TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr.Liga 3er Herren 2016/17 - 2. Runde, 09.10.2016, Cumberland

 

Die Bedingungen:        Nach dem Saison-Start der 5er Teams Mitte September traf sich auch die WLH 3er nun zum Stelldichein in der Cumberland-Halle. Der für viele eher überraschend zähe Auftakt in der Phönix-Halle Prater war vermutlich schon verdaut und jetzt ging man daran, die Tabellen-Positionen zu bestätigen. Und – ich nehme es gleich vorweg – es blieb an diesem kühlen Sonntag in Penzing kein Stein auf dem anderen. Die Tabelle wurde ordentlich durcheinander gewürfelt. Kein Team konnte seinen Tabellenplatz halten. Die „Heimmannschaften“ Etoile 2 und Etoile 1 und überraschend Future-BTA nutzten die Gunst der Stunde und räumten in dieser ereignisreichen 2. Runde die meisten Punkte ab.

Die Bahnen-Ölung wie schon im 5er-Bewerb: für Spieler mit genügend Tempo und vor allem ausreichend Ball-Rotation bot sich genügend Platz, der teilweise auch ordentlich genutzt wurde. Die gebotenen Leistungen waren mit Abstand das Beste, was in der bisherigen Saison in Wiener Ligen zu sehen war. Die Top-Leute spielten in der kompletten 7er-Serie erwartungsgemäß deutlich über 210 Schnitt, aber auch einige Überraschungs-Kandidaten zeigten heute einmal auf.

Details etwas später.

Nach Spiel 4 kam es zu einer kuriosen Wende, zu einem Paukenschlag, den ich so bislang in meinem langen Bowlingleben noch nicht erlebt habe: Titelfavorit KSV Wr.Netze/Unistahl 1 war nur mit drei Spielern in der Halle vertreten und gab als gesamtes Team für die weiteren Spiele w.o., nachdem Thomas Gross verletzungsbedingt aufgeben musste. Warum Benni Hochstöger und Mika Loos nicht zu zweit fertig spielten (nachdem weitere Punkte ohnehin illusorisch schienen) erschloss sich mir und den anderen im Moment nicht ganz, wird aber wohl seine Gründe gehabt haben.

Nun, wie geht man mit so einer Situation um? Neuland für alle. Unistahl 1 hatte heute bis zur w.o.-Entscheidung nur das Startspiel gegen das eigene zweite Team gewonnen. Ohne der LV-Entscheidung vorgreifen zu wollen, werden wohl die 4 Startspiele so gewertet, wie absolviert und die drei Gegner der restlichen Spiele kampflos zwei Punkte einstreifen. Hat für alle Teams (außer vielleicht Unistahl 2) nur neutrale Auswirkung und Unistahl 1 hat Potenzial genug, um diesen Aderlass im Laufe des Sportjahres noch weitgehend wieder auszubügeln. Kurze allgemeine Verwirrung, dann ging es wie gewohnt weiter.

Es gab keine technischen Probleme, sieht man von den teilweise auffälligen Pinsetter-Unregelmäßigkeiten wieder ab.

Das routinierte Team rund um das aufmerksame Hallen-Management sorgt stets dafür, dass die Bewerbe ordentlich ablaufen und alle Mechaniker-Interventionen möglichst zeitnahe und rasch erfolgen. Der Kugel-Rücklauf ist deutlich schneller (eingestellt) als in den anderen Wiener Hallen – sehr angenehm.

Unser Spiel:     Unser zweiter Auftritt im Oberhaus lief leider neuerlich nicht nach Wunsch. Die Start-Aufstellung war nicht die geplante, die Gründe dafür möchte ich außen vor lassen. Wir haben uns aber nach Spiel-Ende darüber verständigt, künftig exakt offen zu legen, wer in der Startaufstellung steht und neuerlich an alle den Appell gerichtet, möglichst zeitgerecht vor Spielbeginn in der Halle anwesend zu sein. Mal sehen, ob das läuft.

Andreas Pfeifer-Fiala-Martin Pfeifer nahmen also zu Beginn die Herausforderung an, den Fehlstart aus dem September zu reparieren. Los ging es auf den Bahnen 7-8 gegen das junge Stadlau-Team (A.Leb-Ph.Steinbach-M.Leb) und das Match hätte eng werden können. Hätte, wenn nicht meine Wenigkeit(158) und leider auch Martin(161) einen ordentlichen Topfen zusammen gespielt hätten. Nicht Schlussmann Martin Leb (256) machte es aus, nein, wir standen uns selbst im Weg und Andis 236 waren da zu wenig Gegenwehr. 555 zu 648. Ich wollte aus der Mannschaft, war total entnervt. Ging nicht. War nicht geplant. Schwamm drüber.

Weiter ging es gegen Unistahl 2, das wir im ersten Spiel als einziges Team geschlagen hätten – wenn wir gegen Alex Rauscher & Co gespielt hätten. „Hätti, war i.“ War aber nicht. Und auf den Randbahnen 11-12 waren wir mit dürftigen 561 gegen 644 chancenlos. Im Spiel 3 kam es noch dicker: auf 9-10 zeigten uns die Brüder Weiss und Toni Stiel, was heute möglich war. Ihr Tageshöchstspiel von 762 konnten wir mit unseren mageren 555 nur neidlos bestaunen.

