TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2015/16 - 5. Runde, 14.02.2016, Hernals

 

Die Bedingungen:        Mit drei Ligen (WLH, WLD, 1.Klasse Herren) volles Haus. Keine technischen Probleme. Sehr freundliche Bahnen, die aber nicht von allen Aktiven voll ausgenützt werden konnten. In unserer 1. Klasse Herren waren diejenigen heute eher schlecht beraten, die versuchten, weite Wege zu gehen – erfolgversprechender war das moderate, runde und vor allem genaue Spiel rund um die siebente bis zwölfte Latte. Warum sage ich das so überzeugt? Na ja, ich gehe davon aus – nein ich weiß – dass in unserer Liga eher nicht die Power-Bowler mit hoher Ball-Rotation die Mehrheit haben, sondern die etwas älteren Semester (viele ebenfalls vertretene jüngere Kollegen mögen mir das Pauschalurteil bitte nachsehen) tätig sind, die trockene Bahnen-Verhältnisse nicht mit hohem Tempo überpowern und sich damit „mehr Platz“ schaffen können und damit eine verlässlichere, weil gleichmäßigere und besser kontrollierbare Endbewegung ihres Balls erreichen.

Wir, das „Fußvolk“ der österreichischen Bowling-Landschaft (ich bitte nochmals um Nachsicht, auch für diesen Spruch), können mehrheitlich nur mit genauem und kontrolliertem Spiel agieren und so den zweifellos vorhandenen Temponachteil wettmachen. Was bei diesen eher „trocken“ scheinenden Bahnen in Hernals immer wieder verblüfft: man kann praktisch - sogar als Rechtshänder - vom ersten bis zum letzten Spiel die Linie annähernd halten und muss kaum „nach/tiefer gehen“. Auch das Tempo muss man im Laufe des Spieltages nicht erhöhen, was einem älteren Semester (wie zum Beispiel meiner Wenigkeit) ohnehin nicht leicht von der Hand gehen würde. Ja, man darf den Ball auch durchaus „auf den Fingern“ haben, nur „Reißen/Stoßen“ (hoppla, sind wir jetzt schon beim Gewichtheben?) ist halt nicht zielführend.

Apropos Gewichtheben: das bringt mich auf die Nebensächlichkeit „Sportler-Gruß“. Man muss nicht „viel Spassss“ wünschen, um sich von den Keglern zu unterscheiden, wenn selbst die Schachspieler einander „Gut Holz“ wünschen. Auch mit „Gut Holz“ sind und bleiben Kegeln, Bowling und Schach komplett unterschiedliche Sportarten.

Unser Sport hat andere Probleme, denen wir offenen Auges begegnen sollten. Darauf werde ich im passenden Moment und an passenderer Stelle noch näher eingehen.

Noch ein paar Worte zum heutigen Gastgeber: das Service war leider zu dünn besetzt, was zu unerträglichen Wartezeiten führte. Das Mädchen konnte einem wirklich leidtun, aber sie trägt keine Schuld an der programmierten Misere. Sie hat sich wahrlich zerrissen, um die sicher mehr als 100 ÖSKB-Bowler mit Anhang und die parallel dazu stattfindenden Kinderpartys bestmöglich zu betreuen, musste aber schon aufgrund des für uns unangenehmen Sofort-Kassierens scheitern. Das Management hat mein Vertrauen, darauf wie immer entsprechend professionell zu reagieren.

 

Unser Spiel:     Unsere Standard-Besetzung Bittner-Fiala-Liftenegger spielte wieder durch und wir waren damit das einzige Team der Liga. Um es vorweg zu nehmen: es war kein Nachteil. Alle sieben Spiele erreichten wir Team-Ergebnisse über 600 und als einziges Team damit auch einen Schnitt 200+. Genau: 4479 Pins, 213,286 Schnitt. Wir wurden heute in Hernals nur von einem einzigen Herren-Team überboten, nämlich vom WLH-Starter Stadlau 1 (Alex Pittesser-Skach-Martin Leb-Ondra spielten 4551 Pins). Darauf können wir stolz sein. Das heißt auch, dass wir geschlossen die richtige Linien-Wahl getroffen haben. Allen Besserwissern zum Trotz.

Im Detail: Start gegen unsere Vereinskumpels von Tyrolia 3. Diesmal aufgrund zahlreicher Räumfehler auf der anderen Seite auf den Bahnen 11-12 nicht so schwierig wie sonst. 663 zu 591 für uns. Weiter ging es gegen Sportunion BC Funk auf 13-14. Nicht erwartete Überraschung: wie schon in der 4. Runde ließen wir gegen diese unberechenbare Truppe mit 618 zu 632 wieder die Punkte liegen. Schade – wäre mehr möglich gewesen. Böse dann die nächste - und gottseidank heute letzte – Niederlage auf 9-10 gegen Future-BTA. 657 zu 688, wobei Startspieler Peter Kantner mit dem Tageshöchstspiel von 278 das Highlight setzte. Natürlich gegen uns – und dass das heute die einzige 600er-Partie des Gegners war spricht Bände… 

Da mussten wir durch und es gelang: auf den besonders trockenen Mittel-Bahnen 15-16 mit 611 zu 544 gegen den Tabellen-Zweiten Pegasus-Kobra, auf 11-12 mit 612 zu 505 gegen ABP, auf 13-14 mit 652 zu 626 gegen Casino und, last but not least, auf 9-10 mit 666 zu 609 gegen „die Gelben“ von Strike & Spare, die heute mit ihrer Leistung nicht zufrieden sein konnten.

