TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

 

1. Klasse 3er Herren 2017/18 - 3. Runde, 02.12.2017, Prater

 

 

Die Bedingungen:        Die 1. Klasse Herren durfte heute auf der B-Seite im Prater den Kugeltanz üben – und die Übung war keine leichte. Von Beginn an bot sich eine Bahnen-Ölung, die  obergscheite Bowlingspieler als „staubtrocken“ bezeichnen. Ölspuren auf der Ball-Oberfläche, aber Überreaktion der Bälle bereits kurz nach den Pfeilen. Viele Revs (wunderbar neudeutsches Wort für Ball-Umdrehungen) verlangten weite Wege, aber in der 1. Klasse wird nicht immer so genau gespielt, dass auch eine verlässliche Ball-Reaktion erreicht wurde. Man konnte also zahlreiche abenteuerliche Split-Stellungen und sogar vereinzelt 1er-Anwürfe (Solo-Zehner) bestaunen und mit Kopfschütteln quittieren. Ab etwa Spiel 4 oder 5 war Schluss mit lustig, denn die Prater-Bahnen waren so in Mitleidenschaft gezogen, dass die bis dahin ohnehin nicht berauschenden Ergebnisse quasi in den Keller purzelten.

 

In Überschriften zusammen gefasste Statistik-Werte dieser 3. Runde: bescheidener General-Schnitt von 179,8 – 32 Spieler im Einsatz, davon spielten nur 15 durch (kein Wunder) – kein Trio- und kein Einzelspieler-Schnitt von über 200 – nur 6 der 56 Trio-Serien über 600. Wir haben alle schon mehr gelacht. Bescheidene Selbsterkenntnis meinerseits: ein Großteil der Aktiven war – zumindest auf der Kugeltanz-B-Seite – ein wenig überfordert, sprich: im „Normal-Schnitt“-Bereich unterwegs.

Der 10-Uhr-Beginn war für das Personal wieder teilweise überraschend – keine Ahnung warum, denn beim Training am Dienstag hinterfragte ich am Counter noch Spielbeginn und geplanten Einlass und es wurde 10 bzw. 9 Uhr bestätigt.

Als heute schon rund um 9 Uhr (aufgrund der erwarteten Parkplatz-Not durch die drei Ligen) eine größere ausgefrorene Liga-Spieler-Gruppe Einlass begehrte wurde zwar überrascht aber unkompliziert reagiert und bald geöffnet. Alle zufrieden, weil auch die noch sehr reduzierte Crew freundlich alle Getränke-Wünsche erfüllte. Vielen Dank dafür.

Im Februar 2018 werden wir heuer nochmals mit den 5er-Teams vor Ort sein – Gott sei Dank an einem Sonntag. Ich mag die neue Halle und hoffe, dass wir Liga-Spieler auch künftig noch zu den willkommenen Gästen zählen werden. Immerhin wurde uns der eine oder andere Wunsch schon erfüllt. Es gibt jetzt zum Beispiel Rampen für die Kugel-Roller – ein wenig schmal, aber besser wie nix. Auch sehr positiv seit kurzem: für die Spare-Bälle gibt es jetzt einen Ablage-Rost unter jedem Kugel-Rücklauf. Vielen Dank dafür. Bald werden auch alle verstehen, dass das keine Ablage für die Hausbälle sein sollte. Ok, ein paar sportliche Handgriffe  und wir haben wieder den Platz für die Spare-Bälle im Team-Bewerb. Das schaffen wir – auch ohne zu meckern.

 

Es geht aufwärts. Und wenn noch der Teppich im Spielerbereich bei den Bahnen (nasse Flecken sind darauf schwer auszumachen – führen aber u. U. zu Verletzungen, die wir uns alle ersparen wollen) durch ebenso hübschen, aber leichter sauber zu haltenden Holz- oder Fliesen-Boden ersetzt wird, müssten wirklich alle zufrieden sein. Und die Prater-Halle wäre noch genau so hübsch…

 

 

 

Unser Spiel:     Nach dem 1:1 aus den ersten beiden Runden stand das dritte Startduell, zugleich das aktuelle Spitzenspiel der Liga, mit unseren Klub-Kollegen der Zukunfts-Hoffnung Tyrolia 3 an. Und es war wieder gewohnt eng, obwohl David Dudek auf der Gegenseite fehlte. Unsere Startformation Heini Bittner-Martin Pfeifer-Martin Liftenegger verstand sich von selbst. Auf 17-18 holten wir mit 618 zu 583 die begehrten ersten beiden Siegpunkte. Noch besser lief es auf 23-24 gegen einen der beiden Tabellen-Nachzügler Future/BTA. 640 : 558.

