TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2015/16 – 1. Runde, 20.09.2015, Plus

 

Die Bedingungen:     Das Vabanquespiel in der Termingestaltung dieser ersten 5er-Runde der Sonntagsligen ist leider – fast könnte man sagen: man musste es befürchten – ein wenig in die Hose gegangen. Vier Ligen zu 6 Mannschaften und dementsprechend 4 Doppelbahnen für die Reserve (also alle 32 Bahnen bespielen zu wollen) verspricht zwar ein volles Haus und beste Wettkampf-Stimmung, birgt aber auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr: wenn es einen technischen Defekt gibt, dann wird es eng. Kurz: es wurde heute eng. Bahn 21 gab noch in der Einspielzeit den Geist auf. Die aufwendige Reparatur wäre nicht in vertretbarer Zeit zu bewältigen gewesen und die Verantwortlichen mussten reagieren, haben das auch durch unaufgeregtes Verhalten gut hin gekriegt. Nach längerer Wartezeit und sozusagen „zerrissenem ersten Durchgang“ (zwei Mannschaften starteten plangemäß und kalkulierten eine entsprechende Wartezeit danach ein, zwei Mannschaften warteten freiwillig, die zwei vom Bahnenbruch unmittelbar betroffenen Mannschaften mussten warten – diese vier starteten dann gemeinsam erst um ca. 10:45 Uhr ihr erstes Spiel) lief der Spielbetrieb  in unserer 2. Landesliga ab Spiel 2 geordnet ab.

Die neue Haus-Ölung der Plushalle für die Saison 2015-16 (war sie das jetzt schon „endgültig“?) war natürlich erwartungsgemäß selektiver als die Prater-Bahnen – die Ergebnisse spiegeln das auch deutlich wider. In unserer Liga kamen nur drei Spieler über die gesamte 5er-Serie auf über 200 Schnitt. Ich selbst konnte das Terrain nur schwer objektiv einschätzen, da ich mich an diesem heutigen Tag leider für mein Empfinden grottenschlecht bewegte und nicht an meine in den letzten Wochen hier gezeigten Trainings- und Wettkampfleistungen anschließen konnte. Vielleicht war ich auch durch das anfängliche Tohuwabohu etwas genervt – soll aber keine Ausrede sein. Die Bahnen-Ölung trägt für mich ohnehin nie irgendeine Schuld, solange es Leute gibt, die treffen. Einzelpins muss man auf keiner Ölung der Bowlingwelt so vernebeln, wie es heute oft und oft zu sehen war.

Dass die Bahnen durchaus gute Ergebnisse hergaben, spürte auch ich in so manchem „lichten Moment“ in meinem Spiel und bewies vor allem Hans Had von Strike & Spare, der mit hervorragenden 1121 Pins (224,2 Schnitt) der Top-Scorer der gesamten Halle war. Wilma Spitzmüller (Tyrolia/WLD) kam ihm mit 1114 am nächsten (herzliche Gratulation zu dieser famosen Leistung, Wilma !), Thomas Gross (Unistahl/WLH) komplettierte mit 1106 Pins das heutige Top-Trio aller Aktiven.

Schauen wir einmal, wie es in den folgenden Wochen (am Samstag wartet ja die Ö-Cup-Quali) so laufen wird. Ich bin zuversichtlich. Die Ölung ist voll ok. Stellen wir uns darauf ein.

 

