TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr.Liga 3er Herren 2016/17 - 6. Und letzte Runde, 12.03.2017, Plus

 

Die Bedingungen:        Fantastische Leistungen im Schnitt-Eldorado Plushalle. Fantastisch? Naja: fantastisch unrealistisch halt. Aber: man muss auch erst „hin“ treffen und Ball-Weg (ich spreche nur von den Rechtshändern) und den Ball selbst halt jeweils richtig und im richtigen Augenblick wechseln können – und das können doch viele unserer Wiener Liga-Spieler.

Statistik gefällig?

Ein kleiner Ausschnitt davon: 214,25 Liga-Schnitt. 109 (2/3) der insgesamt 168 Spiele endeten über 200. 41 über 230. 8(!) über 250 und 6(!) gar über 270. Krönender Abschluss war ein perfektes Spiel von Walter Rieger (KSV Wr.Netze/Unistahl 1) im Schlussmatch gegen das Sieger-Team von Etoile 2. Alle haben wir es dem sympathischen Linkshänder gegönnt.

7 der 8 Teams spielten – teils weit – über 200 Mannschafts-Schnitt. Von den 18 absolvierten kompletten 7er-Serien waren 15 (das sind 83 %) über 1400, davon 7(!) über 1500 und 4 gar über 1600. Chapeau, liebe Kollegen. Auch, wenn die Bahnen das im Moment hergeben, kann man dazu nur gratulieren. Noch drastischer wird die Ergebnis-Rückschau, wenn man bedenkt, dass nur 3(!) der kompletten 7er-Serien unter 1400 endeten.

KSV Wr.Netze/Unistahl1 performte auf höchstem Niveau, konnte aber letztendlich das Pin-Manko durch die drei verletzungsbedingt versäumten Spiele natürlich nicht mehr ausgleichen. Auch ein Sieg im schon erwähnten Schluss-Match gegen Franz Hahn & Co hätte an der Verteilung der Stockerl-Plätze nichts mehr geändert.

Etoile 2 hatte bereits in der 2. Runde am 9. Oktober des Vorjahres in der Heimhalle Cumberland die Führung übernommen, diese bis zum Schluss verteidigt und hat damit auch mehr als verdient den Titel errungen. War bei dieser Konkurrenz keine Kleinigkeit. Herzliche Gratulation auch von meiner Seite.

 

Unser Spiel:     Unsere heutige Startmannschaft mit den beiden Pfeifer-Brüdern und Martin Liftenegger kam ganz gut aus den Startlöchern. Auf 21-22 ging es wieder – ja richtig – gegen Stadlau. Die beiden Pfeifers waren sofort im Bilde – Martin Liftenegger brauchte ein Spiel länger, fand dann aber zu einer Superform. 630 zu 532. Im zweiten Spiel gegen den bislang Vorletzten, KSV Wr.Netze/Unistahl 2, wurden wir auf den Boden der Wiener Liga-Realität zurück geholt: auf 17-18 waren wir gegen die 772 (Gonaus 258, A.Rauscher 279, Panzenböck 235) von Unistahl 2 mit unseren vergleichsweise bescheidenen 566 ohne Chance. Gute Leistung dann auf 19-20 gegen Schlusslicht Future/BTA, aber die 650 waren zu wenig, weil Peter Kantner mit 267 einen großen Beitrag zum 677-Spiel seines Teams beitrug. Langsam wurde es eng, warteten ja noch ordentliche „Kaliber“ auf uns. Käptn Martin nahm jetzt mich für Martin Pfeifer in die Mannschaft. Auf 17-18 gelang uns dann ein Überraschungs-Sieg gegen Etoile 1, der mit 630 zu 624 recht knapp ausfiel. Die Tabellen-Situation wurde dadurch nicht nachhaltig besser, weil die Konkurrenten auch immer wieder anschreiben konnten. Tragisch wurde unsere Situation dann durch ein äußerst knapp vermurxtes Match gegen den späteren Sieger Etoile 2 auf 15-16. Erst in den Nachwürfen unterlagen wir 658 zu 660. Ein Sieg in diesem Spiel hätte den Klassenerhalt fixiert. Kann man nichts machen.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1 war jetzt auf 21-22 zu bekämpfen. Die Punkte hingen deutlich zu hoch (604 zu 705 / Thomas Gross 277). Alles konzentrierte sich jetzt auf das Entscheidungsmatch um den Klassenerhalt, sprich: gegen den Abstieg. Gegner auf 15-16 war das - für uns immer unangenehm zu spielende - Team der Black Jack Bowlers. Und wie es kommen musste, so kam es. Dusan Kometter riss seine Kollegen mit 248 mit und fixierte fast im Alleingang das für uns enttäuschende 582 zu 655. Unsere drei „braven“ 190er-Partien waren entschieden zu wenig. Da zeitgleich KSV Wr.Netze/Unistahl 2 gegen Future/BTA - ohne zu glänzen - die erforderlichen 2 Punkte einheimsen konnte, müssen wir punktegleich aufgrund der weniger gespielten Pins wieder in die 1. Klasse absteigen. Unsere Gegner haben uns das Überleben jedoch mit 4625 gespielten Pins (über 220 Schnitt) nicht gerade leicht gemacht – war aber in der Wiener Liga auch nicht zu erwarten…

Dieser Abstieg wäre diesmal dennoch klar zu vermeiden gewesen. Aber in den ersten Runden haben wir durch Individualfehler und wenig Spielglück viel zu viele Punkte liegen gelassen und den verletzungsbedingten Komplett-Ausfall von Heini Bittner haben wir nie richtig verkraftet.

