TYROLIA AM BALL - unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2013/14 - 4. Runde, 25.01.2014, Cumberland

 

Die Bedingungen:        Die Cumberland-Bahnen präsentierten sich heute wieder gewohnt anspruchsvoll. Was heißt anspruchsvoll ? Es präsentierten sich eben „normale“ Verhältnisse, wie man sie den oberen Spielklassen bzw. eigentlich jedem Vereinsspieler in Wien durchaus zumuten kann. Es kann ja nicht verboten sein, auch ein wenig Öl aufzutragen, wenn man zum Wettkampf ruft. Es wird dennoch ein sauberes Finish geboten – und das macht es nicht unmöglich gute Ergebnisse zu werfen. Genaues Spiel ist halt gefragt, weil wir eben „weniger Platz“ haben als in den anderen Wiener Hallen. Na und?

Mir geht es unter solchen Bedingungen auch nicht immer gut, aber sie sind mir allemal lieber als sogenannte „Autobahnen“, wie wir in Wien zu den sonst üblichen Verhältnissen oft sagen.

Ich wiederhole mich da in den letzten Jahren schon oft, aber noch einmal: was hat ein Bowler davon, wenn er Schnitte 200+ spielt (obwohl sein Spielvermögen so ein Niveau normal gar nicht hergeben würde) und dennoch 20 Schnittpins und mehr hinter den Besten herhinkt. Das erzeugt meines Erachtens mehr Frust, als mit „ehrlichen“ 185 Schnitt gegen ebenfalls „ehrliche“ 195 oder 200 eines Topspielers  zu unterliegen.

Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen: wir haben in unserer Stadt nicht 40 Bowler mit mehr als 200 Schnitt, wie uns die aktuelle Schnittliste vorgaukeln möchte. Schon gar nicht mehr als doppelt so viele, wie wir uns im vergangenen Vorjahr mit unserer Schnittliste selbst einreden wollten.

Was nur mehr halb so viele, wie im Vorjahr? Ja: ein klein wenig mehr Öl in der Verbandshalle und zwischendurch ein paar Spiele in der Cumberland-Halle – und schon ist es „passiert“. Nichts ist passiert. So ist Bowling als Sport eben.

Die Golfer bauen sich auch nicht jedes Loch in einen Trichter, um zu 80 % und mehr ein Ass („Hole-in-one“) feiern zu können. Die haben auch gewisse Gelände-Tücken zu meistern…

Noch eins: angeblich kommen demnächst wieder die Hallen-Manager zusammen, um gemeinsam(?) ein anspruchsvolleres Ölmuster bei  Verbandsbewerben anzubieten. Wäre schön, wenn man sich diesmal nicht auf Autobahnen verständigen würde, sondern der Linie von Franz Hahn wenigstens einen Schritt näher käme.

Mein ehrlich gemeinter persönlicher Appell an Franz Hahn: bleib deiner Linie treu – du liegst richtig. Immerhin bewegt man die Bälle bei dir im Center noch auf ausgebauten „Bundesstraßen“, um einen neuen Ausdruck ins Spiel zu bringen. Und es geht auch nicht bergauf.

Die anderen müssen einfach zum Wohle unseres Sports nachziehen (und werden dadurch auf Sicht auch keine Kunden verlieren). Oder weiterhin immer wieder mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass wir im internationalen Vergleich halt immer öfter eine untergeordnete Rolle spielen. Einzelne Ausnahmetalente und deren Top-Ergebnisse natürlich ausgenommen.

 

