TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

 

Wiener Liga 5er Herren 2016/17 – 2. Runde, 16.10.2016, Prater

 

 

Die Bedingungen:     Ich wiederhole mich, aber wieder waren – zum Leidwesen der Aktiven – drei Ligen gleichzeitig im Prater eingeteilt. Ein Déjà-vu-Erlebnis, das mehr als entbehrlich ist. Gewarnt von der ersten 3er-Runde dieser Saison, waren wir schon um 9 Uhr vor Ort – und am Parkplatz wurde es schon richtig eng. Kein Wunder: drei 5er-Ligen haben mehr Spieler als drei 3er-Ligen. Macht im Minimum ca. 60 Autos – muss also nicht sein dieser hausgemachte Stress. Ich will gar nicht wissen, wie es den Autofahrern ergangen ist, die erst um 9.30 Uhr oder später ankamen.

Ein weiteres Déjà-vu gab es bei der Bahnen-Ölung: wieder nix mit traditionellem Prater-Highscore. 1100er-Serien waren außer Reichweite. Die Eckpins waren lästig wie nie und viele Korrekturen im Spiel brachten nicht den gewünschten Erfolg. Blieb halt dann der andere Eckpin standhaft oder 8er bzw. 9er aus der Gasse oder folgte ein Split auf den anderen. So mancher entnervte Aktive keppelte über „sandige“ oder gar „geschotterte“ Bahnen, so wenig Öl war da im Einsatz. Nicht lustig. Die Besten der Besten waren dennoch voran, aber halt im Niveau etwas niedriger als vielleicht selbst erwartet. Liga-Schnitt demzufolge „nur“ knapp unter 193 – noch weniger als im 3er-Bewerb. Man darf ja gar nicht zu laut motzen, denn sonst „bestraft“ man uns vielleicht mit einer unspielbaren Ölung der anderen Art – zu lang und ohne Finish. War alles schon da, um uns zu beweisen, dass wir nicht spielen können. Man bekommt ja das Gefühl, dass es keinen Spaß machen darf und einen von vielen gewünschten Mittelweg kennt man ja seit Jahren nicht. OK, solange wir uns halt weiterhin auf den Kopf machen lassen.

Ein hochklassiges Spiel 1063 zu 1057 (wie heute zwischen Unistahl 2 und Tyrolia) macht schon mehr Spaß als eine Begegnung „aus der 3. Klasse Waldviertel“, wie heute auf den völlig kaputt gespielten Bahnen 1 und 2 im Schluss-Match zwischen Tyrolia und Etoile 2 (791 zu 885). Wenn man keine Teamspieler im Kader hat packt man am liebsten gleich ein und kommt nie wieder…

Nur 34 Spieler kamen in dieser zweiten 5er-Runde  im Team zum Einsatz. Unter den 25 kompletten Serien fanden sich 9 mit einem Schnitt 200+.

Der Geräuschpegel in der vollen Halle – natürlich waren traditionell auch wieder Kinderpartys angesagt – war immens hoch. Das Service-Personal bemüht, aber sichtlich gestresst und die Mechaniker-Einsätze (häufig wegen „Pin auf der Bahn/in der Rinne“) dauerten solange, dass die Spieler mit Fortdauer des Bewerbs zur Selbsthilfe griffen und die Rinnen-Pins einvernehmlich selbst weg spielten, um den Bewerb nicht zusätzlich zum langsam eingestellten Rechen (wahrscheinlich Hauptschuld für die nötigen Interventionen) noch weiter in die Länge zu ziehen. Weit haben wir es gebracht. Dass das Mikro nicht funktionierte gehört seit den 90er Jahren im Prater fast zum Standard – kenne ich noch vom Tyrolia-Saisoneröffnungsturnier. Immerhin konnte man schon vor 9 Uhr die Halle betreten. Vielen Dank dafür.

