TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 8. und letzte  Runde, 21.05.2017, Plus

 

Die Bedingungen:        Die letzten Entscheidungen sind gefallen: die Stockerlplätze sind vergeben, die Wiener Startplätze für die Staatsmeisterschaften am 10. und 11. Juni in der Plushalle sind vorläufig (abgesehen von evtl. theoretisch noch möglicher Nachmeldung eines fünften Wiener Vereins) gebucht und der Absteiger steht fest.

Es gab sehr spannende Spiele, weil diesmal die Paarungen für das letzte entscheidende Spiel mit Rücksicht auf die Tabellen-Situation vor dieser letzten Runde gesetzt waren. Eine gute Idee, die jeweiligen Tabellen-Nachbarn erst im allerletzten Durchgang aufeinandertreffen zu lassen. Im Fight um die Bronze-Medaille konnte Stadlau – heute übrigens mit Respektabstand bestes Team – in diesem direkten Duell Tyrolia noch abfangen und wieder den – in der vorletzten Runde verlorenen - dritten Platz zurück erobern. Das jüngere Team hatte in diesem letzten Spiel auf bereits eher schwierigem Terrain noch mehr Kraft-Reserven, um die noch spielbaren Linien früher zu finden. Nach anfänglichem Kopf-an-Kopf-Rennen wurde ab Mitte des Schluss-Spiels durch Strike-Serien alles klar gemacht und noch ein ansehnlicher Vorsprung von 150 Pins heraus gespielt. Der nunmehrige verdiente Wiener Meister Etoile 1 musste nach schwächerem Beginn und einem Blitzstart des Tabellen-Zweiten und Co-Favoriten KSV Wr.Netze/Unistahl 1 nur kurz um den gewünschten Titel-Gewinn bangen, konnte aber in den beiden folgenden Spiel 2 und 3 den alten Vorsprung wieder herstellen und letztlich sicher nach Hause spielen.

Eine spannende Saison liegt hinter uns und im kommenden Spieljahr werden wieder die Black Jack Bowlers dabei sein, die den sofortigen Wiederaufstieg aus der 2. Landesliga mit komfortablem Vorsprung schafften. Der BC Tyrolia hat nach langer Durststrecke endlich wieder einmal den bereits zur unliebsamen Gewohnheit gewordenen „Paternoster-Betrieb“ (sofortiger Wiederabstieg im Folgejahr) verlassen und souverän den Klassen-Erhalt fixiert – und nach fast 20 langen Jahren wieder einen Startplatz bei den Staatsmeisterschaften erkämpft.

Die Plusbahnen erlaubten wieder Klasse-Ergebnisse: nur 32 Spieler waren in den Teams im Einsatz und von den 26 kompletten 5er-Serien lagen 8 über 1100 (mehr als 30 %) und weitere 11 über 1000 (42 %). 21 der 30 Team-Ergebnisse lagen über 1000 – das sind sagenhafte 84 %.

Diese realitätsfernen Ergebnisse sollen andere kommentieren. Zu mehr Trainingseifer führen sie sicher nicht. Einmal mehr wünsche ich mir und unserem Bowling-Sport künftig entsprechende Sport-Konditionen.

 

Unser Spiel:     „…und sie waren nur noch fünf“ wäre ein passendes Motto für unseren heutigen Auftritt gewesen: aus privaten Gründen und durch verletzungsbedingte Ausfälle konnten wir erstmals in dieser Saison keinen Reservisten aufbieten und mussten in der Startaufstellung (A.Pfeifer-Fiala-Bittner-M.Pfeifer-Liftenegger) durchspielen. Eine geschlossene und gute Mannschaftsleistung machte das allerdings einfach. Auf unsere heutige Performance können wir wieder sehr stolz sein, auch wenn wir letztendlich ohne die erhoffte Medaille da stehen. Schon im Startspiel auf 13-14 konnten wir den späteren Wiener Meister Etoile 1 mit 1127 zu 1000 deutlich in die Schranken weisen. Ganz knapp fiel dann unser zweiter Tagessieg aus, allerdings immerhin gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf 19-20, was uns auch nicht jeder so auf Anhieb zutrauen würde. Bis zum letzten Frame mussten wir allerdings warten, bis unser 1086 zu 1070-Sieg feststand. Auch dieser zweite Siegpunkt und das Pinergebnis waren aber im Vergleich zu unserem direkten Gegner im Kampf um die Bronze-Medaille, nämlich Stadlau, deutlich zu wenig. Stadlau startete mit zwei Bomben-Ergebnissen (1161 und 1199) in diese Schluss-Runde – und aus unserem 2-Punkte-Vorsprung war im Handumdrehen schon fast ein 3-Punkte-Rückstand geworden. Obwohl wir die beiden Top-Teams, Etoile 1 und Unistahl 1, schlagen konnten. Pari stand es dann wieder nach Spiel 3: auf 17-18 war die zweite Unistahl-Mannschaft nächster Gegner. Wieder gingen wir mit 1034 : 975 als Sieger hervor, während im Parallel-Spiel Stadlau gegen Etoile 1 ein 1027 zu 1145 kassierte. Spiel 4 brachte für uns den 4. Tagessieg: gegen Etoile 2 - mit dem gegen uns immer bekannt starken Erich Binder (diesmal 246) – behielten wir auf 15-16 mit 974 zu 958 knapp die Oberhand. Vor dem alles entscheidenden Schluss-Match, dem direkten Bronze-Duell gegen Stadlau, hatten wir exakt 1 PP und 18 Pins Rückstand, also umgerechnet 68 Pins. Unsere Schluss-Aufgabe in Kurzform: Sieg mit 19 Pins Vorsprung. Daraus wurde leider nichts. Wie schon oben erwähnt mussten wir u. a. unserem Alter Tribut zollen (weil wir eben das jetzt schon erforderliche Ball-Tempo nicht mehr bringen konnten) und verloren dieses direkte Duell auf 13-14 mit 937 zu 1087 recht deutlich. Macht nichts. Unser vierter Schluss-Rang und die Quali für die 5er-Staatsmeisterschaft sind ein schöner Erfolg und deutlich mehr, als wir vor Saison-Start erwarten konnten. Die beiden Verstärkungen Andreas und Martin Pfeifer haben voll eingeschlagen – und wer weiß, was möglich gewesen wäre, hätten wir nicht die halbe Saison verletzungsbedingt auf Heini Bittner verzichten müssen.

