TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 5. Runde, 19.02.2017, Cumberland

 

Die Bedingungen:        Die Cumberland-Halle war gerüstet. Die Bowler der WLH auch? Na, es ging so. Man kann ja den Spielern keinen Vorwurf daraus machen, dass man wochenlang auf einfachsten Bahnen-Verhältnissen über die eigene tatsächliche Form im Unklaren gehalten wird. Passt schon, wenn Spitzenspieler wochenlang Ergebnisse weit jenseits von 200 Schnitt herunter knüppeln. Die können das – und haben das auch schon auf schwieriger Bahnenölung x-fach bewiesen. Aber wir haben eben nicht 40, 50 oder noch mehr Spitzenspieler, was „an Tagen wie diesen“ (nämlich an Spieltagen in der Cumberland-Halle) immer wieder deutlich wird. Im Sinne des Bowlingsports sage ich: gottseidank.

Es muss uns ein Anliegen sein, zu solchen „normalen“ (also an persönlich guten Tagen gut bespielbaren und an persönlich schlechten Tagen eben weniger einfach zu bewältigenden) Bahnen-Verhältnissen zu stehen und ich vertraue darauf, dass sich Franz Hahn und seine Crew nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Aus meiner Sicht ist das der einzig richtige Weg.

Man braucht ein wenig Zeit, um vom „Holzhacken“ wieder zum runden Bowling-Spiel zu finden, das hier notwendig ist, aber siehe da: es gelingt. Dem guten Spieler früher, dem Mittelklasse-Bowler ein wenig später, dem unterdurchschnittlichen Aktiven eben nicht. Passt so – kann man nicht meckern.

Wie war es heute? Ein wenig Statistik des Spieltages gibt darüber Aufschluss.

Höchster Teamschnitt: 196,4 / Gesamtschnitt der Liga: 192 / das GAP zwischen Platz 1 und Platz 6 betrug nur 349 Pins (davon können die meisten Teams auf den Autobahnen nur träumen) / nur 9 der 30 Team-Ergebnisse 1000+ / 9 von 23 kompletten 5er-Serien 1000+ / stolze 18 Einzelspiele unter 160(!) / nur 1 Team spielte in der Startaufstellung durch (Tyrolia. Aber unser Team war heute durch akute Personalmangel ohnehin so oder so dazu gezwungen).

Es gab keine technischen Probleme. Nach teils eher unterdurchschnittlicher Performance fanden die Teams nach und nach zu ihrem Spiel und viele Spieler kamen mit den Verhältnissen immer besser zurecht. Und das, obwohl schon zu bemerken war, dass die Ölung spätestens nach dem zweiten Spiel große Verschleiß-Erscheinungen offenbarte. Das ist im 5er-Bewerb allerdings auf „Autobahnen“ nicht besser.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser 5. Spieltag der WLH den meisten Akteuren Spaß gemacht hat.

 

Unser Spiel:     Unser heutiger Spieltag stand im Zeichen akuten Personal-Mangels. Das Positive zuerst: wir waren mehr als froh, dass Langzeitausfall Heini Bittner endlich wieder dabei sein konnte. Aber andrerseits hatten wir 4 Ausfälle, was uns zwang, in der Startaufstellung durchzuspielen – es verblieben MIT Heini Bittner gerade einmal 5 Mann hoch (Robert Kukla und Vali Erben verletzt, Manuel Krotendorf beruflich verhindert, Leon Lackner auf Urlaub).

