TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 6. Runde, 19.03.2017, Plus

 

Die Bedingungen:        Fantastische Ergebnisse an diesem letzten Wintersonntag in der Plushalle. Und es begann gleich mit einem Paukenschlag: Leo Grundschober (Etoile 1) absolvierte in bestechendem Stil sein achtes offizielles perfektes Spiel (auf den Bahnen 11-12) und Paul Valla sen. (Unistahl 1) stand ihm daneben auf 13-14 kaum nach, scheiterte aber beim letzten Ball vermutlich am Nervenkostüm und erreichte famose 299. Gratulation an diese beiden sympathischen Sportler. Aber es blieb nicht bei diesen beiden Highlights, denn es folgten noch zwei ganz besondere Prunkstücke für die Bowling-Geschichtsbücher: KSV Wr.Netze/Unistahl 1 mit Thomas Gross(247), Benni Hochstöger(248), Paul Valla sen.(299), Alex Rauscher(258) und Michael Loos(233) erreichten im Startspiel sagenhafte 1285 Pins, womit der Uraltrekord aus dem Jahre 2002 nur um 3 Pins verfehlt wurde. Das Unistahl 1-Team sollte aber über den gesamten Spieltag doch noch den ersehnten Rekord schaffen: über 5 Spiele wurde der bisherige Rekord (5712 Pins aus 2014) mit 5814 Pins (mehr als 232 Mannschaftsschnitt !) praktisch pulverisiert. Die Einzelbeiträge dazu: Gross 1162, Hochstöger 1077, Valla sen. 1127, Rauscher 1251 (!) und Loos 1197. Hut ab vor dieser Performance – auch wenn die Plusbahnen solch astronomische Resultate derzeit begünstigen.

Nachdem man ohnehin fast wöchentlich von ganz besonderen Resultaten erfährt, noch ein paar Statistikwerte im Überbli8ck:  2/3 der Team-Spiele endeten über 1000, die Akteure warfen 7x über 270, 8x zwischen 250 und 270 und satte 24x zwischen 230 und 250. Von den 28 kompletten 5er-Serien endeten fast 68 % über 1000 (3x 1200+ / 8x 1100+ / 8x 1000+).

Die Stimmung war mehrheitlich gut, obwohl ausschließlich die „üblichen Verdächtigen“ vorne waren.

Unser Spiel:     Unser heutiger Spieltag verlief in diesem starken Umfeld recht erfreulich – wir spielten kein Spiel unter 995 und konnten letztendlich unseren guten 4. Tabellenplatz behaupten. Im Detail: Startspiel auf 15-16 gegen Stadlau. Keine Höhepunkte bei uns, ein Ausreißer nach oben beim Gegner (Martin Leb 255) und unsere Niederlage mit 999 zu 1030 war perfekt. 2. Spiel auf 17-18 gegen den unteren Tabellen-Nachbarn KSV Wr.Netze/Unistahl 2. Und wieder wurde uns ein Topspiel (279 von Walter Rieger) zum Verhängnis. Wir konnten uns immerhin steigern, unterlagen aber dennoch mit 1036 zu 1053 knapp. Etoile 2 war - zurück auf 15-16 – unser dritter Gegner. Obwohl Andi Pfeifer einen überraschenden Einbruch erlitt, konnten wir mit 1047 zu 977 unseren ersten Siegpunkt holen. Unser Tages-Highlight dann gegen Etoile 1 auf 11-12. Neuerliche Steigerung unsererseits und ein sehr erfreulicher zweiter Siegpunkt: 1071 zu 1036 – durchaus eine kleine Überraschung, nicht nur, weil Leo Grundschober nach fantastischer 3er-Serie (300-254-279 = 833) langsam seine bis dahin sehr verlässliche Strike-Linie verloren ging. Endkampf gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf 13-14. Keine dankbare Aufgabe, hatten Gross & Co nämlich einen neuen 5er-Rekord im Visier und spielten so konzentriert wie schon lange nicht. Es hat für dieses herausragende Team geklappt – wie bereits oben berichtet – und wir konnten uns nicht einmal an Martin Pfeifers 278er aufrichten. 995 zu 1183. Es blieb also bei 2 Siegpunkten, weil wir auf den mittlerweile „gebrochenen“ Bahnen mit unserem Spiel mehrheitlich nichts mehr anfangen konnten.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

