TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2017/18 – 1. Runde, 17.09.2017, Plus

 

Die Bedingungen:     Start in die neue 5er-Saison. Erster großer Team-Auftritt der drei oberen Wiener Spielklassen der Herren in der Plushalle. Es war angerichtet – und es wurde auch entsprechend konsumiert. Die neue Hausölung erlaubt unglaubliche Quoten, fordert aber auch entsprechendes Tempo – vor allem so ab dem dritten oder vierten Spiel. Wer nicht konstant über etwa 24 km/h werfen konnte, war im Schluss-Match praktisch chancenlos. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ein wenig Statistik zur Einleitung: 25 Spieler spielten durch, 18 (72%) von ihnen erreichten ein Ergebnis von über 1000 Pins. Alex Rauscher knackte sogar den 1200er und 4 weitere Spieler scorten deutlich über 1100 (Roman Fürbacher, Alex Pittesser, Kurt Weiss und Manfred Panzenböck). 10x wurden Einzelspiele 250+ geworfen, wobei Roman Fürbacher im 4. Spiel mit 300 sein bereits viertes perfektes Spiel gelang.

20 (2/3) der Teamspiele lagen über 1000, davon 6 sogar über 1100.

Also, es gab einiges zu sehen in der Beheimgasse und ich gratuliere hier gerne allen erfolgreichen Spielern.

Nicht unerwähnt bleiben darf das bereits gewohnte Bild in der Plushalle: kundenorientiertes, freundliches und flinkes Service. Einmal mehr: danke dafür.

 

Unser Spiel:     Die lang ersehnte und in der obersten Spielklasse als Überlebens-Strategie unumgängliche Blutauffrischung in unserem ersten Herren-Team wurde endlich Wirklichkeit: Daniel Brock wurde für diese Saison in die erste Mannschaft hochgezogen und sein Kumpel David Dudek – unser sehr erfreulicher Neuzugang – ist eine bemerkenswerte und sehr willkommene Verstärkung. Mit diesen beiden – ich übertreibe nicht, wenn ich sage - Zukunftshoffnungen der Wiener Bowling-Szene (sie haben dort auch schon mehrmals positiv aufgezeigt) hoffen wir, mit den traditionell großen Vereinen des Wiener Oberhauses mithalten zu können. Vorerst wollen wir, wie schon im Vorjahr, den Klassenerhalt schaffen. Aber, wenn wir einmal einiger Maßen eingespielt sind, können wir wieder einmal an mehr denken.

Also, gleich Doppel-Debut von Daniel und David in dieser ersten 5er Runde. Zusammen mit unseren Spitzenleuten Heini Bittner, Martin Pfeifer und Martin Liftenegger schien da schon einiges möglich. Spiel 1 auf den Bahnen 9-10 gleich gegen den Mitfavoriten Etoile (heuer nur mehr mit einem 5er Team unterwegs). Wir hielten lange Zeit ganz gut mit, uns ging aber gegen Ende der Partie langsam die Luft aus. 977 zu 1022. Schade. Wäre mehr möglich gewesen. Spiel 2 gegen Stadlau auf 7-8. Es lief unwesentlich besser, wir waren aber nicht zuletzt aufgrund eines 269er Spiels von Alex Pittesser ohne Chance. 1007 zu 1085. Martin Liftenegger tauschte jetzt meine Wenigkeit (bislang in der Reserve immerhin 221 und 203) statt Martin Pfeifer in die Mannschaft, weil Martin kein Pinglück hatte und bis dahin weit unter seinen eigenen Erwartungen blieb. Das Ergebnis des dritten Spiels gegen den Aufsteiger BJB (1091 zu 1021) lässt anderes vermuten, aber meine Leistung war nicht für diesen Turbo verantwortlich. Viel mehr steigerten sich Heini, Daniel, David und Martin L. im Kollektiv ganz deutlich. Nachdem David Dudek nach diesem Spiel (und bisher 666 geworfenen Pins) aufgrund gesundheitlicher Probleme um seine Auswechslung bat, kam wieder Martin Pfeifer zurück. Und wie: im 4. Match des Tages gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf 11-12 lieferte er sich mit Unistahl-Startmann Roman Fürbacher ein Privatduell um den ersten Saison-300er in der WLH. Beide starteten mit einem sauberen Neunling und während Roman sein Vorhaben wahr machte, geriet Martins Anwurf im zehnten Frame etwas zu kurz, was ihm einen 4-7-9 Split und ein offenes Schluss-Frame eintrug. Leider. Aber 265 sind ja auch mehr als herzeigbar. Unistahl wies uns mit 1176 zu 1113 (übrigens im heutigen Top-Spiel der Liga) in die Schranken, weil sich auch noch Alex Rauscher mit 269 nicht lumpen ließ. Zurück auf 9-10 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2. Dieses letzte Spiel brachte uns leider fast gänzlich um die Früchte eines an sich bisher recht gut gelaufenen ersten Spieltages. Ich war mit den eingebrochenen Bahnen aufgrund meines zu geringen Ball-Tempos mehr als überfordert, aber überraschend auch Power-Bowler Daniel Brock. Was immer wir auch versuchten führte nicht zum Erfolg. Die beiden Martins hielten zwar mit dem Gegner mit, konnten aber die deutliche Niederlage (nur 880 zu 1016) nicht abwenden.

