TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2014/15 - 3. Runde, 23.11.2014, Post

 

Die Bedingungen:        Die bislang leider nur „halbe“ Hernalser Posthalle präsentierte sich wie üblich: fast menschenleer, freundliches und eher nicht auf das Sport-Bowling fokussiertes Personal am Counter, dazu mit Daniel ein sehr kundenorientierter, höflicher und flinker Kellner. Die Bahnen-Ölung wie erwartet: sehr tempoabhängig, splitanfällig, aber durchaus für hohe Ergebnisse geeignet und (auch schon bekannt) der „Siebener ist der neue Zehner“. Vielleicht haben einige Aktive ihre Erwartungen etwas zu hoch geschraubt, denn nicht alle hatten am Ende eine Schnittverbesserung auf ihrem Konto. Das lag unter anderem daran, dass die Bahnen 31-32 mit im Spiel waren (obwohl man diese leicht als Reservebahnen hätte leer stehen lassen können, wie in der Vorsaison dankenswerter Weise oft praktiziert), weil die einfach (aufgrund der Nähe zum Hinterausgang oder warum auch immer) ein komplett anderes Ölbild zeigen – staubtrocken, kaum vernünftig spielbar. Aber dieser oft geäußerte Spieler-Wunsch lässt sich vermutlich nicht ganz mit den Intentionen des Hallenbetreibers unter einen Hut bringen.

Nur den Randbahnen sozusagen „die Schuld“ zuzuweisen ist mir zu billig, denn es zeigte sich heute die direktere Linie in die Strike-Gasse als die eher Erfolg versprechende - im Gegensatz zum weiten Ball-Laufweg, dem halt eine Mehrheit der Aktiven „nachhirscht“, weil er halt so schön anzusehen ist und nach „mehr“ ausschaut.

Eine alte Bauernregel besagt jedoch, dass nur das zählt, was vorne umfällt. Der Weg dorthin ist egal. So, jetzt aber Schluss mit dem Klugsch…

Und noch eins: wenig Kugelrotation wird allzu gerne etwas belächelt und als Unvermögen abgetan. Was für eine Fehleinschätzung.

 

Unser Spiel:     Wir gingen heute wieder in Standardbesetzung Fiala-Bittner-Liftenegger ins Rennen. Mit den Startbahnen 31-32 waren wir zwar nicht verwöhnt, aber immerhin haben wir die bekannt starke Pegasus/Kobra-Truppe am falschen Fuß erwischt. 587 zu 494 für uns war deutlich. Was dieses Ergebnis wert war, konnten wir aber aufgrund der „Sonderstellung“ von 31-32 in der Posthalle noch nicht einschätzen. Gegen Etoile 2 lief es dann auf 27-28 nach Wunsch. 632 zu 543 – wir hatten jetzt 4 Punkte auf dem Konto. Nächster Gegner auf 29-30 war jetzt der Tabellenführer Strike & Spare. Weniger 10er und 7er als Restpins auf unserer Seite, daher 641 zu 595 für uns. Weiterhin ungeschlagen.

Black Jack 2 (heuer gerade nicht unser Lieblingsgegner) wartete jetzt auf 27-28. Und wieder (wie schon in Runde 1) ging das Spiel für uns äußerst unglücklich zu Ende. Nach extrem glücklichem Pinfall im Schlussframe konnte sich „Steirerbua“ Johann Riegler gegen Martin Liftenegger durchsetzen – obwohl er sich nach seinem offensichtlichen Fehlwurf schon enttäuscht abgewandt hatte und seinen siegreichen Doch-Spare gar nicht selbst sehen konnte. 593 zu 603 – das ist eben Bowling. Hätten wir nicht in Runde 1 schon gegen BJB 2 um einen Pin verloren und in Runde 2 das überragende Tages-Höchstspiel von 710 um die Ohren bekommen, wäre der heutige Gameverlust etwas erträglicher gewesen.