Unser Spiel:     Liegt es daran, dass die 2. Landesliga der Herren besser zu unseren Spielstärke passt oder haben wir es heute anfangs „erfunden“? Na ja, es spielt sich halt ein wenig lockerer, wenn die Gegenwehr nicht sofort jede aufkeimende Siegeshoffnung zunichtemacht (wie in der vergangenen Saison in unserem Kurzgastspiel in der Wiener Liga). Also: zurück in „unserer“ Liga gelang uns heute ein Traumstart. Besser gesagt: Heini Bittner verhalf uns zu diesem. Gegen den BSC Phönix auf den Bahnen 19-20 spielten wir in der Standard-Besetzung des Vorjahres (Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger) gleich das Liga-Topspiel des Tages. 1090 zu 876, wobei Heini 274 (Tageshöchstspiel) und Martin 242 beisteuerten. Kaum offene Frames – davon konnten wir im Stress des Vorjahres nicht denken. Im zweiten Spiel auf den „etwas anderen“ Eckbahnen 31-32 gegen Etoile war das Glück auf unserer Seite. Bei uns war das eine oder andere Mal vielleicht mehr Glück im Pinfall zu bemerken, aber entschieden wurde dieses schwache Match durch die geringere Zahl offener Frames. 936 zu 931 für uns. Nahmen wir gerne. Zurück auf den wieder für uns „sympathischeren“ Bahnen 17-18 fanden wir fast zu alter Stärke. Ein mehr als deutliches 1037 zu 801 gegen ABP (heute ohne Mario Miladinovic) war die Folge. Bis hier her 3 Siegpunkte. Ok. In der Vorschlussrunde gegen Casino hätte uns fast Kurt Pribitzer mit einem 247-Superspiel (das anfänglich nach noch mehr aussah) die Show gestohlen, aber wir schafften auf 23-24 noch ein hart erkämpftes 929 zu 895, weil der Gegner in entscheidenden Momenten Einzelpins verfehlte. Robert Kukla hatte jetzt wieder einmal genug und musste für das letzte Spiel durch Alfi Schoppik ersetzt werden, der seine Einwechslung dann als noch relativ Bester von uns rechtfertigen konnte. Auf unseren Startbahnen 19-20 galt es zum Abschluss nämlich noch die Langzeit-Rivalen Strike & Spare zu bekämpfen. Bei uns war die Luft draußen und eine schwache 868 zu 986-Vorstellung brachte uns fast um die Früchte unserer heutigen Arbeit. Der Vorsprung in der Tabelle beträgt nach dieser ersten Runde dennoch fast 5 Punkte – eben auf die Gelben.

Unser vielversprechender Neuzugang, Behander Leon Lackner, fand unter dem für ihn neuen 5er-Stress auf der Reservebahn nur einmal seine Linie, konnte dadurch aber mit Anstand reüssieren. Es lief nicht ganz so gut wie im 3er-Bewerb der Vorwoche (damals immerhin 185 Schnitt aus 4), aber da können wir noch einiges erwarten – wenn man bedenkt, dass Leon wie sein Kumpel Valentin Erben (heute leider krank) erst im Frühjahr 2015 unseren schönen Sport für sich entdeckte.

.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

166

179

223

169

-

737

184,250

Horak Roland

215

176

208

155

164

916

183,200

Bittner Heinrich

274

183

231

179

183

1050

210,000

Fiala Walter

193

189

185

203

169

939

187,800

Liftenegger Martin

242

211

190

223

165

1031

206,200

Schoppik Alfred

211 R

183 R

197 R

182 R

187

960

192,000

Lackner Leon

158 R

228 R

127 R

155 R

158 R

826

165,200

Team-Ergebnis

1090

936

1037

929

868

4860

194,400

Gegner

Phönix

Etoile

ABP

Casino

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

876

931

801

895

986

4489

 

Punkte

1

1

1

1

0

4

101,10 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:      Kein Team mit einem Mannschaftsschnitt über 200. Pinmäßig stärkste Mannschaft Tyrolia mit 4860 Pins (194,4 Schnitt) und 4 Siegpunkten. Strike & Spare kam mit 4667 Pins und 3 Siegen diesem Ergebnis noch am nächsten. BSC Phönix warf 4534 Pins um und siegte dreimal. Etoile kam mit 4562 nur auf 2 Siege, Casino gewann mit insgesamt 4504 Pins immerhin drei Spiele. ABP ging mit 4367 Pins heute leer aus.

Beste Einzelspieler:      Nur drei Mann hoch übertrafen die 200er-Schallmauer, nämlich Hans Had (Strike & Spare) als Hallen-Bester mit 1121 (jeweils 234 im 2. und 5. Spiel), Heini Bittner (Tyrolia) 1050 (Tageshöchstspiel 274/1.) und Martin Liftenegger (Tyrolia) 1031 (242/1.). Josef Pail (Casino) erreichte 992 (253/1., 246/5.), Alexander Gabrielian (Etoile) 985 (233/4., 230/5.) und Erich Binder (Etoile) 982.

Weitere gute Einzelspiele: Leopold Endl (Casino) 266/3., Kurt Pribitzer (Casino) 247/4., Günther Schroll (Strike)235/2.

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag:

1.

Tyrolia 1

PP 101,10

 

2.

Strike & Spare 1

96,17

Rückstand  in PP  4,43

3.

BSC Phönix 1

93,34

7,26

4.

Etoile 2

93,12

7,48

5.

Casino Wien

93,04

8,06

6.

ABP 1

  87,17

13,43

 

Resümee:       Verwöhnt von den Highscore-Möglichkeiten im 3er-Bewerb der Vorwoche im Prater mussten die meisten Spieler heute etwas enttäuscht, aber eher wieder auf den Boden der Realität zurück geholt, nachhause gehen. Die Liga ist sicher stärker, als sie heute zeigte.

Bis bald

Walter