TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2015/16 – 4. Runde, 24.01.2016, Prater

 

Die Bedingungen:    Ab 9 Uhr morgens praktisch schon volles Haus im Prater. Vier 5er- Ligen (WLD, WLH, Herren 2. LL und Herren 1. Klasse) waren angesagt und die erwartete (und natürlich auch eingetretene) Parkplatz-Not veranlasste viele Aktive, die Anfahrt bereits früher einzuplanen, um ja den 10-Uhr-Start nicht zu versäumen. Und das Hallen-Management spielte dankenswerter Weise mit: die Türen waren schon offen und ich nehme an, dass das Geschäft florierte. Jedenfalls war das sehr freundliche und flotte Servierpersonal emsig am Werk. Vielen Dank dafür.

Es spricht sich übrigens – das sei an dieser Stelle gerne kurz erwähnt – auch langsam herum, dass man im Prater jetzt auch wieder ganz gut essen kann. Lässt sich ja ganz gut an und vielleicht steigert das auch wieder die sogenannte Verweildauer der Aktiven rund um eine Meisterschafts-Runde.

In sportlicher Hinsicht gab es viel Licht, aber auch viel Schatten. Eigentlich boten sich wieder (zumindest vom Ölmuster her) Highscore-Bahnen, aber spätestens nach dem dritten Spiel war es für die meisten Spieler eher mühsam, noch den richtigen Ball oder die richtige Linie zu finden. Bereits vom Start weg lagen allerdings Split und Strike sehr eng beisammen. Allein den König aller Splits (7 – 10) sah man in unserer Liga gezählte 14(!) Mal. Viele offene Frames durch Cherries, unzähligen Abseitspins aufgrund verschmierter Bahnen-Finish-Bereiche waren mit Fortdauer des Spiels eine rechte Plage. Die meist viel zu langen Mechaniker-Interventionszeiten bei technischen Problemen führten darüber hinaus immer wieder zu verständlichen Unmutsäußerungen der Spieler und störten den Spielrhythmus auffällig. In der zweithöchsten Wiener Spielklasse wundert man sich auch langsam über die Tatsache, dass man scheinbar die B-Seite im Prater „gepachtet“ hat. Was nicht heißt, dass die Ergebnisse auf der A-Seite besser gewesen wären, aber man will halt eine gewisse Chancengleichheit gern verwirklicht sehen.

 

Unser Spiel:     Wir spielten heute wieder in der Standard-Besetzung durch. Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger bekamen es im Durchgang 1 mit dem BSC Phönix auf den Bahnen 21-22 zu tun. Da das, von Erwin Simané betreute, jüngste Team der Liga nur eher schwer in die Gänge kam, konnten wir unseren gewohnt guten Start zum ersten Sieg des Tages nützen. 1041 zu 978 war ganz ordentlich. Nur Casino Wien mit dem Tageshöchstspiel 1126 und Tabellen-Nachbar Strike & Spare mit 1053 waren zu diesem Zeitpunkt vor uns. Etoile auf 23-24 war nächster Gegner.  Uns gelang mit 1079 zu 949 eine nette Revanche für unsere einzige Niederlage in der vergangenen Runde in der Plushalle. „Viel Spassss!“ (ich kann diesen zwangsoriginellen, unnatürlichen Sportgruß nicht einmal mehr hören) wurde uns jetzt von unserem Lieblingsgegner, den „Gelben“, auf 21-22 gewünscht. Den hatten wir auch – aber nur bis zum Schlussframe. Nachdem ich den 10er Pin versemmelt hatte und damit unseren Vorsprung auf 11 Pins schrumpfen sehen musste, traf Martin als Schlussmann das gleiche Schicksal und wieder einmal ging ein Siegpunkt gegen traditionell nicht nur gefühlt missgünstige Gelbe den Bach hinunter. Minus 3 Pins (989 : 992). Das schmerzte gehörig. Aber das Schicksal kann auch manchmal gnädig sein und so gleicht sich alles aus. Im 4. Spiel hatte Strike & Spare gegen Casino mit minus 9 Pins das Nachsehen, während wir auf den Randbahnen 17-18 gegen die schwer zu berechnende ABP-Mannschaft mit 973 zu 903 den dritten Siegpunkt einfuhren. Unser Schluss-Spiel auf 19-20 gegen ein heute sehr motiviert kämpfendes Casino Wien ließ den bereits hinter uns zusehenden Gelben (wir hatten wieder einmal nach langwierigen Mechaniker-Einsätzen ein exklusives Nachspiel von 2 Frames) die Gesichtszüge einfrieren. Für sie war es unfassbar, dass wieder einmal Fortuna ihre schützende Hand über uns hielt, weil wir mit dem denkbar knappsten Vorsprung von einem Pin (927 zu 926) das bessere Ende für uns hatten. Für die Gelben läuft es „bei der Tyrolia“ gefühlt immer so. Für uns stellt sich die Lage umgekehrt dar. So ist das Leben bei so langjähriger Rivalität der beiden Teams. Ich spiele schon ewig, aber woher das kommt, ist mir nie klar geworden.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

