TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wr. Liga 5er Herren 2014/15 – 1. Runde, 21.09.2014, Cumberland

 

Die Bedingungen:     Die erwartet anspruchsvollen Bahnen. Nicht unangenehm zu spielen, doch etwas mehr Aufmerksamkeit auf exakte Ballabgabe war gefragt – und das wollten und wollen die meisten von uns. Aus meiner Sicht haben wir jetzt bereits in den meisten Wiener Hallen endlich wieder Bahnenverhältnisse, die (Achtung: Aussage für das Phrasenschwein) die Spreu vom Weizen trennen. Dass am Ende dieser Phase der anspruchsvolleren Ölungen – und ich möchte fast wetten, dieses Ende wird wie alljährlich wieder kommen (hoffentlich nicht zu früh !) – die üblichen Verdächtigen die Schnittliste anführen werden, liegt wohl auf der Hand – und ist einfach nur gerecht. Schauen wir halt zu, wie lange es heuer dauert, bis wir uns neuerlich ärgern…

Größte Hürde für eine nachhaltige Verbesserung ist sicher die Bewältigung des Spagats zwischen den Ansprüchen der Hallenligen und denen der Verbandsbowler. Ich vertraue da auf die Hallenmanager.

Bei der Beurteilung der Bedingungen möchte ich in der Cumberland-Halle nicht darauf vergessen, dass das Personal dort – wie traditionell immer – sehr freundlich und bemüht tätig war und die Sauberkeit (auch in den Toiletten) immer untadelig ist. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, möchte man sagen. Nicht jedoch im Wiener Bowlingalltag, wie wir wissen.

Wäre ein gutes Beispiel für so manch andere Halle, wo schon gesehen wurde, dass Mechaniker die Toiletten-Eingangstür öffnen, um kurz auf der „Kontroll(?)-Liste“ eine „Kraxn“ zu machen, um zu bestätigen, dass sie nichts, absolut nichts, getan haben. Klar, dass sie dann auch nicht einmal wahrnehmen, dass wieder einmal die Papierhandtücher aufgebraucht sind oder wieder einmal alles „schwimmt“.

So kann man auch sparen – auf Kosten der Kunden.

Dass allerdings auch wir Sportler in Eigenverantwortung gefordert sind steht außer Frage.

 

Unser Spiel:     Wir haben unseren Wiedereinstieg in die oberste Spielklasse mit Spannung erwartet und uns, ehrlich gesagt, ein wenig mehr erwartet. Wir starteten mit dem Team Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger auf dem, wie üblich wegen der offenen Eingangstür etwas trockeneren, Bahnen-Paar 11-12. Black Jack, unser vermeintlich schärfster Konkurrent im Kampf um den erwünschten Klassen-Erhalt. Leicht viel uns der Neuanfang nicht. Entsprechend bescheiden fiel auch das Ergebnis aus: 884 zu 928. Weit besser lief es anschließend auf 5-6 gegen die Hausherren von Etoile. Ein mannschaftlich ausgeglichenes 1004 genügte gegen 930 von Hahn & Co. Der erste und leider heute einzige Siegpunkt war eingefahren. Etwas unglücklich verloren wir dann auf der unangenehmen Doppelbahn 7-8 gegen Unistahl 2 mit 925 zu 952, obwohl uns eigentlich ein unerwarteter Aussetzer von Walter Gonaus in die Karten gespielt hätte. Dass Roland Horak zeitgleich komplett von der Rolle war, gehört ins Kapitel dumm gelaufen. Schade um diesen möglichen Punkt. Solche Chancen bitten sich in der obersten Spielklasse eher selten. Im vierten Spiel des Tages (jetzt mit Alfred Schoppik statt Roland Horak) hatten wir eine wesentlich verstärkte Cosmos-Mannschaft (mit Roman Fürbacher und Ben Calhoun konnten zwei weitere Spitzenspieler verpflichtet werden) zum Gegner. Wir konnten zwar recht gut mithalten, verloren aber letztendlich doch deutlich mit 1005 zu 1097 (= Tageshöchstspiel). Unistahl 1 (heuer mit Neuerwerbung Ian Robinson) war auf den tückischen Randbahnen 11-12 unser letzter Gegner. Wir waren chancenlos. Unser Spiel war zu wenig druckvoll, was reihenweise Splits zur Folge hatte. 852 zu 958 war aber dennoch etwas zu deutlich.

