TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 4. Runde, 15.01.2017, Prater

 

Die Bedingungen:     Halbzeit in den höchsten Wiener Spielklassen des 5er Bewerbs. Nach 6-wöchiger Pause zweiter und auch letzter Prater-Start für diese Saison. Neuerlich volles Haus mit den Wiener Ligen für Damen und Herren (eingeteilt auf der A-Seite) und der 2. Landesliga der Herren (Seite B). Neuerlich regelrechte Parkplatznot – man will es offensichtlich so und man kriegt es so. Das Ölbild wie bekannt: also wenig Vorrutsch, wenig Öl, scharfes Finish. Normal fühlen sich die meisten Spieler bei solchen Bedingungen wohl (sie geben es halt nicht gerne zu – warum auch immer), aber die Ergebnisse explodierten nicht sondern hielten sich in moderaten Grenzen. Weil mit Fortdauer des Bewerbs immer weitere Wege gespielt werden mussten und dadurch immer öfter Grundlinien-Pins standhaft blieben. Die meisten Rechtshänder entschieden sich heute für den weiteren Weg – Neo-Bihänder Benji Kubalek war mit im Boot. Das sogenannte direkte Spiel der Aktiven mit weniger Balltempo/weniger Umdrehungen ging sich zumindest bei den Herren heute nicht wirklich aus. Den nur drei eingesetzten Linkshändern blieb die Linien-Entscheidung erspart. Auffallend: auch Spitzenleute mit hohem Balltempo und vielen Ball-Umdrehungen waren nicht durchgehend erfolgreich und mitunter auch mit ihrem Latein am Ende. Wie immer aber: die Besten der Besten am Schluss voran und das finde ich gut so. Dass mancher Spieler aus der erweiterten Spitze durch aktuelles Form-Hoch oder gute Kugel-Wahl ordentlich mitmischen konnte, macht die Liga interessanter als vorweg heuer erwartet.

Freundliches, aber nur spärlich eingesetztes Hallen-Personal, daher war „Selbstabholung“ an der Bar angesagt, weil das Drücken des Servierpersonal-Knopfs unbeachtet blieb.

Pins in der Rinne wurden auch besser selbst mit Hausbällen entfernt, sonst wären wir aufgrund unerträglich langer Mechaniker-Interventionszeiten wohl bis spät in den Nachmittag hinein eingesetzt gewesen.

Unser Spiel:     Leider noch ein verletzungsbedingter Ausfall bei uns: Robert Kukla muss wegen eingeklemmtem Nerv behandelt werden. Baldige Besserung, Robert. Da Heini Bittner bis zu seinem von uns lang ersehntes Comeback auch noch etwas Zeit braucht, stand heute folgendes Startteam auf der Bahn: A.Pfeifer-Krotendorf-Fiala-M.Pfeifer-Liftenegger spielten durch. Ich selbst hätte mir gerne – aufgrund anhaltend nicht zufriedenstellender Performance in Mannschaftsbewerben – gerne eine längere Selbstfindungs-Pause in der Reserve gegönnt. War halt heute noch nicht. Schade.

Vali Erben ließ in der Reserve mit einer soliden 994-Serie aufhorchen. Bravo.

Los ging es auf 11-12 gegen Stadlau. Die bereits anfangs sehr trockenen, aber dennoch irgendwie schmierigen Bahnen machten den Start nicht einfach. Wir setzten uns knapp mit 909 zu 871 durch. Auf 13-14 gegen Etoile 2 (Hahn & Co) eine sehr enge Partie, die wir aufgrund der sehr spielfreudigen Pfeifer-Brüder (Andreas 224, Martin 234) mit 975 zu 960 ebenfalls für uns entscheiden konnten. Gewohnt schwierig auch Spiel 3 gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 2 auf 9-10: nach einem Kopf an Kopf-Rennen reichte unser erster 1000er des Tages für den dritten Siegpunkt. 1022 zu 982. Unser Highlight des Tages gelang dann auf 15-16 ausgerechnet gegen einen der Liga-Favoriten, Etoile 1: Strike-Serien in ungewohnt geschlossenem Vortrag gelangen nach Wunsch, während sich der Gegner mit dem noch weit griffigerem Terrain der Randbahnen zu lange herum plagen musste. Uns tat der überzeugende Sieg mit 1171(!) : 988 richtig gut und Etoile 1 hat er in der aktuellen Tabellen-Situation nicht geschadet. Das Schluss-Match gegen KSV Wr.Netze/Unistahl 1 auf 11-12 war von der krampfhaften Suche nach einer noch halbwegs spielbaren Linie geprägt. Unseren sehr erfreulichen Spieltag konnten wir mit dem fünften Siegpunkt abschließen. 984 zu 877. Unglaublich: wir blieben heute ohne Niederlage. Ich kann mich nicht erinnern, wann und ob uns das in den letzten Jahren (Jahrzehnten?) überhaupt einmal gelungen war. Kapitän Martin Liftenegger brachte seine Freude durch eine Getränkerunde für uns zum Ausdruck. Prost, Tyrolia !

