TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

 

1. Klasse 3er Herren 2017/18 - 6. und letzte Runde, 08.04.2018, Plus

 

Die Bedingungen:        Eine bemerkenswerte und sehr spannende letzte Runde auf der Hausölung in der Plushalle. Der von mir bereits nach der ersten Runde in der Plushalle vorausgesagte Saisonverlauf hat sich bestätigt: die Spannung um die endgültigen Stockerl-Platzierungen blieb buchstäblich bis zum letzten Spiel erhalten. Die heuer sehr spannende, weil ausgeglichene, 1. Klasse der Herren war auf den Bahnen 25-32 eingeteilt und viele Spieler waren anfangs überrascht, wie griffig sich das Terrain bereits im Startspiel anfühlte. Man konnte schon beim Einspielen hohes Niveau erwarten (weil sich viele Spieler zwar gerne über „trockene“ Bahnen mokieren, aber doch immer genau darauf die besten Resultate erreichen) und wurde nicht enttäuscht. Nach einigen Split-Überraschungen zu Beginn fanden sich die meisten Aktiven bald zurecht und nützten die Konditionen zur „Schnitt-Verbesserung“ weidlich aus. Es spiegelt sich nicht in der vollen Breite in diesem Bericht wider, weil nur komplette 7er-Serien kommentiert werden, aber einige Teams nach Fixierung einer saven Tabellen-Position (nach oben oder unten) ordentlich durch wechselten, um in dieser letzten Runde noch einen Großteil des Kaders einzusetzen. Viele Top-Serien wurden dadurch nicht „für die Bowling-Geschichtsbücher“ fertig gespielt. 3 Teams spielten in der Startaufstellung durch. Insgesamt wurden 33 Spieler eingesetzt, die es zusammen auf 202,3 Mannschafts-Schnitt brachten. Durch den munteren Spielerwechsel kamen nur 13 komplette 7er-Serien zustande, von denen ca. 70 % über 200 Schnitt lagen (1x 1600+, immerhin 5x 1500+ und 3x 1400+) – Details dazu später.

Die Stimmung war gut. Es gab keine technischen Probleme. Die Sieger-Ehrung fand bereits zeitnahe zum letzten Wurf statt, weil das umsichtige Schiri-Team dem Ergebnisdienst große Aufmerksamkeit zollte und schon zwischendurch mit der Daten-Erfassung am Letztstand war. Danke dafür vor allem an Karin Hallamayr und Christian Söllner.

Die Hallen-Crew präsentierte sich wie immer flink, freundlich und sehr bemüht. Die beiden angebotenen Menüs waren schmackhafte Hausmannskost, die hoffentlich – und ich gehe davon aus – gut angenommen wurde.

 

 

Unser Spiel:     Unser Kapitän verpasste den Weckruf (kein Vorwurf meinerseits – kann jedem passieren), deshalb starteten Heini Bittner und Martin Pfeifer überraschend mit mir als Schluss-Spieler. Die Start-Aufstellung war dann gar kein großer Fehler, denn einen unserer (gottseidank) lästigsten Verfolger, nämlich unser junges Tyrolia 3-Team, konnten wir im wichtigen Einstiegs-Spiel auf den vom Beginn weg sehr unterschiedlichen Bahnen 25-26 diesmal mit 683 zu 614 eher deutlich in die Schranken weisen. War sehr wichtig, wie sich später herausstellen sollte, den Horak-Brock-Dudek wuchsen in der Folge wieder einmal über sich hinaus und wurden DAS Top-Team des Tages (Details dazu später). Auch unser Spiel 2 auf 31-32 (heute einfacher zu bespielen als sonst) konnten wir gegen Schlusslicht Future-BTA mit 631 zu 544 positiv beenden. Spiel 3 Auf 27-28 war dann der erste Knackpunkt dieses so spannenden letzten Spieltages der Saison: wenn unsere Kumpels von Tyrolia 3 den bisherigen Tabellen-Zweiten BSC Phönix bezwingen würden und wir unsererseits gegen Angstgegner Casino gewinnen sollten, dann wären wir durch. Sprich: der Aufstieg in die oberste Wiener Spielklasse wäre im Kasten. Und unsere Burschen gaben uns ordentlich Schützenhilfe: mit 724 klopften sie auf 31-32 das Tages-Höchstspiel herunter und zwangen damit Phönix (638) in die Knie. Nachdem wir unser „Zitterspiel“, das bis zum Schlussframe offen war und erst durch einen Rinnen-Anwurf des sonst verlässlichen Schlussmanns Manfred Hutterer entschieden wurde, mit 569 zu 538 beenden konnten waren Meistertitel und Wieder-Aufstieg mit den jetzt nur noch erforderlichen 6 Punkten schon frühzeitig fixiert. Schade, dass es nur einen Aufsteiger geben kann, denn unser 3. Team hat genauso Wiener Liga-Potenzial wie wir und das auch die gesamte Saison über bewiesen. Burschen, es klappt dann halt für euch im nächsten Jahr.

