TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2014/15 - 4. Runde, 10.01.2015, Prater

 

Die Bedingungen:        Warum machen wir immer die gleichen Fehler? Warum tun wir uns das an, an Samstagen unbedingt schon um 10 Uhr in der Praterhalle spielen zu wollen? Zwangsläufig passierte es wieder (als x-tes Déjà-vu), dass die Aktiven mit ihrem Equipment vor versperrtem Halleneingang ausharren mussten bis man sich ihrer erbarmte. Heute war die Witterung auf unserer Seite und wir mussten bei frühlingshaften Temperaturen wenigstens nicht im Auto sitzen bleiben und auf den „Erlöser“ mit dem Schlüsselbund warten. Der Hallenchef höchstpersönlich zeigte sich um etwa 9:37 Uhr mit versteinerter Miene bereit, diese für alle Seiten unbefriedigende Situation zu beenden – und sperrte auf. Ein freundliches Entgegenkommen seinerseits.

Ja, auch wenn mein vielleicht sarkastisch anmutender Beginn Anderes vermuten ließe, ich kann keine Fehlleistung der Halle erkennen. Fakt ist vielmehr, dass das Privatunternehmen Strike-Bowling Prater selbst für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich zeichnet und daher seine Dienst- und Öffnungszeiten so festlegen kann, wie es am besten ins Konzept passt. Da können wir uns noch so grün und blau ärgern.

Solange wir für die Ausrichtung unserer Bewerbe die Prater- und die Posthalle brauchen (und das ist hoffentlich noch lange), gibt es aus meiner Sicht derzeit nur eine zielführende Reaktion des Verbandes: an Samstagen muss der Spielbeginn in  Strike-Bowling-Anlagen einfach um zumindest eine halbe Stunde nach hinten verlegt werden.

Schluss. Aus. So einfach ist das.

Dass die Verantwortlichen der Strike-Bowling Prater mit ihrer Vorgehensweise vielleicht kurzsichtig agieren, steht auf einem anderen Blatt. Wir vermuten, dass man glaubt, auf uns ÖSKB-Bowler „nicht angewiesen“ zu sein, vergisst dabei aber das Drumherum (die „Nebengeräusche“ wie Training, Konsumation, Verweildauer usw.) zu beachten, mit zu kalkulieren.

Wo gab es das früher, dass eine Viertelstunde nach dem Bewerb nicht einmal mehr eine Handvoll Aktiver in der Halle verweilt, sondern praktisch alle schleunigst „flüchten“? Früher blieb man stundenlang sitzen, nahm noch das Mittagessen ein  (früher stets von guter Qualität und in einem nachvollziehbaren Preis-Leistungs-Verhältnis) oder trank gemeinsam mit den Kollegen Kaffee (nach wie vor gut) oder sonstwas. Aber bei Getränkepreisen wie in First-Class-Restaurants oder Berghütten? Nein, danke. Man denkt nicht mehr daran, den Bowlingtag an Ort und Stelle gemütlich und stundenlang ausklingen zu lassen. Das war einmal.

Was will man heute nach dem Spiel noch dort? Soll man darauf warten, dass das ultraviolette Cosmic-Licht als einzige Beleuchtung verbleibt und man seine Siebensachen nur mehr greifen, weil nicht mehr sehen kann? Soll man von Kinderpartys (die, wohlgemerkt, selbstverständlich ihre Berechtigung haben und auch weiterhin ein starkes Standbein der Hallen bleiben sollen)  endgültig vertrieben werden, nur weil man nicht versucht, alles VERNÜNFTIG unter einen Hut zu bringen? Wer von uns - offensichtlich nicht besonders geliebten und quasi den normalen Geschäftsbetrieb „gefühlt störenden“ - ÖSKB-Spielern tut sich sowas noch an?

Ach ja: gespielt haben wir ja heute auch noch.

Und zwar auf bekannt freundlichen und bekannt nicht lange „haltenden“ Bahnen. Ohne technische Probleme. Top- und Flop-Ergebnisse waren auf den Bahnen 1 bis 8 gleichermaßen möglich. Da alle natürlich die beste Linie nieder knüppelten, war das Carry ab etwa dem vierten, spätestens jedoch fünften Spiel so stark, dass nur mehr schwer eine verlässliche Linie gefunden werden konnte.

In Summe lagen die heute erzielten Ergebnisse in unserer extrem ausgeglichenen Liga etwas unter meinen Erwartungen

Unser Spiel:     Unser Team wie gehabt. In der Besetzung Fiala-Bittner-Liftenegger spielten wir durch. Um es vorweg zu nehmen: wir haben uns in unserer ehemaligen Heimhalle viel mehr erwartet.