Schade, dass in dieser ersten Runde für uns nur ein Siegpunkt herausschaute. Eigentlich wären außer dem Cosmos-Team heute alle Gegner in unserer Reichweite gewesen. Wären…

 

 Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

186

205

221

187

187

986

197,200

Horak Roland

161

216

143

143 R

verletzt

663

165,750

Bittner Heinrich

169

196

187

165

204

921

184,200

Fiala Walter

182

191

211

234

159

977

195,400

Liftenegger Martin

186

196

163

175

145

865

173,000

Schoppik Alfred

180 R

201 R

188 R

244

157

970

194,000

Micicelovic Igor

135 R

141 R

144 R

180 R

202 R

802

160,400

Team-Ergebnis

884

1004

925

1005

852

4670

186,800

Gegner

BJB

Etoile

Unistahl2

Cosmos

Unistahl1

 

 

Ergebnis Gegner

928

930

952

1097

958

4865

 

Punkte

-

1

-

-

-

1

94,20 PP

 

Die Besten des Spieltages:      Bestes Team war Cosmos 1 mit 5106 gespielten Pins (204,24 Schnitt) und 4 Siegpunkten. Mit deutlichem Abstand folgte Etoile 1 (4881/3). Dahinter, pinmäßig fast gleichauf, Unistahl 2 (4763/3) und Unistahl 1 (4773/2). Black Jack (4703/2) und Tyrolia 1 (4670/1) finden sich nach dieser ersten Runde am Tabellen-Ende wieder.

Beste Einzelspieler (alle 5 Spiele im Team):        Leo Grundschober (Cosmos) 1111 Pins (Schnitt 222,2 – 228 im 3.,Tageshöchstspiel 278 im 5. Spiel), Roman Fürbacher (Cosmos) 1102 (258/1.,236/3.), Franz Hahn (Etoile) 1051 (224/4.,247/5.), Martin Pfeifer (Cosmos) 1041 (235/1.,244/4.), Erich Binder (Etoile) 1037 (223/1.,235/5.), Ian ‚Robinson (Unistahl 1) 1027 (268/3.) und Marco Pilecky (Unistahl 2) 1006.

Einige bemerkenswerte Spiele: Alois Lichtenegger (Etoile) 247/4., Kurt Weiss (Etoile) 224/1.,246/3., Rudolf Friess (BJB) 246/1., Alfred Schoppik (Tyrolia) 244/4., Philipp Schlosser (Unistahl 2) 243/3., Michael Loos (Unistahl 1) 237/2., Walter Fiala (Tyrolia) 234/4., Alex Rauscher (Unistahl 1) 227/4., Walter Rieger (Unistahl 2) 223/1., Johann Riegler (BJB) 222/3., Christian Stefan (BJB) 221/2. und Robert Kukla (Tyrolia) 221 im 3. Spiel.

Beste Team-Ergebnisse: Cosmos 1097/4., 1073/1., 1066/5., 1020/3., Etoile 1020/4., jeweils 1012 /1. und 5. Spiel, Unistahl 1 1013/4., Tyrolia 1005/4., 1004 im 2. Spiel.

 

Tabelle nach Runde 1

Punkte

Rückstand

1.

Cosmos 1

106,06

 

2.

Etoile 1

100,31

5,25

3.

Unistahl 2

98,13

7,43

4.

Unistahl 1

97,23

8,33

5.

Black Jack Bowlers

96,03

10,03

6.

Tyrolia 1

94,20

11,36

 

Resümee:       Der BC Cosmos Wien 1 hat gleich sein Saisonziel deutlich erkennen lassen. Um die Spitzenplätze ist aus meiner Sicht ein Dreikampf zu erwarten (Cosmos, Etoile, Unistahl 1). Das zweite Unistahl-Team könnte das Zünglein an der Waage sein. Wenn nicht alles täuscht, werden die Black Jack Bowlers und Tyrolia den Abstieg untereinander ausmachen müssen. Vielleicht gibt es aber auch da wie dort eine Überraschung. Wir werden weitersehen, wenn die Tabelle erst einmal Struktur bekommt.

Bis bald

Walter