Im nächsten Spiel auf 29-30 passte wieder alles. Split/WT17 wurde mit 633 zu 593 bezwungen. Damit der gesamte Kader heute zum Zug kommen konnte, räumten Heini und ich jetzt das Feld für Martin Liftenegger und Andi Pfeifer. Ging ein wenig in die Hose, dieser vorweg schon vereinbarte Wechsel, weil die eingewechselten Burschen von den trockenen und noch dazu ungleichen Bahnen 25-26 etwas überrascht wurden und Martin Pfeifer (der aufgrund des hohen Balltempos weiter in der Mannschaft blieb) weiterhin nicht und nicht sein gewohntes Level erreichen konnte – aber für den Tabellenstand bereits wurscht. Die einzige Niederlage des Tages (527 zu 559 und ausgerechnet gegen Unistahl) war zu verschmerzen. Sehr dramatisch dann das vorletzte Spiel gegen die – nicht despektierlich gemeint - 2. Garnitur von Stadlau 5 (ohne Celler, M.Rauscher und Haag) auf 29-30. Es sah lange nach der zweiten Niederlage aus, aber schlussendlich landeten wir mit 608 : 605 einen knappen und mehr als glücklichen Sieg. In unserem letzten Saison-Spiel auf 27-28 gegen den Tabellen-Zweiten BSC Phönix konnten wir uns bei unseren Vereins-Kumpels für deren Schützenhilfe revanchieren. Sollten auch wir Phönix bezwingen und gleichzeitig unser junges Team gegen Casino gewinnen, dann landet Tyrolia in der 1.Klasse einen Doppelsieg. Und das Kunststück gelang tatsächlich: wir waren knapp mit 631 zu 593 erfolgreich während Tyrolia 3 daneben auf 29-30 gegen Casino noch knapper 626 zu 610 siegte. Ende gut, alles gut. Praktisch „auf den letzten Drücker“ konnte Phönix noch abgefangen werden.

Sehr erfreulicher Tabellen-Endstand für uns: Tyrolia 1 (62 Punkte) vor Tyrolia 3 (55) und BSC Phönix (54).

Erfolgreicher hätte die Saison nicht verlaufen können.

 

 

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

196

203

181

233

-

-

-

813

203,250

Martin Pfeifer

235

193

193

181

179

186

193

1360

194,286

Fiala

252

235

195

219

-

-

-

901

225,250

Liftenegger

-

-

-

-

158

216

225

599

199,667

Andreas Pfeifer

-

-

-

-

190

206

213

609

203,000

Team-Ergebnis

683

631

569

633

527

608

631

4282

203,905

 

Tyrolia3

Future

Casino

Split

Unistahl

Stadlau

Phönix

 

 

Ergebnis Gegner

614

544

538

593

559

605

593

4046

 

Punkte

2

2

2

2

 0

2

2

 

12  Punkte

 

