TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 3. Runde, 04.12.2016, Hernals

 

Die Bedingungen:     Volles Haus an diesem Advent- und Wahlsonntag in Hernals: geballtes Wiener Männer-Bowling. WLH, 2. Wiener Landesliga und 1. Klasse mühten sich auf dem, für 5er-Teams fast schon unzumutbarem Ölbild (weil die Bahnen schon spätestens im zweiten Spiel kaputt gespielt waren) redlich ab. So quasi als Dank dafür, dass alle mit Geduld ertragen hatten, welches Kabarett da im Vorfeld  geboten wurde. Was war passiert? Alles, bin ich geneigt zu sagen. Der eingeteilte Schiedsrichter erscheint nicht auf der Bildfläche, sein 2. Mann hat – wie üblich und auch nicht notwendig – keine Unterlagen und sowohl der Schiedsrichter selbst als auch der Schiedsrichter-Obmann und der Sportobmann des Landesverbandes waren telefonisch nicht erreichbar. Mutmaßungen, warum der eingeteilte Schiedsrichter nicht vor Ort war, möchte ich nicht auch hier noch Raum geben.

Auf den Punkt gebracht, heißt es für mich: der LV Wien hat für unplanbare Ereignisse keinen sogenannten Plan B. Es kann immer passieren, dass einer der eingeteilten Verantwortlichen - aus welchem Grund auch immer - verspätet oder überhaupt verhindert ist. Es wäre schön, wenn man für so einen Ausnahmefall vorplanen würde und zum Beispiel Spielformulare und Liga-Spielpläne für das laufende Jahr in jeder veranstaltenden Halle – zumindest für einen Spieltag – deponieren würde. Ich weiß, nachher ist man immer gescheiter…

Apropos „schön“: Anton Schön hast sich redlich bemüht, den Spielbetrieb sozusagen ohne Netz und improvisiert auf die Beine zu stellen und – es ist ihm gelungen. Rasch waren Ersatz-Spielformulare händisch erstellt und für alle kopiert (nicht erwähnenswert, dass natürlich auch der Kopierer kurzfristig spinnen musste) – nicht ohne die Aktiven zwischendurch über Mikro um Geduld zu bitten und so die aufkeimende Unmut hintan zu halten. Diese dritte Runde konnte mit unter diesen Umständen vertretbarer Verzögerung von ca. 25 Minuten gestartet werden. Danke, Toni und dem unterstützenden Counter-Team. Und danke an alle einsichtigen Aktiven, die verstanden, dass es sich um eine unglückliche Aneinanderreihung von zwar immer möglichen, aber tatsächlich kaum vorkommenden Ereignissen handelte. Es gibt keine Garantien für die Zukunft, aber es ist in jedem Falle ratsam, im LV die Köpfe zusammen zu stecken und über einen Plan B zu beraten.

Noch einmal kurz zurück zum Ölbild: ein Topspieler, der durch Tempospiel und genügend Ball-Umdrehungen immer einen Weg finden kann, hat die Situation treffend charakterisiert: 90% der Spieler haben kein Mittel gegen derart öl-armes Terrain und so macht unser Sport keinen Spaß mehr. Für Individual-Bewerbe kann das zur Not noch ausreichen (da halten die Bahnen natürlich etwas länger), aber für Team-Bewerbe sollte man sich etwas einfallen lassen.

Die erzielten Ergebnisse waren breit gestreut. Top-Spiele wurden oft durch Einbrüche wieder neutralisiert. Zwischen 137 und 278 war alles vertreten. Die Besten der Besten fanden auch unter diesen Umständen meist zu ihrem Spiel – und das ist auch gut so. 30 Spieler wurden insgesamt in den Teams eingesetzt und immerhin konnten drei 1100er-Serien und zehn 1000er beklatscht werden.

