TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2013/14 – 4. Runde, 26.01.2014, Floridsdorf

 

Die Bedingungen:     Unser erster Mannschafts-Auftritt in der renovierten Floridsdorfer Halle verlief erwartet schwierig. Die 2. Landesliga spielte im 1. Stock. Sehr erfreulich war, dass das Rauchverbot eingehalten wurde bzw. werden musste, nachdem Christian Körber als Sportverantwortlicher des LVWB unmissverständlich klar gemacht hatte, dass kein Ball geworfen würde, wenn nicht alle Aschenbecher weggeräumt und das vereinbarte Rauchverbot ab 1 Stunde vor Spielbeginn verlässlich eingehalten würden. Gesagt - getan. Diesbezüglich passte also alles.

Auch was den Sport selbst betrifft, merkte man, dass sich das Personal sehr bemühte, die Bahnen in gutem Zustand waren und die doch sehr häufigen Probleme mit den Pinaufstellern (kein Wunder, die haben ja schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel) in vertretbarer Zeit immer behoben waren. Nachdem die wenigen Reservisten, die bis zum Ende der 5er-Serie durchhielten, schon früher als die Teams fertig waren, reparierte das Mechaniker-Team noch am Wettkampftag die Pinsetter auf den Bahnen 19-20. Vielen Dank dafür. Ein positives Beispiel, das Schule machen sollte, aber auch die aktive Mitarbeit der Schiedsrichter fordert. Danke, wieder einmal, an Schiri Christine Rohrmoser.

 

In diesem Zusammenhang aus aktuellem Anlass ein Appell an alle Akteure (und Betreuer): zum Thema steht in der Sportordnung der Passus

…Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, dass die Pins richtig aufgestellt sind. Dies gilt sowohl für den ersten als auch für den zweiten Wurf innerhalb eines Feldes.

Der Spieler muss darauf bestehen, dass jeder Pin, der nicht richtig aufgestellt ist, in die richtige Stellung gebracht wird, bevor er seine Kugel abwirft, andernfalls stimmt er jeder Pinaufstellung zu. Pinstellungen dürfen nicht verändert werden, es sei denn, der Pinaufsteller hat einen oder mehrere Pins falsch aufgestellt oder gar umgeworfen, nachdem der erste Kugelwurf vorüber ist und bevor die nächste Kugel geworfen wird…

Also: kümmert euch bitte darum, dass der amtierende Schiedsrichter/Centerleiter mit dem Mechaniker wegen inkorrekter Pinaufstellung Kontakt aufnimmt – und zwar bevor ihr den nächsten Ball spielt.

Wir wollen doch alle vermeiden, durch Maschinenfehler benachteiligt zu werden und wünschen sowas selbstverständlich auch nicht unseren Gegnern.

                 

Was war heute gefordert? Meines Erachtens waren es zwei Komponenten: genaues Spiel (man hatte traditionell wenig Platz) und Flexibilität beim Nachkorrigieren. Um Splits zu vermeiden, mussten vor allem die Rechtshänder flexibel nachgehen und die weiteren Kugelwege suchen. Auch die Unterschiede innerhalb der Doppelbahnen selbst waren teils nicht ohne. In beiden Fällen waren Akteure, die der Kugel mehr Rotation geben und Tempo machen können, im Vorteil. Ausnahmen bestätigen die Regel (das Phrasenschwein sagt danke).

Alles in allem: aus Sicht der 2. Landesliga ein passabler Wieder-Einstand der Floridsdorfer. Sichtbare Fortschritte sind wohl nicht einmal den größten Nörglern verborgen geblieben.