Wieder fast traditionell unglücklich verlief das Spiel gegen Casino auf 19-20, das wir in den letzten Frames durch Individualfehler noch aus der Hand gaben. 526 : 563. Schade. Ein harter Brocken dann das Match gegen den BSC Phönix auf 21-22. Wieder einmal gutes Ende für uns: 589 zu 553. Statt Heini wurde jetzt ich in die Mannschaft gestellt und es folgte eine wohl bittere Niederlage gegen Split/WT17 auf den besonders „staubigen“ Bahnen 17-18. Bitter deshalb, weil es die ersten beiden Tages-Punkte des Tabellen-Schlusslichts wurden. Auf niedrigem Niveau verschenkten wir den Sieg mit 506 zu 517. Ein guter Schachzug von ML war jetzt die Einwechslung von Andreas Pfeifer. Ein begnadeter „Trockenbahn-Heizer“ durfte sich bewähren – und er tat es.  Seine 256 zum Einstand halfen auf 21-22 gegen Stadlau ordentlich mit, um den hauchdünnen 618 zu 601-Sieg einzufahren. Ende gut, alles gut gegen den bisher punktegleichen Tabellen-Dritten KSV Wr.Netze/Unistahl 3. Witura & Co hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnten ihr heute mageres Punktekonto gegen uns nicht auf fetten.  587 zu 566. Im Quervergleich gute 10 Punkte heute. Wir waren recht zufrieden, obwohl Casino mit 322 Pins weniger ebenfalls 10 Punkte heimbringen konnte. Der oft strapazierte Spruch: das ist das Interessante am 3er-Bewerb kommt nicht immer gut.

Future-BTA´s 10 Punkte (mit sogar 373 Pins weniger !) taten mit Blick auf den Tabellen-Stand übrigens weniger weh.

 

 

 

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

211

225

164

171

-

-

-

771

192,750

Martin Pfeifer

225

179

181

219

169

182

205

1360

194,286

Liftenegger

182

236

181

199

146

-

-

944

188,800

Fiala

-

-

-

-

191

180

177

548

182,667

Andreas Pfeifer

-

-

-

-

-

256

205

461

230,500

Team-Ergebnis

618

640

526

589

506

618

587

4084

194,476

 

Tyrolia3

Future

Casino

Phönix

Split

Stadlau

Unistahl

 

 

Ergebnis Gegner

583

558

563

553

517

601

566

3941

 

Punkte

2

2

0

2

0

2

2

 

10  Punkte

 

 

TYROLIA 3

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Horak

197

175

181

203

171

188

142

1257

179,571

Brock

216

180

213

201

190

174

193

1367

195,286

Schoppik

170

190

173

183

190

146

137

1189

169,857

Team-Ergebnis

583

545

567

587

551

508

472

3813

181,571

 

Tyrolia1

Stadlau

Unistahl

Split

Phönix

Future

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

618

512

503

551

603

530

486

3803,

 

Punkte

0

2

2

2

0

0

0

 

6  Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

10 Punkte jeweils für Tyrolia1 mit 4084 gespielten Pins (194,476 Schnitt), Casino mit 3762 und Future-BTA mit 3711. BSC Phönix erreichte 8 Punkte mit 3781 Pins. Jeweils 6 Punkte für Tyrolia3 (3813) und Stadlau (3686). 4 Punkte für Split/WT17 (3607 Pins) und heute nur 2 Punkte für KSV Wr.Netze/Unistahl3 mit 3562 Pins.

 

Die besten Spieler des Tages:

Daniel Brock (Tyrolia3) 1367 vor Martin Pfeifer (Tyrolia1) 1360. Dahinter Hermann Zatzka (Split/WT17) 1349 (231 im 6. Spiel) und Robert Fürst (Future-BTA) 1345. Kein 1400+ und nur viermal 1300+. Mehr war leider nicht.

Josef Pail (Casino) spielte mit 264(1.) das Tageshöchstspiel, Andreas Pfeifer (Tyrolia1) kam mit 256(6.) am nächsten.

Höchste Team-Ergebnisse:  Tyrolia 1 -  640(2.),jeweils 618(1. und 6.), Casino – 627(1.), BSC Phönix – 603(5.) und Stadlau – 601(6.).

 

Tabelle nach Runde 3

Pkte

Pins

1.(1)

Tyrolia 1

28

12886

2.(5)

Casino Wien

26

11922

3.(2)

Tyrolia 3

24

12315

4.(4)

BSC Phönix 1

24

12112

5.(6)

Stadlau 5

22

11817

6.(3)

KSV Wr.Netze/Unistahl 3

20

11590

7.(7)

Future-BTA 1

16

11411

8.(8)

Split/WT17

8

11459

 

Zusammenfassung:     Es war schon eng, aber es wird noch enger. Nur 8 Punkte trennen den Sechsten vom Tabellen-Führer. Wie erwartet noch keine klaren Fronten und das ist gut so in der Saison-Mitte. Casino Wien war heute DER Aufsteiger (von 5 auf 2) und KSV Wr.Netze/Unistahl3 wurde von 3 auf 6 quasi „durch gereicht“. Aber wir kennen alle die Potenziale der einzelnen Teams. Abgerechnet wird am Schluss. Es macht Spaß, wenn jeder jeden schlagen kann. Ende Jänner 2018 trifft man sich in der Plushalle wieder.

Bis bald

Walter