TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga 5er Herren 2014/15 – 8. und letzte Runde, 12.04.2015, Plus

 

Die Bedingungen:     Saisonausklang der Wiener Liga Herren auf den mittlerweile bekannt freundlichen Bahnen der Plushalle in der Hernalser Beheimgasse – und was für einer: die 6 Mannschaften schafften über alle Spiele einen Schnitt von fast 205 Pins. Sieben Spieler schafften in ihrer kompletten 5er-Serie im Team mehr als 220 Schnitt, teilweise weit über 1100 Pins. Nicht übel, wenn man bedenkt, dass die Meisterschaft bereits am 18. Jänner 2015 vorentschieden wurde, denn seit damals war die Tabelle festgeschrieben, waren die Positionen bezogen. Das Niveau stieg im Verlauf dieser Saison wieder in Regionen, die man von den etwas einfacher geölten Bahnen aus der Vergangenheit bereits kannte und die uns immer wieder gerne dazu verleiten, unsere Fähigkeiten angesichts der Schnittlisten zu überschätzen. Wir werden sehen, wie in der nächsten Saison darauf reagiert wird. Gewohnt souverän und untadelig wieder Technik und Engagement der Crew in der Plushalle. Muss immer wieder erwähnt werden und ist keineswegs ein Selbstläufer.

 

Unser Spiel:     Das Jammern geht weiter. Wie schon in meinem letzten Bericht erwähnt, mussten wir im 5er-Bewerb leider heuer 50 % unserer Spiele in der Plushalle absolvieren. Nicht eben unser Lieblingsterrain, wie wir wissen. Den 200er-Mannschaftsschnitt über die gesamte Saison, der zum Überleben in der Wiener Liga notwendig wäre, schafften wir nur in der Post knapp und im Prater kamen wir ihm sehr nahe. Alle übrigen Runden blieben wir deutlich darunter. Von den  insgesamt 40 möglichen Siegpunkten der Saison schafften wir gerade einmal 4, also magere 10 %. Skurriler Weise zwei gegen den überlegenen Meister Unistahl 1. Die Rolle des sprichwörtlichen Prügelknaben war für jeden eher schwer zu ertragen, machte unser Spiel zunehmend verkrampfter. Spiele von 1000+ waren für uns heuer Mangelware, obwohl so ein Auftreten in den Saisonen davor – in der 2. Landesliga – fast zu unserem Leistungsstandard wurde. In den mehr als 40 Jahren, die ich bis jetzt schon für „meinen“ Herzensverein Tyrolia spielen konnte und durfte, waren wir in einer obersten (Wiener) Spielklasse noch nie derart chancenlos und in der Endabrechnung so weit abgeschlagen, wie in dieser Saison. Schade. Aber wir kommen wieder und werden auch in der nächsten Saison wieder versuchen, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Es wird allerdings gehöriger Anstrengungen und eines verjüngten und verbesserten Spielerkaders bedürfen. Wir sind zuversichtlich, dass wir das hinkriegen.

Und nun zum heutigen letzten Spieltag.

Unser Team: Kukla-Schoppik-Bittner-Fiala-Liftenegger (Horak mit Verletzung im Oberarm nur als Zuseher dabei).

Los ging`s auf 19-20 gegen Etoile. Es reichte nicht, aber es war bis zum Schluss eng. 1001 zu 1008. Typisch für unser heuriges Sportjahr, ist man geneigt zu sagen. Spiel 2 gegen Cosmos. „Das Kaninchen vor der Schlange“ ging auf 17-18 gegen Grundschober & Co deutlich unter. 896 zu 1011. Auf 15-16 gegen die zweite Unistahl-Mannschaft waren wir wieder knapper dran, aber mit 950 zu 1015 gab es – wie heuer in allen 8 Runden – gegen Gonaus & Co keinen Siegpunkt. Der Lichtblick folgte dann – zurück auf unseren Startbahnen 19-20 – gegen Unistahl 1, das allerdings nicht in Bestbesetzung angetreten war. Unser heute einziges 1000er Ergebnis, nämlich 1025, reichte zum einzigen Siegpunkt des Tages. Unistahl blieb ohne Mario Baumgartner, der nach 706 (246-204-256) für Benni Hochstöger Platz gemacht hatte,mit 997 knapp „unter“. Unser bis auf weiteres letztes WLH-Spiel gegen den Tabellen-Nachbar Black Jack auf 21-22 wird uns auch nicht lange in Erinnerung bleiben. 969 zu 1037.

