TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2015/16 - 3. Runde, 22.11.2015, Hernals

 

Die Bedingungen:        Man hörte heute da und dort einiges Wehklagen über die „ach so trockenen“ Bahnen, aber wir wissen ja, man kann es uns Bowlern halt nur schwer recht machen. Ich kann das Jammern nicht nachvollziehen, denn für mich war es heute – wie übrigens schon beim 5er-Termin am 11. Oktober – durchaus möglich, eine verlässliche Linie zu finden, die man dann auch recht lange spielen konnte. Das situative „Nachgehen“ wenn die Kugelreaktion zu stark wird dürfte ja in unserer - immerhin zweithöchsten - Spielklasse kein so großes Problem sein. Jetzt könnte man leicht sagen:  „mit vollen Hosen ist gut stinken“ (oder: er redet sichs leicht, weil er halt zufällig heute auch was getroffen hat), aber nein: wir kennen diese Ölung nunmehr schon seit einigen Saisonen und man kann auch aus Fehlern der Vergangenheit lernen.

Beim 5er-Bewerb der 2. Landesliga im Oktober versuchten noch alle, sozusagen mit Kanonen auf Spatzen zu schießen (um eine weitere Phrase zu dreschen). Sprich: mit viel zu starkem Material über die weiten Wege zu gehen. Und, wenn das Balltempo nicht ausreichte, um einen Split zu vermeiden, oder, wenn man halt zu ungenau spielte, ärgerte man sich halt auf seine Art. Heute versuchten meine Vereinskollegen und ich den Weg über die Mitte – und, siehe da, man konnte dort recht konstant eine Strike-Linie halten und es war eine goldrichtige Entscheidung. Schaut halt nicht so spektakulär aus, wenn der Ball nicht „rund um die Uhr“ läuft, sondern  nur über etwa 5 – 7 Latten, aber dafür hat er dort eine verlässliche Wirkung und läuft nicht so früh aus. Die Leute, die glauben, sie haben das Spiel erfunden und nur die Bahnen tragen die Schuld, wenn sie nichts treffen, belächeln so eine Spielart mitunter. Aber in unserem Sport ist nur wichtig, was vorne umfällt und nicht, wie der Ball dorthin gelaufen ist.

Schwierig wurde unser Unterfangen nur im vorletzten Spiel auf 23 – 24, weil diese beiden Loipen gefühlt noch um ein Eckhaus griffiger waren. Also: weitere 5 bis 6 Boards nachgehen – aber halt nicht solange für diese Erkenntnis brauchen, wie ich…

Aber das ist eine andere Geschichte.

Zum Kundendienst in der Halle noch ein paar Worte: deutliche Verbesserung im Vergleich zum Oktober-Termin. Besseres Abrechnungssystem im Service (nach Vereinsnamen) und weit raschere Abarbeitung der Getränkebestellungen. Auch nicht unwichtig, wenn keine mitgebrachten Getränke erwünscht sind. Dass bei der Trauerminute für unseren kürzlich verstorbenen Kumpel Walter Kaipel die Popmusik-Berieselung der Halle nicht abgedreht wurde, störte ein wenig das ansonsten gute Gesamtbild. Technische Probleme in unserem Bahnenbereich blieben im Rahmen.

 

Unser Spiel:     Wir spielten in der Besetzung Bittner-Fiala-Liftenegger durch und behielten heute die sprichwörtliche weiße Weste. Ja, wir schafften nach langer Zeit wieder einmal das Punktemaximum. Das tat gut.

Guter Einstand gegen die Vereins-Kollegen auf 21-22. Im Bruderkampf konnten wir heute auf 2:1 stellen (633 zu 579), aber wie immer keine leichte Übung gegen eine vollmotivierte Truppe. Manuel Krotendorf war heute nicht verfügbar. Felix Weissensteiner (später Helmut May) ersetzte ihn. „Rasta“ Sepp Fill war nicht topfit, spielte aber mit sehr gutem Erfolg durch. Spiel 2 auf 17-18 gegen Future war auch nicht leicht zu gewinnen, da aber Topmann Robert Fürst keine rechte Linie fand, fuhren wir mit 569 zu 521 die nächsten Siegpunkte ein. Auch gegen Casino auf 23-24 hatten wir lange zu tun, bis der am Ende doch deutliche Sieg (605 : 542) feststand. Dann folgten die heutigen Highlights aus unserer Sicht: gegen Angstgegner Pegasus/Kobra auf 17-18 gelang uns das bislang beste Spiel. 648 zu 583 - sieht einfacher aus, als es war.

