TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2013/14 – 7. Runde, 06.04.2014, Strike-Bowling Hernals

 

Die Bedingungen:     Die bereits seit Jahren bekannten Bahnenverhältnisse in Hernals: angenehm zu bespielen, jedoch Topergebnisse nicht automatisch zu erwarten. Wie immer war genaues und temporeiches Spiel gefordert, sonst hatte man mit Restpins an der Grundlinie oder gar Splits seine liebe Not. Wenn auch die meisten Aktiven sich eher negativ über zu „trockene“ Bahnen äußern, möchte ich einmal eine Lanze für die Veranstalter brechen. In Hernals weiß man, was einen erwartet – und das ist gut so. Ich war und bin immer Fan von einschätzbaren Verhältnissen. Meine Idealvorstellung: jede Bowlinghalle hat ihren „Charakter“ und auf den möchte man sich verlassen können. In Hernals ist das so. Ich danke dafür und bin froh darüber. Nichts ist lästiger, als das eigene Spiel - bedingt durch ständig mehr oder weniger zufällig wechselnde Ölbilder - neu erfinden zu müssen. Wir wissen, dass uns in Hernals „trockenere“ Bahnen erwarten, also müssen wir reagieren: durch die richtige Kugelwahl und durch das entsprechend angepasste Spiel. In diesem Fall ist halt das direktere Spiel mit „längeren“ Bällen eher von Erfolg gekrönt als weite Wege mit aggressivem Material. Wir müssen nicht immer „mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Manchmal genügt es auch, rund um die zehnte Latte und weitgehend genau zu spielen.

Wer mich und meine Berichte kennt, kann in der Vergangenheit mehrfach nachlesen, dass ich diese Meinung nicht nur heute vertrete, weil ich auch wieder einmal an der Spitze mithalten konnte.

Noch eines: ich war heute überrascht, dass auch die Rechtshänder aus meiner Sicht bis zum Schluss nicht besonders viel „nach zu gehen“ hatten und annähernd die gleiche Linie durchspielen konnten wie zu Beginn.

Unser Spiel:     Unser Standard-Team – Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger – kam gleich im Startspiel auf 23-24 gegen den BSC Phönix gut in Schwung. Martin bot mit seiner 247er Partie guten Halt und wir erreichten ein sicheres 1049 zu 974. Auch im Quervergleich ein herzeigbares Ergebnis. Gut für uns, wollten wir doch heute unsere Spitzenposition unbedingt behaupten. Der vorgezogene Showdown folgte gleich im Spiel 2 auf den Bahnen 25-26. Verfolger Stadlau war nächster Gegner und es lief so gar nicht nach Wunsch. Anfangs konnten wir noch gut mithalten, aber mit 991 zu 1036 verloren wir im Titelkampf gleich einmal 2 Petersenpunkte. In der Tabelle hieß es jetzt ungefähr Gleichstand. Im Spiel 3 auf 27-28 war jetzt der gewohnt schwere Kampf gegen Strike & Spare zu schlagen. Es gelangen neuerlich 991, was aber diesmal gegen Strike (920) zum Siegpunkt reichte.

Kaum Auswirkung auf die sogenannte „Blitz-Tabelle“, weil Stadlau mit 966 auf ähnlichem Niveau ebenfalls erfolgreich war.

Auf 29-30 bekamen wir es jetzt mit Future-BTA zu tun und wir wissen, dass wir uns gegen Fürst & Co immer schwer tun. Auch heute lief es wieder wie üblich. Ein Fight auf Biegen und Brechen. Nachdem ich ein Doppel zu Beginn mit meinem dritten(!) verfehlten 7er-Pin des Tages wieder „neutralisiert“ hatte, gelang mir durch den unmittelbar darauf folgenden Achtling (und 266, dem Tageshöchstspiel) gottseidank eine Wiedergutmachung und unserem Team ein sehr wertvoller 1072:1041-Sieg. Wertvoll vor allem deswegen, weil Stadlau im Parallelspiel mit nur 939 den bereits 4. Siegpunkt eingefahren hatte.

Noch enger wurde es im letzten Spiel des Tages auf 23-24 gegen Pegasus-Kobra. Konzentriert und auf unser Tagesziel fokussiert errangelten wir mit 987 zu 976 knapp den wichtigen vierten Sieg.

Noch einmal gut gegangen, das Abenteuer Wahrung der Aufstiegschance in Hernals…

 

 Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

190

159

199

178

177

903

180,600

Horak Roland

219

215

189

196

178

997

199,400

Bittner Heinrich

189

233

255

233

225

1135

227,000

Fiala Walter

204

207

167

266

190

1034

206,800

Liftenegger Martin

247

177

181

199

217

1021

204,200

Langer Michael

164 R

194 R

198 R

162 R

173 R

891

178,200

Team-Ergebnis

1049

991

991

1072

987

5090

203,600

Gegner

Phönix

Stadlau

Strike

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

974

1036

920

1041

976

4947

 

Punkte

1

-

1

1

-

4

105,40 PP

 

Die Besten des Spieltages:      Tyrolia als einziges Team mit einem Mannschaftsschnitt über 200 (5090 gespielte Pins/ 4 Siegpunkte). Stadlau mit 4999 Pins, aber 5 Siegen nur denkbar knapp darunter. Es folgten mit Abstand Strike & Spare (4875/3), BSC Phönix (4808/2), Pegasus-Kobra (4713/1) und Future-BTA mit 4710 Pins, heute jedoch überraschend ohne Siegpunkt.

Beste Einzelspieler:        Alex Pittesser (Stadlau) mit 1141 Pins (228,2 Schnitt – 257 im 2. Spiel), Heini Bittner (Tyrolia) 1135 (255/3.), Gerald Simané (Phönix) 1075 (257/4.), Günther Schroll (Strike) 1059, René Bauer (Pegasus) 1041, Walter Fiala (Tyrolia) 1034 (266/4. – Tageshöchstspiel), Christian Provaznik (Strike) 1033 (245/4.), Reinhard Handler (Future) 1025, Martin Liftenegger (Tyrolia) 1021 (247/1.), Hans Had (Strike) 1020 und Patrik Ondra (Stadlau) 1016.

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia 1072/4.Spiel – 1049/1., Stadlau 1061/1. – 1036/2., Strike & Spare 1052/4. – 1028/2. – 1002/5., BSC Phönix 1045/4., Future-BTA 1041/4. und Pegasus-Kobra 1008/1.

 

Tabelle nach Runde 7

Punkte

Rückstand

1.(1)

Tyrolia 1

709,29

 

2.(2)

Stadlau 1

706,34

2,45

3.(3)

Strike & Spare 1

693,04

16,25

4.(4)

Future/BTA 1

678,01

31,28

5.(5)

Pegasus/Kobra 1

670,21

39,08

6.(6)

BSC Phönix 1

666,25

43,04

 

Resümee:       Die beiden Führenden haben ihre Position gefestigt. Der Kampf um das Aufstiegsticket bleibt spannend. Strike & Spare hat praktisch den dritten Stockerlplatz gebucht. Der BSC Phönix könnte am 27. April  in der Plushalle durch eine Sonderleistung im allerletzten Moment noch dem Abstieg entkommen – da muss aber schon alles zusammen passen.

Bis bald

Walter