TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2015/16 – 2. Runde, 11.10.2015, Post

 

Die Bedingungen:     War nicht einfach heute, im - gottseidank wieder komplett bespielbaren - Hernalser Phönix-Bowling-Park als Rechtshänder in die (richtige, sprich: rechte) Strike-Gasse zu treffen. Vom Beginn weg fühlte sich die gewohnte Bahnen-Ölung noch einmal „trockener“ (wie wir im Bowling-Sprech sagen) an als sonst. Es lag vermutlich an der durch Heizung trockenen Luft. Die sogenannten „weiten Wege“ mussten heute gespielt werden, um annähernd an die gewünschten Schnitt-Regionen heran zu kommen. Liegt nicht jedem – ehrlich gesagt: mir selbst auch nicht, aber was soll´s, wenn sogar eher altersschwache Bälle schon vorzeitig ausrollen und in den Pins keine Wirkung mehr erzielen können. Also: Split-Vermeidung und rasche Linien-Suche waren angesagt. Dauerte bei dem einen oder anderen Akteur halt länger. Dennoch wurde überraschend wenig getauscht – nur fünf der insgesamt 150 absolvierten Einzelspiele wurden von eingewechselten Ersatzleuten bestritten. Wahrscheinlich waren alle Mannschaftskapitäne der heute irrigen Meinung: in der Posthalle „muss“ es doch laufen, da kann man doch gar nicht daneben werfen. Weit gefehlt, wie die Ergebnisse deutlich widerspiegeln.

Und sonst? Das neu formierte Phönix-Bowling-Park-Personal wirkte noch teils überfordert. Man/frau ist gefühlt noch eher weit vom Bowlingsport entfernt, man/frau kennt noch nicht die Bedürfnisse der Aktiven und ist auch in der Handhabung der Technik noch nicht auf Höchststand, aber ich bin zuversichtlich: das wird noch. Man/frau wird auch bald bemerken (oder wieder entdecken), dass der Kunde (sprich: der aktive Bowlingspieler) König ist und man mit Selbstdarstellung (natürlich vice versa) nicht weit kommt – und: dass man/frau froh sein kann, wenn das Geschäft floriert und eine gewisse Hektik im Meisterschaftsbetrieb normal ist und nicht zwingend zum Vergessen dieses Grundgedankens führen muss. Dass auch die Spielerinnen und Spieler dem Gegenüber Zeit einräumen sollten, ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Technische Probleme im Bahnenbereich der 2. Landesliga habe ich nicht wahrgenommen.

 

Unser Spiel:     Wie schon in der ersten Runde gelang uns in der Standard-Besetzung Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger ein Traumstart. Auf den „Randbahnen“ 7-8 (die 2. Landesliga Herren war zwischen 7 und 14 eingeteilt) war Etoile 2 (F.Hahn & Co) unser erster Gegner. Aufgrund unseres Blitzstarts war dieses Startspiel eine einseitige Angelegenheit. 1032 zu 927 war ein guter Polster für diesen zweiten Spieltag – und es gelang uns in der Folge fast, ihn wieder zu verspielen…