Übrigens: unsere Gegner werden mit ihren Ergebnissen gemeinsam als Team mit 4195 Pins die Zweitstärksten gewesen. Passiert uns öfter – das 3er-Leben ist hart…

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

236

182

227

226

213

190

234

1508

215,429

Fiala

192

215

205

204

204

258

221

1499

214,143

Liftenegger

235

221

225

181

195

204

211

1472

210,286

Team-Ergebnis

663

618

657

611

612

652

666

4479

213,286

 

Tyrolia 3

Funk

Future

Pegasus

ABP

Casino

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

591

632

688

544

505

626

609

4195

 

Punkte

2

0

0

2

2

2

2

 

 10 Punkte

 

TYROLIA 3

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fill

168

160

161

181

-

-

-

670

167,500

May

167

178

205

169

189

150

187

1245

177,857

Krotendorf

256

206

226

181

200

217

180

1466

209,429

Weissensteiner Felix

-

-

-

-

155

178

187

520

173,333

Team-Ergebnis

591

544

592

531

544

545

554

3901

185,762

 

Tyrolia 1

Casino

Strike

ABP

Pegasus

Funk

Future

 

 

Ergebnis Gegner

663

550

544

563

573

609

560

4062

 

Punkte

0

0

2

0

0

0

0

 

   2 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

Nur Tyrolia 1 mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und über 200 Schnitt, aber nicht Punktebester. Future-BTA schaffte heute mit „nur“ 4036 Pins (- 443 gegenüber Tyrolia 1) satte 12 Punkte, während Tyrolia 1 mit 4479 Pins 10 Punkte einfahren konnte. Ebenfalls 10 Punkte für Pegasus-Kobra (4154 Pins). Jeweils 8 Zähler für Casino (4190) und Sportunion BC Funk (4069). 4 Punkte für den bisherigen Tabellen-Dritten Strike & Spare (3998) und jeweils 2 Punkte für Tyrolia 3 (3901) und ABP (3731). Also: sehr große Streuung im Pin-Ergebnis, aber eher knappe Sache bei den Siegpunkten. Das macht den 3er-Bewerb so spannend und daher schwer ausrechenbar. Gut so.

Beste Team-Ergebnisse (630+): Future-BTA 688/1.Spiel, Tyrolia1 666/7., 663/1., 657/3., 652/6., Pegasus-Kobra 663/1., 636/2., Casino 636/3., 633/1. und Funk 632/2.Spiel.

Die besten Spieler des Tages: Hans Had (Strike & Spare) 1559 (222,714 Schnitt – 247/4.,236/7.,235/6,231/1.), Heini Bittner (Tyrolia1) 1508 (236/1.,234/7.), Walter Fiala (Tyrolia1) 1499 (258/6.), Martin Liftenegger (Tyrolia1) 1472 (235/1.), Manfred Krotendorf (Tyrolia3) 1466 (256/1.), Thomas Koch (Future-BTA) 1459 (230/5.) und Richard Klug (Casino) 1442 (232/4.).

Weitere ansprechende Einzelergebnisse: Peter Kantner (Future-BTA) Tageshöchstspiel der Liga 278/3., Philip Steinbach (Funk) 247/4.,242/2., Josef Pail (Casino) 237/1., Heribert Zirps (Pegasus-Kobra) 235/1., 234/2.

Es waren insgesamt 33 Spieler im Einsatz, davon spielten 15 alle 7 Spiele.

Nur Tyrolia 1 spielte in der Anfangsformation durch.

 

Tabelle nach Runde 5

Pkte

Pins

1.(1)

Tyrolia 1

50

21268

2.(2)

Pegasus-Kobra 1

46

21052

3.(5)

Future-BTA 1

40

19585

4.(3)

Strike & Spare 1

38

20505

5.(4)

Casino Wien

36

20531

6.(6)

Sportunion BC Funk 2

32

19882

7.(7)

Tyrolia 3

20

19274

8.(8)

ABP 1

18

19039

 

Resümee:      Die Spitze ist durch den überraschenden Vorstoß von Future-BTA breiter geworden. Auch nach dieser vorletzten Runde sind Auf- und Abstieg noch immer offen. Am 6. März fallen in der Plushalle die Entscheidungen.

Bis bald

Walter