Mit dem Tageshöchstspiel von 748 (Heini 276, ich 253, Martin 219) hatte ABP (573) auf 19-20 keine Chance. Es folgte die übliche Zitterpartie gegen Strike & Spare: auf den „Wüstenbahnen“ 23-24 (wie gesagt: noch einmal 5,6 Latten tiefer zu gehen waren da das Minimum) erwurschtelten wir ein nicht überzeugendes 553 zu 482. Immerhin auch 2 Punkte. Dramatisch verlief die Schlusspartie gegen den BC Funk. Das Spiel wogte lange hin und her, weil uns Funk-Schlussmann Ricci Krobath mit einer ordentlichen Strike-Kette ab Frame 2 das Leben schwer machte. Als ich im 10er Frame nach bis dahin hervorragendem Spiel ein unspielbares Split aufstellte, schien das Match verloren. Aber das Glück war heute auf unserer Seite: auch Ricci Krobath schloss mit Split und offenem Frame ab, während Martin sicher über sein 10er Frame kam. Danke Martin. Danke Fortuna.

14 Punkte, „weiße Weste“ für Tyrolia 1. Komfortabler Ausbau der Tabellen-Führung, weil sich die anderen Teams untereinander die Punkte redlich teilten. Tyrolia-Herz, was willst du mehr?

Leider nur 2 Punkte für unsere dritte Mannschaft – ein schwerer Rucksack für die zweite Saison-Hälfte.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

246

180

223

234

276

212

188

1559

222,714

Fiala

205

179

192

248

253

151

223

1451

207,286

Liftenegger

182

210

190

166

219

190

192

1349

192,714

Team-Ergebnis

633

569

605

648

748

553

603

4359

207,571

 

Tyrolia 3

Future

Casino

Pegasus

ABP

Strike

Funk

 

 

Ergebnis Gegner

579

521

542

583

573

482

594

3874

 

Punkte

2

2

2

2

2

2

2

 

 14 Punkte

 

TYROLIA 3

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Rogetzer

210

168

182

210

155

128

140

1193

170,429

Fill

198

226

174

212

171

211

226

1418

202,571

Weissensteiner Felix

171

181

136

-

-

-

-

488

162,667

May Helmut

-

-

-

198

179

158

200

735

183,750

Team-Ergebnis

579

575

492

620

505

497

566

3834

182,571

 

Tyrolia 1

Strike

ABP

Funk

Casino

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

633

585

613

516

635

528

644

4154

 

Punkte

0

0

0

2

0

0

0

 

   2 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:     

Zwei Teams mit einem Mannschaftsschnitt über 200: Tyrolia 1 erspielte mit 4359 Pins (mehr als 207 Schnitt) alle 14 Siegpunkte, während der Tabellen-Zweite Pegasus/Kobra mit nur 26 Pins weniger (4333 Pins) auf nur eher magere 8 Siegpunkte kam. Zwei weitere Teams mit 8 Punkten: Casino (4129 Pins) und Future-BTA (4047). Zwei Teams mit 6 Punkten: Sportunion BC Funk (4166) und Strike & Spare (4083). ABP erkämpfte mit 3991 Pins 4 Punkte, Tyrolia 3 mit 3834 nur 2.

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia1 748/5., 648/4., 633/1., Future-BTA 666/4., Casino 646/6., 635/5., 630/1., Pegasus/Kobra 644/7., 642/3., je 636/1.und 6., Sportunion BC Funk 642/3., 627/1., Strike & Spare 632/1.

Die besten Spieler des Tages: Hans Had (Strike & Spare) 1618 (231 Schnitt – 257/3. Spiel, 247/21., 244/2., 238/7.), Robert Fürst (Future-BTA) 1484 (279/4.-Tageshöchstspiel, 262/7.), Heini Bittner (Tyrolia 1) 1559 (276/5., 246/1., 234/4.), Walter Fiala (Tyrolia 1) 1451 (253/5., 248/4.), Heribert Zirps (Pegasus/Kobra) 1431 (256/1.), Andreas Schlägner (Pegasus/Kobra) 1427, Josef Fill (Tyrolia 3) 1418 und Manfred Biach (ABP) 1414 (244/7., 237/3.).

Die 8 Teams setzten insgesamt 34 Spieler ein, 14 davon spielten alle 7 Spiele durch, immerhin 8 erreichten dabei Schnitte jenseits der 200er Grenze.

Weitere ansprechende Einzelergebnisse: René Bauer (Pegasus/Kobra) 258/2., 246/3., 224/2., HJarry Horejs (Casino) 245/5., 238., Adalbert Wenzl (Funk) 243/3., Michael Rieger (Funk) 236/1.

 

Tabelle nach Runde 3

Saison-Halbzeit

Pkte

Pins

1.(1)

Tyrolia 1

34

12618

2.(2)

Pegasus-Kobra 1

26

12777

3.(3)

Strike & Spare 1

24

12313

4.(4)

Future-BTA 1

22

11704

5.(6)

Casino Wien

18

12337

6.(7)

Sportunion BC Funk 2

16

12025

7.(5)

Tyrolia 3

14

11654

8.(8)

ABP 1

14

11640

 

Resümee:      Die Tabelle erhält nach und nach Struktur. Echte Vorentscheidungen sehen anders aus, nachdem erst eine Saisonhälfte gespielt ist.

Bis bald

Walter