TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Österr. Cup 2014, Herren – 1. und 2.11.2014, Plus

 

Die Bedingungen:      Ich könnte heute meinen Bericht über das Cup-Wochenende in der Plushalle in Wien mit der gleichen Einleitung wie im Vorjahr beginnen – und tue das auch fast wortwörtlich, weil es eben passt: Großkampftage in der Wiener Plus Bowlinghalle. Es war ein nationaler Bowling-Event der Sonderklasse. Das Plus-Team war bestens vorbereitet und hat sich wieder einmal in gewohnter Manier als DER Austragungsort für solche Veranstaltungen erwiesen. Buffet für Aktive und Zuseher zum Top-Preis und in guter Qualität, gewohnt freundliches und flinkes Personal, der neue Hausshot (schwieriger als im Vorjahr, aber auf eine andere Art ebenso temposensibel und aufgrund der langen Bewerbdauer noch anspruchsvoller als erwartet), keine technischen Probleme, ein gut eingespieltes, korrektes und sich nicht in den Vordergrund drängendes Schiedsrichterteam. Wieder ganz besonders hervorzuheben: der umfassende, zeitnahe und beispiellos rasche Ergebnisdienst von Bewerbleiter Gerhard Schindler. Vielen Dank dafür. Bowler-Herz was willst du mehr? Rundum alles gelungen.

Und Achtung (und das muss gerade ich wirklich ausdrücklich erwähnen): Bewerbleiter Schindler ersuchte via Mikro im Namen der Hallenleitung alle Raucher, die Toilette-Anlagen unbedingt rauchfrei zu halten. Vielen Dank im Namen des Sports.

Sportlich gefragt waren: höheres Balltempo und genaues Spiel mit runder Kugel-Freigabe. Rund um das 10. Board lief es am besten. Den Weg zum Breakpunkt mussten die Spieler ihrer Ball-Rotation entsprechend herausfinden. Keine leichte Übung, aber durchaus machbar, wie die Besten der Besten eindrucksvoll beweisen konnten.

 

ACHTELFINALE (= Vorrunde / Samstag, 01.11.2014)

Wie schon im Vorjahr spielten alle teilnehmenden Teams 2 x 3 Spiele als sogenannte Vorrunde. Noch nicht head-to-head im KO-System (wie in einem Cup-Bewerb sonst üblich), nur reine Pinwertung. Zur Erinnerung: diese sehr sinnvolle Neuerung wurde unter anderem im Hinblick darauf eingeführt, dass alle von weiter weg angereisten Teams in jedem Fall 6 Spiele absolvieren können und nicht bereits (im worst-case) nach 3 Spielen wieder die Heimreise antreten müssen, was in der Vergangenheit öfter die Sinnfrage aufwarf und aus wirtschaftlichen Überlegungen oft zum Startverzicht führte. Ich persönlich bin Fan dieses neuen Austragungs-Modus und hoffe, dass sich dafür nachhaltig breite Zustimmung finden lässt.

 

Unser Spiel:     Im Achtelfinale hielten wir in der Startformation Schoppik-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger recht gut mit – bis zur Pause nach drei Spielen lagen wir an dritter Stelle. Zum Cut nach den besten acht Teams hatten wir einen kleinen Polster herausgespielt. Roland Horak konnte seine zuletzt gezeigte gute Form leider diesmal nicht ausspielen und wurde nach dem dritten Spiel aus der Mannschaft genommen und durch Robert Kukla ersetzt. Das erste Spiel gelang auch Robert nicht gleich nach Wunsch, aber er fand sich danach mit den Bahnenverhältnissen gut zurecht.

In der zweiten Dreier-Serie konnten wir mannschaftlich noch zusetzen und uns, nach unserer zuletzt bedenklich schwachen Performance im 5er-Bewerb der Vorwoche, ein wenig Selbstvertrauen zurück holen. Hätten wir in der Vorwoche so wenige Räumfehler gemacht wie im Cup, dann wäre unsere Tabellensituation in der Wiener Liga wohl deutlich entspannter.

Den Sprung in die KO-Runde der besten acht Teams schafften wir leicht. Hinter der überragenden Unistahl 1-Mannschaft und überraschend Casino Wien landeten wir ex aequo mit Cosmos an hervorragender dritter Stelle – 319 Pins über dem Cut.