200

212

172

198

170

952

190,400

Horak Roland

246

182

203

167

167

965

193,000

Bittner Heinrich

204

235

246

218

181

1084

216,800

Fiala Walter

172

213

188

190

205

968

193,600

Liftenegger Martin

219

237

180

200

204

1040

208,000

Schoppik Alfred

183 R

158 R

191 R

181 R

166 R

879

175,800

Team-Ergebnis

1041

1079

989

973

927

5009

200,36

Gegner

Phönix

Etoile

Strike

ABP

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

978

949

992

903

926

4748

 

Punkte

1

1

0

1

1

4

 104,09 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Nur Tyrolia 1 mit einem Mannschaftsschnitt über 200 (5009 gespielte Pins/4 Siegpunkte) und zum vierten Mal in Folge das stärkste Team der Liga. Casino Wien mit 4957/3 - nach einer Schwäche in Runde 3 - heute nur knapp dahinter und Strike & Spare wahrte mit 4915/3 weiterhin die Aufstiegschancen. Etoile, heute anfangs eher unglücklich unterwegs, hielt den Abstand zur Tagesspitze mit 4870/2 dennoch in Grenzen. Die beiden Tabellen-Schlusslichter PBSC Phönix (4796/1) und ABP (4732/2) fast gleichauf auch am Ende der Tageswertung.

Beste Einzelspieler:      Hans Had (Strike & Spare) 1102 (246/1. ‚Spiel, 236/4.), Andreas Haim-Geist (ABP) 1091 (232-237-237/Spiele 2-4), Thomas Schäfer (Phönix) 1088 (243/4. und Tageshöchstspiel 278/5.), Heini Bittner (Tyrolia) 1084 (246., 235/2.), Gerhard Bergemann (Etoile) 1048 (235/1.), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1040 (237/2.).

Weitere gute Einzelspiele: Daniel Repolles (Phönix) 259/2., Josef Pail (Casino) 256/1., Roland Horak (Tyrolia) 246/1., Christian Provaznik (Strike) 238/3., 233/2., Erich Binder (Etoile) 234/5., Günther Schroll (Strike) 233/2., Heinz Kalvoda (Strike) 232/1.

Beste Teamergebnisse: Casino 1126/1., 1023/3., Tyrolia 1079/2., 1041/1., Strike & Spare 1053/1., 1029/2., ABP 1021/2., 1017/3., BSC Phönix 1020/2. und Etoile 1005/1.

 

Die Tabelle nach dem 4. Spieltag / Saison-Halbzeit:

1.(1)

Tyrolia 1

PP 407,23

 

2.(2)

Strike & Spare 1

396,39

Rückstand  in PP 10,34

3.(3)

Etoile 2

385,33

21,40

4.(4)

Casino Wien

380,05

27,17

5.(5)

BSC Phönix 1

374,26

32,47

6.(6)

ABP 1

  367,26

39,47

 

                       

                                   

                                                          

                                                                      

           

 

Resümee:       Zur Saison-Halbzeit sind Voraussagen über Auf- und Abstieg noch immer mehr als verfrüht. Die herausfordernden restlichen 4 Runden (Cumberland, Plus und 2x Hernals) werden Klarheit darüber bringen, ob diese 2. Landesliga doch so ausgeglichen ist, wie ich vermute oder die aktuelle Tabelle (seit der zweiten Runde scheinbar fest geschrieben) das wahre Kräfteverhältnis widerspiegelt.

ern

Bis bald

Walter