TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 7. Runde, 30.04.2017, Hernals

 

Die Bedingungen:        Ja, er läuft noch, unser Königsbewerb. Und wie. Die Spannung um den dritten Stockerlplatz bleibt erhalten. Genau vor 42 Tagen trafen die Besten der Besten aus Wien zuletzt aufeinander. Nur Individual-Bewerbe mit dem für viele Aktive sympathischeren Spielrhythmus standen seither auf dem Programm. Einiges hat sich aber auch in der Zwischenzeit beim „Vorstadt Bowling“ geändert: zum Beispiel bei den Bahnen-Konditionen, wenn ich mich damit nicht um Kopf und Kragen rede. Aus meiner Sicht ist die Bahnen-Charakteristik zwar etwa gleich geblieben, aber es ist mehr Öl aufgetragen (obwohl ich das heute anfangs fast anzweifeln wollte). Es läuft also nicht mehr ganz so von selbst, aber der an diesem letzten Apriltag gespielte Liga-Schnitt von immerhin 200,893 kann sich durchaus sehen lassen, wenn auch Top-Quoten aus dem 3er-Bewerb vom Jänner außer Reichweite waren. Vier Spieler schafften 5er-Serien über 1100. Zusammen mit den zehn 1000ern sind das immerhin 41 % der nur 34 Spieler, die in den Teams zum Einsatz kamen. Für mich ein Zeichen, dass man sich in Hernals nach wie vor gerne im Team sieht, um vielleicht den eigenen Schnitt etwas aufzumöbeln. 16 der 30 Team-Ergebnisse lagen über 1000. 14x wurden Einzelergebnisse von 240+ geworfen.

Das perfekte Spiel war bei den Herren nicht dabei – allerdings bei den Damen schon: Ivo Gross startete in ihren Arbeits(?)-Tag gleich mit diesem, ihrem bereits dritten, Traum-Ergebnis und erreichte mit 1226 Pins (mehr als 245 Schnitt) darüber hinaus auch noch das Höchstresultat der gesamten Halle. Herzlichen Glückwunsch und tiefe Verbeugung meinerseits.

Unser Spiel:     Ich wiederhole mich, aber unser heutiger Spieltag verlief in diesem starken Umfeld recht erfreulich – wir gewannen vier der fünf Spiele und erreichten zweimal ein Score von 1105, was uns am Ende des Tages den dritten(!) Tabellen-Rang bescherte. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, das ist seit unserem Staatsmeistertitel in der Saison 1997-98 das beste Zwischenergebnis. Und – ich lehne mich da nicht mehr weit aus dem Fenster – wir entkommen diesmal auch dem gefürchteten Paternoster-Fluch, nämlich dem sofortigen Wieder-Abstieg aus der obersten Wiener Spielklasse. In Wien – nicht nur bei uns - war es bislang fast Programm, dass der Aufsteiger im Folgejahr sofort wieder absteigen musste. Ausnahmen bestätigen die Regel – viele gibt es davon aber in den letzten Jahren nicht.

Details zu unserer heutigen Performance: Start – eh klar – gegen Stadlau. Die Aufstellung war gesetzt: 2x Pfeifer-Fiala-Bittner-Liftenegger. Manuel Krotendorf verletzt, Leon Lackner mit Magenverstimmung angezählt und Robert Kukla seit längerem für uns nicht erreichbar – warum auch immer.

Also, zurück zum Start: auf 23-24 konnten wir, nicht nur dank einer 265er von Martin Pfeifer, sofort punkten, was im Kampf um den eventuell möglichen dritten Stockerl-Platz von großer Bedeutung war. 1037 zu 893 half uns dabei, den 5-Punkte-Rückstand auf Stadlau im direkten Duell gleich bis auf einen Punkt abzubauen. Sehr erfreulich dieser Auftakt. Auf 25-26 war dann der Tabellen-Führer Etoile 1 nächster Gegner: diesmal blieb ich selbst nichts schuldig und konnte mit tatkräftiger Unterstützung der Mannschaft, durch mein Tageshöchstspiel von 267 Pins den zweiten Siegpunkt heim spielen. 1105 zu 1056 konnte sich sehen lassen. Und dieses Top-Ergebnis von 1105 wiederholten wir gleich im Spiel 3 auf 27-28 gegen das zweite Etoile-Team (bisher Tabellen-Schlusslicht). Diesmal glänzte Heini mit 257, unterstützt durch meine 235 und Martin Pfeifers 217. Da Alex Gabrielian & Co heute einen rabenschwarzen Tag erwischten und auch gegen uns mit 895 zu 1105 regelrecht „untergingen“, war für uns das immer im Hinterkopf befindliche Abstiegsgespenst für heuer wohl endgültig besiegt. Das vierte Duell war gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf 29-30 überraschend eines auf Augenhöhe – und diesmal gingen wir wieder einmal als Sieger von der Bahn, was uns heuer damit schon in 3 von 7 Runden gelang (im Prater im Oktober 2016 sogar mit annähernd gleichem Ergebnis: 987 zu 978 damals). Heute standen 988 zu 978 zu Buche und damit der vierte und letzte Siegpunkt. Im Schlussmatch, zurück auf 23-24, hatten wir gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 957 zu 1066 keine Chance mehr. Mit den sehr zusammen gespielten Bahnen hatten vor allem Heini und ich unsere liebe Not, während Walter Rieger auf der linken Seite ein beachtliches 258er Spiel herunter klopfte und Gonaus im Finish noch mit 236 nahe kam.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

