TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr.Liga 3er Herren 2016/17 - 1. Runde, 10.09.2016, Prater

 

Die Bedingungen:        Saison-Eröffnung der Wr.Liga 3er in der Praterhalle. Neuerlich 3 Ligen (WLD, WLH, 1.Klasse Herren) zur gleichen Zeit? Schönes Spätsommer-Wetter, noch laufende Tennis- und Hockey-Saison – das konnte ja heiter werden. Und bezüglich Parkplatznot wurde es das auch. Wer nicht rechtzeitig genug von zu Hause wegfuhr, hatte seine liebe Not, denn schon kurz nach 9 Uhr war der Parkplatz ordentlich ausgelastet. Darauf kann man sich aber einstellen. Der Phönix Bowlingpark selbst war aber in jeder Hinsicht gerüstet: offene Türen schon um 9, die Bahnen technisch tadellos in Schuss und das Personal bemüht, den Bowler-Ansturm zu bewältigen.

Die Bahnen-Ölung? Na ja, in der Einspielzeit dachte man noch, da würde heute „etwas“ gehen und die Besten der Besten werden eine Höchstserie nach der anderen auf die Bahn knallen. So war es dann aber nicht: schon nach kurzer Spielzeit wurde klar, dass die vielen Spuren das Profil derart rasch ändern und nur genaues Spiel, hohes Ball-Tempo mit entsprechender Rotation und rechtzeitig flexibles Reagieren auf die geänderte Bahnen-Charakteristik in Verbindung mit der jeweils richtigen Kugel-Wahl zum Erfolg führen werden – und das schafften halt nur wenige. Und das ist auch gut so. Es erklärt auch, dass letztlich „nur“ 6 der über alle 7 Spiele eingesetzten 17 Akteure einen Schnitt von 200+ schafften.

Auch bei den Besten gab es aber Hochs und Tiefs – ungewöhnlich viele 150er und 160er-Partien schlichen sich ein, aber die – wie ich gerne sage – „wirklich Guten“ reagierten darauf halt schneller (und vor allem erfolgreicher) und besserten mit Spielen jenseits der 230 halt wieder umgehend aus. Der Liga-Schnitt: 195,071 – für den Prater nicht üppig.

Insgesamt kamen 29 Spieler zum Einsatz. 4 der 8 Teams spielten in der Startbesetzung durch.

Unser Spiel:     Unsere Rückkehr in die höchste Wiener Spielklasse (zuletzt waren wir dort in der Saison 2008-09 tätig) hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Unsere sehr erfreulichen Neuzugänge, Andreas und Martin Pfeifer, waren zwar an Bord, dafür aber fehlte unser Spitzenbowler der letzten Jahre, Heini Bittner, diesmal aufgrund einer hoffentlich nicht langwierigen Schulterverletzung. Wir hoffen, dass er unser Team bald wieder verstärken kann und wünschen ihm baldige vollständige Genesung.

Die WLH war auf den Bahnen 09-16 eingeteilt. Wir starteten in der Formation Liftenegger-Fiala-Martin Pfeifer auf 15-16 gegen den 2. Aufsteiger Future-BTA und das war keine einfache Übung. Hätte nicht Martin Pfeifer in seinem ersten Spiel im neuen Tyrolia-Dress einen Blitzstart hingelegt (257), wären wohl diese ersten Siegpunkte (593 : 584) dahin gewesen. Martin und ich fanden nie eine Linie, mit der wir zufrieden sein konnten. Und das blieb leider auch in den folgenden Spielen so. Gegen Stadlau auf 9-10 schaffte Pfeifer zwar noch 202, war aber zu wenig (leicht vermeidbare Niederlage 558 : 586). Gegen Etoile 1 (mit Neuzugang Leo Grundschober, Daniel Hahn und Patrick Stiel drei EM-Bronzene) auf 11-12 war auch Martin Pfeifer mit seinem Latein am Ende, deshalb nur magere 501 zu 596. Wäre auch zu gewinnen gewesen. Klingt komisch, aber man muss bedenken, dass Leo gegen uns mit 168 auch nicht zu seinem Spiel finden konnte und nur Patrick Stiel (233) wirklich performte. Martin Liftenegger ging jetzt aus der Mannschaft (obwohl auch ich schon dafür „reif“ war) und Andreas Pfeifer kam zu seinem ersten Tyrolia-Einsatz – und er machte es gut: zurück auf unseren Startbahnen 15-16 scorte er gegen Unistahl 2 immerhin 215, es reichte aber wieder nicht, obwohl man Unistahl 2 auch schon besser gesehen hat. Neuerlich vermeidbare Niederlage: 557 zu 620. Noch immer standen wir mit mageren 2 Punkterln da. Martin Liftenegger kehrte jetzt statt meiner Wenigkeit in die Mannschaft zurück – nach einem für mich unerwarteten schwachen Saisonstart (ausgerechnet im Prater?!) konnte ich frustriert von „draußen“ die Daumen halten. Der Krampf war aber nicht aus der Mannschaft zu vertreiben und gegen Unistahl 1 erlitten wir auf 13-14 die nächste Niederlage. Schon fad, aber auch dieses Spiel wäre trotz scheinbar großem Abstand zu gewinnen gewesen. Benny Hochstöger schaffte sein Tageshöchstspiel (232). Das reichte. 515 zu 594. Im vorletzten Spiel des Tages – gegen Black Jack auf 11-12 – konnte sich Martin Liftenegger endlich mit einer 244er-Partie etwas befreien, aber die Gesamtleistung unseres Teams reichte wieder nicht aus. Diesmal mit 597 zu 606 sehr knapp. Die Schlusspartie gegen Etoile 2 hatte wieder kein besonderes Niveau, aber diesmal ging das Match zu unseren Gunsten aus. 587 zu 574. In der Endabrechnung dieses Spieltages der vergebenen Möglichkeiten standen 4 Punkte zu Buche.