Nur sieben Einzelspieler erreichten Schnitte 200+. Mit unseren vier 1100er-Serien waren wir bei diesen eher schwierigen Bahnenverhältnissen recht gut dabei.

 

für das Viertelfinale qualifiziert

im Achtelfinale ausgeschieden

Unistahl 1

6229 (207,63 Schnitt)

Strike & Spare

5414

Casino Wien

5773

Stadlau 1

5404

Tyrolia 1

5733 (191,1 Schnitt)

Leondinger City Strikers(OÖ)

5393

Cosmos

5733

Future / BTA

5339

Pegasus / Kobra 1

5561

ABP 1

5320

BC Salzburg

5481

Pleasureland (NÖ)

5269

Striking Eagles (Tirol)

5454

SU BC Funk

5265

1. ÖBC

5436

Bowling Bulls (Kärnten)

5145

 

 

Tyrolia 2

4992 (166,4 Schnitt)

 

 

Etoile 1

nicht angetreten

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

            

TYROLIA 1

1. Spiel

2. Spiel

3. Spiel

4. Spiel

5. Spiel

6. Spiel

Ergebnis

Schnitt

Schoppik Alfred

204

190

212

232

172

179

1189

198,167

Horak Roland

173

175

162

-

-

-

510

170,000

Bittner Heinrich

203

178

184

203

223

192

1183

197,167

Fiala Walter

206

190

197

210

173

190

1166

194,333

Liftenegger Martin

211

152

169

189

209

179

1109

184,833

Kukla Robert

-

-

-

158

213

205

576

192,000

Team-Ergebnis

997

885

924

992

990

945

5733

191,100

 

TYROLIA 2

1. Spiel

2. Spiel

3. Spiel

4. Spiel

5. Spiel

6. Spiel

Ergebnis

Schnitt

Weissensteiner Felix

194

198

209

199

166

135

1101

183,500

Fill Josef

158

214

159

-

-

-

531

177,000

May Helmut

153

180

173

149

164

156

975

162,500

Langer Michael

129

144

171

202

146

143

935

155,833

Weissensteiner Helmut

137

186

179

149

143

188

982

163,667

Hinger Anton

-

-

-

133

150

185

468

156,000

Team-Ergebnis

771

922

891

832

769

807

4992

166,400

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die besten Einzelspieler im Achtelfinale:      

Nur 7 Akteure schafften einen Schnitt über 200. An der Spitze das Unistahl 1-Trio Thomas Gross 1329, Alex Rauscher 1301 und Mario Baumgartner 1292. Dahinter Patrick Freudl (Salzburg) 1256, Robert Skach (Casino) 1228, Manfred Hutterer (Casino) 1215 und Olaf Volkert (Leondinger City Strikers) 1208.

Beste Teamscores : Unistahl 1   1115/6.,1096/5.,1093/4.,1049/3.Spiel,  Cosmos 1076/3., 1. ÖBC 1066/6., Leondinger City Strikers 1063/3., Casino 1050/6., Pegasus/Kobra 1020/4. und ABP 1004/6.

 

Resümee:      Zwei Bundesländer-Teams unter den Top 8 und damit für das Viertelfinale qualifiziert. Die Tiroler Striking Eagles lagen zwischenzeitlich sogar in Führung. Durch die schwierigere Ölung lagen die Ergebnisse deutlich unter denen des Vorjahres. Nur das Top-Team Unistahl 1 konnte im Jahresvergleich sogar etwas zulegen. Alle Achtung.

 

 

VIERTELFINALE (Samstag, 01.11.2014)

 

Die Bedingungen:        Nach meiner subjektiven Wahrnehmung zeigten sich die Bahnen nach der zweiten Bahnenpflege noch etwas schwieriger. Ob es an den klimatischen Bedingungen in der Halle oder bloß an der langsam spürbar werdenden Müdigkeit der Akteure lag (immerhin war man ja schon mehr als 7 Stunden vor Ort) ist nicht klar. Wahrscheinlich war es ein Mittelding aus mehreren Faktoren. Das Carry Down war jedenfalls für mich deutlicher und früher spürbar als am Vormittag. Dass nicht nur das Balltempo wichtig war, sondern wie immer auch die richtige Wahl des zum eigenen Spiel am besten passenden Ball-Laufweges eine große Rolle spielte, bewies Tyrolia-Startspieler Robert Kukla (regierender Österr. Seniorenmeister im Einzel A), der mit Balltempo 21 – 22 km/h hervorragende 676 scorte (immerhin dritthöchste 3er-Serie im Viertelfinale und Tageshöchstspiel 278 im letzten Durchgang). Gratulation Robert. Das war nicht Glück, sondern hervorragendes Spiel mit zumindest 11 „Knallern“.