Weitere Verstärkungen und eine deutliche Senkung des Altersschnitts unseres erfolgreichen Teams sind für die kommende Saison geplant. Wäre schön, wenn wir neuerlich im Kampf um die Medaillen mithalten könnten. Schon jetzt bleibt für mich aber das Saison-Ziel für das kommende Spieljahr weiterhin der neuerliche Klassen-Erhalt. Jede Platzierung weiter vorne ist allerdings herzlich willkommen.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

225

179

203

186

203

996

199,200

Fiala Walter

204

232

229

197

186

1048

209,600

Bittner Heinrich

258

233

201

195

205

1092

218,400

Pfeifer Martin

202

197

200

207

199

1005

201,000

Liftenegger Martin

238

245

201

189

144

1017

203,400

Team-Ergebnis

1127

1086

1034

974

937

5158

206,320

Gegner

Etoile1

Unistahl1

Unistahl2

Etoile2

Stadlau

 

 

Ergebnis Gegner

1000

1070

975

958

1087

5090

 

Punkte

1

1

1

1

0

4

 107,08 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung auf hohem Niveau lag Stadlau deutlich voran: 5531 gespielte Pins (221,24 Schnitt) und 4 Siegpunkte. Etwa gleichauf dahinter Etoile 1 (5269/4), KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (5346/2) und Tyrolia (5158/4). Die zweite KSV Wr.Netze/Unistahl-Mannschaft erreichte 5130/1. Deutlich abgeschlagen neuerlich Etoile 2 mit nur 4701 gespielten Pins ohne Tagessieg.

Beste Team-Ergebnisse: Stadlau - 1199/2.,1161/1.,1087/5.,1057/4.,1027/3., Unistahl 1 – 1168/1.,1070/2.,1049/4.,1042/3.,1017/5., Etoile 1 – 1145/3.,1052/5.,1038/2.,1034/4.,1000/1., Tyrolia – 1127/1.,1086/2.,1034/3., Unistahl 2 – 1120/5.,1049/1.,1014/4.

Beste Einzelspieler:      Alex Rauscher (Unistahl1) 1152 (267/3.,243/4.,236/5.), Robert Skach (Stadlau) 1136 (247/1.,), Daniel Hahn (Etoile1) 1133 (258/3.,247/2.,236/4.) ex aequo mit Markus Witura (Unistahl2) 1133 (245/4.,243/3.),  Martin Leb (Stadlau) 1132 (Tageshöchstspiel 279/1.,248/4.,247/2.), Thomas Tybl (Unistahl1) 1126 (255/3.,247/1.), Andreas Leb (Stadlau) 1109 (243/2.,241/5.,234/1.), Philipp Steinbach (Stadlau) 1103 (257/2.,237/5.), Thomas Gross (Unistahl1) 1098 (247/4.), Heini Bittner (Tyrolia) 1092 (258/1.,233/2.), Walter Rieger (Unistahl2) 1061 (256/1.,236/5.), Erich Binder (Etoile2) 1060 (246/4.), Leo Grundschober (Etoile1) 1053 (232/3.), Alex Pittesser (Stadlau)1051, Walter Fiala (Tyrolia) 1048 (232/2.) und Paul Valla jun.(Unistahl2) 1038 (258/5.,238/2.).

 

Die Abschluss-Tabelle nach 8 Runden:

1.(1)

Etoile 1

862,25 PP

 

Gold

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

850,41

Rückstand in PP 11,34

Silber

3.(4)

Stadlau 1

818,29

43,46

Bronze

4.(3)

Tyrolia 1

813,11

49,14

 

5.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

802,10

60,15

 

6.(6)

Etoile 2

756,27

105,48

Absteiger in die 2. LL

 

Zusammenfassung:       Etoile 1 landete einen verdienten Start-Ziel-Sieg. Man wird sehen, ob das Team um Leo Grundschober diesen Titel auch im Rahmen der Staatsmeisterschaften Mitte Juni in Wien bestätigen kann. Obwohl die Tabellen-Positionen im Laufe des Spieljahrs nur moderat gewechselt wurden, blicken wir auf eine sehr spannende und teils hochklassige Saison zurück. Mich würde es nicht überraschen, wenn es 2017-18 noch enger zugehen würde. Wäre unserem Sport jedenfalls zu wünschen.

Bis zu meinem Bericht über die Team-Staatsmeisterschaften alles Gute!

Walter