TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2015/16 – 3. Runde, 10.01.2016, Plus

 

Die Bedingungen:     Lang, lang ist es her: seit dem 11. Oktober des Vorjahres war unser 5er-Bewerb auf Tauchstation. Aber es gibt ihn noch. Und zwar mit drei Ligen und gleich wieder mit fast vollem Haus in der Plushalle.. Und mit der seit vielen Wochen üblichen Hausölung – offensichtlich noch immer nicht „endgültig“, weil sie im Gegensatz zu den Jahren davor bis dato noch nicht auf der Plusbowling-Homepage verankert ist. Wäre ein bestimmter Komfort und so eine Art Verpflichtung mit Handschlag-Qualität für eine „garantierte“ Saison-Ölung, die von vielen interessierten Aktiven sehr wohl geschätzt wurde und würde. Vielleicht auch nur ein in der Hektik vergessenes Detail des ansonsten sehr kundenorientierten Managements.

Die 2. Landesliga war heute auf den Bahnen 7 – 14 eingeteilt, was die Sache für uns nicht gerade vereinfachte. Weil Bahn 12 durchgehend mit kaputtem Stellmechanismus bei Pin 3 nervte und Bahn 7 nicht korrekt scorte. In diesem Fall angeblich ein Rätsel, weil in den vergangenen Tagen fieberhaft versucht wurde, den Defekt zu lokalisieren. Selbst der Tausch aller vermeintlich relevanten Teile brachte aber keine nachhaltige Beseitigung des Fehlers. Vielleicht liegt es aber daran, dass die neuen Plastikpins das Licht (offensichtlich andere Leuchtkraft als auf den Nachbarbahnen) anders reflektieren und so die Kamera irritieren. Entschuldigung, aber das ist halt das bemühte Spintisieren eines Bowling-„Altspatzen“, der sich nicht obergscheit geben will sondern an der Lösung des Problems interessiert ist und nicht nur bloß herummotzen möchte wie manch andere Zeitgenossen. Ok, war nicht ganz politisch korrekt diese letzte Bemerkung, musste aber unbedingt raus…

Zurück zur Ölung: auch, wenn die Hallenliga dem Vernehmen nach damit „happy“ sein sollte (kein Wunder, spielt man doch dort nach meinen hoffentlich richtigen Informationen ohne Bahnenwechsel und muss nicht auf jeder Bahn wieder die richtige Linie suchen, weil unsere Loipen unterschiedlich abgespielt werden und die Ölspuren oft von Bahn zu Bahn drastisch abweichen), die 2. Landesliga war es heute angesichts der Ergebnisse heute (noch) immer nicht. Nur zwei Spieler mit einem Schnitt über 200, nur 6 der 30 Teamergebnisse über 1000 – eher mager, das Ganze. Aber nicht nur aufgrund einer Vielzahl von Splits: vor allem auf den linken „Rand-Bahnen“ 7 – 8. Da sah man pro Team in einem Spiel 13, dann 10 oder 9 Splits. Sagt zwar auch einiges aus, aber allzu viele Fehlwürfe (nicht Splits sondern Räumfehler) waren dennoch hausgemacht. Wir spielen einfach nicht genau genug bzw. verlernten durch die „Autobahnen“ in den vergangenen Saisonen nach und nach das genaue Spiel. Kein Wunder, dass man Strike-Ketten in Serie produzierte, wenn man doch 15 Boards Platz hatte. Dennoch möchte ich festhalten, dass die Schuld nicht nur bei den Akteuren selbst liegt. Wir sind bloß eine Amateurliga, die Spaß am Spiel haben will. Wir haben nicht nur Power-Bowler mit hunderten Ballrotationen und neuestem Spitzenmaterial. Wir sind auch nicht doof genug, uns ständig mit neuesten Bällen auf zu munitionieren, um dann nach willkürlicher Änderung der Bahnenkonditionen in den verschiedensten Spielorten im Laufe der Saison wieder „wie die Kuh vor dem neuen Tor“ da zu stehen und die dann neuerlich unspielbaren Bälle im Keller einmotten zu müssen.

Nein: die österreichische Sportbowlinggemeinde reagiert auf nicht kalkulierbar Wechsel-Bedingungen seit Jahren durch Ausstieg aus der einst selbst gewählten und geliebten Sportart – und wird so immer kleiner und kleiner. Aus heutiger Sicht ist ja bereits zu befürchten, dass unser sündteurer Sport in absehbarer Zeit nur mehr einem kleinen Häufchen von elitären Spitzenleuten vorbehalten bleibt, denen dann die Konkurrenz ausgegangen sein wird und die zuschauen müssen, wenn sich die Bowlinghallen erübrigt haben und als Sportstätten dicht machen.

Bei den Frauen läuft dieser Prozess, wie wir Jahr für Jahr deutlich spüren, noch weit rascher ab. Da siegt die Vernunft offensichtlich schneller – es gibt ja eine Vielzahl anderer, billigerer und ebenso netter Sportarten und Freizeit-Beschäftigungen. Man muss nicht jährlich Tausende von Euros investieren, um sich dennoch permanent ärgern zu müssen und nach dem Sinn zu fragen.