Gefühlt wäre jedes Spiel zu gewinnen gewesen, aber auch „in der Krise“ sind halt die besten Teams immer eine Nasenlänge vor den anderen. Bei schwierigen Bahnen-Verhältnissen – und ich meine aus persönlicher Sicht waren sie schwierig – tun sich halt alle schwer und damit bleibt alles beim Alten.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Liftenegger

175

175

159

-

168

244

185

1106

184,333

Fiala

161

181

171

163

-

-

-

676

169,000

Martin Pfeifer

257

202

171

179

154

167

185

1315

187,857

Andreas Pfeifer

-

-

-

215

193

186

217

811

202,750

Team-Ergebnis

593

558

501

557

515

597

587

3908

186,095

 

Future

Stadlau

Etoile1

 Unistahl2

Unistahl1

BJB

Etoile2

 

 

Ergebnis Gegner

584

586

596

620

594

606

574

4160

 

Punkte

2

0

0

0

0

0

2

 

  4  Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

Das halbe Nationalteam vom glanzvollen Auftritt bei der EM 2016 in Brüssel, Etoile 1 (Grundschober-P.Stiel-D.Hahn), war bestes Team: 4374 Pins (208,286 Schnitt)/10 Siegpunkte. Ebenfalls 10 Punkte für Etoile 2 (4279) und Unistahl 1 (4003 Pins). Neben den beiden Etoile-Teams erreichte noch Stadlau einen Schnitt 200+ (4219), landete aber mit 9 Punkten knapp dahinter. Unistahl 2 folgte mit 4153/7, die Black Jack Bowlers mit 4009/6 und Tyrolia mit 3908/4. Schlusslicht nach diesem 3er-Auftakt war Futur-BTA (3827 Pins, keine Siegpunkte).

Die besten Spieler des Tages: 6 der 17 kompletten Serien lagen über 200 Schnitt. In Front Leo Grundschober (Etoile 1) 1505 (215 Schnitt – 254/4. Spiel, 257/6.) vor Marco Pilecky (Unistahl 2) 1490 (242/3.,236/4.,230/7.) und Günter Weiss (Etoile 2) 1482. Es folgten Patrick Stiel (Etoile 1) 1438 (246/1.,233/3.,254/5.), Anton Stiel (Etoile 2) 1432 (230/4.) und Daniel Hahn (Etoile 1) 1431 (245/5.).

Weitere ansprechende Einzelergebnisse: Martin Leb (Stadlau) 259/1., Martin Pfeifer (Tyrolia) 257/1., Robert Fürst (Future) 257/4., Johann Riegler (BJB) 249/6.,235/1., Martin Liftenegger (Tyrolia) 244/6., Robert Skach (Stadlau) 238/2., Andreas Leb (Stadlau) 235/7., Dusan Kopmetter (BJB) 234/2., Benny Hochstöger (Unistahl 1) 232/5., 231/7.

Höchste Team-Ergebnisse:  Etoile 1 -  713/5.Spiel,675/4.,641/1., Unistahl 1 – 668/7., Unistahl 2 – 656/3., Black Jack 649/1., Stadlau 646/7., Etoile 2 - 638/1.,637/4.,630/2.

Tabelle nach Runde 1

Pkte

Pins

1.

Etoile 1

10

4374

2.

Etoile 2

10

4279

3.

KSV Wr.Netze/Unistahl 1

10

4003

4.

Stadlau 1

9

4219

5.

KSV Wr.Netze/Unistahl 2

7

4153

6.

Black Jack Bowlers

6

4009

7.

Tyrolia 1

4

3908

8.

Future-BTA 1

0

3827

 

Resümee:      Im Prater wurden die Erwartungen der meisten Aktiven nicht ganz erfüllt. Die Etoile- und Unistahl-Teams werden wohl den Titel untereinander ausmachen. Stadlau und Tyrolia erwarte ich im Mittelfeld. Den Kampf um den Klassenerhalt, also gegen die – leider noch immer – 2 Abstiegsplätze erwarte ich zwischen diesen beiden Teams und BJB bzw. Future-BTA aber eng. Da sich in Runde 1 die Punkte moderat verteilten, ist im Moment sowohl nach oben als auch nach unten noch alles offen.

Bis bald

Walter