Unser Spiel:     Dieses zweite Viertel der Meisterschaft hat uns, ein wenig unerwartet, ganz nach vorne gespült. Die „Tatorte“ Cumberland und Florido ließen diese positive Wende für uns nicht unbedingt erwarten. Wir hatten erneut unsere Standardformation am Start: Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger. Start auf 19-20. Nicht unerwartet: wie gestern schon im 3er-Bewerb war wieder Stadlau der Gegner. Nicht einfach, die Umstellung nach dem gestrigen Cumberland-Auftritt, aber heute hatten wir das bessere Ende für uns. Martin war mit 231 von Beginn an voll motiviert. 959 zu 935 das knappe Endergebnis. In einer Blitztabelle hätte das jetzt nur mehr den Minimalrückstand von 5 Pins auf die bisher führenden Stadlauer ergeben. Aber wen interessierte das so früh am Wettkampftag schon? Auf den Randbahnen 23-24 konnten wir uns dann gegen BSC Phönix noch steigern. Der zweite Siegpunkt war mit 1012 zu 904 und geschlossener Mannschaftsleistung scheinbar leicht verdient. Wieder auf unseren eher ungeliebten Startbahnen 19-20 mussten wir uns dann mit Strike & Spare messen. Ein Pin mehr als im Startspiel. Das reichte. 960 zu 941 und wir waren zufrieden. Jetzt wurde es auf 21-22 noch ungemütlicher, weil sich dieses Bahnenpaar noch etwas „trockener“ präsentierte und eine unbeschreibliche Split-Serie folgte. Ich habe bei 10 : 10 Splits bis zum 8. Frame nicht mehr weiter gezählt. Future/BTA hat uns mit 921 zu 884 den Siegpunkt weggeschnappt. Danach Wechsel auf die heute klimatisch sehr kalte „linke Seite“. Keine Heizung im Bereich 15-16. Warum auch immer. Schien uns nichts auszumachen. Gegen den stets unangenehm zu spielenden Gegner Pegasus/Kobra lief es wie geschmiert. Die zuvor gegen Fürst, Handler & Co vermissten Strikes holten wir jetzt kräftig nach. 1053 zu 884 katapultierte uns endgültig an die Tabellenspitze, weil Stadlau auf den schwierigen Bahnen 19-20 zur gleichen Zeit gegen BSC Phönix heute mit 879 zu 997 keine Chance hatte.

Wir haben die gebotenen Chancen genützt und gehen als Tabellen-Führer in die zweite Hälfte der Meisterschaft.

 

 Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

170

214

186

162

214

946

189,200

Horak Roland

192

201

194

156

157

900

180,000

Bittner Heinrich

168

211

171

216

257

1023

204,600

Fiala Walter

198

207

200

188

214

1007

201,400

Liftenegger Martin

231

179

209

162

211

992

198,400

Langer Michael

117 R

172 R

156 R

172 R

150 R

767

153,400

Bouse Pierre

161 R

218 R

150 R

w. o. wegen Verletzung

529

176,300

Team-Ergebnis

959

1012

960

884

1053

4868

194,70

Gegner

Stadlau

Phönix

Strike

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

935

904

941

921

884

4585

 

Punkte

1

1

1

-

1

4

101,18 PP

 

Die Besten des Spieltages:      Kein Team mit 200 Schnitt. Tyrolia heute mit 4868 Pins und 4 Siegen voran. Dahinter Strike & Spare mit 4734/3 und BSC Phönix 4685/2. Stadlau erreichte 4607 Pins und 2 Siege, ebenso wie Future/BTA mit 4545 und Pegasus/Kobra mit 4368 Pins.

Beste Einzelspieler:        Günther Schroll 1047 (244 im 2. Spiel), Karl Witek 1025, Heini Bittner 1023 (257/5.), Walter Fiala 1007, Patrick Schlosser 996, Martin Liftenegger 992 und Robert Fürst 988.

Weitere erwähnenswerte Spiele: Höchstspiel für Patrik Ondra mit 269/3, Christian Provaznik 258/4. und Günther Heyde 241/2.

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia 1053/5. und 1012/2.,Strike & Spare 1010/4. und 1001/5. Mehr 1000er sind leider heute nicht gefallen.

 

Tabelle nach Runde 3

Punkte

Rückstand

1.(2)

Tyrolia 1

405,43

 

2.(1)

Stadlau 1

400,11

4,32

3.(5)

Strike & Spare 1

384,41

21,02

4.(4)

Future/BTA 1

380,21

25,22

5.(3)

Pegasus/Kobra 1

379,39

26,04

6.(6)

BSC Phönix 1

369,43

36,00

 

Resümee:       Die Tabelle bekommt langsam Struktur, aber die Entscheidung ist noch lange nicht gefallen. Der Aufsteiger wird wohl zwischen Tyrolia 1 und Stadlau 1 ermittelt. Für beide Teams noch ein schönes Stück Arbeit. Die Position des BSC Phönix hat sich weiter verschlechtert.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at