TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2013/14 – 1. Runde, 22.09.2013, Post

 

Endlich ging es wieder los. Dauerte scheinbar endlos lange, die heurige Sommerpause – und dennoch sind wir um mehr als einen Monat früher in die neue 5er-Saison gestartet als im Vorjahr (damals war es der 28.10.2012). Eine herausfordernde Saison liegt vor uns. Der Wiener Liga-Absteiger Stadlau hat mit geballter Jugend-Kraft sicher Potenzial und man kann annehmen, dass dieses Team um den Aufstiegsplatz ein Wörtchen mitreden wird.

Da die Bahnenverhältnisse in den einzelnen Hallen weitgehend die Bedingungen der Vorsaison widerspiegeln, werden wohl auch die Ergebnisse etwa gleiches – für unser Spielvermögen unrealistisch hohes - Niveau erreichen.

Die Bedingungen:     Die 2. Landesliga war auf den Bahnen 15 bis 22 eingeteilt. Nach der ersten 5er-Runde der Vorsaison habe ich mir folgende Beurteilung erlaubt:

Eigentlich wären es die seit Monaten bekannten Highscore-Bedingungen gewesen, wenn nicht spätestens im 4. Spiel die Grenzen dieser Ölung aufgezeigt worden wären. Kurz: die Masse der Rechtshänder „knüppelte“ sich die Bahnen derart nieder, dass die Bälle schließlich nur noch über extrem weite Linien (und dem notwendigen Glück beim Pinfall) oder mit dürftiger Drehung (nach dem Motto „schräg eini und durch“) die Strikegasse verlässlich erreichten. Die erzielten Ergebnisse spiegeln diese Einschätzung wider“.

Hätte ich heute fast genauso wieder schreiben können, aber viele Aktive haben mit dem Material nachgebessert (sprich: verwenden jetzt „harmlosere“ Bälle) und deswegen gab es auch in den späteren Spielen noch den einen oder anderen Ausreisser nach oben. Oder kurz: man gewöhnt sich langsam an alles und reagiert halt. Ein alter und böser Spruch hat sich wieder bewahrheitet: je leichter die Bahnen desto größer die Materialschlacht. Die Kugelmassen sind manchmal kaum zu überwinden, wenn man sich wo „durchzwicken“ möchte. Einen netten Sager habe ich heute dazu aufgeschnappt: „Manche wollen offensichtlich in einem Frame gleich drei Strikes werfen“…

Dennoch bleibt als Fazit: die gezeigten Leistungen waren in unserer Liga heute insgesamt eher enttäuschend.

Unser Spiel:     Wir starteten heute in Hernals in unsere leider bereits siebente Saison in der „nur“ zweithöchsten Wiener Leistungsklasse (zur Erinnerung: nach unserem Staatsmeistertitel 1998 waren wir in der Saison 2007-2008 nach lange andauerndem „Paternoster-Betrieb“ mit jeweils unmittelbar aufeinanderfolgendem Auf- und Abstieg erstmals nicht sofort wieder aufgestiegen) und wir werden es wieder versuchen…

Folgendes Team stellte sich der ersten Aufgabe: Horak-Langer-Bittner-Fiala-Liftenegger. Robert Kukla verstärkt uns, startete aber heute vorerst in der Reserve. Die Brüder Weissensteiner – langjährige Stammspieler bei uns - werden versuchen, unser zweites Team beim gewünschten Aufstieg in die 2. Landesliga zu unterstützen.

Auf 15/16 bekamen wir es zum Auftakt mit dem BSC Phönix-Team zu tun. Der Start gelang recht brauchbar. Unser Sieg mit  956 zu 917 war im Quervergleich nicht übel. Zweiter Gegner war Stadlau auf 17/18. Es lief jetzt ausgezeichnet und unser zweiter Siegpunkt war mit guten 1051 zu 902 nie in Gefahr. Strike & Spare hatten wir anschließend auf 19/20 zu bekämpfen. Mit zwei Durchhängern zogen wir gegen Christian Provaznik (244) & Co den Kürzeren. 926 zu 948 – war mehr drinnen, standen wir uns selbst im Weg. Besser lief es dann gegen Future auf 21/22. Beim Gegner fehlten im Vergleich zum Vorjahrsteam die Leistungsträger Kantner (spielt heuer keine Mannschaftsbewerbe), Handler (heute privat verhindert) und Endl (wechselte zu Casino), was unsere Aufgabe etwas erleichterte. 989 zu 915 war ok. Das Schlussmatch gegen Pegasus-Kobra war leichter als erwartet. Mit 982 zu 887 fuhren wir sicher den 4. Siegpunkt ein, obwohl die besonders trockenen Bahnen 15/16 doch etwas Stress bereiteten.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Horak Roland

167

189

236

185

169

946

189,200

Langer Michael

173

190

138

150

169

820

164,000

Bittner Heinrich

202

225

217

216

232

1092

218,400

Fiala Walter

200

237

183

183

191

994

198,800

Liftenegger Martin

214

210

152

255

221

1052

210,400

Kukla Robert

203 R

173 R

178 R

164 R

174 R

892

178,400

Team-Ergebnis

956

1051

926

989

982

4904

196,16

Gegner

Phönix

Stadlau

Strike

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

917

902

948

915

887

4569

 

Punkte

1

1

-

1

1

4

 102,04 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Kein Team mit einem Mannschaftsschnitt über 200. Pinmäßig stärkste Mannschaft Stadlau mit 4929 Pins (197,16 Schnitt), aber mit nur 3 Siegpunkten in der Tabelle knapp hinter uns (4904/4). Am dritten Platz Strike & Spare mit 4809/3 vor BSC Phönix (4659/2) und Future-BTA (4604/2). Schlechter Start für Pegasus-Kobra mit nur 4457 Pins und 1 Siegpunkt.

Highscores der Teams:              Strike & Spare 1115 im 2. Spiel, Tyrolia 1051/2., Phönix 1049/3., Future 1043/3. und Stadlau 1031/4., 1012/1., 1004/5 – also in Summe „nur“ 7 von 30 möglichen 1000ern. Die Quote war schön höher.

Beste Einzelspieler:        Heini Bittner 1092, Christian Provaznik 1062 (267-Tageshöstspiel im 2., 244/3.), Martin Liftenegger 1052 (255/4.), Alex Pittesser 1027, Alex Lagler 1013, Hans Had 1003, Christian Pittesser 997, Walter Fiala 994, Paul Flehberger 970 (246/2.), Lukas Christian 962, Gerald Simané 957 und Robert Fürst 956.

Weitere gute Einzelspiele: Patrik Ondra 264, Rufino de Guzman 244      

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag:

1. Tyrolia 1                     102,04 PP

2. Stadlau 1                    101,29               Rückstand         0,25 PP

3. Strike & Spare 1          99,09                                         2,45

4. BSC Phönix 1              95,09                                         6,45

5. Future-BTA 1                            94,04                                         8,00

6. Pegasus-Kobra 1         90,07                                      11,47

Resümee:       Wir gehen mit Zuversicht in die folgenden Aufgaben, obwohl ich persönlich glaube, dass wir mit dem reduzierten und teilweise neuen Spielermaterial nicht gerade stärker geworden sind. Lasse mich aber zu gerne vom Gegenteil überzeugen. Kämpfen werden wir jedenfalls um jeden Pin. Versprochen. Denn: zumindest ein Jahr Wiener Liga zwischendurch würde uns sicher nicht schaden.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at