Unser Ziel muss natürlich der sofortige Wieder-Aufstieg in der nächsten Saison sein.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Andreas Pfeifer

213

176

213

192

210

165

-

1169

194,833

Martin Pfeifer

234

175

192

-

-

-

191

792

198,000

Liftenegger

183

215

245

249

226

245

196

1559

222,714

Fiala

-

-

-

189

222

194

195

800

200,000

Team-Ergebnis

630

566

650

630

658

604

582

4320

205,714

Gegner

Stadlau

Unistahl2

Future

Etoile1

Etoile2

Unistahl1

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

532

772

677

624

660

705

655

4625

 

Punkte

2

0

0

2

0

0

0

 

 4 Punkte

 

 

Die Besten des Spieltages:

Mit vergleichsweise moderaten 4557 Pins erkämpfte Etoile 2 immerhin 12 Punkte (nur der Bruder-Kampf zu Beginn ging verloren). KSV Wr.Netze/Unistahl 1 erspielte mit Höchstscore 4757 (mehr als 226 Schnitt) 10 Punkte, ebenso  Etoile 1 (mit 4647 Pins). Rettende 8 Punkte für KSV Wr.Netze/Unistahl 2 mit sehr guten 4673 Pins. 6 Punkte für Black Jack (4504 Pins) und jeweils 4 Punkte für Stadlau (4415) und Tyrolia (4320). Future-BTA erkämpfte mit 4122 immerhin 2 Punkte.

Höchstes Ergebnis und alle Punkte für Etoile 1 (4723 Pins, 14 Punkte). KSV Wr.Netze/Unistahl1 dahinter mit 4547/10. Zwei Die besten Spieler des Tages:        Alex Rauscher (UNistahl2) 1684 (288/3.Spiel,279/2.,254/5.), Thomas Gross (Unistahl1) 1658 (277/6.,268/2.,258/1.), Leo Grundschober (Etoile1) 1621 (257/3.,246/2.,245/1.), Günter Weiss (Etoile2) 1616 (246/4.,237/6.,235/3.,230/7.), Michael Loos (Unistahl1) 1589 (275/1.,258/5.,246/2.,230/3.), Martin Leb (Stadlau) 1583 (257/5.,239/4.,je 234/2.+3.), Johann Riegler (BJB) 1572 (245/4.,je 237/1.+5.,236/3.,235/2.), Patrick Stiel (Etoile1) 1569 (254/6.,235/1.), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1559 (249/4.,je 245/3.+6.), Dusan Kometter (BJB) 1537 (248/7.,je 233/2.+5.) und Walter Gonaus (Unistahl2) 1530 (258/2.,247/3.,245/5.).  

Tageshöchstspiel, wie erwähnt: Walter Rieger (Unistahl1) mit 300/7., der aber erst ab Spiel 4 eingesetzt wurde.

Übrigens: fantastische erste 3er-Serien zu Beginn des Spieltages. Alex Rauscher 787, Thomas Gross 763 und Leo Grundschober 748.

Höchste Team-Ergebnisse:  KSV Wr.Netze/Unistahl2 - 772/2.,754/3.,740/5., Etoile1 – 748/2.,726/3., KSV Wr.Netze/Unistahl1 – 737/2.,705/6., Stadlau 699/2., BJB 693/1.

 

Tabellen-Endstand nach Runde 6

Pkte

Pins

1.(1)

Etoile 2

60

26816

2.(2)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1  *)

56

24916

3.(3)

Etoile 1

  50

27135

4.(5)

Black Jack Bowlers

40

25557

5.(4)

Stadlau 1

38

25780

6.(7)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

34

25649

7.(6)

Tyrolia 1

34

25322

8.(8)

Future-BTA 1

24

24412

 

Zusammenfassung:      Dramatische letzte Runde in der Plushalle. Böses Ende für Tyrolia. Buchstäblich in letzter Minute. Unistahl 2 nicht zuletzt nach traumhafter Performance von Alex Rauscher gerettet. Etoile 2 nunmehr als (gar nicht mehr so) überraschender Meister endgültig bestätigt. Bravo.

 *) Nochmals zur Erinnerung: KSV Wr.Netze/Unistahl 1 musste in Runde 2 (Cumberland) nach 4 Spielen w.o. geben.

Bis bald

Walter