TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga 5er Herren 2014/15 – 4. Runde, 18.01.2015, Plus

 

Die Bedingungen:     Gewohnt sportlich-gute Atmosphäre, bekannte Hausölung, bekannte Leistungsstandards – so kann man wohl die heutige 4. Runde der Herren Wiener Liga kurz zusammenfassen. Wie schon in der vorigen Runde (diese liegt schon gefühlt unendlich weit zurück – Staatsfeiertag 2014 !) waren hohes Balltempo in Verbindung mit hoher Kugelrotation das beste Rezept. Zu wenig Tempo konnte man bestenfalls mit optimaler Linie ausgleichen, die man aber verlässlich treffen musste. In diesem Fall war aber unbedingt ein weiterer Kugelweg zu wählen, der jedoch nicht den kleinster Fehler verzieh, weil dadurch zig Linien überspielt werden mussten und die Bälle gerne „liegen“ blieben.

Die „üblichen Verdächtigen“ nützten die Verhältnisse und tobten sich auf hohem Niveau dementsprechend aus, aber dazu später.

 

Unser Spiel:     Das gewohnte Team Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger war praktisch gesetzt, weil Fredi Schoppik mit einem Tennisarm derzeit außer Gefecht ist und unser Neuzugang Igor Micicelovic noch etwas Zeit braucht. Was wir insgeheim schon von Anfang an befürchtet hatten, wurde uns heute erneut klar vor Augen geführt: in der Wiener Liga können wir nicht mithalten. Wir – und zwar die gesamte Mannschaft - kommen einfach nicht in die Gänge. Selbst wenn wir vereinzelt Spiele einige Frames lang offen halten können, bringen wir das Ergebnis nicht ins Ziel, weil der Gegner bisher stets im entscheidenden Augenblick noch zusetzen konnte und wir unter noch mehr Druck nicht unser Leistungsvermögen abrufen können. Auch für uns selbst ist es außergewöhnlich, dass wir in dieser Saison bislang erst zweimal jenseits der 1000 Pins landeten (bescheidene 1004 und 1005 in der ersten Runde, Cumberland). Wir tun uns einfach schwer damit, dass keine Anstrengung unsererseits ausreicht und der Gegner am Ende regelmäßig die Nase vorn hat. Es nervt einfach, wenn es nie ganz reicht, was immer man auch versucht. Die sich in solchen Situationen schnell einstellende Verkrampfung führt oft noch dazu, dass wir Einzelpins in Serie versemmeln und uns damit das Leben noch schwerer machen.

Nein, Spaß macht das in dieser Saison nicht mehr. Wir werden aber erhobenen Hauptes durchhalten und in der nächsten Saison - eine Stufe tiefer - einen neuen Anlauf versuchen.

Die 4. Runde aus unserer bescheidenen Sicht im Detail: Startspiel auf 19-20 gegen Etoile. Im Quervergleich ganz schwache Performance und mit 874 zu 965 chancenlos. Gegen Unistahl 2 auf 17-18 lief es zwar eine Spur besser, aber lange nicht gut genug. 938 zu 1030. Das Spiel der „letzten Chance“ (wenn es überhaupt noch eine war) gegen den Tabellen-Nachbarn Black Jack ging auf  15-16 ordentlich in die Hose. Das ernüchternde 898 zu 1054 nahm uns den letzten Mut für die beiden letzten Spiele gegen die beiden Top-Teams der Liga. Zuerst Cosmos auf den Bahnen 19-20: vernichtende Schlappe 884 zu 1137. Schlusspunkt gegen Leader Unistahl 1 auf 21-22: recht gute 971 unsererseits wirkten gegen die 1078 unserer Gegner eher bescheiden. Wieder kein Siegpunkt für uns, wie schon in Runde 3. Die Plushalle schüttelt uns im Moment grausam ab.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

181

191

180

151

228

931

186,200

Horak Roland

189

164

185

149

192

879

175,800

Bittner Heinrich

176

178

177

215

180

926

185,200

Fiala Walter

171

191

165

188

189

904

180,800

Liftenegger Martin

157

214

191

181

182

925

185,000

Micicelovic Igor

127 R

165 R

173 R

181 R

171 R

817

163,400

Team-Ergebnis

874

938

898

884

971

4565

182,600

Gegner

Etoile

Unistahl2

BJB

Cosmos

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

965

1030

1054

1137

1078

5264

 

Punkte

-

-

-

-

-

0

91,15 PP

 

Die Besten des Spieltages:      Bestes Team diesmal die großen Unistahl-Herausforderer Cosmos mit 5359 Pins (über 214 Schnitt) und 4 Siegpunkten. Knapp vor dem pinstärkeren Tabellenführer Unistahl 1 (5397 Pins mit 3 Siegpunkten), weil Cosmos das direkte Duell mit 1147 zu 1071 gewinnen konnte. Zwei weitere Teams mit mehr als 200 Mannschaftsschnitt: Etoile 1 (5191/4) und Unistahl 2 (5086/2). Die Black Jack Bowlers schafften 2 Siegpunkte mit 4916 Pins. Schlusslicht Tyrolia blieb mit nur 4565 Pins sieglos.

Beste Einzelspieler (alle 5 Spiele im Team):      Thomas Gross (Unistahl 1) 1198 (239,6 Schnitt – jeweils 278 in den beiden Startspielen), Leo Grundschober (Cosmos) 1147 (258/2., 244/5.), Daniel Hahn (Etoile) 1121 (279/4., 245/5.), Ian Robinson (Unistahl 1) 1118 (242/4.), Ben Calhoun (Cosmos) 1082 (258/4.), Manfred Panzenböck (Unistahl 2) 1074, Mario Baumgartner (Unistahl 1) 1065 (247/2.), Roman Fürbacher (Cosmos) 1064 (245/3.) und Rudolf Friess (BJB) 1063 (247/4.).

Einige bemerkenswerte Spiele: Markus Witura (Cosmos) 289/3. (Tageshöchstspiel), Alois Lichtenegger (Etoile) 259/4., Günter Weiss (Etoile) 249/4., Walter Gonaus (Unistahl 2) 244/1.

Beste Team-Ergebnisse: Etoile 1186/4., Cosmos 1147/3., 1137/4., Unistahl 1   1119/2., 1109/1.

 

Tabelle nach Runde 4

Punkte

Rückstand

1.(1)

Unistahl 1

419,22

 

2.(2)

Cosmos 1

412,03

7,19

3.(3)

Etoile 1

408,02

11,20

4.(4)

Unistahl 2

400,26

18,46

5.(5)

Black Jack Bowlers

389,24

29,48

6.(6)

Tyrolia 1

364,05

55,17

 

Resümee:       Die Tabelle zeigt bereits nach Saison-Halbzeit deutliche Vorentscheidungen. Der Titelkampf könnte zwar noch spannend werden (wie überhaupt der Kampf um die „Stockerlplätze“), jedoch der Absteiger in die 2. Landesliga steht mit Tyrolia 1 so gut wie fest.

Bis bald

Walter