TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2013/14 – 3. Runde, 12.01.2014, Cumberland

 

Die Bedingungen:     Da in Penzing nur 12 Bahnen zur Verfügung stehen, haben wir im Wettkampf nur sporadisch die Möglichkeit, uns mit dem – für Wiener Verhältnisse eher anspruchsvollen – Ölmuster auseinander zu setzen. Aus meiner Sicht ist höheres Tempo und genaues Spiel gefragt. Man hat wenig Platz, wie wir sagen, und die Bälle sind relativ weit in die Bahn zu legen. Zu weit außen bleiben die Bälle liegen, schräg zur Gasse etwa über 5 bis 10 Board wird mit Split oder Washout bestraft. Je nachdem, ob man den Ball „erwischt“ oder zu viel „anschiebt“. Den richtigen Weg zu finden ist nicht leicht, aber eine nette Herausforderung. Im vierten und fünften Spiel liefen die Bälle überraschend später an. Schade, dass man sich in den anderen Wiener Hallen das genaue Spiel so schleichend abgewöhnt hat…

Beunruhigend eigentlich, wenn ich so meine Einleitung zur heutigen dritten 5er-Runde der 2. Wiener Landesliga nochmals durchlese – nicht Eingeweihte müssen glauben, wir machen Doktorarbeiten in unserem Sport.

Spaß beiseite: etwas Anstrengung kann uns nicht schaden, auch wenn wir das nicht mehr gewöhnt sind. Da „trennt sich halt dann die Spreu vom Weizen“ werden die Glücklichen sagen, die halt heute zufällig so etwas wie das richtige Rezept gefunden haben.

Übrigens: die heutige Veranstaltung lief unaufgeregt und sympathisch ab. Das Cumberland-Personal war wie immer freundlich und bemüht. Christine Rohrmoser – geduldig, höflich und vorbildlich korrekt – trug als Schiedsrichterin das Ihre dazu bei, dass die mehr als 5 Stunden niemandem zu viel wurden. Danke an dieser Stelle auch dafür. Alle Aktiven wissen, dass kaum ein Spieltermin zum Selbstläufer wird.

Unser Spiel:     Wir hatten wieder unsere Standardformation am Start: Kukla-Horak-Bittner-Fiala-Liftenegger. Im Startspiel gegen BSC Phönix auf den Bahnen 9-10 lief es nicht gleich ganz rund, aber Martin (Sechsling) und ich (Fünfling) - jeweils vom Start weg - erleichterten die Arbeit. Viele Sparefehler unserer Gegner brachten letztendlich ein ungefährdetes 1006 zu 852. Da wir in diesem ersten Spiel als einziges Team einen 1000er warfen, konnten wir jetzt entspannter weiterspielen. Tabellenführer Stadlau war zweiter Gegner auf 11-12. Wir taten uns erheblich schwerer, als hätten wir die Halle gewechselt. Nicht – wie sonst üblich – „kürzere“ Bahnen bei der Türe, aber was soll´s. Strikes waren seltener, aber gottseidank hielten sich die offenen Frames halbwegs in Grenzen. 944 zu 900. Unerwartet einfach.

Zurück auf 9-10: Future/BTA als dritter Gegner und wir unverändert durchschnittlich, außer Roland Horak. Unser Startmann setzte auf zwei Spares in den Startframes einen Neunling drauf und riss uns mit seinem Tageshöchstspiel von 276 zum Teamhöchstspiel 1056 mit. Future war mit 967 im Quervergleich auch gut unterwegs. Auf 5-6 wartete jetzt die Spielgemeinschaft Pegasus/Kobra. Wäre nicht Roland weiter auf hohem Niveau (235 – wirkte anfangs wie eine Kopie des Spiels davor) unterwegs gewesen, hätten wir auf diesem für uns „seltsamen“ Bahnenpaar alt ausgesehen. So erwurschtelten wir ein 965 zu 923 und unseren vierten Tagessieg. Auf 7-8 war dann Schluss mit lustig. Kaum Strikes auf unserer Seite. Mit eher bescheidenen 882 unterlagen wir Strike & Spare (956) deutlich. Schade, denn mit einem durchschnittlichen 900er-Spiel wäre heute sogar der Sprung an die Tabellenspitze möglich gewesen.

Macht nichts. War sicher nicht die letzte Chance.

 

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Kukla Robert

162

165

203

192

173

895

179,000

Horak Roland

176

223

276

235

151

1061

212,200

Bittner Heinrich

203

193

189

189

173

947

189,400

Fiala Walter

224

182

196

170

201

973

194,600

Liftenegger Martin

241

181

192

179

184

977

195,400

Langer Michael

205 R

183 R

176 R

169 R

191 R

924

184,800

Team-Ergebnis

1006

944

1056

965

882

4853

194,12

Gegner

Phönix

Stadlau

Future

Pegasus

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

852

900

967

923

956

4598

 

Punkte

1

1

1

1

-

4

101,03 PP

 

Die Anderen und die Tagesbesten:     Kein Team mit 200 Schnitt. Pegasus/Kobra heute mit 4870 Pins und 4 Siegen voran. Dahinter Tyrolia mit 4853/4 und Strike & Spare (4776/3) sowie Stadlau (4799/2) und Future/BTA (4762/2) fast gleichauf. Deutlich zurück das Tabellen-Schlusslicht BSC Phönix mit nur 4396 Pins ohne Tagessieg.

 

Beste Einzelspieler:        Roland Horak 1061 (223-276-235 in den Spielen 2-4), Heribert Zirps 1053 (zwischen 200 und 220),Ferdinand Wiesauer 1009, René Bauer 1005 (244/5.), Ernst-Peter Felix und Hans Had je 986, Alexander Reischl 985, Karl Witek 978, Martin Liftenegger 977, Walter Fiala 973, Reinhard Handler 972 und David Dudek 967.

Weitere erwähnenswerte Spiele: Patrik Ondra 253/4. bzw. 875 Serie aus 4 Spielen.

 

Beste Team-Ergebnisse: Tyrolia 1056/3. und 1006/1., Pegasus 1045/5., Stadlau 1027/4. und 1005/5., Future/BTA 1015/5. und Strike & Spare 1011/4.

 

 

Tabelle nach Runde 3

Punkte

Rückstand

1.(1)

Stadlau 1

306,04

 

2.(2)

Tyrolia 1

304,25

1,29

3.(4)

Pegasus/Kobra 1

290,21

15,33

4.(3)

Future/BTA 1

287,26

18,28

5.(5)

Strike & Spare 1

287,07

18,47

6.(6)

BSC Phönix 1

274,08

31,46

 

Resümee:       Cumberland halbwegs überstanden. Verbesserung unserer Tabellen-Situation im Hinblick auf den begehrten Aufstiegsplatz. Scheinbar aussichtslos wirkt mittlerweile der Rückstand des Phönix-Teams. Noch haben wir allerdings nicht einmal Halbzeit in der Liga – noch ist also alles möglich (das Phrasenschwein dankt für diesen Schluss).

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at