 

Unser Spiel:     Mit dem Team Kukla-A.Pfeifer-Fiala-M.Pfeifer-Liftenegger starteten wir auch in diesen dritten Spieltag. Die Herausforderung auf diesen als „einfach“ erwarteten Bahnen war von Beginn an spürbar und klar: Tempo und Umdrehungen oder Pleite. Ausnahmen bestätigten wie immer die Regel – auf beiden Seiten. Für uns ging es auf 5-6 gegen Stadlau los und der Start gelang: 1040 zu 987 und nur Etoile 1 war in diesem 1. Spiel stärker als wir. Leider passierte uns umgehend, eben gegen Etoile 1 auf den Bahnen 7-8 unser fast schon traditioneller „Versager der Runde“. 880 zu 1070 war mehr als bescheiden. Gegen Etoile 2 auf 9-10 lief es wieder besser: 1027 zu 947 und der zweite Siegpunkt war eingefahren. Jetzt wurde Manuel Krotendorf (nach guten Leistungen in der Reserve) statt Robert Kukla in die Mannschaft genommen, aber im Spiel 4 gegen Unistahl 1 waren wir auf verlorenem Posten. Der bis dahin lustlos (warum eigentlich?) agierende Michael Loos, Benni Hochstöger und Alex Rauscher machten mit ihrem druckvollen Spiel den Unterschied. Nur Martin Pfeifer konnte wirklich dagegen halten, deshalb war auch dieser Siegpunkt mit 971 zu 1110 weg. Einen Kampf auf Biegen und Brechen boten wir dann gegen Unistahl 2. Unser Einsatz auf den bereits verdammt griffigen Bahnen 5-6 blieb unbelohnt. 988 zu 995. Schade.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

213

186

184

-

-

583

194,333

Pfeifer Andreas

211

166

235

178

226

1016

203,200

Fiala Walter

182

184

186

172

188

912

182,400

Pfeifer Martin

236

146

210

234

214

1040

208,000

Liftenegger Martin

198

198

212

189

161

958

191,600

Krotendorf Manuel

201 R

201 R

185 R

198

199

984

196,800

Team-Ergebnis

1040

880

1027

971

988

4906

188,600

Gegner

Stadlau

Etoile1

Etoile2

Unistahl1

Unistahl2

 

 

Ergebnis Gegner

987

1070

947

1110

995

5109

 

Punkte

1

0

1

0

0

2

 100,06 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Etoile 1 (5298 – fast 212 Schnitt/4 Siegpunkte) und Stadlau (5087/3 Siege) vor allen anderen. KSV Wr.Netze/Unistahl 2 kam mit 4933 Pins ebenfalls auf 3 Siegpunkte, Tyrolia mit 4906 auf 2. Die Teams von Etoile 2 (4763/2) und KSV Wr.Netze/Unistahl 1 (4739/2) heute am Ende des Feldes.

Beste Team-Ergebnisse: Etoile 1 – 1124/1.,1095/5.,1085/4.,1070/2., KSV Wr.Netze/Unistahl 1 – 1110/4.,1012/3., Stadlau – 1080/4.,1050/5., Tyrolia – 1040/1.,1027/3., KSV Wr.Netze/Unistahl 2 – 1010/2.

Beste Einzelspieler:      Leo Grundschober (Etoile 1) 1181(277/1.Spiel,241/3.,235/4.), Anton Stiel (Etoile 1) 1128 (Tageshöchstspiel 278/5.,235/2.), Erich Binder (Etoile 2) 1117 (243/2.), Andreas Leb (Stadlau) 1083 (238/2.), Alex Rauscher (Unistahl 1) 1061 (241/4.,237/3.), Philipp Steinbach (Stadlau) 1050, Daniel Hahn (Etoile 1) 1041 (245/4.), Martin Pfeifer (Tyrolia) 1040 (236/1.,234/4.), Walter Rieger (Unistahl 2) 1037 (235/4.,234/1.), Martin Leb (Stadlau) 1035 (258/4.), Alex Gabrielian (Etoile 2) 1025 (237/4.), Andreas Pfeifer (Tyrolia) 1016 (235/3.) und Benjamin Hochstöger (Unistahl 1) 1002 (248/4.).     

 

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag:

 

1.(1)

Etoile 1

324,42 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

305,35

Rückstand in PP 19,07

3.(3)

Stadlau 1

299,09

25,33

4.(6)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

293,29

31,13

5.(4)

Tyrolia 1

290,09

34,33

6.(5)

Etoile 2

283,44

40,48

 

Zusammenfassung:       Nachdem KSV Wr.Netze/Unistahl 1 das Team-Potenzial bei weitem nicht ausschöpfen konnte, hat sich Etoile 1 weiter abgesetzt. Beide Teams weiter unangefochten vor Stadlau. In der unteren Tabellenhälfte ist noch mehr möglich – Vorentscheidungen sehen anders aus.

Bis bald

Walter