Angesichts dieser Personalsituation gelang uns ein unerwarteter Traumstart: auf 7-8 gegen den Tabellen-Nachbarn Stadlau (wie seit der 2. Runde immer unser erster Gegner – warum eigentlich?) erzielten wir in einem überzeugenden Fight gleich mit 1101 das Liga-Höchstspiel des Tages. Das mit 1006 durchaus gelungene Startspiel der Stadlauer reichte bei weitem nicht, obwohl es das zweithöchste Spiel dieses ersten Durchgangs war. Martin Pfeifer gelang mit 257 gleich das Tageshöchstspiel und Martin Liftenegger war mit dem dritthöchsten Spiel des Tages (252) fast gleichauf. Auf den Randbahnen 11-12 folgte die herbe Enttäuschung gleich auf den Fuß. Sehr Strike-arm unterwegs (zwischen 156 und 196) gingen wir gegen Etoile 1 leider ziemlich unter. 883 zu 1010. Spiel 3 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (wieder auf 7-8) ging erst im letzten Frame der Schluss-Männer verloren, obwohl auch Unistahl 1 keineswegs überzeugend unterwegs war. 977 zu 982 – schade. Das Spielglück war heute eher selten auf unserer Seite. Im Gegenteil: ich glaube es war in diesem dritten Spiel als unserem Andi Pfeifer zu allem Überdruss der geschraubte Daumen-Einsatz seines stärksten Balles ausbrach, was ihn – bislang in dieser Saison eine der wesentlichen Stützen unseres Teams - total außer Tritt brachte. Gegen Schlusslicht Etoile 2 folgte prompt unser Einbruch. Dieses 4. Spiel auf 9-10 neutralisierte leider beinahe unser gutes Startgame. 851 : 999 kostete gegen einen der Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt gleich wertvolle 4 Punkte. Darauf hätten wir gerne verzichten können. Versöhnlicher (aber leider nicht pinstarker) Abschluss auf den Bahnen 5-6 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2: mit 934 zu 845 schafften wir willkommene 3 Pluspunkte im direkten Duell gegen Gonaus, Frötschel & Co.

In Summe zwar kein sogenannter „gebrauchter Tag“ für uns, aber es wäre mehr drinnen gewesen.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

185

196

166

144

147

838

167,600

Bittner Heinrich

217

169

194

162

169

911

182,200

Fiala Walter

190

156

223

214

198

981

196,200

Pfeifer Martin

257

178

202

185

218

1040

208,000

Liftenegger Martin

252

184

192

146

202

976

195,200

Team-Ergebnis

1101

883

977

851

934

4746

189,840

Gegner

Stadlau

Etoile1

Unistahl1

Etoile2

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

1006

1010

982

999

845

4842

 

Punkte

1

0

0

0

1

2

   96,46 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      KSV Wr.Netze/Unistahl1 gewann alle Spiele und erreichte 4910 Pins. Tabellen-Führer Etoile 1 war mit 4890 Pins und 4 Siegen nicht weit dahinter. Stadlau schaffte mit 4859 nur 2 Siege und Etoile 2 konnte mit 4846 Pins gar nur einmal punkten. Tyrolia hielt mit 4746 gespielten Pins und 2 Tagessiegen gut mit. KSV Wr.Netze/Unistahl2 blieb mit 4561/1 wieder unter den Erwartungen.

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia 1101/1. Spiel, Etoile1 1083/3.,1010/2., KSV Wr.Netze/Unistahl1 1040/5.,1004/2., Stadlau 1032/3.,1006/1., KSV Wr.Netze/Unistahl2 1023/2., und Etoile2 1020/3.

Beste Einzelspieler:      Franz Hahn (Etoile 2) 1074(255/2.,235/3.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1053(237/5.), Robert Skach (Stadlau) 1041, Martin Pfeifer (Tyrolia) 1040(Tageshöchstspiel 257/1.), Leo Grundschober (Etoile 1) 1036, Daniel Hahn (Etoile 1) 1021(248/3.), Benjamin Hochstöger (Unistahl 1) 1019(234/5.), Andreas Leb (Stadlau) 1014(247/3.) und Erich Binder (Etoile 2) 1010(243/4.).

 

Die Tabelle nach dem 5. Spieltag:

1.(1)

Etoile 1

528,44 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

514,42

Rückstand in PP 14,02

3.(3)

Stadlau 1

497,09

31,35

4.(4)

Tyrolia 1

493,16

35,28

5.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

485,44

43,00

6.(6)

Etoile 2

477,20

51,24

 

Zusammenfassung:       Die Tabelle zeigt sich gegenüber der Vorrunde unverändert. KSV Wr.Netze/Unistahl 1 verkürzte den Rückstand auf Etoile 1 neuerlich minimal. Stadlau hat im Kampf um einen Stockerlplatz etwas mehr Luft. Die Wiener Liga der Herren steht vor einem dramatischen Saisonfinish (Plus-Hernals-Plus). Noch ist nix fix.

Bis bald

Walter