 

Das Viertelfinale im Überblick (Aufsteiger fett gedruckt):

 

Bahnen

Mannschaft 1

Pins

Mannschaft 2

Pins

13-14

Pegasus/Kobra 1

2810

Striking Eagles

2748

15-16

Tyrolia 1

2770

1.ÖBC

2494

17-18

BC Salzburg

2525

Cosmos

2877

19-20

Casino Wien

2750

Unistahl 1

3067

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

 

1. Spiel

2. Spiel

3. Spiel

Ergebnis

Schnitt

Kukla Robert

212

186

278

676

225,333

Schoppik Alfred

159

174

162

495

165,000

Bittner Heinrich

177

204

161

542

180,667

Fiala Walter

156

176

164

496

165,333

Liftenegger Martin

218

189

154

561

187,000

Team-Ergebnis

922

929

919

2770

184,667

 

Die besten Einzelspieler im Viertelfinale:

Immerhin 8, also 20 % der eingesetzten 40 Spieler, scorten Serien über 200 Schnitt. Eine Klasse für sich Thomas Gross (Unistahl 1) mit 732, vor Leo Grundschober (Cosmos) 683 und Robert Kukla (Tyrolia) 676. Roman Fürbacher (Cosmos) 664, Alex Rauscher (Unistahl 1) 639, Heribert Zirps (Pegasus/Kobra) 632, sowie Martin Hölbing (610) und Peter Almadin (601), beide von den Tiroler Striking Eagles, ergänzten die Liste der Besten.

Höchste Teamscores: Unistahl 1 mit 1063/2.,1042/3. und die Striking Eagles 1014/1.

 

Resümee:         Keine großen Überraschungen. Die Ergebnisse mehr oder weniger nach der Papierform. Bemerkenswert: in der Begegnung Pegasus/Kobra gegen die Striking Eagles fiel die Entscheidung über den Aufstieg erst im letzten Frame.

 

 

 

 

 

HALBFINALE (Sonntag, 02.11.2014)

 

Die Bedingungen:        Wie schon erwartet und wie schon 2013 gehabt: alles wie am Vortag bestens, nur das Essen eben à la carte (klar, weil viel weniger Teilnehmer). Und nochmals: ein besonderes Lob an dieser Stelle an den prompten und umfassenden Internet-Ergebnisdienst durch Gerhard Schindler. So gefällt mir das als Vereins-Homepage und LVWB-Facebook-Schreiberling.

Die Bahnen-Ölung wie erwartet, aber doch etwas anders zu spielen als am Vortag. In der Halle wesentlich weniger Personen anwesend und vor allem deshalb, aber auch wegen des geringeren Küchenbetriebs deutlich kühler. Eh klar.

 

Unser Spiel:     Wie schon 2013 Hammerlos Unistahl 1. Wieder, wie schon 2013, egal. Man muss es nehmen wie es kommt. Gespielt wurde auf 29-30 (Pegasus/Kobra und Cosmos matchten sich auf 31-32).

Unser Team gegenüber dem Viertelfinale unverändert, also mit Kukla-Schoppik-Bittner-Fiala-Liftenegger. Nach wenigen Frames waren wir aller unserer leichten Hoffnungen schon teilweise beraubt, weil Gross & Co keine Zweifel aufkommen ließen, wer hier als Sieger aus dem Halbfinale gehen würde. Dass wir selbst mit den Bahnen mehr schlecht als recht fertig wurden, spielte bald keine Rolle mehr. Außer Heini, der sich mit hartem Kampf und ungewohnter direkter Spielweise halbwegs über Wasser halten konnte, fanden wir geschlossen nicht zu unserem Spiel. Leichtes Spiel also für den erklärten Favoriten. Keine einfache Sache für uns, wenn man sich die große Überraschung selbst nicht so recht zutraut. Wir waren aber auch schon wesentlich besser drauf als im Moment. Und wir können auch weit mehr, als wir derzeit auf die Bahn bringen.