Nach meinem für uns alle schmerzhaften Totalversager kam jetzt endlich Martin Liftenegger ins Team, aber mit 523 zu 636 gegen Future-BTA waren auf den Bahnen 5-6 ebenfalls keine Punkte drinnen. Tat auch weh, denn in dieser Liga sollten wir halt zumindest gegen vermeintlich schwächere Teams (oder fairer ausgedrückt: Teams auf Augenhöhe) reüssieren.

Gegen Etoile 1 im fünften Spiel des Tages gelangen uns auf 9-10 endlich Einzelergebnisse der besseren Sorte, aber 630 reichte gegen 667 wieder nicht. Wir standen weiter mit leeren Händen da.

Nächstes Spiel: sichere 2 Punkte, weil „ohne Gegner“ (siehe erwähnten Unistahl 1-Abgang). 616 auf den Bahnen 5-6 in diesem Alleingang waren ganz ordentlich, wobei wir leider in der Nachbarschaft mit ansehen mussten, dass einer unserer Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt (nämlich Black Jack) Etoile 1 überraschend mit 712 zu 554 förmlich „zerlegten“.

OK, da mussten wir halt auch heute durch. Immerhin konnten wir dann im Schluss-Spiel eben gegen diese Black Jack Bowlers auf 11-12 im direkten Duell mit 592 zu 547 gewinnen.

Schade, denn dennoch sind wir nach dieser zweiten Runde das neue Schlusslicht der Tabelle. Kann nur besser werden.

 

 

 

 

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Andreas Pfeifer

236

189

193

169

215

207

233

1442

206,000

Fiala

158

175

149

-

-

-

-

482

160,667

Martin Pfeifer

161

197

213

197

190

187

180

1325

189,286

Liftenegger

-

-

-

157

225

222

179

783

195,750

Team-Ergebnis

555

561

555

523

630

616

592

4032

192,000

 

Stadlau

Unistahl2

Etoile2

Future

Etoile1

o.G.

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

648

644

762

636

667

0

547

3904

216,889

Punkte

0

0

0

0

0

2

2

 

  4  Punkte

 

Die Besten des Spieltages:

Etoile 2 heute das Maß aller Dinge: 4542 gespielte Pins (mehr als 216 Schnitt) und 12 Siegpunkte. Dahinter Etoile 1 (4388/10) und überraschend Future-BTA (4308/10). Stadlau (4248), Unistahl 2 (4230) und BJB (4177) erreichten jeweils 6 Punkte. Deutlich am Ende des Feldes (und demnach auch in der neuen Tabelle) Tyrolia mit nur 4032 Pins und 4 Punkten.

Unistahl 1 erreichte in den absolvierten vier Games 2525 Pins (mehr als 210 Schnitt) und 2 Siegpunkte.

Die besten Spieler des Tages: immerhin 12 der 15 kompletten Serien lagen über 200 Schnitt. Tagesführung für Kurt Weiss (Etoile2) mit 1593 (227,6 Schnitt – 266/4.,245/2.,245/3.) vor Alex Rauscher (Unistahl2) 1586 (Tageshöchstspiel 277/2.,245/4.,236/5.), Robert Fürst (Future-BTA)1555 (264/7.,246/4.), Anton Stiel (Etoile2) 1497 (259/3.,244/4.) und Martin Leb (Stadlau) ebenfalls 1497 (256/1.,236/3.,231/2.), Patrick Stiel (Etoile1) 1496 (256/2.), Thomas Koch (Future-BTA) 1468 (253/2.,247/3.), Dusan Kometter (BJB) 1464 (231/1.), Leo Grundschober (Etoile1) 1454 (262/3.), Andreas Pfeifer (Tyrolia) 1442 (236/1.,233/7.), Daniel Hahn (Etoile1) 1438 (258/4.) und Andreas Leb (Stadlau) 1435 (236/2.).

Höchste Team-Ergebnisse:  Etoile 2 -  762/3.,719/4.,641/5.,631/4., BJB – 712/6.,642/3., Unistahl 1 – 693/1.,645/2., Etoile 1 – 685/2.,667/5.,647/3.,645/4., Future-BTA – 659/7.,636/4., Stadlau 657/2.,648/1.,640/3, Unistahl 2 – 644/2.,641/7., Tyrolia – 630/5.

Tabelle nach Runde 2

Pkte

Pins

1.(2)

Etoile 2

22

8821

2.(1)

Etoile 1

20

8762

3.(4)

Stadlau 1

15

8467

4.(5)

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

13

8383

5.(6)

Black Jack Bowlers

12

8186

6.(3)

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

12

6528

7.(8)

Future-BTA 1

10

8135

8.(7)

Tyrolia 1

8

7940

 

Zusammenfassung:      Die Tabelle hat nach dieser an Überraschungen reichen 2. Runde ein komplett anderes Aussehen. Stadlau ist recht ordentlich in die Saison gestartet und könnte im Kampf um die Stockerlplätze das Zünglein an der Waage werden. Die Etoile-Teams bislang außer Streit, ansonsten haben sich die Punkte eher im Feld verteilt. Heute waren mit knapp über 200 Mannschafts-Schnitt in der Cumberland-Halle nur 6 Punkte drinnen. Das Niveau kann sich sehen lassen.

Bis bald

Walter