Auf Wiedersehen Wiener Liga. Aber wir kommen wieder. Irgendwann. Versprochen.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

228

196

225

180

226

1055

211,000

Schoppik Alfred

188

172

168

178

209

915

183,000

Bittner Heinrich

184

165

200

220

180

949

189,800

Fiala Walter

191

179

188

218

163

939

187,800

Liftenegger Martin

210

184

169

229

191

983

196,600

Team-Ergebnis

1001

896

950

1025

969

4841

193,64

Gegner

BJB

Cosmos

Unistahl2

Unistahl1

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

1008

1011

1015

997

1037

5068

 

Punkte

-

-

-

1

-

1

97,41 PP

 

Die Besten des Spieltages:      Bestes Team Cosmos mit 5516 gespielten Pins (mehr als 220 Mannschaftsschnitt) und allen 5 Siegpunkten. Unistahl 1 erreichte mit starken 5252 Pins nur 2 Siege, Etoile kam mit 5023 Pins auf immerhin 4. Es folgten Unistahl 2 mit 5137/1, BJB mit 4974/2 und Tyrolia mit 4841/1.

Beste Einzelspieler (alle 5 Spiele im Team):      Roman Fürbacher, Cosmos, 1178 (Tageshöchstspiel 279/1., 259/5.), Philipp Schlosser, Unistahl 2, 1146 (258/1.), Martin Pfeifer, Cosmos, 1116, Michael Loos, Unistahl 1, 1115, Daniel Hahn, Etoile, 1111 (247/1.), Ben Calhoun, Cosmos, 1108 (256/4.), Leo Grundschober, Cosmos, 1106 (248/1., 264/5.), Thomas Gross, Unistahl 1, 1084, Paul Valla sen., Unistahl 1, 1059 (243/1., 246/5.), Walter Gonaus, Unistahl 2, 1058 (258/4.), Rudolf Friess, BJB, 1057 und Robert Kukla, Tyrolia, 1055.

Beste Team-Ergebnisse: Cosmos 1154/5., 1146/1., 1131/4., Unistahl 1 mit 1122/1., 1095/3., Unistahl 2 mit 1114/4. Und Etoile 1070/4.

 

 Endstand nach Runde 8

Punkte

Rückstand

1.(1)

Unistahl 1

860,43

 

2.(2)

Cosmos 1

851,18

9,25

3.(3)

Etoile 1

832,49

27,44

4.(4)

Unistahl 2

816,11

44,32

5.(5)

Black Jack Bowlers

802,46

57,47

6.(6)

Tyrolia 1

756,21

104,22

 

Resümee:       Das Team mit dem größten und ausgewogensten Kader, Unistahl 1, hat verdient gewonnen. Immerhin belegen die fünf Unistahl-Topleute in der aktuellsten Schnittliste durchwegs Plätze in den Top Ten. Wieder konnte der Angriff des heftigsten Herausforderers, Cosmos 1, abgewehrt werden. Knackpunkt war hier wohl das erste Antreten in der Plushalle (3. Runde am Staatsfeiertag 2014), als Unistahl dem Herausforderer mehr als 600 Pins abnehmen konnte und aus einem mehr als 6-Punkte-Rückstand einen mehr als 7-Punkte-Vorsprung machte. Dass der Vorsprung von bereits über 17 Punkten in dieser letzten Runde vom Herausforderer Cosmos fast halbiert werden konnte, spricht für die Moral dieses um Leo Grundschober geformten Teams.

Ungefährdeter Dritter Etoile 1.

Tyrolia 1 wird nach neuerlich nur einjähriger Zugehörigkeit zur obersten Wiener Spielklasse wieder in die 2. Landesliga zurückkehren und für das junge und bärenstarke Stadlau-Team Platz machen.

 

Bis bald

Walter