Überhaupt ein guter Tag für Tyrolia: erstes kräftiges Lebenszeichen unserer 1er-Damen in der WL mit 4 von 5 Siegpunkten und die zweite Herren-Mannschaft (Cumberland-Halle) mit 5 Siegen ebenfalls makellos.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Pfeifer Andreas

163

224

202

267

217

1073

214,600

Krotendorf Manuel

183

168

192

188

192

923

184,600

Fiala Walter

182

181

180

236

164

943

188,600

Pfeifer Martin

202

234

222

257

206

1121

224,200

Liftenegger Martin

179

168

226

223

205

1001

200,200

Erben Valentin

205 R

222 R

154 R

221 R

192 R

994

198,800

Team-Ergebnis

909

975

1022

1171

984

5061

202,440

Gegner

Stadlau

Etoile2

Unistahl2

Etoile1

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

871

960

982

988

877

4785

 

Punkte

1

1

1

1

1

5

 106,11 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Tyrolia 1 mit 5061 gespielten Pins und 5 Siegpunkten (106,11 PP) heute überraschend in Front. Pinstärker (5097) aber im direkten Duell mit Tyrolia unterlegen und daher mit 4 Siegpunkten knapp dahinter KSV Wr.Netze/Unistahl1. Tabellenführer Etoile 1 erreichte 5012/2, KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit 4904 Pins auch zwei Siege und Stadlau mit 4891 Pins nur einen Sieg. Etoile 2 mit 4730/1 am Ende des Feldes.

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia 1171/4., 1022/3., KSV Wr.Netze/Unistahl 1 – 1112/2.,1080/1.,1063/3., Etoile 1 – 1075/1.,1031/5., Stadlau 1054/2.,1029/3.,1002/5., KSV Wr.Netze/Unistahl 2 – 1028/2.,1005/4.

Beste Einzelspieler:      Leo Grundschober (Etoile 1) 1137(238/1.,237/5.,234/4.), Martin Pfeifer (Tyrolia) 1121(257/4.,234/2.), Alex Rauscher (Unistahl1) 1108 (244/3.,236/4.), Günter Weiss (Etoile1) 1092(259/5.), Rowby Rodriguez (Unistahl1) 1078(256/2.), Andreas Pfeifer (Tyrolia) 1073 (Tageshöchstspiel 267/4.), Erich Binder (Etoile2) 1045 und Alex Pittesser (Stadlau) 1041(247/5.).                       

 

Die Tabelle nach dem 4. Spieltag (Halbzeit):

1.(1)

Etoile 1

427,04 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

411,32

Rückstand in PP 15,22

3.(3)

Stadlau 1

398,00

29,04

4.(5)

Tyrolia 1

396,20

30,34

5.(4)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

393,33

33,21

6.(6)

Etoile 2

379,24

47,30

 

Zusammenfassung:       KSV Wr.Netze/Unistahl 1 konnte den Rückstand auf Etoile 1 etwas verkleinern. Tyrolia überholte KSV Wr.Netze/Unistahl2 und rückte in dieser Prater-Runde knapp an den bislang Drittplatzierten Stadlau heran. Etoile 2 hat etwas an Boden verloren. Nach wie vor noch keine Vorentscheidungen. Immerhin stehen in der zweiten Saison-Hälfte noch zwei Termine in der Highscore-Halle Plus bevor. Auch Cumberland und Hernals werden noch je einmal die Tabelle beeinflussen. Spannung ist vorprogrammiert.

Bis bald

Walter