweilen. Das Restaurant ist gut besucht, ja gefühlt ausgebucht – gottseidank für den wirtschaftlichen Erfolg der Halle – aber der Sportler muss halt woanders hin zum Essen, wenn er nicht vorweg rechtzeitig „offiziell“ Platz reserviert hat. Aber, wer tut das schon?

In Summe empfinde ich dennoch alles positiv „mit etwas Bedarf zum Nachschärfen“. Müsste möglich sein. Würde die Sportbowling-Gemeinde beleben.

Unser Spiel:     Die zu erwartende Start-Formation für diese zweite – für uns sehr wichtige, weil Weg weisende – 5er Runde: Bittner-Brock-Dudek-Martin Pfeifer-Liftenegger. Auf dem Papier gute Wahl, weil Ball-Tempo und Rotation doch mehrheitlich im Vordergrund stehen. Blitzstart auf den Bahnen 11-12 gegen die Black Jack Bowlers. 1088 zu 932. Weitere 4 Peterson-Punkte mehr als der Rivale um den Klassenerhalt. Nahmen wir gerne. Zweiter Gegner und zugleich zweiter realistischer Rivale im Kampf um den gewünschten Klassenerhalt (übrigens nach wie vor unser Minimalziel) war das spielstarke Stadlau-Team (heute ohne Alex Pittesser im Bewerb). Neuerlich gute Performance. Zweiter Siegpunkt auf den Bahnen 13-14 mit 1078 zu 980. Bislang waren das ausschließlich 200er-Spiele unseres Teams. Kein anderes Team war so in den Spieltag gestartet. Spiel 3 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2 auf 9-10 und wir konnten das Niveau halten. Ein spannender Fight auf Biegen und Brechen und wir holten mit 1077 zu 1061 knapp den dritten Siegpunkt. Die Luft wurde für uns jetzt dünner, was zum Großteil von „brechenden“ Bahnen begünstigt wurde. Gegen Leader Etoile auf den Randbahnen 15-16 wurden wir ordentlich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Mit unseren noch recht guten 967 waren wir gegen hervorragende 1143 der Grünen (Toni Stiel 269, Leo Grundschober 257) auf verlorenem Posten. Richtig hart wurde es dann zum Tages-Ausklang gegen Unistahl 1 zurück auf unseren Startbahnen 11-12. Davor der einzige Spielerwechsel in unserem Team: da Daniel Brock nicht mehr sein Spiel auf die Bahn bringen konnte, wurde ich für ihn in die Mannschaft genommen. Zu Buche stand am Ende ein schmerzendes 929 zu 1078. 3 Siegpunkte bei mehr als 205 Mannschafts-Schnitt waren letztendlich eine gute Ausbeute.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

204

212

203

190

159

968

193,600

Brock Daniel

204

223

192

160

192 R

971

194,200

Dudek David

248

205

247

183

188

1071

214,200

Pfeifer Martin

215

213

207

211

166

1012

202,400

Liftenegger Martin

217

225

228

223

189

1082

216,400

Fiala Walter

184 R

204 R

176 R

197 R

227

988

197,600

Pfeifer Andreas

150 R

183 R

169 R

180 R

154 R

836

167,200

Team-Ergebnis

1088

1078

1077

967

929

5139

205,560

Gegner

BJB

Stadlau

Unistahl2

Etoile

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

932

980

1061

1143

1078

5194

 

Punkte

1

1

1

0

0

3

 105,39 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      3 der 6 Teams auf 200er-Kurs: Leader Etoile mit 5444 Pins (217,76 Schnitt) und 4 Siegpunkten vor KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (5174/3). Tyrolia scorte 5139/3 und rückte auf Rang 3 der Tabelle vor. Stadlau erkämpfte mit 4889 Pins immerhin 3 Siegpunkte, KSV Wr.Netze/Unistahl2 blieb mit 4831 Pins sieglos. Die Black Jack Bowlers verloren mit 4695 Pins und einem Tagessieg etwas an Boden.

Beste Team-Ergebnisse: Stadlau – Tageshöchstspiel 1144/1.Spiel,1054/3., Etoile – 1143/4.,1113/3.,1072/1.,1064/5.,1052/2., Tyrolia – 1088/1.,1078/2.,1077/3., KSV Wr.Netze/Unistahl1 – 1078/5.,1071/1.,1048/3., KSV Wr.Netze/Unistahl2 – 1061/3.

Beste Einzelspieler:      Leo Grundschober (Etoile) 1172 (234,4 Schnitt – 265/2.,257/4.), Günter Weiss (Etoile) 1132 (246/2.,237/1.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1107 (Tageshöchstspiel 284/4.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1084 (246/5.), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1082, Robert Skach (Stadlau) 1079 (243/3.,238/1.), David Dudek (Tyrolia) 1071 (248/1.,247/3.), Martin Leb (Stadlau) 1069 (248/2.,243/1.,242/3.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1068 (246/1.) und Johann Riegler (BJB) 1059 (242/3.,237/2.).

 

Die Tabelle nach dem 2. Spieltag:

1.(1)

Etoile

224,19 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

217,13

Rückstand  in PP  7,06

3.(5)

Tyrolia 1

208,07

16,12

4.(3)

Stadlau 1

205,00

19,19

5.(4)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

201,33

22,36

6.(6)

Black Jack Bowlers

193,18

31,01

 

Zusammenfassung:       Das Mittelfeld der Tabelle wurde ordentlich durcheinander gewirbelt, während sich die beiden favorisierten Spitzenteams weiter absetzen konnten. Etoile konnte den Punktepolster auf Unistahl 1 vergrößern. Die momentan in Wien „üblichen“ Bahnen-Konditionen werden es dem ältesten Team der Liga, den Black Jack Bowlers, nicht gerade leichter machen, am Ende den Platz in der Liga zu behaupten. Abgerechnet wird allerdings erst am Schluss und wir alle kennen das mentale und spielerische Potenzial der „Oldies“. In meinem Alter darf ich das sagen bzw. wie schon nach der ersten Runde neuerlich ansprechen. Hoffe ich.

Bis bald

Walter