201

224

159

158

176

918

183,600

Bittner Heinrich

198

212

216

236

173

1035

207,000

Fiala Walter

207

181

237

245

177

1047

209,400

Pfeifer Martin

190

237

213

194

278

1112

222,400

Liftenegger Martin

203

182

222

238

191

1036

207,200

Krotendorf Manuel

148 R

254 R

211 R

166 R

213 R

992

198,400

Team-Ergebnis

999

1036

1047

1071

995

5148

205,920

Gegner

Stadlau

Unistahl2

Etoile2

Etoile1

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

1030

1053

977

1036

1183

5279

 

Punkte

0

0

1

1

0

2

 104,48 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      KSV Wr.Netze/Unistahl1 unterlag zwar nach fulminantem Start gegen Etoile 1, gewann aber alle weiteren Spiele und erreichte mit 5814 Pins einen neuen Österr. Rekord, mit dem der Abstand zum bislang führenden Etoile1-Team nahezu halbiert werden konnte. Tabellen-Führer Etoile 1 war mit 5622 Pins und 3 Siegen ebenfalls weit vor dem restlichen Feld. KSV Wr.Netze/Unistahl 2 (5177/3), Stadlau (5111/3) und Tyrolia (5148/2) bildeten das Mittelfeld. Etoile 2 blieb mit 4807 Pins ohne Siegpunkt weit unter den eigenen Möglichkeiten.

Beste Team-Ergebnisse: Unistahl 1 - 1285/1.Spiel,1183/5.,1162/4.,1095/2. und 1089/3.), Etoile 1 – 1218/1.,1209/2.,1158/3.), Unistahl 2 – 1106/1.,1086/4.) und Tyrolia 1071/4.

Beste Einzelspieler:      Leo Grundschober (Etoile1) 1257 (Tageshöchstspiel 300/1.,279/3.,254/2.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1251 (268/1.,258/2.,254/5.,236/3.,235/4.), Walter Rieger (Unistahl2) 1217 (279/2.,258/4.,257/1.), Michael Loos (Unistahl1) 1197 (277/4.), Anton Stiel (Etoile1) 1185 (278/2.,255/3.,248/1.), Thomas Gross (Unistahl1) 1162, jeweils 1127 spielten Manfred Panzenböck (Unistahl2) und Paul Valla sen. (Unistahl1) (299 im Startspiel), Martin Leb (Stadlau) 1149 (255/1.), Kurt Weiss (Etoile1) 1117 und Martin Pfeifer (Tyrolia) 1112 (278 im Schluss-Spiel).

Man möge mir verzeihen, dass ich aufgrund der hohen Anzahl nicht alle herausragenden Einzelspiele auch an dieser Stelle erwähnen konnte.

 

 

Die Tabelle nach dem 6. Spieltag:

1.(1)

Etoile 1

644,21 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

637,06

Rückstand in PP   7,15

3.(3)

Stadlau 1

603,20

41,01

4.(4)

Tyrolia 1

598,14

46,07

5.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

592,21

52,00

6.(6)

Etoile 2

573,27

70,44

 

Zusammenfassung:       Die Tabellen-Positionen scheinen vorerst bezogen. Um den dritten Stockerl-Platz könnte es noch spannend werden. KSV Wr.Netze/Unistahl 1 ist diesmal etwas deutlicher an Etoile 1 heran gerückt als in den letzten beiden Runden. Etoile 2 kann wohl nur mehr ein Wunder vor dem drohenden Abstieg retten. Der nächste Schlagabtausch folgt erst Ende April in Hernals und der Schluss-Akkord ist für den 21. Mai in der Plushalle programmiert.

Bis bald

Walter