Unser Spiel:     Mit dem Team Kukla-A.Pfeifer-Fiala-M.Pfeifer-Liftenegger spielten wir den heutigen zweiten Spieltag durch. Die vom Beginn weg schon sehr „staubigen“ Bahnen 1-2 waren für uns gegen Stadlau eine zu hohe Hürde. Viele individuelle Fehler (für die die Bahnen nichts konnten) führten zu einer vermeidbaren Niederlage (916 zu 971), aber die anderen Teams waren zum Glück auch nicht viel besser. Auch Top-Spieler ließen sich vom aggressiven Finish überraschen. Spiel 2 auf 3-4 war dann ein Highlight: gegen KSV Wr.Netze / Unistahl 2 (was für ein sperriger Name) ging es knapp her und das äußerst knappe 1057 zu 1063 war herzeigbar. Die Pins halfen, auch wenn der Siegpunkt wieder knapp weg war. Wieder sehr knapp gegen Unistahl 1 auf 5-6. Diesmal hatten wir das bessere Ende für uns: 987 zu 978. Die Loipen wurden langsam „grob“ – auch zu den Besten der Besten. Spiel 4 gegen Etoile 1 gelang uns auf 7-8 leider wieder nicht nach Wunsch, aber 964 zu 1021 war erträglich. Das Schluss-Match – zurück auf 1 und 2 – war ein wahrer Alptraum: beide Teams – wage ich zu behaupten – fanden kein Rezept, weil sich in dieser „Bowling-Wüste“ sogar schon die Spare-Bälle „bewegten“. Unsere bis dahin – mit Ausnahme meiner unterirdischen Performance – recht ordentliche Leistung wurde mit diesem Spiel zerstört. Die 791 zu 885-Schlappe muss bald aus unseren Köpfen.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

167

214

215

183

161

940

188,000

Pfeifer Andreas

192

233

197

224

149

995

199,000

Fiala Walter

179

178

184

174

140

855

171,000

Pfeifer Martin

168

243

186

194

168

959

191,800

Liftenegger Martin

210

189

205

189

173

966

193,200

Krotendorf Manuel

241 R

173 R

201 R

169 R

184 R

968

193,600

Team-Ergebnis

916

1057

987

964

791

4715

188,600

Gegner

Stadlau

Unistahl2

Unistahl1

Etoile1

Etoile2

 

 

Ergebnis Gegner

971

1063

978

1021

885

4918

 

Punkte

0

0

1

0

0

1

   95,15 PP

 

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Wieder nur 2 Teams auf 200er-Kurs: Etoile 1 mit allen 5 Siegpunkten und 5040 Pins und KSV Wr.Netze/Unistahl 1 mit zwar 5070 Pins (202,8 Schnitt), aber nur 3 Siegen. KSV Wr.Netze/Unistahl2 erreichte 4839/3, Tyrolia 4715/1, Etoile 2 gewann zweimal mit 4634 Pins und Stadlau enttäuschte mit 4621 Pins und nur 1 Siegpunkt.

Beste Einzelspieler:      Günter Weiss (Etoile 1) 1074 (Tageshöchstspiel 258/2.,233/3.), Thomas Gross (Unistahl 1) 1071, Walter Rieger (Unistahl 2) 1066 (236/2.), Leo Grundschober (Etoile 1) 1047 (233/2.), Alex Rauscher (Unistahl 1) 1046, Mika Loos (Unistahl 1) 1032 (249/1.), Patrick Stiel (Etoile 1) 1016 (239/1.), Benni Hochstöger (Unistahl 1) 1008 (237/2.) und Martin Leb (Stadlau) 1001 (230/5.).

 

Die Tabelle nach dem 2. Spieltag:

 

1.(1)

Etoile 1

214,46 PP

 

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

208,46

Rückstand  in PP  6,00

3.(3)

Stadlau 1

194,22

20,24

4.(6)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

191,46

23,00

5.(4)

Tyrolia 1

190,03

24,43

6.(5)

Etoile 2

187,31

27,15

 

 

Zusammenfassung:       Die Favoriten haben sich bereits abgesetzt. Stadlau hat etwas an Boden verloren, bleibt aber für mich ein heißer Anwärter auf einen Stockerl-Platz in Wien. Erst am zweiten Adventsonntag (4. Dezember) geht es in Hernals weiter.

Bis bald

Walter