Unser Spiel:     Wieder in der Standard-Besetzung Fiala-Bittner-Liftenegger. Und wir spielten auch heute wieder zu dritt durch. Es war heute eine erste Aufholjagd geplant, aber es wurde uns schon bald klar, dass das keine leichte Übung sein sollte. Der Reihe nach: Start auf 5-6, wie üblich – möchte ich fast sagen – gegen Stadlau. Mit der niedrigsten Partie des Feldes hatten wir keine Chance. 528 gegen 582. Abhaken. Kann in der Cumberland-Halle passieren. Wechsel zu den Randbahnen 11-12, Gegner Pegasus. Wieder im Quervergleich schwach und neuerlich ohne Punkte. 553 zu 573. Einer unserer Lieblingsgegner, Future-BTA, wartete jetzt auf den Ersatz-Bahnen 3-4. Es lief auch gegen Future heute nicht. Die dritte Niederlage in Folge – ein deutliches 549 zu 612. Na ja, jetzt wurde es langsam eng. Noch dazu kamen jetzt die Hausherren um Franz Hahn auf uns zu. Siehe da: in einem sehr engen Match auf 9-10 konnten wir - nicht zuletzt, weil auch Heini scheinbar endlich ein Rezept gefunden hatte – überraschen und die ersten beiden Punkte auf unser Konto buchen. 649 zu 631 – war nach diesem Start nicht unbedingt zu erwarten. Der BSC Phönix war – wieder zurück auf den Startbahnen 5-6 – unser nächster Gegner. Ich schaffte mein Tageshöchstspiel, konnte mich mit 236 endlich von den sogenannten „Micky-Maus-200ern“ befreien (so benenne ich immer Spiele mit 20X, die durch einzelne offene Frames an besonders unangenehmer Stelle zustande kommen) und trug meinen Teil zum 600 zu 525 bei. Vier Punkte. Langsam wurde der Spieltag erträglicher für uns. Weitere 2 Punkte schafften wir anschließend auf 9-10 gegen Black Jack (547 zu 508), obwohl nicht annähernd an unser Etoile-Ergebnis anknüpfen konnten. Der Tag ging dann auf 3-4 so zu Ende, wie er begonnen hatte: eine deutliche Schlappe gegen ein hochmotiviertes Casino-Team, das jetzt schon langsam ums Überleben in der Liga kämpft. 585 zu 678 sieht aber deutlicher aus, als es tatsächlich war.

6 Punkte als Tagesausbeute. Kein großes Unglück für uns, weil sich die Punkte für uns heute günstig verteilten.

 

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fiala

204

171

207

211

236

172

213

1414

202,000

Bittner

178

186

164

245

181

195

189

1338

191,100

Liftenegger

146

196

178

193

183

180

183

1259

179,900

Team-Ergebnis

528

553

549

649

600

547

585

4011

191,000

Gegner

Stadlau

Pegasus

Future

Etoile

Phönix

BJB

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

582

573

612

631

525

508

678

4109

 

Punkte

0

0

0

2

2

2

0

 

   6 Punkte

 

Die Besten des Spieltages:    

Nur Etoile mit Franz Hahn & Co heute über 200 Schnitt. 4283 Pins (204 Schnitt) und 10 Punkte. Auch Tabellen-Schlusslicht Casino (4062 Pins) und Pegasus mit 4006 Pins schafften je 10 Punkte. Mit nur 3901 Pins (185,8 Schnitt) erreichte Stadlau 8 Punkte, Tyrolia konnte mit 4011 Pins nur 6 Punkte einfahren. Charakteristisch für den 3er-Bewerb ist die große Ergebnis-Streuung unter den 4-Punkte-Clubs: Black Jack brauchte dafür 4055 Pins (als immerhin Tagesdritter), Future/BTA 3953 und BSC Phönix gar nur 3824.

Die besten Spieler des Tages: nur 6 Akteure erreichten heute mit einer kompletten Serie einen Schnitt 200+, und zwar

Johann Riegler 1474 (256 im 1. Spiel), Leo Endl 1456 (249/7.), Erich Binder 1437 (259/2.), Franz Hahn 1428, Toni Stiel 1418 und Walter Fiala 1414.

Gute Einzelergebnisse: Tageshöchstspiel für Alex Pittesser mit 277/4., Gerald Simané 256/2., Robert Fürst 254/3. und 247/4., Wolfgang Wondratsch 253/2., Harry Horejs 247/5., Alex Lagler 246/4. und Heini Bittner 245/4.

Höchste Team-Ergebnisse:  BJB 701/2., Casino 678/7. und 621/5., Etoile 672/2., 665/6., 631/4. und 618/5., Future/BTA 653/4. und 612/3., Tyrolia 649/4. und 600/5., Stadlau 632/4.,Pegasus 630/3. und BSC Phönix 600.

 

Tabelle nach Runde 4

Pkte

Pins

1.(1)

Future-BTA 1

32

16578

2.(5)

Etoile/ABP 2

30

17114

3.(2)

Tyrolia 1

30

16624

4.(6)

Pegasus-Kobra 1

30

16147

5.(3)

BSC Phönix 1

28

16287

6.(7)

Stadlau 1

28

15995

7.(4)

Black Jack Bowlers 2

26

16393

8.(8)

Casino Wien 2

20

15969

 

Resümee:      Wieder alles offen in dieser wohl spannendsten 3er Liga des Verbandes. Wie schon in der 3. Runde wurde die Tabelle wieder neu sortiert. Den Ersten und den Vorletzten trennen nur 6 Punkte. Schlusslicht Casino gab ein erstes starkes Lebenszeichen.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at