Start auf 7-8 gegen Strike & Spare – heute ohne Christian Provaznik. Mit 633 zu 577 gelang uns der ersehnte positive Einstieg. Mehr nicht. Auf 3-4 waren Pegasus-Bauer & Co nicht zu biegen: die Niederlage viel mit 579 zu 657 aber deutlich aus. Noch schlechter das Spiel 3 gegen Etoile 2 auf den Bahnen 5 und 6. 508 zu 626. Schwamm drüber. Dann ein Kampf auf Biegen und Brechen gegen Black Jack 2. Zurück auf den Bahnen 3-4, waren wir jetzt um eine Nasenlänge voran. 659 zu 652 und die Punkte 3 und 4 waren eingefahren. Dann ein Selbstfaller gegen Black Jack 1, der auf den Randbahnen 1-2 erst im letzten Frame Gewissheit wurde. Beim 606 zu 626 war wieder einmal viel mehr drinnen. Noch ärger, fast schon unerträglich, war anschließend die Niederlage gegen ABP. Die Bahnen 7-8 zeigten uns, dass ausgesprochen glücklicher Pinfall beim Gegner nur durch konsequentes Räumen zu bekämpfen wäre. Wir schafften es heute im sechsten Spiel aber nicht mehr und verloren denkbar unglücklich mit 592 zu 598. Versöhnlicher Abschluss auf äußerst bescheidenem Niveau auf den Bahnen 1-2 gegen Etoile 3: 507 reichten zum knappen Sieg, weil die Grünen (498) mit dem niedergespielten Terrain noch weniger anzufangen wussten als wir.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fiala Walter

213

194

184

227

232

170

183

1403

207,857

Bittner Heinrich

227

174

162

221

202

212

148

1346

192,286

Liftenegger Martin

193

211

162

211

172

210

176

1335

190,714

Team-Ergebnis

633

579

508

659

606

592

507

4084

194,476

Gegner

Strike

Pegasus

Etoile2

BJB2

BJB1

ABP

Etoile3

 

 

Ergebnis Gegner

577

657

626

652

626

598

498

4234

 

Punkte

2

-

-

2

-

-

2

 

 6 Punkte

Die Besten des Spieltages:    

Bestes Team, dank einem überragenden Dusan Kometter (1582), Black Jack 1 mit 4253 gespielten Pins (202,5 Schnitt) und 10 Punkten. Drei Teams erkämpften 8 Punkte: Etoile 2 (4217 Pins), Black Jack 2 (4201) und Etoile 3 (4150). Weitere drei Mannschaften kamen auf 6 Punkte: ABP mit hervorragenden 4221 Pins (dank Traumstart mit 691 und 692), Pegasus-Kobra (4173) und Tyrolia (4084). Der bisherige Tabellenführer Strike & Spare erwischte einen rabenschwarzen Tag: 3954/4 Punkte.

Die besten Einzelspieler (alle 7 Spiele im Team): in einer eigenen Liga Mario Miladinovic (ABP) mit 1611 Pins (über 230 Schnitt – 254/1., 266/2., 234/6.Spiel) und - bereits oben erwähnt - Dusan Kometter (BJB 1) mit 1582 (258/4., 242/5., sowie jeweils 235/im 3.und 7.Spiel). Ganz hervorragend auch Alois Lichtenegger (Etoile 2) 1530 (244/2.), Patrick Stiel (Etoile 3) 1492 (jeweils 253/1.und 3. Spiel) und Hans Had (Strike & Spare) 1478 (243/2.). Weitere Serien 200+ gelangen Christian Stefan (BJB 2) 1414 (234/6.), Anton Stiel (Etoile 2) 1406 und Walter Fiala (Tyrolia) 1403 (232/5.).

Ansprechende Einzelergebnisse: Rudolf Friess (BJB 1) 258/2., 236/3., Johann Riegler (BJB 2) 250/3., 234/4., Ewald Danzinger (ABP) 248/1., René Bauer (Pegasus-Kobra) 247/2., Günter Janac (BJB 2) 245/6., 237/7., Alexander Gabrielian (Etoile 3) 239/3.

Nur 17 der insgesamt eingesetzten 30 Spieler absolvierten eine komplette 7er-Serie.

Höchste Team-Ergebnisse:  Etoile 3 706/3., ABP 692/2., 691/1., BJB 1 681/2., 644/3., 626/5. und 620/1., Tyrolia 659/4., 633/1., Pegasus-Kobra 657/2., 632/4., BJB 2 652/4., 641/6., Etoile 2 649/4., 633/2., 626/3., 624/1.

Tabelle nach Runde 4

Pkte

Pins

1.(2)

BJB 2

34

16393

2.(1)

Strike & Spare 1

32

16693

3.(3)

Tyrolia 1

30

16617

4.(4)

Etoile 2

28

16261

5.(7)

BJB 1

26

16268

6.(5)

Pegasus-Kobra 1

26

16061

7.(6)

ABP 1

26

16019

8.(8)

Etoile 3

22

16079

Resümee:      Alles offen. In der Tabelle dieser Horror-Gruppe rücken alle immer näher zusammen. Nur der Dritte, Vierte und der Achte konnten ihren Tabellenplatz aus der 3. Runde halten, sonst wurde heute im Prater ordentlich durchgemischt.

Bis bald

Walter