215

189

194

136

207

941

188,200

Fiala Walter

187

267

235

201

188

1078

215,600

Bittner Heinrich

198

226

257

238

161

1080

216,000

Pfeifer Martin

265

201

217

209

203

1095

219,000

Liftenegger Martin

172

222

202

204

198

998

199,600

Lackner Leon

124 R

205 R

190 R

184 R

-

703

175,750

Team-Ergebnis

1037

1105

1105

988

957

5192

207,680

Gegner

Stadlau

Etoile1

Etoile2

Unistahl1

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

893

1056

895

978

1066

4888

 

Punkte

1

1

1

1

0

4

 107,42 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Standesgemäß lag der Tabellen-Führer Etoile 1 heute in Front: mit 5287 Pins (211,48 Schnitt) wurden 3 Siegpunkte erkämpft. Knapp dahinter Tyrolia mit 5192/4 und KSV Wr.Netze/Unistahl 1 mit 5159/3. KSV Wr.Netze/Unistahl 2 siegte mit insgesamt 5119Pins dreimal, Stadlau musste sich mit 4928/2 zufrieden geben. Nicht nur heute weit abgeschlagen Etoile 2 mit 4449 Pins und neuerlich ohne Sieg.

Beste Team-Ergebnisse: Etoile 1 – 1116/5. Spiel, 1101/4.,1056/2.,1041/1., Tyrolia – jeweils 1105 im 2. und 3. Spiel,1037/1., Unistahl 1 – 1080/1.,1058/3.,1004/5., Unistahl 2 – 1066/5.,1060/3.,1022/4.,1020/2., Stadlau – 1062/2.,1010/3.

Beste Einzelspieler:      Leo Grundschober (Etoile1) 1149 (255/4.Spiel,243/5.,233/2.), Thomas Gross (Unistahl1) 1129 (257/2.,254/1.), Walter Rieger (Unistahl2) 1128 (258/5.,233/1.), Kurt Weiss (Etoile1) 1119 (258/1.,233/2.), Martin Pfeifer (Tyrolia) 1095 (265/1.), Marco Pilecky (Unistahl2) 1091 (244/2.,230/3.), Heinrich Bittner (Tyrolia) 1080 (257/3.,238/4.), Walter Fiala (Tyrolia) 1078 (Tageshöchstspiel 267/2.,235/3.), Walter Gonaus (Unistahl2) 1050 (236/5.,234/3.),  Alex Rauscher (Unistahl1) 1049 (232/1.), Daniel Hahn (Etoile1) 1043 (246/5.), Robert Skach (Stadlau) 1041 (251/4.), Martin Leb (Stadlau) 1024 (254/2.) und Patrick Stiel (Etoile1) 1009.

 

Die Tabelle nach dem 7. Spieltag:

1.(1)

Etoile 1

753,06 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

742,25

Rückstand in PP 10,31

3.(4)

Tyrolia 1

706,03

47,03

4.(3)

Stadlau 1

703,48

49,08

5.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

698,30

54,26

6.(6)

Etoile 2

662,26

90,30

 

Zusammenfassung:       Der Kampf um den Wiener Meistertitel scheint vorentschieden, wobei KSV Wr.Netze/Unistahl 1 am letzten Spieltag in der Plushalle noch einiges zuzutrauen ist. Der Kampf um den dritten Stockerlplatz ist aus meiner Sicht offen. Der Absteiger steht mit Etoile 2 wohl fest. Schade, dass dieses Team nicht oft mit bestmöglicher Aufstellung antreten konnte.

Bis bald

Walter