Insgesamt ein – auch im Quervergleich – guter Mannschafts-Schnitt von 202,72. Zur Spitze fehlte aber (noch) ein ganzes Stück, weil die drei stärksten Teams auch im 5. Spiel auf staubtrockenen Bahnen nicht so einbrachen wie wir (und etwas weniger auch  Black Jack und Stadlau).

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner Heinrich

194

182

225

232

173

1006

201,200

Brock Daniel

224

206

217

214

159

1020

204,000

Dudek David

194

224

248

-

-

666

222,000

Pfeifer Martin

191

179

224 R

265

226

1085

217,000

Liftenegger Martin

174

216

227

220

199

1036

207,200

Fiala Walter

221 R

203 R

174

182

123

903

180,600

Pfeifer Andreas

166 R

160 R

216 R

175 R

167 R

884

176,800

Team-Ergebnis

977

1007

1091

1113

880

5068

202,720

Gegner

Etoile

Stadlau

BJB

Unistahl1

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

1022

1085

1021

1176

1016

5320

 

Punkte

0

0

1

0

0

1

 102,18 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      5 der 6 Teams auf 200er-Kurs: Etoile, der Wiener Meister des Vorjahres, mit 5375 Pins (exakt 215 Schnitt) und 4 Siegpunkten in Front vor KSV Wr.Netze/Unistahl 1 mit 5339 gespielten Pins und 3 Siegpunkten. KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 5102/3 vorerst auf Rang 3 vor Stadlau mit 5061/3. Dagegen erkämpfte Tyrolia mit immerhin 5068 Pins nur einen Sieg und liegt damit nach dieser ersten Runde vor dem Aufsteiger Black Jack Bowlers (4873/1) an fünfter Position.

Beste Team-Ergebnisse: KSV Wr.Netze/Unistahl1 – Tageshöchstspiel 1176/4.Spiel,1088/3.,1080/2., Stadlau – 1116/4.,1085/2., Etoile – 1113/3.,1110/5.,1106/2., Tyrolia – 1113/4.,1091/3. und KSV Wr.Netze/Unistahl2 – 1098/1.

Beste Einzelspieler:      Alex Rauscher (Unistahl1) 1207 (241,4 Schnitt - 269/4.Spiel,254/1.,244/3.), Roman Fürbacher (Unistahl1) 1179 (Tageshöchstspiel 300/4.,233/2.), Alex Pittesser (Stadlau) 1173 (269/2.,256/4.,240/3.), Kurt Weiss (Etoile) 1149 (249/2.,241/3.,238/4.), Manfred Panzenböck (Unistahl2) 1131 (257/1.,235/2.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1099 (236/1.,235/5.), Leo Grundschober (Etoile) 1090 (278/2.,247/3.) und Patrick Stiel (Etoile) 1050 (255/2.).

Martin Pfeifer (Tyrolia) warf 265/4., Christian Celler (Stadlau) 259/1. und Martin Leb (Stadlau) 257 im 4. Spiel.

 

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag:

 

1.

Etoile

111,25 PP

 

2.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

109,39

Rückstand  in PP  1,36

3.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

105,02

6,20

4.

Stadlau 1

104,11

7,14

5.

Tyrolia 1

102,18

9,07

6.

Black Jack Bowlers

98,23

13,02

 

 

Zusammenfassung:       Die Start-Tabelle entspricht – übrigens wie schon im Vorjahr – in etwa der Papierform. Ich erwarte im Gegensatz zur Vorsaison einen interessanteren Mehrkampf um die Stockerl-Plätze. Bleiben die Bahnen-Ölungen in der momentanen Charakteristik erhalten dann sind Teams mit Tempo-Spielern eindeutig im Vorteil. Es wird den „Dienstälteren“ eher schwer fallen, mit dem Vorteil der Erfahrung den Nachteil durch das geringere Ball-Tempo wett zu machen. Überraschungen sind immer drinnen und die erwarte ich heuer auch in der Wiener Oberklasse. Wem der vorläufige Ausfall der zweiten Hernalser Halle mehr in die Karten spielen wird ist noch offen.

Bis bald

Walter