Ich will meinen heutigen Bericht nicht als Grabrede verstanden wissen sondern als einen Appell und hoffe, dass ich mit meiner Meinung nicht allein bleibe.

 

Unser Spiel:     Zum dritten Mal in Folge gelang uns heute in der Standard-Besetzung Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger ein Traumstart. Wie schon in der 2. Runde in der Posthalle starteten wir auf den „Randbahnen“ 7-8 (die 2. Landesliga Herren war nach der Posthalle auch heute in der Plushalle zwischen 7 und 14 eingeteilt) und der Tabellen-Zweite Strike & Spare war unser erster Gegner. Aufgrund des neuerlichen Blitzstarts war dieses Startspiel eine einseitige Angelegenheit. 1030 zu 884 war angesichts der Tabellen-Situation Gold wert. Auf 11-12 wurde es anschließend gegen ABP so richtig eng, aber mit 976 zu 963 hatten wir durch einen Totalversager des gegnerischen Schlussmanns (Anwurf 6, ohne auch nur einen einzigen Pin dann zu räumen) das bessere Ende für uns. Unser nächster Gegner Casino war in dieser 3. Runde weit unter Niveau unterwegs und daher auf 9-10 mit 977 zu 830 für uns leichte Beute. Gegen Etoile 2 kam es dann (zurück auf 7-8) zu einer wahren Split-Orgie (in Summe 9 Splits auf unserer Seite und sogar 10 bei Etoile) und diesen Siegpunkt verfehlten wir mit 877:935 deutlich. Der BSC Phönix kam zwar im Schluss-Match gegen uns (Bahnen 13-14) endlich in die Gänge, aber nach einem dramatischen Kampf Kopf an Kopf und mit unserem heute glänzend disponierten Robert Kukla (266) schafften wir mit 1071 zu 1011 den vierten Siegpunkt des Tages.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

232

224

213

211

266

1146

229,200

Horak Roland

209

160

170

140

188

867

173,400

Bittner Heinrich

144

235

208

160

235

982

196,400

Fiala Walter

223

191

168

158

203

943

188,600

Liftenegger Martin

222

166

218

208

179

993

198,600

Schoppik Alfred

192 R

162 R

186 R

155 R

197 R

892

178,400

Team-Ergebnis

1030

976

977

877

1071

4931

197,240

Gegner

Strike

ABP

Casino

Etoile

Phönix

 

 

Ergebnis Gegner

884

963

830

935

1011

4623

 

Punkte

1

1

1

0

1

4

 102,31 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Wie schon in Runde 1 (Plus) kein Team mit einem Mannschaftsschnitt über 200.  Am stärksten wieder Tyrolia mit 4931 Pins (197,24 Schnitt) und 4 Siegpunkten, wobei diese Überlegenheit heute einen Namen trug: Robert Kukla, der mit überragenden 1146 Pins (229,2 Schnitt) alle Kollegen der Liga deutlich in den Schatten stellte. Er erreichte damit gemeinsam mit Michi Loos (WLH, Unistahl 1) Hallen-Tagesbestwert und pushte das Tyrolia-Team in die Top3-Teams des heutigen Spieltages (nur die alles weit überragende Unistahl 1-Mannschaft sowie Etoile 1 in der WLH waren besser). Strike & Spare kam in der 2. Landesliga dem Tyrolia-Team mit 4780 gespielten Pins und ebenfalls 4 Siegpunkten am nächsten.  Etoile 2 komplettierte mit 4730/3 das Führungstrio. ABP (4566/2) und BSC Phönix (4559/1) dahinter fast gleichauf. Eher schwach präsentierte sich Casino Wien mit 4416 Pins und nur einem Siegpunkt.

Beste Einzelspieler:      Robert Kukla (Tyrolia) 1146 (266 im 5. Spiel, 232/2.) Hans Had (Strike) 1022 (247/2.), Erich Binder (Etoile) 997 (236/2.) und Martin Liftenegger (Tyrolia) 993.

Weitere gute Einzelspiele: Martin Fucik (Etoile) 257/3., Christian Provaznik (Strike) 236/4., Heini Bittner (Tyrolia) jeweils 235/2. und 6. Spiel) und Daniel Repolles (Phönix) 232/1.

Beste Teamergebnisse: Tyrolia 1071/5. und 1030/1., Etoile 1041/2., Strike & Spare 1018/2. und 1010/4., Phönix 1011/5.

 

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag:

1.(1)

Tyrolia 1

PP 303,14

 

2.(2)

Strike & Spare 1

295,24

Rückstand  in PP  7,40

3.(3)

Etoile 2

286,13

17,01

4.(4)

Casino Wien

277,48

25,16

5.(5)

BSC Phönix 1

277,30

25,34

6.(6)

ABP 1

  270,44

32,20

 

                       

                                   

                                                          

                                                                      

           

 

Resümee:       Nach dieser für viele eher enttäuschenden 3. Runde blieben die Tabellen-Positionen unverändert. Dieses Mal geht es bereits in 2 Wochen im Prater weiter.

ern

Bis bald

Walter