Im Frustspiel danach bekamen wir es auf den Bahnen 25-26 ausgerechnet mit der ersten Black Jack-Mannschaft zu tun. Und diesmal kam kein Zweifel auf: unser herausgespielter Vorsprung reichte diesmal auch für das Zehner-Frame und mit hervorragenden 676 zu 524 konnten wir die Punkte 7 und 8 einfahren. In der vorletzten Begegnung mussten wir leider wieder  „in die Wüste“, sprich: auf 31-32. Vorsorglich einmal gleich 6 Latten nach links verstellt, aber das reichte nicht ganz. Nach zwei, drei erfolglosen Strike-Versuchen hatten wir alle drei halbwegs eine Strike-Linie gefunden und unseren Gegner Etoile 3 gut im Griff. Ausgeglichene 649 (212-226-211) reichten gegen 586 für den 5. Sieg des Tages. Hart war anschließend das letzte Match auf 29-30 gegen ABP, denn die Rückkehr aus der Wüste in eine normale Bowling-Welt war keine leichte Übung. Gott sei Dank war jetzt Martin voll im Bild und sicherte mit seinen 245 die Punkte 11 und 12. 600 zu 573 war der erhoffte Abschluss. Eine ausgeglichene Mannschaftsleistung brachte uns in den Favoritenkreis um den Aufstieg in die Landesliga zurück.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fiala Walter

193

211

224

211

221

212

183

1455

207,857

Bittner Heinrich

235

190

190

223

256

226

172

1492

213,143

Liftenegger Martin

159

231

227

159

199

211

245

1431

204,429

Team-Ergebnis

587

632

641

593

676

649

600

4378

208,476

Gegner

Pegasus

Etoile2

Strike

BJB2

BJB1

Etoile3

ABP

 

 

Ergebnis Gegner

494

543

595

603

524

586

573

3918

 

Punkte

2

2

2

0

2

2

2

 

 12 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:    

Bestes Team Tyrolia mit 4378 Pins (208,476 Schnitt) und 12 Punkten als einzige Mannschaft über 200 Schnitt. Mit Respektabstand dahinter die Black Jack Bowlers 2 mit 4102 gespielten Pins, aber ebenfalls 12 Punkten. Leader Strike & Spare erreichte zwar 4179 Pins, aber „nur“ 8 Punkte. Etoile 3 (4141 Pins), ABP (4021) und Pegasus-Kobra (mit vergleichsweise bescheidenen 3942 Pins) schafften je 6 Punkte. Black Jack 1 mit 4016 Pins 4 und Etoile 2 (bisher Tabellen-Zweiter) musste sich mit 3945 Pins und nur 2 Punkten zufrieden geben.

Die besten Einzelspieler (alle 7 Spiele im Team): Heini Bittner (Tyrolia) 1492 Pins (mehr als 213 Schnitt – 235/1. Spiel,256/2.), Walter Fiala (Tyrolia) 1455, Patrick Stiel (Etoile 3) 1448 (255/1.), Hans Had (Strike & Spare) 1444 (235/5.,236/6.), Mario Miladinovic (ABP) 1435 (259/5. – Tageshöchstspiel), Martin Liftenegger (Tyrolia) 1431 (245/7.,231/2.), Alois Lichtenegger (Etoile 2) 1407 (240/4.), Christian Provaznik (Strike & Spare) 1404.

Weitere ansprechende Einzelergebnisse: Johann Riegler (BJB 2) 243/1., Ernst-Peter Felix (Pegasus-Kobra) 242/3., Alois Lichtenegger (Etoile 2) 240/4., Romeo Alumpe (Etoile 3) 238/7., Günter Schauer (Etoile 3) 236/3.,234/4., Heribert Zirps (Pegasus-Kobra) 236/3., René Bauer (Pegasus-Kobra) 234/2. und Wolfgang Hauska (BJB 1) 233/4.

Immerhin 21 Spieler absolvierten eine komplette 7er-Serie.

Höchste Team-Ergebnisse:  Pegasus-Kobra 678/3., Tyrolia 676/5.,649/6.,641/3.,632/2.,600/7., Strike & Spare 649/5., ABP 646/5.,616/3.,613/6.

 

Tabelle nach Runde 3

Pkte

Pins

1.(1)

Strike & Spare 1

28

12739

2.(3)

BJB 2

26

12192

3.(6)

Tyrolia 1

24

12533

4.(2)

Etoile 2

20

12044

5.(4)

Pegasus-Kobra 1

20

11883

6.(5)

ABP 1

20

11798

7.(7)

BJB 1

16

12015

8.(8)

Etoile 3

14

11929

 

Resümee:      Deutliches Lebenszeichen von Tyrolia 1. Es gibt noch keinesfalls eine Vorentscheidung zu den Themen Aufstieg und Abstieg, aber die Tabelle bekommt langsam Struktur.

Bis bald

Walter