TYROLIA 3

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Horak

159

225

245

246

193

200

197

1465

209,286

Brock

234

235

232

237

257

247

237

1679

239,857

Dudek

221

235

247

194

197

225

192

1511

215,857

Team-Ergebnis

614

695

724

677

647

672

626

4655

221,667

 

Tyrolia1

Stadlau

Phönix

Unistahl

Split

Future

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

683

682

638

612

545

543

610

4313

 

Punkte

0

2

2

2

2

2

2

 

12  Punkte

           

Die Besten des Spieltages:     

Top-Team des Tages heute Tyrolia 3 mit 4655 gespielten Pins (221,7 Mannschaftsschnitt) und 12 Siegpunkten. Punktemäßig gleich, aber mit 4282 Pins deutlich dahinter Tyrolia 1, das nur im direkten Duell zu Beginn des Spieltages die Nase vorne hatte. Der BSC Phönix erreichte 10 Punkte (nur gegen die beiden Tyrolia-Teams unterlegen) mit sehr guten 4513 Pins (214,9 Schnitt). KSV Wr.Netze/Unistahl3 folgt mit 8 Punkten (4286 Pins) vor Stadlau 5 (6/4367) und Split/WT17 (4/3831). Future-BTA 1 (4073 Pins) und Casino (3980) erreichten jeweils 2 Punkte.

Die besten Spieler des Tages:

Daniel Brock (Tyrolia3) 1679 – 239,857 Schnitt und ungewöhnlich ausgeglichene 7er-Serie(234-235-232-237-257-247-237) vor Dominik Koran (Unistahl) 1547 (257/3.Spiel,233/2.), Gerald Simané (Phönix) 1534 (257/4.,236/7.), Patrick Schlosser (Phönix) 1527 (244/5.,232/3.), Robert Fürst (Future) 1513 (258/5.,237/4.) und David Dudek (Tyrolia3) 1511 (247/3.,235/2.).

Es folgten Roland Horak (Tyrolia3) 1465 (246/4.,245/3.), Leo Endl (Casino) 1456 (234/7.) und Lukas Christian (Phönix) 1452.

Tageshöchstspiele für Michael Rauscher (Stadlau): 286/2. und 269/1. Walter Fiala (Tyrolia1) erreichte 252 Pins im 1. Spiel und Thomas Stritzki (Stadlau) 245 im 7. Spiel.

Höchste Team-Ergebnisse:  Tyrolia 3 – 724/3.,695/2.,677/4.,672/6., BSC Phönix – 703/4.,662/2.,657/5., Tyrolia 1 – 683/1., Stadlau 5 – 682/2.,675/1.,667/3., Unistahl 3 – 666/3.,661/1.

 

Tabelle nach Runde 6 / Endstand

Pkte

Pins

1.(1)

Tyrolia 1  *)

62

25917

2.(3)

Tyrolia 3

55

25627

3.(2)

BSC Phönix 1

54

25274

4.(5)

Stadlau 5

40

24490

5.(6)

KSV Wr.Netze/Unistahl 3

40

24125

6.(4)

Casino Wien

39

24043

7.(7)

Future-BTA 1  **)

26

23530

8.(8)

Split/WT17  **)

20

23211

*)          Aufsteiger in die Wiener Liga

**)        Absteiger in die 2. Klassen

Zusammenfassung:     Eine unglaublich spannende Saison ging heute zu Ende. Die endgültige Entscheidung um die Silber-Medaille viel erst im allerletzten Spiel zugunsten von Tyrolia 3. Nach einem Jahr kehrt Tyrolia 1 wieder in die Wiener Liga zurück. Future-BTA und Split/WT17 waren vom Saisonbeginn weg am Tabellen-Ende fest gefahren und konnten keinen Befreiungsschlag landen, obwohl Future-BTA in Runde 3 mit 10 Punkten einmal aufzeigen konnte. Dumm gelaufen für Robert Fürst & Co – ich persönlich hatte dieses Team vor Saisonstart höher eingeschätzt.

Bis bald

Walter