Auf 11-12 stand uns dann das talentierte, aber scheinbar mäßig motivierte Team des BSC Phönix gegenüber. Wie schon so oft gegen diese Mannschaft, vermurksten wir den zweiten Siegpunkt durch kollektive Ratlosigkeit gegen diese sehr splitanfälligen Bahnen, weil wir alle zu lange brauchten, um unser Spiel den Verhältnissen anzupassen. Schlappe 860 zu 904 waren die Folge. Spiel 3 gegen Strike & Spare auf 9-10 war – wie gewohnt, möchte man sagen – hart umkämpft und wir hatten wie schon in Runde 1 das schlechte Ende für uns. 940 zu 1001. Langsam gerieten wir jetzt unter Erfolgsdruck, wenn wir die komfortable Tabellenführung nicht schon in Runde 2 wegschmeißen wollten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nicht durchschaut, dass die gesamte Liga heute eher indisponiert schien – kurz: mit den angebotenen Bahnen nichts anfangen konnte. Also, die Ergebnisse durchwegs bescheiden blieben, um es vornehm auszudrücken. Robert hatte jetzt wieder einmal genug und wurde erneut gegen Alfi Schoppik ausgetauscht. Wir glaubten, mit den zwei Niederlagen in Folge schon den Tiefpunkt erreicht zu haben, aber das nächste – allerdings erfolgreich absolvierte – Spiel auf 7-8, war gefühlt unser schlechtestes. Niedrigstes Niveau für heute: gegen ABP waren wir zwar nie wirklich in Gefahr, aber beide Teams spielten grottenschlecht. Die Doppelbahn schien noch ein Eckhaus trockener als die Umgebung und wir fanden kein Rezept. Die Orgie an 7er- und 8er-Anwürfen war unerträglich. Aber der zweite Siegpunkt mit mageren 905 zu 794. Das war nicht das zu erwartende Liga-Niveau. Ganz anders dann das abschließende fünfte Spiel auf 13-14 gegen das unberechenbare Team von Casino-Wien. Wir wechselten ohne Vorabstimmung kollektiv mit unserem Spiel in den mittleren Bahnenbereich – und plötzlich lief es von selbst. Eine Schande fast, dass unser Team so lange für die Erleuchtung braucht. Das Tageshöchstspiel von 1086 (gegen 888 von Casino) war der verdiente Lohn und rettete uns gewissermaßen den Spieltag. Der Vorsprung in der Tabelle blieb annähernd konstant. Heute sind wir mit einem(?) blauen Auge davon gekommen…

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

214

148

156

-

-

518

172,667

Horak Roland

203

198

201

194

226

1022

204,400

Bittner Heinrich

166

182

197

181

222

948

189,600

Fiala Walter

223

170

201

159

253

1006

201,200

Liftenegger Martin

226

162

185

205

190

968

193,600

Schoppik Alfred

226 R

198 R

194 R

166

195

979

195,800

Lackner Leon

141 R

160 R

127 R

-

-

428

142,667

Team-Ergebnis

1032

860

940

905

1086

4823

192,920

Gegner

Etoile

Phönix

Strike

ABP

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

927

904

1001

794

888

4514

 

Punkte

1

0

0

1

1

3

   99,23 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Wie schon in Runde 1 (Plus) kein Team mit einem Mannschaftsschnitt über 200. Pinmäßig am stärksten Tyrolia mit 4823 Pins (192,92 Schnitt) und 3 Siegpunkten. Strike & Spare punktemäßig besser: 4777 Pins, aber 4 Siegpunkte. Dahinter, ebenfalls knapp beisammen, Casino (4628/3) und Etoile (4671/2). Respektabstand für BSC Phönix (4537/1) und ABP (4411/2).

Beste Einzelspieler:      Christian Provaznik (Strike) 1039 (235 im 3. Spiel), Roland Horak (Tyrolia) 1022, Walter Fiala (Tyrolia) 1006 (Tageshöchstspiel 253/5.), Hans Had (Strike) 1005 (245/1.) und Martin Fucik (Etoile) 1004.

Weitere gute Einzelspiele: Manfred Hutterer (Casino) 246/5., Manfred Biach (ABP) 243/5., Ewald Danzinger (ABP) 242/1., Erich Binder (Etoile) 236/4., Franz Hahn (Etoile) 234/3. und Daniel Repolles (Phönix) 231/3.

Beste Teamergebnisse: Tyrolia 1086/5. und 1032/1., Strike & Spare 1064/1. und 1001/3., Etoile 1006/4. und Casino Wien 1000/2.

 

Die Tabelle nach dem 2. Spieltag:

1.(1)

Tyrolia 1

PP 200,33

 

2.(2)

Strike & Spare 1

195,44

Rückstand  in PP  4,39

3.(4)

Etoile 2

188,33

12,00

4.(5)

Casino Wien

188,32

12,01

5.(3)

BSC Phönix 1

185,21

15,12

6.(6)

ABP 1

  177,28

23,05

 

Resümee:       Unerwartet „bescheidene“ Ergebnisse in der Hernalser Phönix-Halle. Die Tabelle bekommt langsam Struktur. Bis zum 10 Jänner 2016 ist jetzt erst einmal eine lange 5er-Pause zu verarbeiten. Der enge Terminplan erlaubt es nicht anders.

ern

Bis bald

Walter