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

 

1. Spiel

2. Spiel

3. Spiel

Ergebnis

Schnitt

Kukla Robert

152

183

178

513

171,000

Schoppik Alfred

199

166

149

514

171,333

Bittner Heinrich

202

191

228

621

207,000

Fiala Walter

182

176

200

558

186,000

Liftenegger Martin

180

195

153

528

176,000

Team-Ergebnis

915

911

908

2734

182,267

 

Das Halbfinale im Überblick (Aufsteiger fett gedruckt):

 

Bahnen

Mannschaft 1

Pins

Mannschaft 2

Pins

29-30

Tyrolia 1

2734

Unistahl 1

3061

31-32

Pegasus/Kobra

2773

Cosmos

2949

 

Die besten Einzelspieler im Halbfinale:

Thomas Gross (Unistahl) 725 (278/2.), Martin Pfeifer (Cosmos) 644, Mario Baumgartner (Unistahl) 636, Roman Fürbacher (Cosmos) 627, Alex Rauscher (Unistahl) 625 und Heini Bittner (Tyrolia) 621.

Beste Teamscores: Unistahl 1 mit 1066/2.Spiel,1052/1., Cosmos 1006/2.

 

 

 

FINALE (Sonntag, 02.11.2014)

 

Die Bedingungen:        Offensichtlich auf 27-28 anspruchsvoller als davor auf 29 bis 32.

 

Unser Spiel:     Wir waren leider nicht mehr dabei, weil heuer das Spiel um den dritten Platz nicht ausgetragen wurde. Wie schon 2013 erfreuten wir uns des dritten Platzes. Diesmal war es halt ein mit Pegasus/Kobra geteilter dritter Platz. Eine „echt erspielte“ Bronzene wäre uns lieber gewesen. Dennoch sind wir happy. Medaille ist Medaille. Basta.

 

Das Finalspiel zwischen dem Favoriten Unistahl 1 und dem ambitionierten Herausforderer Cosmos war ein Krimi der Sonderklasse. In einer wahren Nervenschlacht waren die „Cosmonauten“ nach dem Startspiel um 56 Pins voran, wobei bei etwas mehr Konzentration ein weit höherer Vorsprung und damit eine gewisse Vorentscheidung möglich gewesen wären.

Das Spiel 2 wogte hin und her, ehe Alex Rauscher und Thomas Gross im Finish noch ein 26+ heraus holten. Zwischenstand: 30 plus für Cosmos.

Der Showdown im Endkampf war dann an Spannung nicht mehr zu überbieten. Lange Zeit schien es, als würden sich Fürbacher, Grundschober, Martin Pfeifer & Co diesen schönen Prestige-Erfolg, Österr. Cupsieger 2014, nicht mehr nehmen lassen, aber die Nerven spielten bei so manchem vermeidbaren Fehlwurf in den vorentscheidenden Frames eine wesentliche Rolle. Und wieder machten Rauscher/Gross den Sack zu. Es dauerte buchstäblich bis zum allerletzten Wurf, ehe der hauchdünne Sieg – sage und schreibe um 5 Pins! (2945 zu 2940) – fixiert war. Die Erleichterung bei den siegverwöhnten Unistahl-Leuten war deutlich zu sehen und zu spüren. Die wenigen, aber fanatischen Zuschauer kamen auf ihre Rechnung. „Ganz großes Kino“ würde Georg Gemeinböck sagen…

Dem stimme ich zu.

 

Österreichischer Cupsieger 2014 bei den Herren: Unistahl 1 (Baumgartner, Hochstöger, Valla jun. und sen., Alex Rauscher, Gross).

 

Silber-Medaille für Cosmos (Roman Fürbacher, Andreas und Martin Pfeifer, Markus Witura, Grundschober).

 

Geteilte Bronze-Medaille für Tyrolia 1 (Kukla, Horak, Schoppik, Bittner, Fiala, Liftenegger) und Pegasus/Kobra 1 (Bauer, Kugler, Schlägner, Felix, Gotthard Heyde, Zirps).

 

Die besten Einzelspieler im Finale:

Alex Rauscher (Unistahl) 671 (jeweils 248 im 2. und 3. Spiel), Roman Fürbacher (Cosmos) 645, Thomas Gross (Unistahl) und Leo Grundschober (Cosmos) jeweils 614 und Martin Pfeifer (Cosmos) 604.

Bestes Teamscore:        Unistahl 1 mit 1042 im letzten Spiel.

 

Resümee:         Das Cup-Wochenende brachte ansehnlichen Bowlingsport und war alles in allem eine rundum gelungene Veranstaltung.

 

Bis bald

Walter